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Ist der Nationalstolz für deutsche wirklich schlimm?

gefragt von derheide am 03.11.2009 um 1:05 Uhr

Müssen wir uns unserer Geschichte wirklich schämen? Ich würde mich freun, wenn mir auch Leute antworten, welche eine geschichtliche Grundbildung mitbringen.

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Podencotina
beantwortet von Podencotina am 3. November 2009 01:08
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Wir müssen uns nicht für unsere Geschichte schämen sondern wenn dann dafür, dass es immer noch so viele Leute gibt, die nix draus gelernt haben. Sehe ich jedenfalls so.


heureka47
beantwortet von heureka47 am 3. November 2009 01:26
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Als das geschah, war ich noch nicht mal auf Kiel gelegt. Ich bin astreine Nachkriegsware.

Aber auch wenn ich das nicht wäre, würde ich heute dafür plädieren, sich nicht von Scham- oder Schuldgefühlen oder von irgendetwas runterziehen / belasten zu lassen. Das würde uns hindern, unsere Gegenwart angemessen zu bewältigen bzw. die nötigen Vorkehrungen für die Zukunft zu treffen.

Ich bin aber auch der Meinung, daß die Chance zum Erkennen der tieferen Ursachen bei weitem nicht angemessen benutzt wurden! Ich habe als Jugendlicher die TV-Doku "Das dritte Reich" und etliches andere gesehen - und bis zum 44. Lebensjahr nicht einordnen können, was Menschen zu solchem Wahnsinn veranlassen kann.

Dann aber, 1991, erkannte ich die "Kollektive Zivilisations-Neurose" / "Krankheit der Gesellschaft" als tiefere Ursache solchen und ähnlichen Geschehens.

Dieselbe kollektive Störung ist letztlich die tiefere Ursache der "Globalen Krise"; und es steht zu befürchten, daß es keines 3. Weltkriegs bedarf, um ähnliche Ergebnisse zu erzielen.

Kommentar von derheide am 3. November 2009 01:43

Meiner persönlichen Meinung nach, befinden wir uns inmitten des III. WK. Nur wird dieser nicht auf die herkömmliche Weise ausgeführt.

Kommentar von 244b649b0a5c5aa4206df374b9222f20smallheureka47 am 3. November 2009 02:56

Sehr wahr - leider...!


anonym
beantwortet von rzrit am 3. November 2009 01:08
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Naja wir müssen uns nicht mehr schämen als viele andere es auch tun sollten. Allerdings nimmt man es uns übel wenn wir es tun. Aber wenn man in der Gegenwart sich umschaut gibt es hier eh nicht viel worauf man Stolz sein kann.


Grizzulein
beantwortet von Grizzulein am 3. November 2009 01:23
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Das wir uns als Deutsche für unsere Vergangenheit schämen sollen, ist und als Kindern schon in der Schule beigebracht worden. Im Geschichtsunterricht wurde jeder Zeitabschnitt genau durchgesprochen, nur als wir uns dem 2. WK näherten, da bleib nur ein Thema übrig... Holocaust.
Wir lernten was für böse Menschen die Deutschen sind und das wir diese Schuld zu tragen haben. Die Hintergründe, wieso es dazu kam, wer dieser Österreicher war und was er eigentlich genau wollte , wurde, wenn überhaupt, nur am Rande besprochen.
Das finde ich bis heute sehr schade.
Damit will ich keinesfalls sagen, dass wir als Deutsche stolz auf die Zeit des Nationalsozialismus sein sollten.
Aber wir sind als Deutsches Volk mit unserer Geschichte mehr, als die Summe aller Verbrechen die in dieser Zeit von Deutschen verübt wurden.
Was in der Zeit des 2. WKs passiert ist kann ich heute nicht mehr ändern. Ich selbst war nicht daran beteiligt. Selbst meine Eltern waren zu der Zeit noch kleine Kinder.

