Frage von Seelsorge, 264

Ist der neunte Planet vielleicht auch eine Sonne?

Hallo community,

ich habe heute erfahren dass es tatsächlich zu großer Wahrscheinlichkeit eine neunten Planeten in unserem Sonnensystem gibt.
Da ich vor etwas längerer Zeit eine Dokumentation darüber gesehen habe dass es vielleicht in unserem Sonnensystem eine zweite Sonne geben könnte ist meine Frage dazu obwohl Wissenschaftler sagen es ist ein Eis Planet könnte es der böse Zwilling der Sonne sein?

Antwort
von pflanzengott, 83

Hallo Seelsorge,

diese Frage tauchte in den letzten Tagen deutlich verhäuft in vielen unterschiedlichen Internetforen auf. Es heisst, Wissenschaftler hätten Hinweise auf einen neunten Planeten in unserem Sonnensystem gefunden, der analog zu den anderen bekannten die Sonne umläuft und gravitativ an das Planetensystem gebunden ist.

Anlass für diese Äußerung, die selbstverständlich nicht so von seriösen Wissenschaftlern getätigt wurde, sondern vielmehr von geldgeilen Medien die fette Schlagzeilen brauchten, war eine neu ausgewertete Analyse von Bahndaten verschiedener Himmelskörper im sogenannten Kuiper-Gürtel nahe der Neptunbahn.

Vorab: Um eine zweite Sonne, wird es sich hier um mit an Sicherheit angrenzender Wahrscheinlichkeit nicht handeln! Das hätte man definitiv beobachtet, so schwach sie auch noch leuchten würde. Möglicherweise käme noch ein Brauner Zwerg, in Betracht, aber auch der besitzt zunächst zu viel Masse. Aber dazu gleich mehr. 

Ausgehend von der hierarchischen Struktur des Sonnensystems, finden wir (mehr oder weniger) im Zentrum gelegen unsere Sonne. Alleine 99,8 Prozent der Masse des Sonnensystems entfallen alleine auf sie. Nun reihen sich schematisch in gewissen Abstanden, die uns 8 bekannten großen Planeten in verschiedenen Umlaufbahnen an:

- Merkur (58 Mio. Km)

- Venus (108 Mio. Km)

- Erde (150 Mio. Km)

- Mars (228 Mio. Km)

Asteroidengürtel

- Jupiter (778 Mio. Km)

- Saturn (1430 Mio. Km)

- Uranus (2872 Mio. Km)

- Neptun (4490 Mio. Km)

Kuipergürtel

Die im Sonnensystem anzutreffenden Gürtel, bestehen in erster Linie aus eisigen Gesteinsbrocken, unterschiedlicher Größen, die hin und wieder durch einige Störmechanismen aus ihrer Bahn gebracht werden können.

2014 entdeckte man durch eine intensive Vermessung an transneptunischen Objekten im Kuipergürtel und einem anschließendem Simulationsentwurf, dass sich einige Kleinkörper die Bestandteil des Gürtels sind, zu gewissen Zeiten in einem jeweils eng begrenzten Sektor sehr nahe kommen. Problematisch dabei war, dass alleine unter der Annahme von 8 Planeten und einigen weiteren Kleinkörpern, derartige Anomalien, die sich schließlich auch in den Umlaufbahnen der Objekte manifestierten, nicht zu erklären waren! Darüber hinaus, erschien die unausweichliche Feststellung von Ungleichmäßigkeiten in den betroffenen Bahndaten äußerst merkwürdig. Die beteiligten Objekte, die sich periodisch in einem festgelegten Sektor treffen, tragen dabei die Namen:

Sedna

2012 GB174

2012 VP113 

2004 VN112

2013 RF98 und 2007 TG422

Nach ersten weiteren Analysen aus 2014, die allerdings alle wenig seriös und realitätsnah erschienen, ließ man die Annahme eines neunten Planeten unnotgedrungen wieder fallen. Vor einigen Tagen rechneten zwei Wissenschaftler aber erneut mit einem Modell, dass zumindest mit dem selben Ansatz beginnt. Sie stellten fest, dass die beobachteten Ungleichmäßigkeiten im Himmelssektor unter der Annahme eines neunten Planeten zu erklären wären. Der Link zur Originalarbeit findet sich hier:

http://iopscience.iop.org/article/10.3847/0004-6256/151/2/22/meta

Die Jungs haben sicher seriös und gut gearbeitet. Unter der Annahme eines neunten Planeten erscheinen die Anomalien als erklärbar, allerdings muss dieser neunte Planet einige Voraussetzungen mitbringen, die sich unterschiedlich in seinen Zustandsgrößen manifestieren.

