Frage von wenigeristmehr2, 88

Ist der BMI eines Menschen nicht auch nur ein Maß eines Systems in das wir reingesteckt werden?

Meine Frage ist einfach die. Was genau sagt der BMI schon aus ob wir dick oder dünn sind? Ist es nicht eine frage des Wohlbefinden? Wenn sich ein Mensch eben mit einem niedrigen - sehr niedrigen BMI wohlfühlt ist das doch okay das er dann auch was dafür tut. Und was man bereit ist sich wohlzufühlen ist doch wohl auch jedem selbst überlassen. ** Wie viele Menschen rauchen und so weiter was auch mit sicherheit nicht gesund ist. Genauso gibt es einige Menschen die sich mit übergewicht wohlfühlen. Also sagt der BMI doch im Endeffekt nichts aus.

Antwort
von lillian92, 34

Der BMI ist grundsätzlich gesagt eine Verhältniszahl, bei dem irgendwann einmal Werte festgelegt wurden, die für Übergewicht bzw Untergewicht stehen – und sagt damit relativ wenig über den eigentlichen Gesundheitszustand einer Person aus.

Mit der "man muss sich wohlfühlen"-Definition tue ich mich deshalb schwer, weil laut dieser auch wirklich untergewichtige Menschen, die an Magersucht oder auch Fettsucht leiden, sich eigentlich wohlfühlen müssten und laut dieser Definition eigentlich nicht ungesund wären. Deshalb ist es da dann doch wieder gut, eine sehr bekannte Zahl zu haben, die man solchen Menschen mal um die Ohren hauen kann (wenn auch sehr selten von Erfolg gekrönt). Während chronische Unterernährung zu Mangelerscheinungen und Folgeerkrankungen führen kann, belastet Übergewicht eben die Gelenke und führt zu seinen Folgeerkrankungen.

Der BMI ist meiner Meinung nach mit einer Prise Salz zu genießen. Klar, es gibt gewisse Schwankungsbreiten, in denen ein Mensch aufgrund von zB sehr zierlichen Körperbau, Veranlagung oder auch übermäßigem Training, einen "ungesunden" Wert haben kann, und dennoch kann die Person gesünder sein als vielleicht jemand mit durchschnittlichem. BMI beim Fenster raus. Allerdings finde ich es auch wichtig, ein sehr einfach zu errechnendes Maß zu haben, das zumindest Richtwerte (wie gesagt, es gibt durchaus Schwankungsbreiten und ich sehe den BMI nicht als absolutes Maß) für ein gesundes Körpergewicht zu haben. Ein BMI, der sich in die eine oder andere Richtung verändert und aus diesen Richtwerten rausfällt, sehe ich dann doch als Alarmzeichen auf das zumindest ärztlicher Rat folgen sollte.

Wie gesagt, nur meine Gedanken zum BMI. Das Maß ist ja sehr umstritten ;)

Antwort
von Panazee, 25

Der BMI ist in seinen Extremen schon aussagekräftig. Ein sehr, sehr niedriger (oder sehr, sehr hoher) BMI ist schon ein Hinweis darauf, dass das nicht mehr gesund ist. Wenn man im blauen, oder lila Bereich liegt (siehe Bild), dann ist das ganz sicher nicht mehr gut für die Gesundheit. Ob man jetzt 5 Kilo weniger oder mehr als das Mittel des Normalgewichts hat, ist aber wirklich nicht sehr aussagekräftig. Das hängt von vielen Sachen ab.

Es gibt ja kein Gesetz, dass jemandem verbietet so wenig zu essen, dass man total verhungert aussieht, oder soviel, dass man nicht mehr alleine aufstehen kann. Allerdings muss man damit rechnen, dass sich andere Menschen dann Sorgen machen. Wenn man raucht hört man aus seinem Umfeld auch oft, dass das schädlich ist und jetzt kommen ja auch noch die "Schockbilder" auf die Packung. Jedes Verhalten, das gesundheitsschädlich ist wird in deinem sozialen Umfeld für besorgte nachfragen sorgen, es sei denn du umgibst dich nur mit Leuten, die das gleiche Verhalten an den Tag legen.

Was das Wohlbefinden angeht so will ich mal ein krasses Beispiel anführen. Jeder Heroinsüchtige hat ein Gefühl des Wohlbefindens, wenn er Heroin gespritzt hat. Das man ein Gefühl des Wohlbefindens hat, bedeutet nicht automatisch, dass das was man macht auch gesund ist.

Antwort
von onyva, 18

Der BMI ist nichts anderes als das Gewicht in Relation zur Körpergröße zu setzen. Meiner Meinung nach ist dieser BMI längst überholt. 

Was macht Gesundheit aus? Sehr vieles. Wir sollen nicht zu viel wiegen, weil wir sonst zu fett wären/seien. Dann stellt sich aber die Frage, wieso Hochleistungsathelten (außer Schispringer und Marathonläufer) meist einen wesentlich höheren BMI haben?

Es wird einfach die Zusammensetzung außer acht gelassen. Muskeln wiegen mehr, sind wichtig für das Leben, während Fett weniger wiegt und ab einem gewissen Maß nicht gesund ist. 

z.B. kann jemand mit einem 18er BMI einen KFA von 30% haben(!) und jemand mit einen BMI von 28 nur 10 %. Das ist total individuell. 