Wir haben genau wie jedes andere Volk ein Recht darauf auf unser Land, unsere Herkunft und unsere Geschichte stolz sein zu dürfen.
Viele bedeutende Personen der Kunst- Weltgeschichte waren deutscher Abstammung.
Wieso sollte ich mich schämen Deutscher zu sein ?
Ich glaube auch nicht, dass irgend ein anderes Land noch heute von uns verlangt in geduckter Demutshaltung durch die Welt zu gehen.
Wenn es jemand verlangt, dann wir selbst. Wir reden uns ein wir müssten uns schämen, weil wir so erzogen wurden.

Kommentar von derheide am 3. November 2009 01:38

Was Du hier beschreibst, nenne ich "Nationalmasochismu".


brOOmStick
beantwortet von brOOmStick am 3. November 2009 01:13
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Das finde ich an den Deutschen so schlimm,

keinen Funken Nationalstolz (außer wenn es um Fußball geht) und Zusammengehörigkeitsgefühl fehlt auch völlig...

Will man sich als einzelner gegen etwas wehren, was viele stört, dann scheitert es auf Grund der Passivität und der fehlenden Zusammengehörigkeit...

Kommentar von 90d8175f639515f8a7c2c34e81f60b92smallWuppertom am 3. November 2009 01:16

Das bewundere ich an den Südländern: Da hält schon die Familie zusammen!

Kommentar von 9594ebf055d2051ec41df20fbd1dc321smallbrOOmStick am 3. November 2009 01:18

Oh ja, aber so ist das halt. Andere Länder, andere Sitten


Wuppertom
beantwortet von Wuppertom am 3. November 2009 01:12
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Dafür ist nicht mehr als Grundbildung nötig: Wir müssen uns nicht schämen! Es war Krieg, es war nicht richtig, unsere Vorfahren konnten nicht viel ändern, sonst wären sie selbst an die Wand gestellt oder vergast worden. Wir können ja auch nicht stolz darauf sein, seitdem nicht mehr in Kriege verwickelt worden zu sein. Denn darauf haben wir ja auch keinen Einfluss!
Nichtsdestotrotz verstehe ich, dass die Nachfahren der Opfer die Taten gesühnt sehen wollen. Allerdings kann man ein Kind auch nicht zu einem besseren Menschen erziehen, indem man ihm seinen Fehler von vor 4 Jahren immer wieder vorhält und jedesmal eine Entschuldigung erwartet...

Kommentar von A852ac9d958bbe7b54d7c5d83e0278f7smallMissMaas am 3. November 2009 01:15

hätten sich unsere vorfahren alle anders entschieden, wäre auch niemand an die wand gestellt worden. auch die täter waren unsere vorfahren.

und die kriege in die wir "verwickelt" wurden, wurden damals von uns selbst angezettelt.

Kommentar von derheide am 3. November 2009 01:24

Wenn ich mir die Geschichte ansehe, kann ich selber nicht behaupten, dass unsere Vorfahren den II. WK angezettelt vhaben. Wenn man es genau nimmt haben sie sich gegen die Menschenrechtsrechtsverletzungen von polnischer Seite gewehrt.

Kommentar von Wolff966 am 3. November 2009 01:35

die kriegsschuld am 2.wk trägt deutschland ganz allein.da gibt es überhaupt keine diskussion!

Kommentar von Simple_avatar7smallFibonacci am 3. November 2009 01:40

Wenn du gerade politisch-diplomatisch sprichst - okay. Aber falls du das sachlich meinst, dann muss ich dir widersprechen: Ich wage zu bezweifeln, dass der Großteil des Deutschen Volkes damals den Krieg wollte. Und ich kann mich dafür verbürgen, dass die meisten Sozialdemokraten ihn definitiv nicht wollten, so wie auch breite Bevölkerungsschichten. Dass die Kriegsschuld im Jalta-Vertrag, bzw. Potsdamer Vertrag später festgeschrieben wurde, steht außer Frage. Doch Fan von Pauschalisierungen und Genrealisierungen werde ich dadurch nicht.

Kommentar von Wolff966 am 3. November 2009 01:45

die aktiven sozialdemokraten waren zumeist schon im kz.deutschland trifft die kriegschuld habe ich geschrieben,dem ist auch so.ich schrieb nicht die deutschen,allerdings war h i tler damals dermassen populär,das ihm ein grossteil gefolgt sind.

