Frage von AufderSuche2, 154

Ist der medizinische Fortschritt gut oder schlecht für die Menschheit?

Die Medizin macht immer weiter Fortschritte. Es gibt immer mehr Krankheiten, die geheilt werden können, auch Krankheiten wie Aids oder Krebs werden wohl in nicht allzu ferner Zukunft heilbar sein.

Ist dies überhaupt eine positive Entwicklung? In Ländern, die vollständigen Zugriff auf die medizinische Versorgung haben, werden Menschen bereits heute im Durchschnitt über 80 Jahre alt, einzelne sogar Jahrzehnte älter. Auch in Entwicklungsländern steigt die Lebenserwartung kontinuierlich an. Auf den ersten Blick alles sehr gute Neuigkeiten.

Ist dies aber wirklich etwas Positives? Jede Sekunde nimmt die Weltbevölkerung um 2.5 Menschen zu und das, obwohl das bevölkerungsreichste Land der Erde seinen Bevölkerungszuwachs massiv reguliert hat. Auch bei uns sorgt die Überalterung der Bevölkerung für Probleme.

Sollte man wirklich weiter forschen in der Medizin? Ist es notwendig, dass ständig neue Krankheiten geheilt werden können? Habt ihr auch Angst vor einer Überbevölkerung der Erde oder ist meine Angst vollkommen unbegründet?

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Antwort
von Interesierter, 34

Gute Frage!

Letztlich müssen wir alle irgendwann abtreten. Das heisst im Umkehrschluss, dass uns die Medizin nicht rettet sondern nur die Zeit verlängert. 

Ich sehe den medizinischen Fortschritt durchaus skeptisch. Sinnvoll ist es sicherlich bei Menschen, die noch erfüllte Jahre vor sich haben. 

Einen 80-jährigen, der kaum noch kriechen kann, mit allen Mitteln am Leben zu erhalten, halte ich aber für moralisch fragwürdig. Man muss schon die Frage stellen, ab welchem Punkt man nicht mehr das Leben sondern das Sterben verlängert. 

Antwort
von Andrastor, 65

Das Problem ist nicht de Fortschritt in der Medizin, sondern der Entwicklungsrückstand auf anderen Gebieten, besonders was die Finanzsysteme anbelangt.

Der Kapitalismus hat versagt. Er ist pervertiert und reißt nun ein Land nach dem anderen in den Ruin. Die Mittelschichten verschwinden, es gibt bald nur mehr Superreiche und Menschen unterhalb der Armutsgrenze (Beispiel USA).

Der medizinische Fortschritt ist eine großartige Entwicklung, unser Verständnis und unsere Möglichkeiten wachsen immer weiter, jedoch entstehen Probleme weil unser gesamtes Wirtschaftssystem veraltet und schrottreif ist.

Würde sich das Wirtschaftssystem endlich der Zeit anpassen, gäbe es kein Problem mit Überalterung, kein Problem was Geburtenraten anbelangt und kein Problem mit der Verteilung von Wissen und Gütern.

Antwort
von user8787, 80

Ich habe eher Angst davor das die Menschen nicht mehr in Würde sterben dürfen / können.

Der Erhalt des Lebens um jeden Preis steht oft im Wiederspruch zu Ethik und Moral. 

Ich denke das ist auch ein Fluch der modernen Medizin....die Geräte übernehmen das Leben. Ein fürchterlicher Gedanke. 

Angst vor Überbevölkerung....darüber habe ich mit ehrlich gesagt noch keine Gedanken gemacht.

Antwort
von SwissWeasle, 59

Diese Frage dürfe den Umfang dieser Plattform sprengen, darum versuche ich mich sehr kurz zu halten... Der Mensch lechzt seit Anbeginn der Zeit nach Fortschritt und oft spielt es gar keine Rolle, WAS man erfindet, sondern nur, DAS man etwas erfindet. Die Ergebnisse werden vom Erfinder in der Regel nie für den Zweck erfunden, für welchen man ihn dann später verwendet. Otto Hahn hätte mit seinen Uran-Bestrahlungsversuchen sofort aufgehört, wenn er gewusst hätte, was man später daraus machte.

In diesem Sinne finde ich die aktuelle Entwicklung nicht gut. Ich finde es auch bedenklich, dass wir immer älter werden müssen. Nur, weil wir die Option dazu haben, wird unser Planet ja nicht grösser.

Trotzdem mache ich mir keine Gedanken. Warum? Weil es die Natur (zu welcher der Mensch nun einmal dazu gehört, ob es uns passt oder nicht) selbständig regeln wird. Je mehr Menschen, je wenig Platz. Je weniger Platz, je mehr Reibereien und Unstimmigkeiten. Je mehr Unstimmigkeiten, desto mehr Angriffsfläche für neue Krawalle und final auch Kriege. Im Endeffekt wird sich der Mensch selbst dezimieren.

