Frage von kayserm, 43

Ist der Klimawandel eine Lüge, und wenn nicht, wie viel Grad Celsius ist es im Durchschnitt bis jetzt wärmer geworden?

Alles Wichtige habe ich schon oben gefragt.

Antwort
von matmatmat, 15

Der Klimawandel ist "echt", die meisten lauten Zweifler werden von Leuten bezahlt, die etwas davon haben, wenn wir den Klimawandel nicht ernst nehmen. Belegte, teils sogar vor Gericht festgestellte Details zu diesem Informationskrieg findest Du im Buch "Die Machiavellis der Wissenschaft: Das Netzwerk des Leugnens" (Orskes, Conway).

In den letzten 50 Jahren waren das etwa 0,13°C/Jahrzehnt, also 0,5 Grad. Das Problem ist nicht, das es bloß wärmer wird, sondern das mit dieser Wärme mehr Energie im Wettersystem steckt, es also häufiger zu extremem Wetter kommen wird, sich das Meer erwärmt, versauert, der Meeresspiegel ansteigt, manche Gebiete häufiger überschwemmt, andere häufiger an Dürren leiden werden. Einen (etwas gruseligen) Überblick gibt da "Six Degrees: Our Future On A Hotter Planet" (Lynas). Leider meines Wissens nicht auf deutsch übersetzt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Globale\_Erw%C3%A4rmung

Antwort
von Peppie85, 8

schwer zu sagen, aber da wir die refrenzwerte nicht wirklich kennen...

fakt ist, wir erleben nicht unseren ersten klimawandel und ich meine damit NICHT die naturgegebenen wechsel zwischen Eiszeiten und Warmperioden.

so vor ungefähr 10.000 Jahren, als der Mensch mit der landwirtschaft begann, hat er durch das Anlgen von großen Feldern und Roden von Wäldern die natürlich gegebene warmperiode künstlich verlängert!

lg, Anna

Antwort
von Lazarius, 9

Ich glaube nicht an den allein vom Menschen verursachten Klimawandel.

Auf unserer Erde gab es schon immer Epochen der Erwärmung und Abkühlung.
Es gab mehrere Eiszeiten, bevor es Menschen gab. Und bevor es Menschen gab, vergingen diese Eiszeiten auch wieder.

Natürlich ist mir klar, dass ein leichtfertiger Umgang mit der Umweltverschmutzung eine Erderwärmung beschleunigen kann, aber nicht die Menschen allein sind dafür verantwortlich.

Im Hinterkopf habe ich jedoch, wie günstig es doch für die Wissenschaft wäre, der Politik eine vom Menschen verursachte Erderwärmung zu verklickern und damit ungeahnte Mittel für deren Erforschung freizubekommen, die man doch auch gut anders verwenden könnte.

LG Lazarius


Antwort
von Ifm001, 12

Natürlich gibt es einen Klimawandel. Das stellt auch niemand in Frage. Es geht in der Diskussion lediglich darum, ob der menschengemacht oder natürlichen Ursprung ist.

Eigentlich sollte es reichen, wenn Du die Suchmaschine deiner Wahl anwirfst. Alles andere ist eher eine Glaubensfrage statt einer Wissensfrage. Neutrale(!) wissenschaftliche Beiträge finden sich heutzutage leider in keinem Gebiet mehr.

Meine Meinung: Die Erderwärmung steigt deutlich überdurchschnittlich an. Die Erde ist jetzt aber auch in dem natürlichen Zyklus der Erwärmung. Dass es mehr als in den vergangenen Perioden ist, ist IMHO auch logisch. Es ist vollkommen normal, dass Planeten mit der Zeit immer wärmer werden und irgendwann nicht mehr existieren.

Aber sicher trägt auch eine Menschen gemachte Komponente zur Erwärmung bei und da es naturgegeben nicht linear ansteigt, sondern sich potenziert, wird dieser Prozess deutlich beschleunigt.

Aber wie auch immer ... ich bin eh der Meinung, dass man mit jeder Ressource sorgsam umgehen sollte, selbst wenn man dazu keinen konkreten Anlass spürt. Es gibt nichts, was nur Positiv sein kann. Das reicht mir als Anlass.

Kommentar von matmatmat ,

Wie kommst Du darauf, das die Erde in einer "natürlichen Erwärmungsphase" ist? In den letzten 8000 Jahren war sie am abkühlen und noch in den 70er Jahren hat man eine neue Eiszeit befürchtet, bis dann mit fortschreitender Erwärmung und immer besseren Meßmethoden immer deutlicher wurde, das es sehr schnell sehr viel wärmer wird.

Hier mal ein Unterhaltsamer Comic dazu, der die Meßwerte schön darstellt:

http://xkcd.com/1732/

Antwort
von Barolo88, 21

In den Jahren von 1901 bis 2012 ist die globale mittlere Oberflächentemperatur um rund 0,8 Grad Celsius angestiegen. Etwa  zwei Drittel der Erwärmung fällt auf den Zeitraum seit Mitte der 1970er-Jahre. Die Jahre des 21. Jahrhunderts (2001 bis 2012) gehören alle zu den 14 wärmsten Jahren seit Beginn der instrumentellen Messung des globalen Mittels der Lufttemperatur in Bodennähe (1861) (WMO, 2013). Global ist die Dekade von 2001 bis 2010 die wärmste seit 1861. Sie war wärmer als die Dekade der neunziger Jahre und diese wiederum wärmer als die der Achtziger. Im 20. und bisherigen Verlauf des 21. Jahrhunderts trat auf der Nordhalbkugel die stärkste Erwärmung der letzten 1.300 Jahre auf (WMO, 2011).

Antwort
von Barolo88, 18

Trump  behauptet, dass der Klimawandel ein Lüge ist, aber das ist ja auch ein Vollpfosten

Antwort
von ghul666, 23

Der Klimawandel ist keine Lüge an sich.

Kommentar von Invert801 ,

Stimmt er wurde uns schon in den 70ern angekündigt, damals allerdings noch als Eiszeit^^

Kommentar von matmatmat ,

Genau, wenn es nach natürlichen Klimazyklen ohne menschlichen Einfluß geht, steuern wir auf eine Eiszeit zu. Um so erschreckender das der Mensch es gerade in so kurzer Zeit so viel wärmer macht wie noch nie zu vor in der Geschichte des Planeten.

Kommentar von ghul666 ,

Genau genommen befinden wir uns gerade in einer ausklingenden Eiszeit.

Kommentar von matmatmat ,

Stimmt so nicht. Die "kleine Eiszeit" war nur eine leichte Erwärmung in einem größeren Abwärtstrend. Natürlich wäre, daß sich die Abkühlung der letzten 6000-8000 Jahre weiter fortsetzt bis wir in der nächsten großen Eiszeit ankommen.

Kommentar von ghul666 ,

Das stimmt. Die Frage ist hier ja aber tatsächlich, inwieweit wir als Menschen diese Entwicklung tatsächlich beeinflussen. Wir sprechen bei solchen Perioden ja von mehreren 1000 Jahren und betrachten unseren Einfluss auch dafür recht punktuell.

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