Erforderlich ist eine Masse von 10 Erdmassen, eine Bahnelliptizität von e = 0,6 und ein mittlerer Abstand zur Sonne von 700 AE! Das gewaltige Ausmaß dieser Entfernung wird deutlich wenn man berücksichtigt, dass alleine der weit entfernte Neptun "nur" 30 AE Abstand von der Sonne hat.

Die Annahme eines neunten Planeten ist keineswegs neu und kam bereits 2014 schon einmal auf. Ich bin gespannt, was draus wird. Stutzig machen mich die folgenden Punkte:

- Der Planet von 10 Erdmassen könnte nach der Errechnung von Dichteprofilen in der ursprünglichen protoplanetaren Scheibe unmöglich dort entstanden sein, wo er heute ist. Wie erklärt sich also eine Migration?

--> Im sogenannten Nizza-Modell erwies sich bereits 2006 das eine Umverteilung in den damaligen Verhältnissen des Sonnensystems als sehr wahrscheinlich angenommen werden muss. Alle Gasplaneten migrierten offenbar zu verschiedenen Orten. Welche Rolle nimmt unser vermeintlicher neunter Planet dabei ein? Das muss bald geklärt werden. Habe ich hier auch noch was zu geschrieben:

http://www.spaceone.info/themen/hat-sich-das-sonnensystem-ver%C3%A4ndert/

- Bei der heutigen Art von Technologie, nicht nur in optischen Wellenlängenbereichen sondern auch im Infraroten, wäre es überaus merkwürdig, einen solchen Planeten nicht zumindest schon als Strahlungsquelle lokalisiert zu haben.

- Eine Bahnexzentrizität von 0,6 würde den Planeten bei einer Entfernung von 700 AE mit großer Wahrscheinlichkeit im Perihel erkennen lassen.

Die neuesten Entwicklungen sind interessant. Verwerfen wir die Idee dieses Planeten, müssen wir die nachgewiesenen Bahnanomalien im Kuipergürtel irgendwie erklären können. Nehmen wir seine Existenz aber als gesichert an, müssten sehr viele Dinge neu bearbeitet und überlegt werden, die sich geschichtlich/astronomisch mit dem Sonnensystem und seinen Wurzeln befassen. Momentan, stecken viele Astronomen in einer sehr schwierigen Situation, die sicher einige Nerven überstrapazieren wird. Warten wir mal ab...

Lg Nikolai

Kommentar von Seelsorge ,

Endlich eine vernünftige Antwort von einem Experten

Dankeschön

Kommentar von Ninombre ,

Du blabberst etwas vom bösen Zwilling und beklagst dass es keine vernünftigen Antworten gibt?  Legendär

Kommentar von Abahatchi ,

Vor einigen Tagen rechneten zwei Wissenschaftler aber erneut mit einem Modell, dass zumindest mit dem selben Ansatz beginnt.

Damit spricht Du etwas an, was nirgends zu erkennen ist. Warum? 

Sie berufen sich auf Beobachtungen anderer Körper im sogenannten Kuipergürtel und Computersimulationen.

Scheint ja erst einmal nicht ein Nachteil zu sein, doch sollten Batygin & Brown wissen , was es bedeutet, wenn man ein Objekt angeblich auf Grund einer Rechner basierten Arbeitsweise ermittelt. Es wird nämlich an anderer Stelle folgendes erwähnt:

Das Problem besteht darin, dass der genaue Verlauf der Planetenbahn unklar ist.

Sie hatte für die Simulationen angeblich auch Bahnresonanzen der anderen kleineren Objekte berücksichtigt, denn ohne Resonanzen würden die kleinen Objekte zwangläufig früher oder später auf den fetten Brocken stürzen. Ich sage nur Perihel, denn dort wäre ein Zusammentreffen wegen fehlender Resonanzen, die dieses Zusammentreffen verhindern, ein aus für Sedna und Co.. Wenn man angeblich Resonanzen berücksichtigt, dann weis man auch, wann er wo auf seiner Umlaufbahn sein müszte. Am Computer errechnet man so einen 9. Planeten nicht mit, könnte oder vielleicht, sondern mit klaren Prametern. Wenn ich dann aber so was lese:

Umlauf: Schätzungsweise 10.000 bis 20.000 Jahr

Wir wissen die Umlaufzeiten von den Transneptunobjekten sehr gut. Wenn da wirklich was am Computer simuliert wurde, dann ist ein so ungenauer Prameter wie 10000 bis 20000 Jahre praktisch Nonsens.

