doddo am 05.09.2008 um 12:46 Uhr
Früher wurde dieser Begriff häufig gebraucht , ohne daß man damit die Abwertung einer Volksgruppe aussprach. Heute könnte dieses Wort schon rassistisch ausgelegt werden. Wie seht Ihr das ?
Der Ausdruck Kümmeltürke stammt aus der Studentensprache des ausgehenden 18. Jahrhunderts und bezeichnet einen Studenten, der aus der näheren Umgebung der Universität stammt.
Die Bezeichnung rührt daher, dass die Gegend um die Stadt Halle, wo dieser Ausdruck entstanden ist, früher als Kümmeltürkei bezeichnet wurde. Dort wurde seinerzeit viel Kümmel angebaut, und als Türkei wurden damals auch andernorts Landstriche in Deutschland bezeichnet, die trostlos und wenig erbaulich waren.[1]
Neben dieser Bedeutung bezeichnet das Wort in der Umgangssprache einen Großsprecher oder Sonderling. Deutungen, bei einem Kümmeltürken handle es sich um einen Menschen türkischer Herkunft, sind auf falsche Mutmaßungen über die Bedeutung des Wortes zurückzuführen.
Der Ausdruck Kümmeltürke ist als Schimpfwort für Ausländer in Österreich durchaus noch gebräuchlich. Ebenso auch in verschiedenen deutschen Gegenden, wie z.B. dem Ruhrgebiet oder in einigen Gegenden in Sachsen und Bayern.
In Berlin und Umgebung wird Kümmeltürke in verstärkenden Vergleichen angewendet. So schuftet man zum Beispiel wie ein Kümmeltürke oder man säuft wie ein Kümmeltürke. In diesem Zusammenhang ist Kümmeltürke nicht abwertend gemeint. siehe Wiki

Der Ausdruck Kümmeltürke ist als Schimpfwort für Ausländer in Österreich durchaus noch gebräuchlich. Ebenso auch in verschiedenen deutschen Gegenden, wie z.B. dem Ruhrgebiet oder in einigen Gegenden in Sachsen und Bayern.
In Berlin und Umgebung wird Kümmeltürke in verstärkenden Vergleichen angewendet. So schuftet man zum Beispiel wie ein Kümmeltürke oder man säuft wie ein Kümmeltürke. In diesem Zusammenhang ist Kümmeltürke nicht abwertend gemeint.
aus:WIKI

Persönlich benutze ich das Wort nicht, aber ich kenne es auch, so wie Du, als nicht-abwertende Bezeichnung. In den heutigen Zeiten der "Political Correctness" wird vieles ab absurdum geführt.
Also ich finds echt scheiße, jemanden so zu nennen. Also- ich denke, ja. Es ist in jedem Fall abwertend.
Ok in Berlin in manchen Fällen vl nicht :-)
Diese Bezeichnung war ja immer schon wertend. Zumindest klingt das immer mit. Es ist das Gleiche, wie wenn man "Kartoffel-Deutscher" oder ähnliches sagen würde.
Es gibt viele Begriffe, deren ursprünglich scherzhafte oder einordnende Bedeutung mittlerweile negativ behaftet ist.
Der o.g. Kümmeltürke wurde wohl "erfunden", um die Herkunft des damals eher ungewöhnlichen Gewürzes zu präzisieren bzw. um einen Zusammenhang zwischen dem einen und dem anderen herzustellen.
Sich politisch korrekt auszudrücken, ist eine Kunst, die mitunter an Anstrengung grenzt. Manche Bezeichnungen gehen nun aber wirklich gar nicht (mehr).

Die Deutschen werden als "Krauts" benannt.
Krauts?? wo bitte nennt man deutsche Krauts?
,
Hast Du dafür ne Quelle?
Ist von Wikipedia abgeschrieben.
Die Quelle habe ich genannt.
Wikipedia bezieht sich auf ein Buch aus dem Jahr 1975.
(Kluge, Friedrich: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, Berlin/New York: de Gruyter, 21. Aufl. 1975, S. 412 )
Seitdem hat sich gesellschaftlich einiges geändert - auch die Bezeichnung der Mitbürger.