Frage von yolonator54, 149

Ist Depression wirklich heilbar?

Auf dem ersten Blick scheint die Antwort "Ja" zu sein... Doch ich habe mir einige Gedanken darüber gemacht..
Jedem depressiven Menschen kann es    später dann besser gehen, doch für immer wiederrum nicht. Depression ist ja eine Krankheit, wo Menschen ihre Zeit haben in denen sie depressiv Verstimmt sind und ihre Zeit, wo sie eher normal oder wenn sogar glücklich sind. Die glückliche Phase kann 1 Monat halten. Die Depression ist dann nicht geheilt gewesen. Aber man hört auch Fälle, wo die Patienten einmal die Depression hatten doch nach einigen Jahren wieder zurückgefallen sind. Man kann das doch auch anders sehen, dass der Betroffene nur eine etwas längere normale Phase hatte. Dass die Depression nie verheilt gewesen war sondern nur getäuscht. Wenn man sich das so überlegt, habe ich mir die Frage gestellt, ob die Krankheit wirklich heilbar ist. Ärzte sagen zwar immer, dass es heilbar ist, doch wird das nicht nur herumgesprochen um den depressiven Menschen ein bisschen besseres Leben zu schenken? Ich selbst bin nämlich davon Betroffen und ich sollte eigentlich glücklich sein, nachdem ich neulich bei meiner Familie wohne und alle meine Bedürfnisse erfüllt sind, doch ich spüre immer noch die Depression im Blut. Man sagt ja, dass man glücklich werden kann indem man von glücklichen Menschen umgeben ist. Das bin ich auch in meiner Familie, aber sobald ich kurz alleine bin, beginne ich wieder depressiv zu denken. Ich habe das Gefühl, dass die Depression eigentlich eine Krankheit ist, die nicht geheilt werden kann... ubd mir wäre das auch egal nachdem ich sowieso keine Gefühle mehr empfinden kann. An dieser Stelle wollte ich euch fragen wie ihr das ganze seht.

Antwort
von Xirain, 43

Ich bin auch selbst betroffen, aber ich glaube an Heilung.

Ich habe 1 1/2 Jahre Antidepressiva genommen, habe eine Therapie gemacht, habe gelernt auf mich selbst zu hören, gelernt nicht immer nur JA zu sagen.

Natürlich besteht immer die Gefahr, dass es einen Rückfall gibt, aber seit 1 1/2 jahren gehts mir eigentlich gut. Ja ich habe mal traurige Tage, aber die hat auch jeder Mensch ohne Depressionen.

Wichtig finde ich bei der Behandlung der Depression, dass man lernt, wieder glücklich zu sein, selbstbestimmt, auch mit sich allein im reinen und glücklich.

Lerne was dich glücklich macht, dann kannst du daraus zehren, wenn es mal wieder bergab geht.

Außerdem habe ich viel über meine Verhaltensweisen gelernt und wie ich damit umgehen kann.

Meiner Meinung nach hängt ein Erfolg davon ab, wie sehr man dazu bereit ist, sich mit sich selbst zu konfrontieren und auch mit den unschönen Wahrheiten.

Was mir jedoch am meisten geholfen hat zu lernen war:
Ich kann nur meine eigene Seite beeinflussen, niemals das was andre tun und sagen.

Immer wenn ich nun in eine Grenzsituation komme setze ich mich hin überlege, was ist mein Anteil, was ist der Anteil des andren...
Man hat also nur einen begrenzten Anteil an Möglichkeiten zu handeln. Wenn mich jemand immer und immer wieder schlecht behandelt, muss ICH HANDELN, denn ich kann nicht erwarten, dass der andre sein Verhalten ändert. Ihm gehts ja gut damit.

Auch habe ich viel über meine Gefühle gelernt. Zu beginn meiner Therapie kannte ich nur ein Gefühl, TRAURIGKEIT.

Ich musste erst lernen zu identifizieren, ob ich nun wütend, enttäuscht oder sonstwas bin...

Ich bin sehr dankbar für meinen Therapeuten, auch wenn es oft weh getan hat, wenn er mir die Maske vorgehalten hat. Oder wenn er Dinge sagte, die ich garnicht so toll fand.

Ich denke es ist vllt garnicht mal heilbar, aber HÄNDELBAR. Man kann lernen damit umzugehen, zu merken, wann es genug ist und man Gegenmaßnahmen treffen muss um nicht wieder in ein ganz tiefes Loch zu fallen.
Dazu gehört aber auch, sich einzugestehen, wann man sich wieder Hilfe suchen muss, weil man damit nicht allein fertig wird.

Damit bin ich sehr gut gefahren. Seit mehreren Jahren hatte ich keine Selbstmordwünsche mehr (Ich nenne es so, weil ich mir nie etwas angetan hätte, aber einfach Zitat "nicht mehr existieren und auch niemals existiert haben" wollte.) und deswegen seh ich die Therapie als großen Erfolg.

