Frage von AntjeGSB, 204

Ist der christliche Fundamentalismus der AfD falsch?

Die AfD vertret (erz-)konservativ-antifeministische Positionen in der Geschlechterpolitik. Man lehnt Gleichstellungspolitik ab und stütze sich dabei u. a. auf christlich-fundamentalistische und völkische Vorstellungen.

Antwort
von BTyker99, 45

Ich sehe gerade, dass du dieselbe Person bist, die die andere Feministen-Frage gestellt hat. Daher reicht wohl eine detailierte Antwort.

Die AfD lehnt natürlich keine Gleichstellungspolitik ab, sondern eine Frauen-Besserstellungs-Politik (wie ihr Feministen bzw. Feministinnen es fordert). Schon jetzt werden Frauen in vielen Bereichen besser gestellt, z.B. bei Bewerbungen auf Jobs im öffentlichen Bereich.

Die "Antifeministische Position" ein ein wichtiger Plus-Punkt, um diese Partei zu wählen.

Erinnerst du dich noch an die Piraten-Partei? Die ist vor allem deshalb "untergegangen", weil sie feministische Forderungen ins Parteiprogramm übernommen hat, was aber selbst innerhalb der Partei sehr viele angewidert hat.

Kommentar von Kometenstaub ,

Es gibt keinen Plus-Punkt DIESE Partei zu wählen.

Kommentar von RoIIadengurt ,

Mit Frauen kannst du nicht so viel anfangen, oder? Aber wozu brauchst du dafür eine "politische Begründung"?

Kommentar von BTyker99 ,

Warum gibst du mir eine positive Bewertung, wenn du mit der These nicht übereinstimmst? Hast du die Begründung auch gelesen, oder wie kommst du darauf, dass ich nichts mit Frauen anfangen kann? Bei der anderen Frage, habe ich das noch etwas ausführlicher dargelegt...

Antwort
von Anthropos, 85

Die Werte, die die AfD vertritt sind lediglich pseudochristlich. Ich kenne keinen Christen, der sich zur AfD bekennt.

Kommentar von GuzTadeusz ,

Doch ich.

Kommentar von MickyFinn ,

Ich auch

Kommentar von Meatwad ,

Ich ebenso!

Kommentar von Anthropos ,

Dann könnt ihr keine Christen sein! Die AfD widerspricht nämlich dem Christentum. Entweder AfDler oder Christ. Beides geht nicht.

Kommentar von Meatwad ,

Nur mal so zur Info (und Ehrenrettung): Ich bin natürlich weder Christ noch AfD-Anhänger. Du sagtest, daß du keinen kennst. Ich weiß nicht, wie die anderen es meinten, aber ich meinte nur daß ich Christen kenne, die sich zur AfD bekennen. Frauke Petry fiele mir da als erstes ein.

Wenn man jetzt natürlich sagt, das seien keine echten Christen, dann müsste man dies wohl 80-90% aller Christen absprechen.

Kommentar von Anthropos ,

Natürlich muss man da von 80-90% aller Christen sprechen. Aber ein Bekenntnis zu Christus setzt eben einen gewissen Wandel des Lebensstils voraus.

Antwort
von JTKirk2000, 14

Allein schon fundamentalistisch zu sein, ist nicht christlich, denn Kern der christlichen Lehre sind Liebe und Hilfsbereitschaft, was man sehr leicht erkennen kann, wenn man mal selbst die Bibel liest, anstatt sich nur Predigten anzuhören.

Das bringt mich auch gleich dazu, weshalb die AfD garantiert nicht christlich ist, denn Nächstenliebe bedeutet nicht, dass diese beim Nächsten endet, sondern beim Nächsten beginnt. Sie bedeutet sogar dem zu helfen, den man vielleicht als den Geringsten ansehen würde. In seinem Gleichnis zum Weltgericht machte Christus dies laut http://www.bibleserver.com/text/EU/Matthäus25,31-46 besonders deutlich.

Antwort
von TotalGaga, 107

huhu:)

Ich denke das Christentum hat wie andere Religionen auch einen schönes, sozialen Hintergedanken (Nächstenliebe, ...) den wir alle privat ausleben sollten (ohne uns dabei gleich als religiös zu betrachten - ich selbst sehe mich als Atheist, sondern nur aus rein ethischen und moralischen Gründen), aber es hat nichts in der Politik verloren und ist schon gar nichts, womit man politische Entscheidungen oder Ziele/Meinungen rechtfertigen oder gar belegen kann.

Leider kann die AfD ihre Ziele usw nicht auf vernünftige und faktische Weise begründen und hat trotzdem einen recht hohen prozentualen Stimmenanteil, was einmal wieder zeigt, dass viele hier viel zu wenig hinter die Kulissen schauen und sich viel zu wenig mit Politik beschäftigen, bevor sie wählen und dass Identifikation durch Religion noch immer einen viel zu hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft hat.

Antwort
von frider123, 79

Nein, die christliche Wertevorstellung ist nicht falsch. Sie ist Basis einer funktionierenden Gesellschaft.

Kommentar von frider123 ,

Wie kommst du auf Kevin?
Bitte unterlaß hirnlose Kommentare.

Kommentar von GuzTadeusz ,

Anzeige ist raus.

Kommentar von frider123 ,

Machst wohl den Clown hier was ?