Kommentar von Wolff966 am 3. November 2009 01:26

das ist so nicht ganz richtig.laut neuester geschichtsschreibung wollten alle beteiligten den 1.weltkrieg.und die zweite ganz entscheidende frage ist:warum wurde es möglich das h i tler gewählt wurde

Kommentar von derheide am 3. November 2009 01:35

Soweit ich mich erinnere, wurde Deutschlandland wegen der diplomatischen Beziehungen zu Östereich in den ersten Krieg gezogen. Und der zweite ist nach meiner Meinung (und eigentlich nach geschichtlichen Fakten) eine Reaktion auf das versailler Diktat und sämtliche Folgen gewesen.

Kommentar von 90d8175f639515f8a7c2c34e81f60b92smallWuppertom am 3. November 2009 01:36

@MissMaas: Falsch! Wenn, dann nicht von "UNS" angezettelt, sondern von dem Regime, das unsere Vorfahren damals regiert hat! Ich bin einer von uns, und hatte mit der Sache damals nichts zu tun. Wenn das auch so in der Schule gelehrt würde, hätten wir vielleicht auch nicht das "Deutsche Jammern". Das soll nicht heißen, dass ich heute nicht alles in meiner Macht stehende versuchen würde, eine solche Politik zu verhindern. Schließlich gehe ich wählen! Aber hätte ich sonst große Möglichkeiten? Wo in Deutschland keine Werte mehr vermittelt werden? (Geiz ist G*, Superstar...) Wieviele bekommt man in der heutigen Zeit noch mobilisiert, wenn eine Regierung rhetorisch ausgereift die Bild-Leser der Nation aufheizen würde? Damals war es nicht anders. Der einzige Unterschied ist, dass es heute keine dermaßen charismatische Person mit schlechten Eigenschaften gibt. (Zum Glück! FeindBILDER gäbe es genug...)

Kommentar von A852ac9d958bbe7b54d7c5d83e0278f7smallMissMaas am 3. November 2009 01:47

du argumentierst auf der einen seite mit "uns"/"wir" und auf der anderen ("unangenehmen") seite lehnst du dieses "uns"/"wir" dann ab ... nicht sehr konsequent.

ein "wir", ein "uns" entsteht aus dem zusammenschluss, aus dem dafür-sein, akzeptieren-von, wegschauen, hinnehmen, mitmachen, ... von vielen.

auch diejenigen die nicht "mitgemacht" haben, sind "unsere" vorfahren, leider sind die nur die ausnahmen, und nicht die mehrheit.

wenn sie nämlich diese mehrheit gewesen wären, wäre die geschichte anders verlaufen.

Kommentar von derheide am 3. November 2009 01:52

In meinem Kommentar habe ich nicht von "Uns" gesprochen. Und um den Punkt der Schuld wieder aufzugreifen, möchte ich darauf hinweisen, dass die deutsche Regierung mit Österreich einen Vertrag hatte, der sie vepflichtete im Falle eines Falles dem österreichischen Königshaus beizustehen.

Kommentar von A852ac9d958bbe7b54d7c5d83e0278f7smallMissMaas am 3. November 2009 02:11

du hast in deinem kommentar von einem "wir" gesprochen. folglich muss es auch ein "uns" geben (zumindest in deiner argumentation.) wenn es kein "uns" gibt, gibt es auch nix, auf das "wir" stolz sein können. ad. inf.

Kommentar von derheide am 3. November 2009 02:23

Aufgrund der Tatsache, dass wede ich noch einer meiner Bekannten involviert waren, kann ich ich kein "uns " oder "wir " in meine Kommentare schreiben. Sollte es mir dennoch passiert sein, bitte ich um Entschuldigung. Soweit ich mich erinnere, habe ich von "unseren Vorfahren" geschrieben.

Kommentar von A852ac9d958bbe7b54d7c5d83e0278f7smallMissMaas am 3. November 2009 02:33

sorry, es war nicht in deinem kommentar, sondern in deiner frage: "Müssen wir uns unserer Geschichte wirklich schämen?"

wenn also weder du, noch deine bekannten in die geschichte involviert waren, gibt es auch keinerlei grund für stolz.

