Ist der echte Kommunismus das gleiche wie die freie Marktwirtschaft?

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5 Antworten

Du vergleichst hier Eier mit Tost.

So ist ein direkter Vergleich der Gesellschaftsordnungen Kapitalismus, Sozialismus und Kommunismus möglich.

Ebenso kannst Du Planwirtschaft und Marktwirtschaft als Wirtschaftssysteme in Beziehung setzen.

Ein Wirtschaftssystem mit einer Gesellschaftsordnung in direkte Relation zu bringen funktioniert so nicht, auch wenn eine Abhängigkeit des Wirtschaftssystems von der Gesellschaftsordnung existiert.

Im Kommunismus erfolgt die Produktion zwar nach den Bedürfnissen des Volkes, jedoch immer zentral gesteuert. Das Dogma von der führenden Rolle der marxistisch-leninistischen Partei steht dem Pluralismus wirksam entgegen. Es besteht gesellschaftliches Eigentum an Produktionsmitteln.

Freie Marktwirtschaft basiert auf dem Privateigentum an Produktionsmitteln, denn nur so ist der Produzent unabhängig. Außerdem sichert der Pluralismus auf politischer Ebene die freie Entfaltung.

Somit sind die Konzepte unvereinbar auch wenn China derzeit derartiges versucht, bleibt es eine Diktatur mit einer Art von Kapitalismus im Reagenzglas. Gespickt mit Korruption auf sehr hohen Niveau.

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Kommentar von polipaul
13.11.2016, 14:28

Wie soll im echten Kommunismus etwas zentral gesteuert werden, wenn der Staat so nicht mehr existiert?

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Der Kommunismus steht wie die freie Marktwirtschaft dieser diametral entgegen, denn Markwirtschaft, wie immer sie aufgezogen wird, ist stets kapitalistisch, andernfalls gibt es sie nicht.

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Die freie Marktwirtschaft ist eine Wirtschaftsform...was hat das mit Kommunismus zu tun?

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Kommentar von Kefflon
13.11.2016, 01:31

Das wichtigste Merkmal des Kommunismus ist keine freie Marktwirtschaft.

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Kommentar von polipaul
13.11.2016, 01:43

der Unterschied ist mir bewusst. Mir geht es dennoch um die Gemeinsamkeit: Eine radikal liberale Politik fordert ja eine freie Marktwirtschaft in welcher der Staat keinerlei Einfluss auf den Markt nehmen sollte egal ob im Bildungssektor, Strafsektor, Versicherungen etc... Das heißt: Der Staat (also die Regierung) hat keinen Einfluss mehr und ist demnach nutzlos. Ähnlich wie im (echten) Kommunismus, wo es von vornherein keinen Staatsapparat geben soll. 

Nun haben Liberale und Linke (und der Kommunismus sollte natürlich als linkeste Position aufgefasst werden obwohl linke Parteien vielmehr den Sozialismus anstreben) im politischen Kerngeschäften jedoch kaum etwas gemeinsam.

Eventuell bin ich auch einem Denkfehler aufgesetzt, deshalb auch die Frage ;)

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freie Marktwirtschaft: keine Regeln. Jeder kann tun was er will. (Unfair)

Kommunismus: Alles wird zu Gunsten der Allgemeinheit bestimmt. (funktioniert in der Praxis nicht, auch unfair)

In Deutschland haben wir eine Soziale Marktwirtschaft. Das ist im Grunde die Mischung aus Kapitalismus und Kommunismus.

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Kommunismus= Zentralverwaltungswirtschaft (Planwirtschaft).

Kapitalismus= freie Marktwirtschaft.

Noch Fragen? L.G.

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Kommentar von polipaul
13.11.2016, 01:47

das stimmt so nicht.

"Kommunismus ist die Gesellschaftsordnung (keine Staatsform!) die dem Sozialismus folgt. Kommunismus ist dann erreicht, wenn durch die sozialistische Entwicklung zuvor die verschiedenen Klassen verschwunden sind und es deshalb keine Notwendigkeit mehr gibt, dass die einen die anderen unterdrücken. Damit verschwindet auch die DdP und der Staat stirbt ab, weil er als Machtinstrument nicht mehr gebraucht wird. Selbstverständlich gibt es auch dann noch basisdemokratische Formen der Verwaltung und Organisation."

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