Ist der Faschingszoll noch erlaubt?

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5 Antworten

Grundsätzlich darf in den Straßenverkehr nicht eingegriffen werden, da man ansonsten ggf. den Straftatbestand des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr (oder andere Straftatbestände) erfüllen könnte. Ein unter 14-jähriger kann zwar nicht bestraft werden, wohl aber der, der ihn zu einer Straftat anstiftet.

Halte doch einfach mal Rücksprache mit der Polizei oder dem Ordnungsamt deiner Stadt. Ruf an oder besser noch: Geh vorbei und sprich mit ihnen. Die geben dir sicherlich Auskunft. Ich kenne keinen einzigen Ordnungshüter der Kinder - gerade zur Faschingszeit - deswegen dem Haftrichter vorführt (um es mal total zu übertreiben). Viele machen den Spaß auch heute noch mit. Die waren schließlich auch mal jung und sind nicht alle grottenernst.

Prinzipiell sehe ich kein großes Problem einen Wegezoll zu verlangen, solange der Straßenverkehr nicht gefährdet wird (damit meine ich sowohl Autofahrer, als auch Fußgänger, Radfahrer, usw.). Es sollte eine übersichtliche Stelle sein, bestenfalls im verkehrsberuhigten Bereich oder einer Tempo 30 Zone. Man sollte zumindest von weitem sehen, was auf einen zukommt, von beiden Seiten wohlgemerkt!

Was das Gewerbe angeht, so ist das in meinen Augen Schwachsinn! Jeder Pfadfinder, der zur Finanzierung des nächsten Zeltlagers Kekse verkauft, müsste ansonsten auch ein Gewerbe anmelden. Unsere Bürokratie ist zwar manchmal sehr pingelig, aber es gibt auch viele Ausnahmen.

Behörden haben auch einen gewissen Spielraum und dürfen Gesetze auslegen, vor allem die Gerichte (solange das Recht nicht "gebeugt" wird).

Zur Not: Man darf 450 € im Monat steuerfrei dazuverdienen. Zwar muss das über die Knappschaft in Bochum angemeldet werden, aber bei einer einmaligen Geschichte zur Faschingszeit... Locker sehen und einfach mal bei den jeweiligen Behörden nachfragen.

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Es war damals nicht erlaubt und es ist heute nicht erlaubt. Es ist aber so eine Art Brauchtum und wird in der Regel toleriert, sofern keine Gefährugn vorliegt

Allerdings muss man die Straße oder auch die Leute wieder freigeben wenn die nicht zahlen wollen.

Und da so was (eigenlich leider) heute nicht mehr so verbreitet Zumindest bei uns) ist kennen es nur noch wenige und werden entsprechend sauer sein.

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Der "Faschingszoll" gehört zum Brauchtum und ist nicht verboten!

Tatsächlich ist es so, dass ich zur Karnevalszeit bei Fahrten im Rheinland immer ein paar Münzen in der Mittelkonsole habe, da es insbesondere auf den Dörfern und den Vororten immer wieder passiert angehalten zu werden.

Wovon ich allerdings abraten würde, eine Brauchtumspflege in den Innenstädten von Großstätten. Einerseits sind dort die Autofahrer sehr hektisch, und andererseits trifft man dort auf Menschen, denen das Brauchtum fremd ist.

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Kommentar von AalFred2
21.10.2016, 13:11

Rechtlich ist das natürlich verboten. Das nennt sich Nötigung. Es wird nur eben toleriert.

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Es gibt ja bei so Festen wie zb Fasching, Sternsinger, Halloween den Brauch, dass Kinder losziehen und was amchen und dabei auch Geld sammeln. Aber in Deutschland sind viele Leute mürrisch und haben kein Herz und Humor und sowas kommt nicht immer gut an. Ich hätte große bedenken, denn es viele sind geizig und geben kein Geld und sowas wäre auch aufdringlich und wie Nötigung und erpressen von Geld und da würde man sicher oft nur angeschnauzt werden. Wären die Leute aber alle nett und offen würden sie den Kindern etwas Geld geben. Aber heute müssen viele ja sparen und Kinder bekommen ja schon genug Geld und haben alles zb Handys

Früher ging das eher noch.

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Kenne es, dass Leute, nicht nur bei Halloween, auch bei Fasching, von Tür zu Tür gehen und um "Gaben/Spenden" bitten. 

Das würde ich noch eher als diesen sogenannten "Faschingszoll" bezeichnen.

Bei dem was ihr gemacht habt, liegt es wohl weniger an diesem sogenannten "Zoll", sondern vielmehr daran, dass es einige Leute als "Belästigung" empfinden. 

Und das hätte euch damals auch schon passieren können. 

Ihr habt einfach nur "Glück" gehabt.

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