Kommentar von derheide am 3. November 2009 02:52

Der wichtigste Grund stolz zu sein, ist in diese Nation hineingeboren zu sein. So, wie ich Stolz für meine Familie empfinde (für die ich auch nicht verantwortlich bin) empfindinde ich auch Stolz für meine Nation.

Kommentar von A852ac9d958bbe7b54d7c5d83e0278f7smallMissMaas am 3. November 2009 02:59

tut mit leid, ich verstehe deinen "stolz" nicht !

freude und glück die du empfindest in einer netten familie und einem einigermassen funktionierenden staat aufgewachsen zu sein durchaus - aber woher dieser stolz kommt ist mir wirklich rätselhaft.

ob du dabei deutscher bist, ist mir herzlich egal. ich würde den stolz eines nigerianers, mars"menschen", oder andorraners genausowenig nachvollziehen können.

in eine nation/einen staat/ein land "hineingeboren" zu sein kann kein stolz sein (schon mal grammatikalisch nicht), und in meinem wortverständnis kann dieser zufall einen solchen auch nicht evozieren.

Kommentar von derheide am 3. November 2009 03:12

Die Geschichte, die meine Familie verbindet macht mich stolz. Menschen die meines blutes sind, sind immer ihren Weg gegangen. Und so wie ich zu dieser Familie gehöre, gehöre ich auch zu diesem Volk. Und ich denke, dass wir ohne einen gewissen Nationalstolz untegehen werden. Was mit einer Welt ohne Grenzen geschieht, hat uns die Wirtschaft gerade erst gezeigt. Ist es wirklich notwendig, dass wir diese Erfahrungen auch auf einer anderen Ebene machen?

Kommentar von A852ac9d958bbe7b54d7c5d83e0278f7smallMissMaas am 3. November 2009 03:21

du weisst schon, dass "wir" alle denselben ursprung haben. dass es keine ("reinen") "völker" (und somit auch keine zugehörigkeit zu solchen) gibt und geben kann.

und die wege die die menschen deiner familie (deines "volkes", wie du sagst) beschreiten, kennen wir dann ja (wenn wir deiner argumentation folgen wollen) ...

ich bin mir nicht sicher, ob ich wissen will welche "anderen ebenen" du meinst.

"blut, ehre und vaterland" - die erfahrung was mit/in einer solchen welt passiert hatten "wir" auf jedenfall schon.

du jedenfalls scheinst auf alles stolz zu sein, zu dem du nichts beigetragen hast, und was (für dich) als gut erscheint, dich aber von allem abzuputzen, mit dem du nichts zu tun haben möchtest (denn das sind dann "die anderen", daran bist du dann "unschuldig" und "unbeteiligt").

ziemlich billig.

Kommentar von derheide am 3. November 2009 03:50

Ich möchte Dich (genau wie Wolff966) darum bitten, auch einmal Literatur zu lesen, die nicht gerade in die 68èr fällt. Ich habe von abputzen nie geschrieben, doch ist es aufgrund der deutschen Rechtsprechung verboten, sich geschichtsrevisionistisch zu äussern.

Kommentar von A852ac9d958bbe7b54d7c5d83e0278f7smallMissMaas am 3. November 2009 04:07

ja, vermutlich ( oder doch sicher ?) waren "die juden" schuld an der ganzen "sache" ....

warum denkst du, dass ich a) keine revisionistische literatur gelesen habe und b) dass das meine meinung ändern würde ?

was kommt als nächstes von dir ? die leugnung des holocaust ?

Kommentar von Wolff966 am 3. November 2009 04:39

habe ich dir nicht gerade klargemacht das meine familie in diesen sachen(um es vorsichtig zu formulieren)involviert waren,ein teil diente in der sogen.milit.elite.die mit den zwei buchstaben,das ist mein spezialgebiet.(sowie,auch die milit.-strategische ausrichtung des krieges)du brauchst mir da bestimmt keine ratschläge erteilen.