Nun, man sollte sich mal folgende Aussagen auf der Zunge bzw. im Hirn zergehen lassen:

Nachdem die Forscher einen solchen in eine Simulation des Sonnensystems eingefügt hatten, passten die seltsamen Bahnen der Objekte des äußeren Kuipergürtels hervorragend zusammen, schreiben sie im Astronomical Journal (Batygin & Brown, 2016).

Bei 10000 bis 20000 Jahren als Variablen und einem Objekt dasz folgende Masse haben soll?

Er soll laut des Teams 5000-mal massereicher sein als der Pluto.

Den netten Herren scheint nicht klar zu sein, was Sedna, der ja ein Transneptunobjekt ist, in diesem Zusammenhang deutlich macht. 

Sedna ist zwischen 76 und 955 astronomischen Einheiten von der Erde entfernt und dies bei einem Durchmesser von vermutlich gerade einmal 1000 Km. Sie hat vielleicht nur ein Zehntel der Masse von Pluto. Also deutlich kleiner als Pluto aber ähnlich weit weg, wie der superschwere 9. Planet. Stellt sich die Frage, wie man so leichte Objekte wie Sedna so weit drauszen finden konnte und einen so schweren 9. Planeten nicht. Es gibt Transneptunobjekte in den Berechnungen, die selbst nur Bruchstücke von Sedna wären und gerade so 350 Km Durchmessern haben. Leute!! Wenn man anhand von Computersimulationen incl. Resonanzen einen 9.Planeten mit 10 Erdmassen rein zaubert und er sich perfekt dort einfügt, dann weis man auf das Jahr genau die Umlaufzeit und vor allem, wo er sich jetzt befinden müszte, denn von den anderen entdeckten Transneptungobjekten wissen wir es auch. Würde es diesen errechneten 9. Planeten wirklich geben, dann hätten wir seine Position und auf alten Aufnahmen hätte man nun entsprechend abgeglichen und in schon längst bestätigt. Man hätte ihn nicht suchen müssen, wenn er Anhand von Simulationen ermittelt worden sein soll. Es sei denn, er ist schwarz. bzw. ein schwarzes Loch. 

Allein der Aspekt, dasz sie trotz angeblicher Computersimulation nicht seine jetzige (annähernde) Position kennen ist für mich ein ernstes Anzeichen für: nichts als heisze Luft,

Kommentar von pflanzengott ,

Die beiden verwendeten auf der Grundlage ihrer Aussagen ganz normale N-Körper-Modelle und dabei offensichtlich den Barnes-Hut-Algorithmus. Das mit diesen Umständen zunächst nur grobe Näherungen getroffen werden können ist sicher nicht ungewöhnlich und für mich noch keine schlagfertige Entkräftung.

Auch sind die Argumente die sich auf gewisse Resonanzen beziehen sollen, für mich nicht ganz verständlich. Dieses Modell approximiert. So wie viele andere es auch tun. Die Vorstellung von Resonanzen zwischen dem neuen Planeten und anderen Körpern haben beide Wissenschaftler, soweit ich Bescheid weiss, nie falsifiziert und abgelehnt.

Sednas Entfernung zur Sonne beträgt im Durchschnitt 515 AE. Bei diesem neuen Teil ist von einer durchschnittlichen Entfernung von 700 AE Einheiten auszugehen. Denkst du 185 AE sind genug gravitativer Einfluss um Resonanzen zu verursachen? Selbst bei einer engen Passage, wären beide Körper noch mehrere AE's auseinander. Weit außerhalb des betroffenen Einflussbereichs. Jupiters Schwerkraft spürt die Erde schon bei 4 AE nicht mehr.

Stutzig macht mich allerdings tatsächlich auch, die bis jetzt sehr dünne Datenlage. Nur Masse, Elliptizität und mittlerer Abstand reichen mir selber noch nicht für eine halbwegs plausible Einschätzung. Da muss noch mehr kommen!

