Frage von Mistserx1, 284

Ist der papst nicht genau das was Gott nicht will?

Er bezeichnet sich als Stellvertreter Christi auf Erden.Aber es gibt nur einen Jesus an den wir glauben sollen, und dieser braucht und will sicher keine Vertretung auf Erden...

Antwort
von Wilfri, 30

Es gibt in jeder Kirche einen Gemeindeleiter. Das ist in Ordnung. Aber beim Papst ist das ja anders. Wir sind alle als Christen zur Verkündigung des Evangeliums aufgerufen. Damit vertreten wir ihn auf Erden. Das eigentliche Problem des Papsttums ist, dass es ein Unfehlbarkeitsdogma in Lehrfragen der katholischen Kirche gibt, und das damit alle anderen Kirchen, die anders lehren, faktisch für Irrende erklärt werden. Das ist schlichtweg Sünde, weil die Katholische Kirche sich unterstanden hat, Zeit und Gesetz nach Daniel 7,25, wie sie in den 10 Geboten stehen, zu ändern. Damit steht das Papsttum auf der anderen Seite und hat sich als antichristlich erwiesen. Deshalb erklärt die Offenbarung alle, die den gleichen oder ähnlichen Weg gehen zur "Großen Babylon", die im feurigen Pfuhl enden werden zusammen mit ihrem obersten Dienstherren. Das gilt nicht für aufrichtig Gläubige, die in Unwissenheit handeln und Gnade bei Gott suchen.

Auch wenn der Glaube an Jesus das Hauptthema des christlichen Glaubens ist, so sind doch die falschen und betrügerischen Lehren eigentlich Gotteslästerung und führen zur falschen Anbetung. An die Stelle Gottes tritt die kirchliche Institution, weil sie sich überhebt über alles, was Gott und Gottesdienst heißt. Das hat der Apostel Paulus in 2. Thess. 2 Vers 3-4 so beschrieben: Lasst euch von niemandem verführen, in keinerlei Weise; denn es muss zuvor der Abfall kommen und der Mensch der Sünde offenbart werden, der Sohn des Verderbens. Er ist der Widersacher, der sich überhebt über alles, was Gott und Gottesdienst heißt, sodass er sich in den Tempel Gottes setzt und vorgibt, er sei Gott. 

Hier verbindet sich Religion mit einem von Gott nicht gewollten Herrschaftsanspruch. Das kann Jesus niemals akzeptieren.

Es geht nicht darum, Menschen persönlich anzugreifen, aber Jesus hat nie ein Blatt vor den Mund genommen, wenn es um Pharisäer und Schriftgelehrte ging, die falsche Lehren verkündigt haben. Es war ihm so wichtig, dass er die Konsequenzen nicht scheute. Für Gott ist die falsche Anbetung heute genauso wichtig und so abscheulich, dass man das nicht verschweigen kann.

Antwort
von Horus737, 17

Weil Jesus in den Himmel aufgestiegen ist hat er auf Erden einen Stellvertreter eingesetzt: Er sagte zu Petrus: Auf diesen Felsen (Petrus heisst auf Latein Felsen!) will ich meine Kirche bauen.

Im Laufe der Jahrtausende haben die Nachfolger Petri leider nicht immer die Gefolgschaft zu Jesus bewahrt und sind manche Irrwege gegangen, weil sie eben auch nur Menschen waren. Aber im Prinzip ist dieses Amt bis heute erhalten geblieben und und hat zur Zeit seine volle Berechtigung. Papst Franziskus ist auf einem guten Weg die Christehneit mit ihrer Liebes- und Friedensbotschaft zu einen und zu stärken.

Kommentar von Wilfri ,

Dann sollte das Unfehlbarkeitsdogma schnellstens aufgehoben werden. Das wäre dann mal ein Akt in die richtige Richtung. Ich habe etwas derartiges aber noch nie von seiten der Kirche gehört, dass sie sich korrigiert hätte. Die Unfehlbarkeit liegt allein bei Gott selbst. Menschen sind dafür nicht geeignet, selbst wenn sie im christlichen Dienst stehen.

Außerdem besteht seine Aufforderung zur Gemeindeleitung nicht nur für Petrus, sondern für alle Jünger. Weide meine Lämmer sagte Jesus zu Petrus. Diese besondere Aufforderung stand aber auch im Zusammenhang mit der Verleugnung Petrus bei Jesu Gefangennahme. Petrus musste deshalb ein zweites Mal in die Nachfolge berufen werden und er sollte keinen Zweifel haben, dass er noch dazu gehört. In diesem Sinne wäre es gut, wenn irrende Päpste sich auch wieder zu Jesus hinwenden würden. Da habe ich große Zweifel.