GbThreepwood
beantwortet von GbThreepwood am 3. November 2009 01:11
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also ich finde die deutschen können "stolz" dazu stehen dass sie deutsche sind. Es ist schrecklich was passiert ist, aber (und ich will nicht relativieren oder verharmlosen) in anderen ländern sind ebenfalls grausige dinge passiert/passieren. und ich finde es falsch mich dafür verantwortlich zu zeigen bzw. gemacht zu werden, was dumme leute einst getan haben..


anonym
beantwortet von Wolff966 am 3. November 2009 01:10
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unsere geschichte geht viel weiter als 12 jahre,wer daraus gelernt hat braucht sich auch nicht zu schämen

Kommentar von sogehts am 3. November 2009 01:19

Das stimmt - und es gibt schlimmeres in unserer Geschichte als der Sieg über die DDR

Kommentar von derheide am 3. November 2009 01:55

Entschuldigt bitte, aber wenn ich mich richtig erinnere, war die Wende 1989.


Smash
beantwortet von Smash am 3. November 2009 01:10
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Stolz ist nie schön. Das ist nur der Hahn auf dem Misthaufen. Aber wir können dankbar sein in einem Land zu leben, das eine reiche Kulturgeschichte hat. Auf einiges würden wir gerne verzichten, aber über Goethe, Schiller, Mozart, Bach und vieles andere können wir uns dankbar freuen.


MissMaas
beantwortet von MissMaas am 3. November 2009 01:09
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ich finde nationalstolz immer bescheuert. das hat nichts mit der deutschen nation zu tun.

stolz bin ich auf meine eigenen leistungen, auf menschliche handlungen, ... - geschichte gründet sich meist auf kriege - und die sind kaum etwas, auf das man stolz sein sollte.

trotzdem: würde ich vor die wahl gestellt, würde ich eine "qualitative" unterscheidung zwischen der französischen revolution und dem holocaust/der shoa treffen.

Kommentar von derheide am 3. November 2009 01:27

In diesem Sinne bitte ich um ein genaue Erklärung.

Kommentar von A852ac9d958bbe7b54d7c5d83e0278f7smallMissMaas am 3. November 2009 01:51

die französische revolution war ein aufstand gegen eine bestimmende klasse, die sich ihre privilegien geschaffen hat, mit dem ziel allen menschen egalitäre chancen einzuräumen.

die shoa war ein vernichtungskrieg gegen "rassisch" bestimmte bevölkerungsgruppen (und schliesslich auch sozial unerwünschten aller "art") mit dem ziel der totalen auslöschung und vernichtung dieser, zu dem zweck eine bestimmte "rasse" zur herrschenden (über alle anderen) zu machen.

Kommentar von Wolff966 am 3. November 2009 01:59

genau!

Kommentar von derheide am 3. November 2009 02:35

Bis ihr es versteht.

Kommentar von 90d8175f639515f8a7c2c34e81f60b92smallWuppertom am 3. November 2009 01:58

Schämt sich die Kirche für die Inquisition? Muss sich die Kirche für einige abtrünnige Priester "fremdschämen" Schämt sich Amerika für Vietnam, Hiroshima, Nagasaki? Es gibt noch mehr Beispiele, die es aber nicht wert sind, aufgeführt zu werden, da man aus der Geschichte lernen sollte und sie nicht immer aufwärmen. WIR KÖNNEN ES NICHT MEHR ÄNDERN! Motivation zu besserem Handeln erreicht man, indem man einen Menschen stärkt und aufbaut und nicht immer seine Fehler hervorkramt. Dadurch haben wir unseren Ruf, gewissenhaft zu sein. Dadurch entstand das Deutsche Wirtschaftswunder. Weil wir alles so lange korrigierten, bis es (fast) Perfekt war. Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein, aber nicht als brauner Gedanke etwas besseres zu sein, sondern als Kind des Landes der Dichter und Denker!

