Ist der Nährstoffgehalt in Obst und Gemüse heute geringer als noch vor 100 Jahren?
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Wenn man Studien dazu Glauben schenken darf, ist das schon so. Oft wird das Obst wegen des Transportes unreif geerntet und begast, wobei natürlich Nährstoffe verloren gehen.
Das kann man so verneinen! Nach international anerkannten Nährwerttabellen kann man sagen, dass seit 1954 der Gehalt von Vitaminen und Mineralstoffen im Großen und Ganzen gleichgeblieben ist! (Wie das vor 100 Jahren war, weiß ich aber nicht);-)

der nährstoffgehalt dürfte der gleiche sein wie vor hundert jahren, aber je nach wohnlage dürfte sich der schadstoffgehalt erhöht haben.

ich denke dass bei gleichen Sorten der Nährwert sich nicht geändert hat.
doch gibt es viele alte Sorten leider nicht mehr zu kaufen, da sie geschmacklich nicht so edel waren wurden sie einfach nicht mehr gepflanzt.
.) Weltweit ist besonders der Bestand an Nahrungspflanzen bedroht. Jedes Jahr gehen Dutzende von alten Pflanzenarten auf ewig verloren, einfach nur deshalb, weil niemand sie mehr anbaut. Zahlen aus den USA, die in Europa nicht besser aussehen, belegen dies: 1903 wurden dort noch 408 unterschiedliche Arten von Erbsen angebaut. 1983 waren in den USA nur noch 25 davon bekannt, Tendenz fallend. Dies bedeutet, daß in den ersten 80 Jahren des 20. Jahrhunderts rund 94 Prozent der Erbsen-Vielfalt in den USA auf immer und ewig verloren gegangen sind. Der Verlust sieht bei fast allen Gemüsesorten ähnlich dramatisch aus und er geht weiter. Von 357 Zwiebelarten gibt es nun in den USA nur noch höchstens 21, von 55 Kohlrabisorten nur noch 3, von 578 Gartenbohnensorten nur noch 32, von 287 Mohrrübensorten nur noch 21, von 408 Tomatensorten nur noch 79, von 285 Gurkensorten nur noch 16, usw...
Bei Obst sieht die Situation nicht besser aus wie zum Beispiel beim Apfel. Von den 7098 in den USA bis 1904 gebräuchlichen Apfelsorten sind bereits über 86 Prozent verloren gegangen. Mindestens 6121 Apfelsorten sind nicht mehr vorhanden. Und von den 2683 vor 100 Jahren noch in den USA bekannten Birnensorten sind heute über 87,7 Prozent ausgestorben...
http://www.eco-world.de/scripts/basics/econews/basics.prg?a_no=6943
Um verlässliche Aussagen über den zeitlichen Verlauf von Nährstoffkonzentrationen treffen zu können, hat die DFA eine aufwendige Recherche durchgeführt und das Ergebnis im aktuellen Ernährungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zusammengefasst.
"Ich habe für acht pflanzliche Lebensmittel Vitamine und Mineralstoffgehalte aus unterschiedlichen internationalen Nährwerttabellen der letzten fünf Jahrzehnte gegenübergestellt", erklärt Dr. Eva Kirchhoff.
"Vergleicht man nun über 50 Jahre den Verlauf dieser Nährstoffkonzentration, stellt man natürliche Schwankungen fest, aber keinesfalls Tendenzen zu sinkenden Werten."
Trotz dieser Schwankungen sind sich Ernährungsexperten einig: Heute ist es viel einfacher als früher, sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Um seinen Nährwertbedarf optimal zu decken, sollte man jedoch ein paar Regeln beachten.
Nutzen Sie das saisonale Angebot aus der Region, denn besonders in der Erntesaison ist Obst und Gemüse reich an wertvollen Inhaltsstoffen.
Außerhalb der Saison ist tiefgefrorenes Gemüse eine gute Alternative, da Tiefkühlprodukte sofort nach der Ernte vitaminschonend verarbeitet werden.
Essen Sie Obst und Gemüse möglichst erntefrisch und vermeiden Sie eine lange Lagerung.
Ernähren Sie sich ausgewogen und achten Sie auf Vielfalt. Die Nährstoffe, die in einem Lebensmittel fehlen, sind in einem anderen enthalten.
Kaufen Sie mit allen Sinnen ein, denn sekundäre Pflanzenstoffe kann man sehen, riechen und schmecken. Je bunter und aromatischer, desto besser.
Der Nährstoffgehalt ist der geliche geblieben. Aber, Früchte und Gemüse werden nach folgenden Kriterien gezüchtet: Resiten gegen alles mögliche, allem voran gegen Pilze um einen Erneteausfall zu verhindern. Dann ein gutes Wachstum, damit es keine Aufälle bei Trockenheit oder zu viel Nässe gibt. Natürlich versucht man sie gegen Insektenbefall zu züchten. Damit sie nicht bei einem Strum brechen. Und schlussendlcih darauf, dass man sie "Marktgerecht" vertreiben kann. Also Pflücken kann, lange lagern und sie zu Hause nicht verderben. Schliesslich sollen alle Gleich sein, man will ja keine neuen Maschien nur für eine andere Apfelsorte anschaffen. Wenn das alles erfüllt ist, dann schaut man vieleicht noch auf die Inhaltsstoffe. Aber es gibt ja auch Felder wie "Erdbeeren zum selberpflücken". Ansonsten kann man auf vielen Bauernhöfen Obst und Gemüse frisch kaufen. Schmeckt besser und der Erzeuger hat auch mehr davon.