Antwort
von Eselspur, 95

natürlich gibt es Jesus nur einmal.

Die Bezeichnung "Stellvertreter" meint ja nicht, dass Jesus ersetzt werden soll, aber dieser Titel ist wirklich missverständlich: 

http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/kein-stellvertreter-mehr

Antwort
von suziesext06, 59

hi Mistserx1 - die katholische Kirche bezieht sich auf Matth.16:

16

Simon Petrus antwortete: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!

17

Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel.

18

Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.

19

Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.

Das Papstum kann aber nicht aus der Bibel abgeleitet werden, sondern nur aus der Gemeindetradition, denn die Gemeinde (Kirche) ist älter als der NTkanon. Das ältere Christentum kannte zwar viele einzelne Schriften, zig Briefe, zig Evangelien. Aber erst im 3./4 Jahrh. wurde der Kanon, den man heute benutzt, zusammengestellt, und die Kirche entschied mit ihrem "Lehramt", welche Schriften reindürfen und welche nicht.

Evangelische und Orthodoxe sehn das anders. Aber auch der "Landesbischof" oder der "Patriarch von Moskau" stehn nirgends in der Bibel, sondern sind eben auch "bloss" Gemeindetraditionen.

Kommt wohl nicht aufs Amt an, sondern auf den Amtsinhaber, ob der macht was in Gottes Sinn ist oder nicht, oder?

Antwort
von nowka20, 3

Mt 16,18
18 Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen.

damit ist der papst der stellvertreter des apostels petrus.

er ist ja der boß der "petrinischen kirche"


Antwort
von dompfeifer, 69

Ein Gott, der auf eine irdische ständige Vertretung verzichtet, ist immerhin leichter zu ertragen, als ein Gott, der zwecks Ausbreitung des islamischen Staates das Abendland bombardieren lässt. 

Antwort
von SchorschieBush, 22

Der Papst ist definitiv nicht der Vertreter Christi. Die katholische Kirche hat sich selbst in diese Position gebracht. Niemand hat ihr die Legitimation gegeben. Es ist alles erstunken und erlogen. Dazu werden die Quellen zu ihren Gunsten auch noch falsch zitiert um die Macht zu sichern. Eine Schande, Jesus würde sich im Grabe umdrehen. Diese Leute kommen in die Hölle, da sie gegen die Regeln verstoßen haben ( Du sollst nicht Lügen ).

Antwort
von Lukasx97, 122

Naja bin jetzt auch nicht mit all den Papst-Sachen zufrieden, aber der Papst bezeichnet sich auch als Servus Servorum Dei (Diener Gottes)

Kommentar von brettpit ,

oder als Pontifex maximus...

Kommentar von hankey ,

Interessant dass sich Päpste so nennen, da das die damalige Bezeichnung des Oberpriesters des Baal-Kultes in Babylon war. Dieser Oberpriester trug sogar die selbe Robe wie der Papst es tut.

Antwort
von vonGizycki, 42

Grüß Dich Mistserx1!

Niemand weiß wirklich, was Gott will, auch der Papst nicht. Er glaubt  es nur zu wissen. Und andere glauben das auch. Und wenn man so hört, was der Papst alles erzählt, sollte man daran schon begründete Zweifel haben.

Herzlichen Gruß

Rüdiger

Antwort
von s94gk5, 105

Er ist nicht der Vertreter Christi auf Erden, im eigentlichen Sinne. Denn diese Hierarchien, Bezeichnungen usw. sind ja von Menschen geschaffen worden und werden so in der Bibel nicht beschrieben. Er ist vielmehr jemand, durch den wir an unsere Religion und unseren Schöpfer erinnert werden sollen. Er ist kein heiliger, die Menschen die ihn so sehen wollen, machen ihn dazu. Aber mal ganz ehrlich, wenn es jemanden hilft, Trost spendet oder seinem Leben einen Sinn verleiht, dann tut es niemanden weh, wenn dieser eine, ihn als einen solche VERTRETER ansieht.

Antwort
von Karl37, 72

Das ist deine Meinung zu wissen was Gott will und nicht will

Jesus hat die christliche Religion begründet und Petrus als seinen Nachfolger in der Religionsgemeinschaft bestimmt.