Kommentar von A852ac9d958bbe7b54d7c5d83e0278f7smallMissMaas am 3. November 2009 02:05

"sie" (kirche, usa, ...) sollten sich aber alle schämen !

aber mir geht es hier ja gar nicht um die scham (die hast du eingebracht) - sondern um den stolz. und den verstehe ich nicht (nur) deshalb nicht. sondern weil er absurd ist.

auf was sind "wir" denn dann genau stolz ?

wenn wir uns nicht für die geschichte der "einen" schämen können wird doch auch nicht auf die geschichte der anderen "stolz" sein. ausser "wir" sind heuchler.

ich bin froh, dass das rad erfunden wurde, aber deswegen bin ich nicht "stolz" auf die menschheit.

ich freue mich über schöne landschaften, aber das ist kein grund für stolz (ob nun die berge in dem land in dem ich geboren wurde und lebe, oder die seen oder das meer anderswo).

ich freue mich über (bzw. bin dankbar für) menschen die sich menschlich für andere einsetzen - deren nationalität ist mir dabei aber egal.

Kommentar von 90d8175f639515f8a7c2c34e81f60b92smallWuppertom am 3. November 2009 02:17

Habe Verstanden! Die Scham habe ich als Kontroverse zum Stolz eingebracht, weil die meisten Deutschen sich die Scham einreden lassen. Als Antwort argumentieren sie dann mit Stolz. (Ich auf jeden Fall - bisher - und mit trivialen Gründen, dies zu begründen.) Werde mich in mein Kämmerlein zurückziehen und nochmal darüber nachdenken. Deine Ausführungen über "Wir" und "uns" haben mich zum Nachdenken gebracht. Danke für das Rad!

Kommentar von A852ac9d958bbe7b54d7c5d83e0278f7smallMissMaas am 3. November 2009 02:25

danke fürs nachdenken (i mean it !) - mir geht es wirklich nicht um "scham" (und auch nicht um "belehrung")!

niemand sollte sich dafür schämen deutsch, österreichsich, schweizerisch, amerikanisch, vietnamesisch, oder ein kleines grünes marsmännchen/weiblein zu sein.

aber jede/r sollte sich darüber im klaren sein worauf er/sie "stolz" ist.

Kommentar von derheide am 3. November 2009 02:14

Heinrich von Kleist :

Von der Liebe zum Vaterlande

Frage: Du liebst dein Vaterland, nicht wahr, mein Sohn?

Antwort: Ja, mein Vater, das tu ich.

Frage. Warum liebst du es?

Antwort. Weil es mein Vaterland ist.

Frage. Du meinst, weil Gott es gesegnet hat mit vielen Früchten, weil viele schöne Werke der Kunst es schmücken, weil Helden, Staatsmänner und Weise, deren Namen anzuführen kein Ende ist, es verherrlicht haben?

Antwort. Nein, mein Vater; du verführst mich.

Frage. Ich verführte dich?

Antwort. Denn Rom und das ägyptische Delta sind, wie du mich gelehrt hast, mit Früchten und schönen Werken der Kunst, und allem, was groß und herrlich sein mag, weit mehr gesegnet als Deutschland. Gleichwohl, wenn deines Sohnes Schicksal wollte, dass er darin leben sollte, würde er sich traurig fühlen und es nimmermehr so lieb haben, wie jetzt Deutschland.

Frage. Warum also liebst du Deutschland?

Antwort. Mein Vater, ich habe es dir schon gesagt!

Frage. Du hättest es mir schon gesagt?

Antwort. Weil es mein Vaterland ist. [1]

Kommentar von Wolff966 am 3. November 2009 02:19

bringst du das gedicht jetzt jedesmal?

Kommentar von derheide am 3. November 2009 02:41

Solange, bis ihr hinter den Sinn kommt.


romeo27
beantwortet von romeo27 am 3. November 2009 01:08
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ne besser ist fremfschämen für die regierung !


anonym
beantwortet von Eveli am 4. November 2009 20:15
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...diese "Oberheiligen", die immer mit dem Zeigefinger auf das dritte Reich zeigen und sich dabei unheimlich wichtig und ethisch korrekt finden, scheinen mir manchmal extremer und somit bedrohlicher als jemand der sagt, dass er gerne Deutscher ist, sich mit seinem Land identifiziert und somit irgendwie stolz drauf ist. So gesehen darf kein Land, keine Familie (Stammbaum) und kein Mensch stolz sich sein. Ein Beispiel: die Franzosen haben den Adel ermordet, die Spanier haben die ETA, die Iren die IRA, die Norweger schlachten Wale, in England gab es riesige Schlachten, in jedem afrikanischen Land Kriege der Stämme, irgendwer in meinem Stammbaum hat vielleicht mal einem anderen geschadet, ich habe selbst schonmal jemanden psychisch verletzt... Lasst uns alle ins Kloster, Zeit unseres Lebens Buße leisten und am Besten kollektiv Nazis verbrennen. Oder einfach aus den Fehlern der Vergangenheit lernen, ohne selbst wieder extrem zu werden.