Kommentar von Abahatchi ,

N-Körper-Modelle

und anhand der Vereinfachung kann ich auch in unserem damals jungen Sonnensystem ein vagabundierenden Planeten oder einen Weiszen Zwerg nehmen, der einfach mal durch unser Sonnensystem schosz  und schon habe ich die Ablenkung der Transneptunobjekte. Es kann sonst etwas vor abermillionen Jahren durch unser Sonnensystem durchgerast sein, was in entsprechender Entfernung Objekte ablenkte. 

Da passt genau genommen vieles. Es bedarf keines Planeten, der die Sonne umkreist. 

Mit meinem 1. Kommentar wollte ich nicht zwingend ausschlieszen, das es nicht einen 9. Planeten geben könnte. Darum auch der Hinweis auf schwarz. Nur das ist dann aber sehr unwahrscheinlich, wenn auch nicht unmöglich. Die These der beiden Herren ist so plausibel wie alle anderen Möglichkeiten auch. Das ist also noch nicht einmal was wirklich Neuses. Doch wird bezüglich eines groszen 9. Planeten schon ewig lange gesucht. Warum also sollten wir jetzt etwas finden, nur weil zwei Personen es noch einmal mit Geschrei in die Medien bringen? Eben, weil wir bis jetzt nicht finden konnten, ist ein Passant in der Frühzeit unseres Sonnensystemes viel wahrscheinlicher. 

Die Resonanzen wäre aber schon deshalb recht wichtig, weil sie eben mit ihrem Aphel nicht mit dem 9. Planeten übereinstimmen und somit im falschen Rhythmus immer weiter von ihrer Bahn versetzt werden und nicht stabile Umläufe hätten. Sie würden den Apel immer weiter Richtung Sonne verlagern. Natürlich hast Du recht, wenn Du schreibst, dasz der gravitative Einflusz bei diesen Entfernungen recht gering ist, nur dafür sind sie auch entsprechend "langsam" unterwegs und so hätte das 9. Schwergewicht eben schon bei geringen Einwirkungen eine hohe Wirkung, wie sonst hätte er denn dann die Transneptunobjekte überhaupt in ihre "missliche" Lage bringen können, wenn der Einflusz des 9. nicht erheblich wäre? 

Ich hoffe, dasz ich Damit Deinen gemachten Einwurf angesprochen habe "Denkst du 185 AE sind genug gravitativer Einfluss um Resonanzen zu verursachen?"

Jupiters Schwerkraft spürt die Erde schon bei 4 AE nicht mehr.

Dann stelle Dir eben die Frage, wie so ein 9. Planet dann hätte die Transneptunobjekte überhaupt erst in eine Ablenkung bringen können. Geht das eine, geht auch das andere und die Gravitation von Jupiter hätte auch Einflusz auf die Erde, wenn er sich in Andromeda befände. Die Frage ist nur, wie grosz wäre dieser Einflusz. Dabei darf man nicht auszer Acht lassen, wie viel Masse das andere Objekt hat, denn die Erde beeinfluszt auch Jupiter und die Erde ist nun einmal verdammt nah an der Sonne. Sollte man auch nicht unterschätzen. 

Aber kommen wir zu etwas wesentlichem. Sedna hat nur 1000 Km Durchmesser. Wäre sie so weit weg, wie der 9. Planet, müszte sie eine doppelt so grosze Refelktionsfläche haben, damit wir sie genau so hell sehen. Wäre sie aber bei doppelter Entfernung, doppelt so grosz im Durchmesser, dann würde sie ihre Reflektionsfläche effektiv vervierfachen und die scheinbare Helligkeit verdoppeln. Der 9. Planet müszte bei 10 Erdmassen den ca. doppelten Durchmesser der Erde haben, es sei denn, er wäre aus purem Gold. Das bedeutet, der 9. Planet hätte einen Durchmesser von ca. 25 000 Km. Hätte er nur 2000 Km Durchmesser, wäre er aber schon doppelt so hell wie Sedna. Bei 4000 Km aber schon acht mal so hell, bei 8000 Km 32 mal so hell und bei 16 000 Km 124 mal so hell. Nun, er müszte aber so um die 25 000 Km Durchmesser haben. Er wäre mindestens 200 mal so hell wie Sedna, selbst wenn er relativ dunkel wäre wie unser Mond. 