Und ganz ehrlich: Ich bezweifle, dass wir dagegen etwas unternehmen können. Es ist einfach der Verlauf der Dinge, dass wir uns selbst zerstören. Daran ändert sich auch nichts, wenn ich mir täglich den Kopf darüber zerbreche.

Antwort
von autmsen, 47

Wir können tatsächlich bedeutend mehr Menschen gut und lecker ernähren. Wenn wir denn tatsächlich wollen. Das aber wollen sogenannte Bekenntnischristen nicht. Sie beten Massenmorde an die sie Krieg nennen. Um diese zu rechtfertigen lügen sie wie gedruckt. Als dröge Herde gieren wir regelrecht nach solchen Lügen.  

Sicherlich gibt es Fortschritte in medizinischer Behandlung. Aber unsere deutsche Einbildung löst weltweit nur Kopfschütteln aus. Als Volk scheinen wir diesbezüglich einen schweren und sehr teuren Dachschaden zu haben. Denn wenn ich entsprechende Statistiken richtig erinnere gibt es keinen anderen Staat der Welt wo die Medikamente so teuer sind und so oft operiert wird wie in Deutschland. Zudem räumt kein anderer Staat der Welt der Ärzteschaft auch rechtlich so viel Macht über Leben und Tod ein wie Deutschland. 

Es macht also absolut keinen Sinn einfach irgendwelchem dummen Geplappere der Medien bei einem so komplexen Thema wie Medizinischer Fortschritt aufsitzen zu wollen.

Es macht viel mehr Sinn sich wenn schon dann mit einem Thema wirklich zu beschäftigen. In diesem Fall sieht es dann mit Medizinischem Fortschritt längst nicht so toll aus wir sich die Masse der Deutschen einreden lässt .

Das Gegenteil ist gerne mal der Fall. Durchaus oft genug zum Schaden der gesamten EU. Worauf wir als Volk bereits 1977 durch EU-Abgeordnete aufmerksam gemacht wurden. 

Alleine wenn wir diese Tatsache einfach mal ansehen schließt sich folgerichtig die Frage an ob es nicht mal sinnvoll wäre erst den eigenen Verstand einzusetzen. Tatsächlich wäre dann manche Veränderung nicht nur im sogenannten Gesundheitsbereich der gesamten Menschheit sehr gut tun .Es wäre dann locker möglich das Komma bezüglich Weltbevölkerung um eine Stelle nach rechts verschieben zu lassen UND für alle Menschen ein lebenswertes Leben möglich zu machen. 

Tatsächlich könnten wir dann auch an einen Medizinischen Fortschritt arbeiten der den Namen in jedem Fall verdient hätte. Heute ist dies absolut nicht immer der Fall. 

 

Kommentar von ButlerJames ,

Die Medikamentenpreise sind in den USA deutlich höher als in Deutschland. Um mal nur einen Fehler in dieser etwas wirren Rede herauszupicken.

Antwort
von MarioXXX, 56

Also älter als 80 Jahre will ich nicht werden, auch wenn die Lebenserwartung rapide ansteigt. Ewig leben möchte ich schon gar nicht. (wenn das möglich ist) Ich habe eher Angst, dass ich nicht mehr in Würde sterben könnte.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es keine Krankheiten mehr gäben würde. Irgendwo bricht dann eine neue unbekannte Epidemie aus. Der Tod gehört zum Leben dazu.

Antwort
von ButlerJames, 27

Die Welt ist nunmal ungerecht. In China und Indien ist kaum noch Platz, in Kanada z.B. umso mehr. Das ist den Kanadiern aber verständlicherweise ganz recht. Für die steigende Lebenserwartung ist nicht nur der medizinische Fortschritt verantwortlich, sondern bessere Lebensbedingungen,Hygiene, Ernährung etc.

Ich persönlich habe mehr Angst vor den unkontrollierbaren Auswüchsen des Kapitalismus, die Reichen werden immer reicher, und die Armen immer ärmer. Der Wohlstand der ersten Welt fußt auf der Armut der dritten Welt. Was würden wohl Elektronikartikel,Kleidung etc. kosten, wenn in Indien und China die gleichen Gehälter gezahlt werden würden wie hier?

Antwort
von voayager, 24

Das ist eine komplexe Angelegenheit, denn es kommt ja sehr auch darauf an, in Wessen Händen sich die Medizin befindet, Welche Ziele verfolgt werden und Wer übverhaupt partizipieren kann. Dann ist auch noch zu bedenken, Was geforscht wird und Wem das wohl nutzt. Es gibt Medikamente, die sind so was von freagwürdig, da wäre es besser, sie wärwen nie auf den Maektr gekommen. Gefährlich ist übrigens der gläserne Mensch, für Arbeitgeber ideal bei Einstellungen. Jene mit einer genetischen Belastung selektiert er dann gleich aus usw.