Wie du selbst sagst gehören da weitere Dimensionen dazu, aber das wird doch auch nicht in Frage gestellt, oder?

Das Problem mit dem "Wohlbefinden" ist, dass man z.B. wenn man faul auf der Haut liegt gar nicht so bewusst wahrnimmt wie der Körper eigentlich schon zerfällt. 

Wichtig ist ein ausgewogener Lebensstil mit gesunder Ernährung, wenig Alkohol und Nikotin, nicht zu viel Sonne tanken usw aber trotzdem zu leben und sich immer mal was gönnen. In Bewegung bleiben und auch mal abschalten zu können. 

Antwort
von Schnuppi3000, 35

Der BMI ist ein überholtes System, heute wird meist mit Calipometrie gearbeitet.

Natürlich nimmt auch dieses System keinen Bezug auf subjektives Wohlbefinden sondern orientiert sich an für die Körperfunktionen gesunden Werten.

Antwort
von Kitharea, 6

Deine erste Frage - ist das nicht bei ALLEN Werten so die Menschen in Schubladen steckt?
Sieht man gut an diversen Werten wie zb. Cholesterin, welche von einen Tag auf den Anderen geändert wurden und man innerhalb von einem Tag vom Status Gesund auf Krank gestellt wurde. Ob man einer Behandlung zustimmt oder nicht liegt zum Glück noch in der Hand jedes Einzelnen. Ob man sich von solchen Dingen verunsichern lässt ebenso. Und wie lang und wie und womit du dich wohlfühlst kannst ohnehin nur du wissen. Gewicht ist mitunter auch Ausdruck von Schutz oder Überforderung. Man weiß es nicht. Man kann sicher auch nicht ganz genau auf den Punkt sagen ab wann es ungesund ist. Man versucht es mit solchen Schubladen nur. Wissenschaft definiert sich halt über Regeln. Und wenn es noch keine gibt, muss man welche erschaffen. Letztendlich sind es maximal ungefähre Richtwerte die man in best. Lebenslagen auch mal überschreitet weil man es vielleicht braucht.

Antwort
von piobar, 5

BMI dient lediglich als einem Anhaltspunkt und nicht der tatsächlichen Norm. So können sowohl übergewichtige als auch übergewichtige Menschen Gesund sind wenn ihre Blutwerte und vitale Funktion entsprechen.

Sportler haben laut BMI ein Übergewicht, das liegt nicht am Körperfett sondern an der Muskelmasse die schwerer ist als Körperfett.

In vielen Gruppen, Freundeskreise oder kleinere Gesellschaften wird BMI zu sehr ernstgenommen. Das BMI ist somit kein negatives System - nur das was wir daraus machen kann negativ verstanden werden.

Man braucht solche Systeme als eine Art Leitfaden, beispielsweise wenn du dir ein T-Shirt kaufst Größe M, so wurde die Maßeinheit bestimmt auf einem Durchschnittmaß.

Mittlerweile ist das BMI überholt und es gibt viele weitere Bestimmungen. BMI behält jedoch weiterhin Beliebtheit, da es sehr einfach ist zu berechnen...

Antwort
von Juiine, 33

Die Grenzen des BMI sind von irgendjemanden festgelegt, um damit Geld zu machen, ganz einfach.

Wenn Du heute einen BMI von z.B 25 hast und morgen jemand meint, alles ab 24 ist übergewichtig, kannst Du von heut auf morgen plötzlich zu dick sein.

Diese Einheit ist wirklich schwachsinnig.

Kommentar von muschmuschiii ,

Das würde mich echt mal interessieren: WER macht mit dem BMI Geld und WIE soll das funktionieren?

Kommentar von Blindi56 ,

Das ist ein Durchschnittsmaß, das meinetwegen irgendwelche Wissenschaftler erarbeitet haben, GELD macht damit einerseits die Medizin (Ernährungsberater etc) andererseits die Nehrungsmittelindustrie (Schlankprodukte) und Pharmazie (Abnehmpillen).

Aber genau wie in einer Studie Tomaten super gesund sind und in der anderen völlig wertlos, sagt der BMI noch gar nichts über die Gesundheit eines Menschen aus.

Antwort
von rockylady, 28

der BMI sagt nicht aus ob man dick oder dünn ist, sondern ob man Normal- ,Unter- oder Übergewicht hat. Es bezieht sich auf die Gesundheit als solche, nicht darauf wie wohl sich jmd fühlt.

Jeder Körper ist anders proportioniert, man kann auch dünn sein und dennoch Normalgewicht haben. Manch einer setzt Fett an verschiedenen Stellen an, wirkt dadurch dicker und hat dennoch Normalgewicht.

Antwort
von Blindi56, 12

Das stimmt, das ist auch nur ein Durchschnittsmaß. Und wer will schon Durchschnitt sein.

Nur muss man ja irgendwie festlegen, was "gesund" ist, um anderes damit vergleichen zu können.

Antwort
von ladyell, 25

Ich finde das mit dem BMI ist quatsch, das kann man nicht auf die Allgemeinheit anwenden.

z.B. ein Bodybuilder mit 1,75m und 100Kg wäre laut BMI Übergewichtig.

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