Ist der Kindergarten vor dem dritten Lebensjahr vllt. doch eine Qual für Kinder?

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9 Antworten

WIe du schon sagst - jeder muss selbst entscheiden, ob eine Kita für das eigene Kind infrage kommt oder eben nicht. Meinungen gibt es dazu sehr viele, sowohl positive als auch negative.. "Die" Antwort kann dir niemand geben.

Letztendlich hängt es auch einfach stark vom Kind und der Qualität der Kita ab. Ist das Kind grundsätzlich sicher gebunden, ist es auch vollkommen in Ordnung wenn es fremdbetreut wird. Wie alt ist dein Sohn denn?

Wichtig halte ich persönlich dabei aber vor allem eine ausreichende Eingewöhnungszeit und fähige Erzieherinnen. Dass man sein Kind nicht von heute auf morgen 8 Stunden zu Fremden stecken kann, halte ich für natürlich.

Du sagst, dass dein Kind vorher bei einer Tagesmutter war - an und für sich ist Fremdbetreuung also für ihn bekannt.

Ein Kind kann von dem Kontakt mit anderen Kindern auch stark profitieren.

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Kommentar von forrestkid
15.03.2016, 10:33

Mein Kind ist 2 Jahre alt jetzt.

Ja, er kennt Tagesmütter und dort begannen die Probleme. Dort sind Eltern, die ihre 1-jährigen Babies für 9!! Stunden dort liessen. Das hat mich von Anfang an gestört und verunsichert.

Ich dachte schon manchmal: bin ich altmodisch, empfindlich, ein bisschen drüber?

Denn die allgemeine Ansicht in modernen Kinderarztpraxen ist ja: Kind muss unter Kinder wegen der sozialen Entwicklung und dies am besten mit 1,5 Jahren.

Heute kam er mir lachend entgegen beim Abholen (Eingewöhnungszeit gerade 2h).

Aber wer weiss, vielleicht fühlt er sich trotzdem elendig und verzweifelt da. Ich weiss es nicht. Werde noch irre.. Diese Kita-Thema bringt mich langsam an den Rand hier..

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Schwer zu sagen, jeder muss machen was für ihn richtig ist und dahinter stehen können.

Meine persönliche Meinung ist, dass ein Kind bis zu einem Alter von vier Jahren nicht fremd betreut werden sollte.  
Aber eben, dass ist meine Meinung und ich will hier niemanden zu nahe treten.
Meine Kinder blieben weder mit 2 noch 3 Jahren, in der Spielgruppe welche nur 2 Stunden pro Woche war.  

Ich denke du musst einfach machen was du als richtig empfindest für deine Familie.  Vertraue einfach auf deinen Mutterinstinkt.

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darüber kann man geteilter meinung sein. ich bin bereits 8 wochen nach der geburt wieder arbeiten gegangen. allerdings wurde mein kind von meiner mutter betreut und ist werst mit 3 ganz normal in den kindergarten gegangen.

ich kenne ein kind das schon früh (ich glaub mit 12 monaten) in die kita/hort musste weil mama alleinerziehend war. der junge geht jetzt aufs gymi. ich habe selten so ein selbstständiges, ausgeglichenes kind gesehen. allerdings hat mama auch nicht den fehler gemacht den jungen zu verhätscheln und zu vertäscheln wenn sie denn gemeinsam zu hause war. viele mütter meinen ja sie müssten ihr kind für die kita irgendwie entschädigen. meine bekannten sagte immer "die kita muss sein da ich geld verdienen muss, ich muss neben dem job auch noch einen haushalt versorgen, da müssen wir beide jetzt durch"

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Kommentar von forrestkid
15.03.2016, 10:41

Das stimmt. Das ist ja das, was ich selbst erlebt habe. Eine taffe Mom, die als Ärztin bis zu 11 h aus dem Haus war und wir uns recht früh nach der Schule zuhause selbständig versorgen mussten.

Abgesehen von einigen Musiklehrern, die bei uns erschienen für unseren Instrumenten-Kram..