Und den will man nicht sehen oder finden?

Kommentar von pflanzengott ,

Ich will das gar nicht mit dir diskutieren. Meine Antwort spiegelt lediglich die derzeitigen Fakten wieder. Ob es diesen Planeten nun gibt oder nicht, wird man in ein paar Jahren sehen. Bis dahin heisst es dann eben abwarten...

Kommentar von Abahatchi ,

Ich will das gar nicht mit dir diskutieren.

naja, diskutieren ist bei mir etwas anderes. Ich würde es eher als erörtern bezeichnen oder als unverfänglichen Gedankenaustausch.

Nebenbei bemerkt, ich hatte nur versucht, auf Deine Frage zu antworten. Ignorieren wollte ich Dich nun auch nicht.

Meine Antwort spiegelt lediglich die derzeitigen Fakten wieder.

Dem habe ich auch nirgends widersprochen.

Ob es diesen Planeten nun gibt oder nicht, wird man in ein paar Jahren sehen.

Warum in ein paar Jahren? Versetzen wir uns doch einmal rein gefühlsmäszig in einen Astronomen. Stelle Dir vor, Du hättest als Astronom die Möglichkeit, einen 9. Planeten zu entdecken, einen richtig fette Brocken, weil es neue Hinweise geben soll. Was für eine Hysterie würde sich unter gestandenen Astronomen breit machen? Daher auch eine Frage, die ich mir stelle: Warum in ein paar Jahren?

Grusz Abahatchi

Kommentar von Lennartonken ,

Könnt ihr mir Sagen, was ihr für Berufe ausübt? Würde mich echt interessieren, da ich mich für diese Thematik interessiere.

Und du hast auf ein evtl. Schwarzes Loch hingewiesen und im Film Interstellar (mein Lieblingsfilm) hat Gargantua Einfluss auf die "Zeit" der Planeten (ich bin mir sicher ich habe das falsch formuliert). Falls wir jetzt ein Schwarzes Loch im System haben, hätte es doch ebenfalls einen Effekt auf unsere "Zeit" oder? Wenn eventuell auch nur einen geringeren Effekt. 

Hoffe auf Antworten ;)

Kommentar von pflanzengott ,

Ich persönlich übe noch keinen Beruf aus. Bin erst 16 und noch Schüler...

Kommentar von Abahatchi ,

Falls wir jetzt ein Schwarzes Loch im System haben, hätte es doch ebenfalls einen Effekt auf unsere "Zeit" oder? 

Falls wir ein Schwarzes Loch im "System" hätten, dann hätte es so wie unsere Sonne, unsere Erde oder unser Mond Einflusz auf die Masse, Raumkrümmung und Zeit. 

Die Frage wäre, wie grosz wäre das Schwarze Loch und wie nah wären wir ihm. Wäre der Mond ein Schwarzes Loch mit der Masse des Modes, wir würden keinen signifikanten Unterschied auf der Erde spüren. Für uns wären Ebbe und Flut noch genau so, wie immer. Nur wäre es bei Vollmond eben nicht mehr Nachts halbwegs hell. Im von Dir beschriebenen Film, war der Planet wohl sehr nach an einem sehr schweren Schwarzen Loch. Dadurch waren sie mit dem gesamten Planeten in einer viel stärkeren Raumkrümmung. Somit war auch die Zeitdilatation viel gravierender. 

Jedoch hätte es bei so einer Nähe zum Schwarzen Loch wie im Film, es wohl den Planeten wie im Film gar nicht geben können. Entweder wäre es ein Schwarzes Loch gewesen, von unermesslichem Ausmasz, so dasz schon in extremen Entfernungen die Raumkrümmung zunimmt, so dasz der Planet nicht durch zu grosze Differenzen der Raumkrümmung der zu- und abgewandten Seite des Planeten zum Schwarzen Loch, zerrissen wird. Jedoch waren sie mit dem Raumschiff recht flott wieder vom Schwarzen Loch weg. 

So ganz wissenschaftlich korrekt war der Film eben doch nicht.

Grusz Abahatchi

Antwort
von OlliBjoern, 58

Wenn es eine Sonne wäre, hätten bereits unsere Vorfahren das Ding gesehen, weil Sonnen die Eigenschaft haben, zu leuchten. Planeten (und deren Monde) hingegen können nur Licht reflektieren, was auf sie eingestrahlt wurde.

