Frage von princesSlife, 36

Ist der Satz in Ordnung, oder sollte ich ihn eher umändern?

War die Macht des Staates so groß, dass die Jugendlichen ihm unterworfen waren?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von 2012infrage, 17

Ein Staat hat immer Macht über die Jugendlichen. Kannst Du ausscheren mit einer Meinung in der Schule, wenn Du einen guten Abschluss haben willst? Darfst Du Dir eine andere Meinung wirklich erlauben, indem Du sie lebst? Wenn Du Erfolg haben willst, eine Karriere anstrebst, meinst Du, dass Du dann alles äussern kannst. Wenn Du nicht konform gehst, wenn Du mal infrage stellst, was Du gelehrt bekommst?

Man konnte auch in der DDR anders leben, es gab auch Kinder, deren Eltern wollten nicht, dass ihre Kinder in die Pionierorganisation oder in die FDJ eintraten. Auch in meiner Klasse. Ich weiß nicht, ob sich das später im Berufsleben ausgewirkt hat, aber in der Schulzeit waren sie keinen Repressalien unterworfen. Das wüßte ich nicht. Es gab mehrere Kinder aus sogenannten "bürgerlichen" Verhältnissen. Diese Eltern besaßen ein eigenes Haus oder waren selbständig als Handwerker oder Bäcker, Fleischer etc. 

Ich kann mich an keine Repressalien erinnern. Vielleicht haben andere andere Erfahrungen gemacht. Wir waren normale Jugendliche, die sich Gedanken über Klamotten, die nächste Disko, gemacht haben. Über die Schule und die Eltern gemotzt und überlegt haben, wo wir Spiegel für das Moto herbekommen,

LG

Kommentar von 2012infrage ,

Danke für Dein Feedback! LG

Antwort
von darkhouse, 11

Man war als Schüler soweit frei, bis sich einem das System offenbarte. Man konnte seine Aktivitäten nach der Schule frei bestimmen. Es wurde aber in der Schule versucht, jeden in die staatlichen Organisationen Pioniere bzw. FDJ, auch DSF zu drücken. Auch musste man für Privilegien bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Z. B. sollte ich für mein Studium 3 Jahre zur Armee, das war Pflicht. Ein Klassenkamerad war in der Kirche, aber nicht in den staatlichen Organisationen. Ein Lehrerstudium oder auch nur das Abi blieben ihm verwehrt. Ziel war sicher die Kontrolle über das Volk inkl. der Jugend. Man hängte sich durchaus auch in die Familie rein, wenn was schief lief mit dem Kinde. War man nicht konform, blieb man recht ausgegrenzt. Aber: Ein jeder Staat gibt seinem Volk Regeln vor, übt also Macht aus. Alles andere wäre Anarchie. Man konnte schon in Grenzen seiner Freiheit fröhnen, nur war man damit aus vielem raus.

Antwort
von zehnvorzwei, 25

Hei, princesSlife, ...dass die Jugendlichen ihm vollkommen ausgeliefert werden (oder: völlig, total, komplett, absolut) ((sich) unterwerfen klingt eher aktiv). Und so. Grüße!

Expertenantwort
von latricolore, Community-Experte für Italien, Italienisch, Deutsch, Sprache & Schule, 32

Ich meine halt damit, dass die Jugendlichen wirklich das machen mussten, was der Staat sagt und dass es keine andere Wahl gab.

So generell und "platt" gesagt stimmt das aber nicht.

Kommentar von princesSlife ,

Dann würde ich mich auf eine korrekte Umschreibung/Änderung freuen ;)

Kommentar von latricolore ,

Na ja...
Der Satz wird doch wohl in einem Kontext stehen, und wenn du bisher geschrieben hast, dass die Jugendlichen in der DDR keinerlei Freiheiten hatten, dann wirft dir ein entsprechend realistischer Satz alles über den Haufen.
Ich hab mal noch die tags DDR und Geschichte hinzugefügt.

Kommentar von princesSlife ,

Ich habe mich in meiner Ausarbeitung gründlich mit dem Thema beschäftigt. In meiner Einleitung muss ich zu dem Thema "Jugend in der DDR" eine Problemfrage stellen, die ich dann am Ende nochmal aufgreife.

Du hast recht. Da ich schon die Antwort im Kontext indirekt erwähne :(

Ich muss mir eine andere Frage überlegen. Aber vielen Dank

Kommentar von latricolore ,

Gern :-)

Antwort
von exFlottiLotti, 17

Dieser Satz ist eine Binsenweisheit. Menschen - Jugendliche sind Menschen - sind immer der Macht des Staates unterworfen, überall.

Wenn du damit eine Aussage über die Jugend der DDR treffen möchtest, wie ich es aus den Kommentaren hier herauslese, dann liegst du ziemlich daneben. Ja, es gab Formen der Freizeitgestaltung, die es in der Bundesrepublik nicht gab. Für wen das ein Mangel war, sei einmal dahingestellt.

Aber zu glauben, dass das die einzigen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung für Jugendliche waren oder auch nur die hauptsächlichen Möglichkeiten, ist die Offenbarung bestürzender Unkenntnis. Oder einfach ausgedrückt: Es ist dummes Zeug!

Antwort
von BarbaraAndree, 34

Völlig okay!

Antwort
von toniii0290510, 33

Ist gut so ;)

Antwort
von JonasGelner01, 34

Von der Grammatik und von der Rechtschreibung her passt er.

Antwort
von lupoklick, 34

Unterwerfung??? das begreife ich NICHT.

Jugendliche gehören zum Staat wie alle Anderen....

Kommentar von princesSlife ,

Das bezieht sich auf die DDR Zeit. da der Staat damals die komlette Kontrolle über die Jugendlichen hatte . Ich meine halt damit, dass die Jugendlichen wirklich das machen mussten, was der Staat sagt und dass es keine andere Wahl gab. Mögliche Umänderungstipps vllcht? würde mich freuen :)

Kommentar von lupoklick ,

das betraf auch die Jugendlichen in der Nazi-Zeit....HJ und FDJ waren äußerlich kaum zu unterscheiden....

Aber ALLE waren von staatlichem "Verfolgungswahn" betroffen. Erwachsene wurden "abgeholt", Kinder zwangsadoptiert....

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