Mein Vater dauerhaft bei Kongressen und solch Zeug. Wir waren auch freundlich, ausgeglichen und wurden auf jeden Kindergeburtstag eingeladen.

Aber es gibt einen Haken: Weder ich, noch mein Bruder haben Ambitionen Karriere zu machen.

Das könnte durchaus von den überarbeiteten Eltern herrühren..

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Der Sohn kam damals mit vier Jahren in den Kindergarten ohne Probleme, auch bei der Verabschiedung nicht. Er blieb allerdings nur von neun bis zwölf dort, danach wollte ich ihn zu Hause haben, zwecks Unternehmungen usw. Die Tochter wollte ich mit drei in den Kindergarten tun, aber das gab nur Probleme wie weinen. Daher beschloss ich, sie erst mit vier Jahren in den Kindergarten zu tun. Aber auch nur von neun bis zwölf Uhr.Danach gab es keine Probleme mehr und zwei Jahre Kindergarten reichen vollkommen aus. Brauchte auch nicht arbeiten zu gehen, also wenn sie während dieser Zeit keine Lust hatten, dann blieben sie zu Hause. Das konnte auch schon mal eine Woche sein. So würde ich es immer wieder machen. Kinder sind da, damit man sich um sie kümmert und nicht einfach abschiebt. 

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Kommentar von DieKatzeMitHut
15.03.2016, 09:58

Es ist ziemlich vorurteilsbelastet zu sagen, dass man Kinder "einfach abschiebt" nur weil sie in die Kita gehen.

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Ich kann Dir jetzt nur sagen, wie ich das gehandhabt habe.

Wenn Du finanziell nicht unbedingt auf diese Arbeit angewiesen bist, würde ich ihn zuhause lassen. Ich habe meinen Sohn erst mit 4 Jahren in den Kindergarten gebracht, einfach weil ich das vorher für zu früh halte. lg Lilo

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Hallo Forestkid!

das kann man überhaupt nicht pauschal sagen! Das hängt vom Kind ab, den Eltern und der Einrichtung wo es hingeht und den Kindern die dort sind.

Wir haben sehr gute Erfahrungen mit einer Tagesmutter-Gruppe (9Kinder 3Tagesmütter) gemacht. Unsere Tochter ging ab 1,5Jahren dort hin und war immer zufrieden und hat sich gut entwickelt. Sie war von klein an sehr auf andere Kinder bezogen, alleine mit mir zu Hause meist quengelig und unzufrieden, so dass ich jeden Tag organisieren musste irgendwie Kontakte mit Kindern zu haben. Nach der Eingewöhnungszeit wurde es bei uns deutlich entspanner und auch ich als Mutter war wieder entspannter und zufriedener.

Ich bin auch keine Vollbluthausfrau, so dass ich nicht glücklich war und das merken Kinder auch. Mit der Tagesmutterbetreuung konnte ich 50% arbeiten, das war für mich und ich glaube auch ür meine Tochter eine gute Lösung.

Der Wechsel in den Kindergarten mit 3 Jahren war für uns problemlos. In der Gruppe waren 2 Mädchen, die bis 3 bzw. 4 zu Hause betreut wurden. Beide hatten große Probleme beim Einstieg, weil es ihnen schwer viel sich an Gruppenregeln zu halten, die Aufmerksamkeit der Erzieherinnen und das Spielzeug zu teilen. Die dreijährige hat ca. 1 Jahr gebraucht um richtig reinzukommen, die vierjährige sogar ca. 2 Jahre. Sie waren lange Außenseiter und sind oft ungern oder nur mit Tränen geblieben.

Ich denke dass es auch eine wichtige Rolle spielt, ob es zu Hause Geschwister oder andere Kinder (Nachbarn, Familie) gibt und wie der Erziehungsstil ist. Wenn Kinder 3 oder 4 Jahre zu Hause als Prinzessin/Prinz aufwachsen mit 100% Aufmerksamkeit und ungeteilten Spielsachen dann wird danach der Einstieg doppelt schwer.

