Frage von bachforelle49, 121

Ist der legale Zuzug von Familienangehörigen für Flüchtlinge des Rätsels Lösung?

wie die Flüchtlinge bei uns eingliedern, damit sie sich bei uns wohlfühlen und im Berufsleben Fuß fassen? Das geht nur, wenn die Familienangehörigen nachziehen, damit keine Verlustängste aufkommen. Egal, was es kostet! Gilt der Willkommensgruß auch für Familienangehörige der bei uns befindlichen Flüchtlinge?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von 1988Ritter, 26

Nein....der Zuzug, gleich welcher Art, ist sicherlich keine Lösung.

Unsere politischen Theoriestrategen haben ja nun selbst mit Erstaunen und Erschrecken festgestellt, der Hauptanteil der Flüchtlinge muss allenfalls im HatzIV-Programm eingegliedert werden.

Aus den erhofften wirtschaftlichen Zuwächsen erfolgen allenfalls Haushaltsbelastungen, die dann der Steuerzahler in irgendeiner Form zu tragen hat.

Die einzige Möglichkeit aus diesem Schlamassel überhaupt noch positive Aspekte zu gewinnen, wäre die Möglichkeit der Unterrichtung der Flüchtlinge auf Bereiche, die ihnen sinnvoll helfen die alte Heimat wieder aufzubauen.

Hierzu gehört dann auch die Schulung im Allgemeinwissen, und der Handhabung von Computern. Viele der Flüchtlinge haben in Sachen schulischer Bildung lediglich Koranschulen besucht. 

Mit Beten wurde noch nie Haus Acker bestellt und ein Haus gebaut.  Die Leute brauchen also Perspektiven, und auch Lust wieder nach Hause zurück zu kehren.

Kommentar von 1988Ritter ,

Vielen Dank für die Auszeichnung.

Antwort
von kayo1548, 52

EIne Lösung ist das kaum.

Ob das sinnvoll ist oder nicht und wie sich das für den Einzelnen auswirkt ist die andere Frage.

Problem ist halt gleichzeitig auch, welche Angehörige genau das betrifft und wie genau man das kontrollieren und durchführen will - da gibt es dann schon wieder mehr Schwierigkeiten und auch eine gleichmäßige Verteilung wird dadurch erschwert.

D.h. eher schafft das sogar noch einige Probleme mehr.

Zum Thema Wohlfühlen ist eine vernünftige Integration wichtig; nichts desto trotz darf man nicht vergessen, dass da neben individuellen Erfahrungen auch kulturelle Unterschiede eine Rolle spielen, vllt aufkommende Unzufriedenheit (vor allen Dingen dann natürlich bei jüngeren Menschen) usw.

Man darf also nicht erwarten das es diesbezüglich keine Probleme mehr geben wird.

Und mit dem Berufsleben hat das alles wenig zu tun: hier ist es entscheidend, dass man erstmal Bildungsmöglichkeiten schafft.

Wie das funktionieren soll weiß man glaube ich selber noch nicht so genau, denn mit der Begründung es wäre kein Geld da wurden in vielen Gebieten jahrelang diese Möglichkeiten reduziert und einen Plan wie man das besser gesalten kann der auch wirklich umsetzbar und konkret ist habe ich noch nicht gesehen.

Daneben müsste man vllt auch über ein Umdenken des Bildungssystems nachdenken (was meiner Meinung nach ohnehin schon lange überfällig wäre).

Das nächste Problem wäre: wo soll man diese ganzen Leute unterbringen? Es gibt schon bereits jetzt genug Menschen hierzulande, die keine Arbeit finden.

Der Fachkräftemangel betrifft ja nur vergleichsweise wenige Bereiche in wenigen Regionen in wenigen Unternehmen -wohin dann mit dem Rest?

Aber klar: eine solche Betätigung gehört idr zu einem normalen Lebensalltag und ohne Job und Perspektive steigt die Unzufriedenheit noch weiter.

Da müsste man sich also schon einiges überlegen um kein "Glücksspiel" zu betreiben.

"Egal, was es kostet!"

Egal ist das nicht.

Das ist genau wie wenn du etwas essen kaufen willst - du kannst dir halt nur das kaufen, was deine finanziellen Mittel hergeben.

Und so ist es hier auch. Daher ist es nicht egal was es kostet sondern man hat nur begrenzte Ressourcen und dabei muss man auch Verwaltungskosten und Folgekosten (Wohnungen, Bildung, medizinische Versorgung, Infrastruktur usw) berücksichtigen.