anonym
beantwortet von Imera am 4. November 2009 16:08
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normaler Nationalstolz nicht


anonym
beantwortet von MisterR am 3. November 2009 01:30
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und nichtmal da haben Deutsche richtig Nationalstolz...Ein kleiner Fehler und das gesamte Volk wendet sich gegen den Verein der es representiert. Also mal ganz ehrlich Deutschland kann stolz sein. Bürokratie hin oder her, habt ihr euch mal in Südeuropa umgeschaut? Kriege, Völkermord. Guckt euch das Reich der Mongolen an, das Reich der Briten, das 1000 jährige römische Reich oder die Osmanen. Keiner von denen hat freundlich darum gebeten, dass Menschen ihr Hab und Gut aufgeben. Russland hatte Lenin und Stalin, Italien Mussolini, Deutschland hatte "H*****" (den namen darf man hier nicht auschreiben). Ich will nichts verharmlosen aber man kann es leider nicht rückgängig machen man kann nur aus Fehlern lernen. Ich selbst bin Ausländer aber ich will auch keinen der deutschen Großväter die womöglich sich einfach aus Angst nicht gegen die Nazis gestellt hat, abwertend sehen. Wer weiß wie andere in der Situation gehandelt hätten. Wichtig ist das es nicht wieder passiert. Man kann auf gewisse Dinge wie Neonazis nicht stolz sein aber auf die Anerkennung der Frauen, siehe Angela Merkel. Oder darauf das in jedem Land deutsche Arbeiter mehr als erwünscht sind wegen ihrer Ordung und Pünktlichkeit. Made in Germany ist eben ein Qualitätssiegel.

Man kann stolz auf die Multikulturelle Gesellschaft sein und wenn man nicht Angst vor Neuem hat und sich öffnet dann kann man stolz auf sich selbst sein. Da man ein Teil von diesem Land ist kann man dann ja wohl auch stolz auf Deutschland sein:).

Aber im allgemeinen ist es egal wo man herkommt. Hauptsache ist immernoch was in einem steckt!!! Hautfarbe, Herkunft oder Religion sollten nicht unser Handeln und Denken bestimmen.

Das wars dann auch endlich von mir:)

PS.: Außerdem war der Typ mit dem lächerlichen Scheitel ' Östereicher. Ändert zwar nichts an den Verbrechen was die Deutschen in seinem Namen begangen haben aber dazu hab ich ja oben schon etwas geschrieben:)


GIna90
beantwortet von GIna90 am 3. November 2009 01:09
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Für mich ist er nicht schlimm, aber man wird immer gleich blöd angeschaut und auch blöd angemacht. Und darauf haben viele auch keine Lust. Ich persönlich finde es Schwachsinn die Vergangenheit zu ignorieren und sich für sein eigenes Land zu schämen (nicht das ich es gut heiße, aber es ist nunmal Vergangenheit und betrifft die heutige Generation eigentlich gar nicht). Wir sollten uns ein Beispiel an den Amis nehmen, die haben auch viel Mist gebaut aber da hat fast jeder eine Amerikanische Flagge im Vorgarten.

Kommentar von derheide am 3. November 2009 01:28

Vielleicht solltest du mal über die Mentalität der Amerikaner nachdenken.


Oliee8
beantwortet von Oliee8 am 3. November 2009 01:07
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nein, im gegenteil, wir können stolz drauf sein !

Kommentar von 0b1a0edfacc8e26cb5bce52ae8aa54a7smallromeo27 am 3. November 2009 01:09

aha ! du bist stolz auf das dritte reich? das erschreckt mich !

Kommentar von Berny2 am 3. November 2009 01:12

ähem, soo weit kann er garnicht (zurück)denken...


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