Wünsche Euch alles Gute für die Entscheidung und den besten Betreuungsplatz für Euer Kind und Euch sobald ihr ihn braucht!

Hourriyah

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Kommentar von forrestkid
15.03.2016, 20:03

Lieben Dank für die ausführlichen und klugen Zeilen!

Ich habe eben auch etwas Sorge, dass mein Sohn, sollte er zuhause bleiben bis 3, es sehr schwer hat dann.

Aber diese Tränen-Szenen morgens sind schwer zu ertragen bzw. zu vergessen über den Tag.

Sicher, man muss noch etwas Zeit vergehen lassen..

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du sagst wenig über die Art der beziehung zwischen Tagesmutter und dem Kind.

NUR das aber ist das Ausschlaggebende: Die Empathiefähigkeit und die auf Augenhöhe abgewickelte Kommunikation.

Dabei spielt die Anerkennung des kindlichen Wollens (eine Strecke lang) eine ganz wichige Rolle. Denn dabei wird das Kind selbstbewusst, merkt , dass es anerkannt wird und nicht gutgemeinten aber fremden Anregungen/Befehlen folgen muss.

Das alles ist kompliziert genug und jedes Kind ist anders -  denk deshalb aber nicht in INSTITIONEN und nicht in ALTERSSTUFEN, sondern nur an die konkrete Qualität der Beziehung zu der konstanten(!!) Bezugsperson.


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Kommentar von forrestkid
16.03.2016, 12:48

Tja, das kann ich noch gar nicht so richtig sagen. Sie ist ganz nett, glaube ich.

Sie ist stark übergewichtig, jedoch macht viele Fortbildungen mit und hat wenig Urlaub.

Das sind auch wichtige Punkte, wie ich finde. Sie hat eine große Wohnung (5 Zimmer) und diese ist liebevoll und kindgerecht eingerichtet. Überall Säcke zum Hinlegen und Kuscheln, trotzdem aber nicht überladen.

Aber wie hoch die Empathie bei ihr ist, muss ich noch herausfinden.

Es gibt nämlich ein Kind (2,m) welches immer weint. Es heisst, das Kind weine einfach los 'aus dem Nichts' und dann sei das Beste, es lege sich hin. Er geht dann schon freiwillig auf eine Liege, wenn es 'losgeht'.

Ich habe daran gleich mal die Tagesmutter befragt, ob sie eine Ahnung hat, womit es auf sich haben könnte bzw. was sie noch auf Lager hat, ausser ins Bett mit ihm.

Da kam ehrlich gesagt nicht allzuviel. Ich habe das Gefühl, sie ist eher trocken und spricht wenig.

Aber ich glaube eh, dass man eine große Empathie braucht in dem Job, diese aber nur wenig mitbringen in dem Bereich. Die machen das dann irgendwie wett mit Bastelen, Singen, Regeln usw.

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Ich habe keine schlechten Erfahrungen damit gemacht, dass meine Kinder schon mit einem reichlichen Jahr in die Krippe gegangen sind.

Meine Große hatte immer Sehnsucht nach anderen Kindern. Und somit wurde diese Sehnsucht gestillt. Und die Kleine war ja im Prinzip schon die Gemeinschaft gewöhnt, weil ich mit ihr immer die Große abholte.

Ich denke aber, dass die Kinder darunter leiden, wenn man zu lange wartet. Sie mittlerweile schon drei oder älter sind.

Wenn du jedoch auf deine Arbeit angewiesen bist, solltest du das schlechte Gewissen ausblenden - und auch dein Kind nicht spüren lassen. Mach ihm den Kindergarten schmackhaft.

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Die wichtigsten Jahre eine Kindes sind die 3 ersten und vorher sollte mal sein Kind nicht in eine Kita geben!

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Kommentar von forrestkid
15.03.2016, 10:43

Naja bloß.. gerade, weil sie wichtig sind, sei es ja so unabdinglich, sie unter Kindern sein zu lassen, wird mir allseitig versichert.

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