Kommentar von frider123 ,

Gute Frage

Kommentar von frider123 ,

Die Wahrheit von was ?

Kommentar von GuzTadeuzs ,

Jesus.

Kommentar von frider123 ,

Du machst dich jetzt über Jesus lustig,oder?

Kommentar von Meatwad ,

Die Basis einer funktionierenden Gesellschaft, sprich die Basis aller positiven gesellschaftlichen Aspekte unserer heutigen Welt, ist Aufklärung und Säkularismus.

Kommentar von frider123 ,

Zur Aufklärung gehört aber ein christliches Menschenbild dazu.

Antwort
von earnest, 19

Ich halte jeglichen Fundamentalismus für falsch. Und wenn er dann noch bei der AfD auftritt - vielen Dank.

Antwort
von klausog333, 123

Er ist nur ein Vorwand. Wahre christliche Werte und wären sie noch so "fundamentalistisch" findest du in der AfD nicht.

Kommentar von GuzTadeusz ,

Die AfD beruft sich auf das Christentum.

Kommentar von Hardy3 ,

Ein großer Teil der AfD hat mit Chtistentum nichts am Hut. Das finde ich überhaupt witzig: viele derer, die ich kenne und die sich auf christliche Traditiin berufen, sind nicht nur ungetauft, hatten keinen Religionsunterriht und wissen über Christentum kaum Bescheid. 

Ein netter, einfacher Test: die Frage, ob sie katholische oder evangelische - und falls ja, lutherisch oder reformiert- Tradition meinen.

Kommentar von BTyker99 ,

Das finde ich persönlich auch blöd, aber es gibt in Deutschland ja einige Parteien, die sich auf das Christentum beziehen, ohne es anzuwenden.

Ich persönlich werde die AfD trotz diesen Bezugs wählen, aber nicht wegen diesem. Im Gegenteil möchte ich möglichst bald meine religiöse Karriere an den Nagel hängen, weil sie schon seit einiger Zeit im Gegensatz zu meinen Überzeugungen steht.

Kommentar von Rockuser ,

Der IS beruft sich auch auf den Islam. Das hat genau so Wenig miteinander zu Tun, wie AFD und Christen.

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 69

Die Diskriminierung von Einzelpersonen oder Bevölkerungsgruppen - egal ob Frauen, Arbeitslose, Behinderte, Homosexuelle etc - lehne ich ab.

Für mich sind derartige Parolen inakzeptabel, da sie die Vorstellung von Menschen erster und zweiter Klasse schaffen. Nach dem Motto;

"Männer zur Arbeit - Frauen sind nur gut genug für Kinder und Herd"

Das ist aus meiner Sicht absolut diskriminierend.

Wer solche Ansichten hat, der glaubt womöglich auch noch an "Herrenrasse" und "Untermenschen", oder sieht Behinderte als "unwertes Leben" an.

Ob man das mit "christlichen Werten" oder "völkischer Ideologie" rechtfertigt, ändert aus meiner Sicht nichts an der Diskriminierung.

Kommentar von GuzTadeusz ,

Das ist falsch.

Kommentar von Enzylexikon ,

Welche Meiner Aussagen ist aus deiner Sicht falsch und weshalb?

Kommentar von scorch ,

Naja was heißt "nur gut genug"? Kindererziehung und Haushaltsführung haben für die Gesellschaft und das Individuum fundamentale Wichtigkeit und Frauen haben in der Vergangenheit bewiesen, dass sie dafür in der Regel besser geeignet sind als Männer. Dafür haben Männer in anderen Bereichen die Nase vorne. Das hat mit christlichen Werten oder völkischer Ideologie nichts zu tun, das liegt in der menschlichen Natur.

Kommentar von Enzylexikon ,

das liegt in der menschlichen Natur.

Wir sind aber nicht mehr die Jäger und Sammler von einst, sondern leben in einer modernen Welt, in der berufliche Möglichkeiten grundsätzlich allen offen stehen.

Wenn jetzt irgendjemand fordern sollte, Frauen müssten sich auf ihr "traditionelles Rollenbild" besinnen, anstatt berufstätig zu sein, dann spricht das aus meiner Sicht Frauen die Gleichberechtigung ab.

Entscheidend sollten Qualifikation und Fähigkeiten eines Berufstätigen sein - und nicht sein bzw. ihr Geschlecht.

Kommentar von BTyker99 ,

Das ist eine gute Einstellung, hat aber nicht mit der Frage oder der AfD zu tun, oder? Weil diese Zitate nicht von der Partei stammen, allenfalls von einzelnen Mitgliedern, aber auch das ist mir nicht bekannt.

Kommentar von Enzylexikon ,

Das ist eine gute Einstellung, hat aber nicht mit der Frage oder der AfD zu tun, oder?

Sofern sich das auf mich bezieht:

Ich habe mich grundsätzlich gegen Diskriminierung ausgesprochen, egal ob er im Rahmen des "christlichen Fundamentalismus" wie in der Frage, oder als persönliche Einstellung eines Einzelnen.

Ob die Diskriminierung nun in einem Parteiprogramm steht, oder da ein einzelnes Parteimitglied erst spricht, bevor er nachdenkt, ändert nichts an meiner Einstellung zur Diskriminierung.

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