Antwort
von dadita, 27

Ganz klar gut.

Die Überbevölkerung, eine der größten Bedrohungen des Fortbestands unserer Spezies, bringt man durch Geburtenkontrolle und Familienplanung in den Griff, nicht dadurch Menschen durch Untätigkeit sterben zu lassen. Zügellose Reproduktion trägt mehr zur Überbevölkerung bei als es der medizinische Fortschritt jemals könnte. 

Wenn du eine dieser ständig neuen Krankheiten hättest, würdest du sicher geheilt werden wollen, wie auch ich und jeder normale Mensch. Aus der perspektive eines gesunden Menschen Fortschritt in diese Richtung zu verurteilen ist also scheinheilig. 

Antwort
von SarahTee, 51

Alles hat seine positiven und negativen Seiten.  Ich bin froh darüber, dass wir die Möglichkeiten haben, Krankheiten zu heilen. Angst vor einer Überbevölkerung hab ich keine, weil immer irgendwann die Zeit kam, wo die Menschheit wieder weniger wurde. Seih es eine Naturkatastrophe oder ein Weltkrieg. Und das wird auch immer so bleiben. Es wird sich immer wird ausgleichen.

Antwort
von silberwind58, 59

Ich hätte keine angst vor einer Überbevölkerung der Erde! Aber doch vor Krankheiten wie Krebs,Demenz,MS,Alzheimer!

Antwort
von 9010mia, 71

Teile deine Angst. Denke aber auch, dort wo die Überbevölkerung entsteht ist die medizinische Versorgung eh unterirdisch - deshalb würden Aufklärung und Alterabsicherung für solche Regionen bereits etwas bringen.

Antwort
von Meatwad, 22

Am medizinischen Fortschritt ist überhaupt nichts auszusetzen. Ihm die Schuld an einer Überbevölkerung zu geben, ist absurd. Schuld daran ist eher die Unterdrückung der Frau.

Antwort
von DerBuddha, 20

die frage ist nicht einfach zu beantworten......... stelle die frage einem kranken, der ohne den fortschritt nicht mehr lange leben würde und du bekommst eine völlig andere antwort, sichtweise und interpretation als von einem gesunden menschen..........:)

mit sicherheit ist der fortschritt sehr gut, hat jedoch nicht mit der explosion der weltbevölkerung im direkten zusammenhang zu tun, denn die überbevölkerung hat einen anderen grund.........

das interessante an dieser frage ist jedoch der zusammenhang mit dem älterwerden der menschen und einer damit verbundenen überbevölkerung, die dann irgendwann wirklichkeit wird......da kommen dann die theorien aus verschiedenen filmen und serien zum vorschein, die genau dieses thema aufgreifen....... eine echte lösung ist im moment so nicht zu "finden", aber deshalb den fortschritt im medizinischen bereich einzudämmen ist auch nicht gut, zumindest aus sicht der betroffenen nicht und spätestens dann, wenn ein großer gegner dieses themas selbst betroffen ist, ändert auch er seine meinung.............war bisher immer so und wird auch so bleiben, so lange es keinen selbst betrifft, hat man eine andere meinung............:)

also, weiterforschen auf jeden fall, vielleicht findet man dadurch auch mal eine lösung der überbevölkerung, wie auch immer, man braucht die erkenntnisse und fortschritte...........:)

Antwort
von Joline007, 45

Keine Sorge durch die Kriege gleicht sich das alles wieder aus 

Antwort
von atzef, 40

Medizinischer Fortschritt ist gut!

Dich wiederum zwingt doch niemand, dich medizinisch versorgen zu lassen...

Antwort
von brido, 28

Dafür müsste es Fortschritte geben, Impfungen machen krank und Krebs ist immer noch unheilbar. 

Kommentar von Interesierter ,

Deine Aussagen sind so pauschal nicht richtig. 

Ja, es gibt Nebenwirkungen bei Impfungen. Dennoch werden durch Impfungen viel mehr Menschenleben gerettet, als es gravierende Impffolgen gäbe. Die einfache Schaden/Nutzen Analyse ist eindeutig und unter Fachleuten auch unumstritten. Nur einige eso-Gurus stellen das heute noch in Frage. 

Viele Krebsarten sind heute, wenn sie rechtzeitig entdeckt werden, heilbar. Der medizinische Fortschritt schliesst ja nicht nur Heilbehandlungsmethoden sondern auch Methoden zur Früherkennung mit ein. Hier wurden große Fortschritte erzielt, die viele Menschen schon geheilt haben. 

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