Da dieser Planet (den ja noch niemand gesehen hat!) weit entfernt von der Sonne (Lichtquelle!) seine Bahn zieht, ist seine Reflexion extrem gering (und daher hat man ihn bisher auch noch nicht gesehen).

Ein Vergleich: in einer einsamen Gegend steht ein Haus, es ist Nacht, und das Haus ist beleuchtet. Sonst gibt es keine Lichtquelle. Zwei Einbrecher schleichen um das Haus herum, einer in einem kurzen Abstand, der andere in einem weiten Abstand. Welcher von beiden wird nun eher gesehen?

Antwort
von Ansegisel, 69

Wenn es eine Sonne, also ein Stern wäre, dann würde dieser in irgendeiner Form Strahlung abgeben und wäre so längst entdeckt worden.

Außerdem ist die Masse des vermuteten Objektes für einen Stern viel zu gering.

Kommentar von Seelsorge ,
Antwort
von newcomer, 60

lass dich nicht veräppeln. Das was wie ein Planet aussieht ist nur ein Raumschiff

Kommentar von Seelsorge ,

Hihi der ist gut

Kommentar von newcomer ,

uups jetzt hab ich ein Geheimniss ausgequatscht

Antwort
von beangato, 64

Ich hab das auch gelesen.

Wieso denkst Du, dass die Wissenschaftler unrecht haben könnten? 

Kommentar von Seelsorge ,

Wieso denke ich dass die Wissenschaftler unrecht haben könnten?

Kommentar von beangato ,

Weil Du ihre Erkenntnisse anzweifelst.

Antwort
von Anonym180101, 18

Eine Sonne... dir wir bis jetzt nicht entdeckt haben, und die keinen Einfluss auf die Umlaufbahnen aller Planeten hat ?!
Soll die Frage wirklich ernst gemeint sein ?

Antwort
von Ninombre, 62

Schau mal bitte den Unterschied zwischen einem Stern und einem Planeten an. Einen hell strahlenden Stern quasi vor der Haustür hätte man wohl schon entdeckt

Kommentar von Seelsorge ,
Kommentar von Ninombre ,

Ja super und welche Rolle spielt das? 

Kommentar von Ansegisel ,

Im Artikel wird als einer der Gründe angegeben, weshalb man diese Theorie als widerlegt ansieht, dass dieser Stern enorme Leuchtkraft haben müsste und "somit schon entdeckt worden wäre".

Hier nochmal der komplette Link (der oben geht zur Göttin, nicht zum Stern)

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Nemesis_%28Stern%29#Nemesis_als_kleiner_Stern

Antwort
von Jan99544444, 15

Wann raffen es die Leute denn endlich  mal. Man darf nicht  andere Sterne als Sonne betiteln.

Der Begriff "Sonne" ist keine Definition einer Sternklasse sondern ein Name, den wir dem Stern im Sonnensystem gegeben haben. 

Damit  sagt man nicht  unser Stern ist eine Sonne , sondern unser Stern "Sonne" ist ein durchschnittlicher Stern im Universum.

Anderes Beispiel. Es gibt den Stern Wega. Können wir deswegen alle anderen Sterne  Wega nennen ?

Antwort
von gerolsteiner06, 63

Dann mußt Du mal definieren was für Dich eine Sonne sein soll.

Mit "Sonne" bezeichnen wir den Fixstern, der das Zentrum unseres Sonnensystems ist. Wenn der 9te Planet um diese Sonne kreist, dann kann er ja wohl kein Fistern sein, denn geanu das ist die Definition eines Planeten.

Also handelt es sich bei deiner Frage um eine reine Sprachverwirrung.

Astronomisch ist ganz klar, was ein Fixstern und was ein Planet ist. Kein Körper kann beides sein.

Antwort
von gerolsteiner06, 65

ud noch eins:

Wie kommst Du auf EIS-Planet ?

Heute noch rätseln Wissenschaftler, ob es Eis auf dem Mars gibt, dem uns am nächsten liegenden Planeten.

Diesen 9ten habe sie bislang nur theoretisch errechnet. Wie kann jemand sich dazu versteigen jetzt schon wissen zu wollen, daß er EIS trägt ?

Ich glaube Du versteigst Dich zu schnell in Para-wissenschaftliche Spekulationen. Lieber erst mal das Hirn benutzen.

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