Alle Päpste sehen sich in der Nachfolge des Apostel Petrus.

Aber auch im Geschäftsleben ist das üblich. Wenn man eine Firma gründet und längere Zeit abwesend sein sollte, dann bestimmt man einen Geschäftsführer, der vertritt dann den Eigentümer.

Kommentar von Fantho ,

Jesus hat die christliche Religion begründet

Das ist vollkommen falsch, denn  die Religion wurde nach Jesu Tod gegründet. Der Begründer wird eher in Richtung Paulus gedeutet...

Gruß Fantho

Kommentar von Karl37 ,

Das wäre völlig unlogisch, denn nach eigenem Bekunden war Paulus zunächst ein Christenverfolger bevor er nach göttlichen Eingreifen bekehrt wurde. Danach setzte es sich mit außerordentlichem missionarischen Eifer für das Christentum ein. Das beschreibt Paulus in seinen eigenen Briefen so

Kommentar von waldfrosch64 ,

@Fantho 

Es ist für den der das Evangelium  kennt völlig klar das Jesus Christus die Kirche eingesetzt hat und uns hinterlassen  zum Heil hinterlassen hat.

Esoteriker die den Christlichen glauben gerne für sich  vereinnahmen möchten und ihn umdeuten möchten  ..und zwar schon von Anbeginn  an, ist diese Tatsache natürlich eine echter  Dorn in ihrem Lehrgebäude .

Daher möchten sie gerne Paulus von Tarsus  als BeGründer der Kirche sehen ,die Apostelgeschichte scheint  ihnen gänzlich unbekannt zu sein .

Kommentar von Chichiri ,

@Karl37, @waldfrosch64

Also das, was Fantho schreibt, ist keinesfalls verkehrt oder unlogisch. Um die Zeit von Jesu Tod herum entstand das Urchristentum. Die Urchristen waren damals alle Juden, d.h. Beschneidung und Taufe waren damals die Voraussetzung, um Christ zu werden.

Paulus Saulus hatte sich dann beim Apostelkonzil durchgesetzt, dass jeder Mensch Christ werden konnte, ohne zuvor Jude zu sein. Man musste sich also nur noch taufen lassen. 

Paulus selber war zwar nicht der einzige, aber wohl der eifrigste und bekannteste Missionar. Mehrere Theologen und Kirchenhistoriker sagen sogar, dass Christen sich zwar auf Jesus Christus berufen, aber es sei auf Paulus zurückzuführen, dass so viele Menschen Christen wurden.

Natürlich gibt es unter Theologen auch andere Meinungen, auf wen das Christentum zu führen sei... aber die Aussage von Fantho ist jedenfalls nicht unsinnig...

Kommentar von Fantho ,

Esoteriker die den Christlichen glauben gerne für sich  vereinnahmen möchten und ihn umdeuten möchten

Du scheinst es nicht begreifen zu wollen: Lasse bitte zukünftig diese Unterstellungen, wenn es sich um meine Person handelt...

A) Kein Esoteriker

B) Kein christlicher Glaube

Alles weitere hat Chichiri sehr gut geschildert...

Gruß Fantho

Antwort
von josef050153, 12

Du hast vollkommen recht. Der Papst ist genau das, was Gott NICHT will.

Dass er sich als Stellvertreter Christi bezeichnet ist nur eines der negativen Dinge. Da kommen noch die Überheblichkeit dazu in der Form
 'alle anderen Kirchen sind keine Kirchen im Vollsinn des Wortes'. Ich habe dabei Mühe meinen Brechreiz zu unterdrücken.

Antwort
von chrisbyrd, 53

Im Prinzip hat du die Antwort auf deine Frage in der Fragestellung schon selbst gegeben.

Wichtig finde ich, dass Christen nicht auf Traditionen, Meinungen und Lehren von anderen Christen hören, sondern alles andhand der Bibel überprüfen. Das Vorbild sollten die Beröer sein, über die in Apostelgeschichte 17,11 steht: "Diese aber waren edler gesinnt als die in Thessalonich und nahmen das Wort mit aller Bereitwilligkeit auf; und sie forschten täglich in der Schrift, ob es sich so verhalte."

Nach 1. Petrus 2,5.9 sind alle gläubigen Christen Heilige und Priester. Dementsprechend können und sollen sie auch die Bibel selbst auslegen.

Über die Herkunft und Bedeutung der Bibel steht geschrieben: "Die ganze Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet" (2. Timotheus 3,16-17).

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