Was natürlich klar ist: je besser man plant desto effizienter kann man mit den Ressourcen umgehen und desto mehr kann man mit gleichen Ressourcen helfen.

Aber für einen effizienten Umgang ist es eben wichtig, dass man sich klar macht, dass das alles nicht egal ist, sondern einen kritischen Umgang und Langzeitplanung erfordert.

Antwort
von TT1006, 71

Wenn ich mich nicht täusche, gibt es solche Möglichkeiten des Familienzuzugs. Nur hatte und unser aller Lieblingsminister de Maizière mal eine seiner glorreichen Ideen, den Familienzuzug abzuschaffen.

Aber zur Frage an sich: Ich könnte mir sogar vorstellen, dass der Nachzug der Familien sogar die Integration verlangsamt. Zunächst einmal ist die Familie ofc ein Rückzugsort, den ich keinem Menschen dieser Welt nehmen möchte! Aber wenn es rein darum geht, Migranten zu integrieren, dann haftet an der Familie zu viel von der Mutterkultur. Pflegefamilien oder Patenschaften würden die Integration da viel eher fördern. Aber das kann man sich eben nicht kaufen, sondern da braucht man viele weitere Freiwillige, die Patenämter übernehmen.

Kommentar von martinzuhause ,

"mal eine seiner glorreichen Ideen, den Familienzuzug abzuschaffen."

das erspart uns aber erst mal ca. 3mio weitere flüchtlinge zu versorgen

Kommentar von TT1006 ,

3mio? Wie kommst du denn auf die Zahl? Nicht jeder Flüchtling hat eine Frau und zwei Kinder id Heimat. Einige haben vllt gar keine Frau, manchmal kommt die Familie auch gleich mit ... die Zahl 3mio in den Raum zu werfen halte ich für weit übertrieben. Und hier zeigt sich mal wieder: Ein bisschen Halbwissen kann schnell zu fremdenfeindlichen Kommentaren führen.

Und genau deshalb heiße ich de Maizières Vorschläge und Ansichten auch nicht gut: Er als Innenminister trägt viel Verantwortung. Wenn selbst er schon Ansichten kundtut, die PEGIDA & Co in die Hände spielen, dann braucht man sich nicht wundern, wenn es hier im anonymen Netz so viele Hasskommentare gibt. Merkel mag da auch nicht immer die richtigen Worte finden, das sehe ich ja auch ein. Aber als Minister (noch dazu der CDU, also weder ein AfD-, CSU- oder gar NPD-Mitglied) sollte man sich mit Fremdenfeindlichkeit zurückhalten.

Antwort
von miboki, 68

Nicht zwangsläufig. Es kann auch passieren, dass die Flüchtlinge sich mit der Familie isolieren und außerhalb der Familie keine sozialen Kontakte pflegen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass gerade Frauen eigenständiger und emanzipierter werden, weil sie nicht mehr durch die Männer herabgesetzt werden. 

Antwort
von DanBam, 33

Wie wäre es, wenn man für Frieden in Syrien sorgt? Sobald dort Friede herrscht, kann man alle wieder nach Hause schicken.

Antwort
von martinzuhause, 67

das "egal was es kostet" will und kann keiner bezahlen. einen familiennachzug kann es nur geben wenn der flüchtling hier asyl bekommt, deutsch lernt, arbeit hat und seine familie auch selber versorgen kann.

Antwort
von Mepodi, 70

Das war Frau Merkel. Frag mal das Volk was die Lösung ist. Du wirst genug Meinungen hören, dass sie da bleiben können wo sie sind

Antwort
von ichmag11, 78

Klar, verfrachten wir halt ganz Ost-Europa nach Deutschland.

Kommentar von DanBam ,

Das ist keine Antwort, sondern Polemik. Ich habe Polemik im Zusammenhang mit Flüchtlingen mehr als satt, weil sie zwangsläufig bei uns als Gastgeber und den Gästen zu immer mehr Hass und Gewalt führt. 

Kommentar von bachforelle49 ,

Warum nicht mal Polemik anstelle von verlogener Willkommenseuphorie? Unsere Politiker machen es uns doch vor! Aber Spaß beiseite: Ich kann mich aus meiner Schulzeit noch erinnern, daß ein Gastgeber jemand ist, der jemanden einlädt.., und das ist mir neu, daß wir die Betroffenen eingeladen haben, oder?

Und Gäste sind wie Urlauber, die zuerst einmal auch eingeladen sind und dann auch wieder mal gehen, weil sie eben Gäste sind...

Was haben denn nun Flüchtlinge mit " Gastgeber und Gäste" zu tun?

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