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Ist der Heilpraktiker für Psychotherapie wirklich ein anerkanntes Berufsbild?

gefragt von sospeedy am 13.02.2007 um 11:23 Uhr

So wird es zwar von den Heilpraktikerschulen beschrieben. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist dieses Berufsbild wirklich anerkannt oder wird man in Fachkreisen eher belächelt dafür?


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Reply


demosthenes
beantwortet von demosthenes am 13. Februar 2007 12:03
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Der sogenannte kleine HP-Schein berechtigt nur zu einer "berührungslosen", nichtmedizinischen Behandlung.

Eingeführt wurde er ursprünglich, um therapeutisch tätigen Psychologen eine rechtliche Basis zur Behandlung ihrer Patienten zu verschaffen.

Grundsätzlich waren zur "Behandlung" von Patienten schon seit vielen Jahrzehnten ausschliesslich Ärzte und Heilpraktiker befugt.

Ein Gerichtsurteil in den 80er Jahren zeigte dann auf, dass die vielen nichtmedizinischen Psychotherapeuten bis dahin praktisch in einem rechtsfreien Raum behandelt hatten.

Daraufhin wurde der "kleine" HP-Schein geschaffen.

Es ist also kein Berufsbild, sondern nur eine Prüfung, die es erlaubt, andere Menschen psychotherapeutisch zu behandeln.

Die Ausbildung bereitet auch ausschliesslich auf die Prüfung vor, lehrt aber keineswegs Methoden der Psychotherapie.

Kommentar von sospeedy am 13. Februar 2007 12:19

hallo demosthenes... so weit weiss ich auch bescheid, es interessiert mich wie Fachkreise - Psychologen, Mediziner, Beratungsstellen mit diesem Titel umgehen... wie schon gesagt - ob es in diesen Fachkreisen anerkannt ist, ob zb ein Allgemeinmediziner einen "Heilpraktiker der Psychotherapie" überhaupt in Erwägung ziehen würde - für zb eine Weiterüberweisung... etc.

Kommentar von 5f6812a7b0109fb9a1df11c834332c2csmalldemosthenes am 13. Februar 2007 13:13

Die entscheidende Frage ist doch, ob Du Psychologe bist?

  • Wenn ja, dann darfst Du mit dem kleinen HP behandeln.

  • Wenn nein, dann nützt Dir der kleine HP auch (fast) nichts.

Ein Arzt könnte Dir einen Kassenpatienten nur dann überweisen, wenn Du eine Kassenzulassung hättest.

Die bekommen aber auch normale Psychologen nicht, sondern ausschliesslich solche mit einer psychoanalytischen Zusatzausbildung, die Jahre dauert und locker 100.000 € kostet.

Auch dann sind die meisten Ärzte sehr zögerlich mit der Überweisung an einen Nichtmediziner - es gibt ja auch medizinisch vorgebildete Psychoanalytiker.

Kommentar von sospeedy am 13. Februar 2007 18:41

so viel ich weiss darf man als gesprächstherapeut mit kl. heilpraktiker zb eine praxis aufmachen... man muss kein psychologe sein, HP-Schein soll übrigens ganz knackig sein, kommt nur ein kl. prozentsatz durch - ginge mir allerdings nur um anerkennung des titels in fachkreisen... ja oder nein


Achim Scholz
beantwortet von Achim Scholz am 13. Februar 2007 12:44
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Hallo, also aus meiner Erfahrung wird Dich kaum ein Mediziner zu einem Psychologen nur mit HP-Schein schicken! Außer besitzt einen ausgezeichneten Ruf?! Und vor allem müsstest Du die Kosten selber tragen. Und ich muß ehrlich sagen, ich habe mal in so eine Ausbildung "reingeschnuppert", also da muß man schon eine wirklich gute und anerkannte Schule auswählen, denn was da teilweise als Ausbildung verzapft wird.....aber wie gesagt, daß gilt nicht für alle! LG Achim


Jivan
beantwortet von Jivan am 2. Juli 2008 07:23
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Sorry Leute aber ich glaube Ihr redet etwas an der Frage vorbei.

Also, wenn Du den Titel möchtest um in den psychologischen Fachkreisen annerkannt zu werden ist der kleine Heilpraktikerschein das falsche für Dich.

Wenn es allerdings Deine Wahl ist: Entweder gar kein Titel oder den kl. HP. Dann ist der immer noch besser als gar kein Titel ist doch klar.

Alleine der Fakt, dass Du Dich ja ohne Titel nicht über Seminare und Veranstaltungen weiterbilden darfst, ist ein wichtiger Faktor.

Und das mit der harten Prüfung stimmt. Aber ich weiß von einer Schule, an der die meisten bestehen und die Vorbereitung nur wenige Wochen dauert.

Google mal: Heilpraktiker Intensivschule




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