Ich kann wieder rausgehen, ich kann wieder tun, zu was ich Lust habe, auch ohne AD.

Expertenantwort
von samm1917, Community-Experte für Depression, 18

Es gibt verschiedenste Formen von Depressionen. Die häufigst
ist die sogenannt rezidivierende (also wiederkehrende) Depression. Diese
Form der Depression ist nicht oder nur sehr schwierig heilbar. Sie
zeichnet sich dadurch aus, dass der Patient zwischen den depressiven
Phasen symptomfrei ist und nach einer Weile immer wieder in die
Depression zurück fällt.

Oft werden zur Verhinderung dieser Rückfälle ein Leben lang
Antidepressiva und/oder Phasenprophylaktika (wie z.B. Lamotrigin oder
Lithium) eingenommen. Also auch während der symptomfreien Zeit. Hinzu
kommt oft eine intensive Psychotherapie welche dem Patienten Stabilität
vermittelt und die Ursachen dieser Rückfälle aufarbeitet und somit
bekämpft.

Eine weitere häufige Form der Depression ist die sogenannte endogene
Depression (major depression). Bei dieser Depression tritt eine
einmalige Phase der depressiven Verstimmung auf welche nach einer Zeit
wieder verschwindet. Diese Form ist relativ gut behandelbar. In der
Akutphase werden neben Psychotherapie meist Medikamente (Antidepressiva) eingesetzt, welche ca. 6 Monate nach dem Erreichen der Symptomfreiheit wieder abgesetzt werden können.

Dies weiteren gibt es die reaktive Depression. Also eine Depression
die durch einen gewissen Umstand ausgelöst wird (z.B. Verlust einer
nahestehenden Person). Hierbei ist die Psychotherapie elementar um das
Trauma verarbeiten zu können. Ist das Trauma verarbeitet geht die
Depression meist vorbei.

Als Dysthymie bezeichnet man eine chronische Depression. Anders als
bei der rezidivierenden Depression ist der Patient dabei nie ganz
symptomfrei. Diese Form der Depression verläuft meist auf niederigem
(also nicht sehr schwerem) Niveau, begleitet allerdings von
gelegentlichen Tiefschlägen. Betroffene schildern dies oft, als wie eine
Blockade im Gehrin, welche die Genesung dauerhaft verhindert. Diese
Form der Depression ist sehr schwierig behandelbar.

Wie du siehst, gibt es diverse Formen der Depression die
unterschiedlich schwer heilbar sind. Eine rezidivierende Depression oder
Dysthymie ist oft mit lebenslanger Medikamenteneinnahme verbunden.

Doch selbst rezidivierende Depressionen und Dysthymie lassen sich bekämpfen.

- Sport ist gemäss diversen wissenschaftlichen Studien bei
Depressionen Medikamenten gleichwertig oder sogar überlegen (ausg. bei
schwersten Depressionen). Als besonders effektiv hat sich Ausdauersport
etabliert. Voraussetzung dafür ist min. 4x die Woche eine
Trainingseinheit von min. 20-30min. (angefangen werden kann natürlich
mit kürzeren Einheiten). Bis eine Wirkung eintritt dauert es rund 4
Wochen. Das Problem dabei ist, dass depressive Patienten oft unter
Antriebslosigkeit leiden und sich nicht zum Sport aufraffen können. Da
hilft nur eiserner Wille.

- Psychotherapie: Psychotherapie ist das A und O der Behandlung von
Depressionen. Wichtig ist dabei die richtige Therapiemethode und den
richtigen Therapeuten zu finden. Eine richtige Psychotherapie ist zudem
nicht das Gespräch beim Arzt, welcher anschliessend einfach Medikamente
verschreibt. Eine Psychotherapie sollte intensiv erfolgen (min. 2x die
Woche). Der Nachteil: Bis eine Psychotherapie wirkt dauert es Monate
wenn nicht Jahre.

- Medikamente werden oft bei mittelgradigen und schwereren
Depressionen eingesetzt. Ab einer gewissen stärke der Depression sind
Medikamente fast alternativlos. Allen voran werden Antidepressiva der
sogenannten SSRI und SSNRI-Klasse verwendet. Bei unzureichendem
Ansprechen auch ältere tri- bzw. tetrazyklische Antidepressiva oder
MAO-Hemmer. Das Problem von Antidepressiva ist, dass sie viele
Nebenwirkungen haben und nicht bei allen Menschen gleich gut wirken. Nur
ca. 30% der Patienten reagieren ausreichend gut auf ihre Erstmedikation
(das erste Medikament das ihnen verarbreicht wird). Rund 40 weitere
Prozent reagieren erst nach diversen Medikamentenumstellungen (teilweise
auch erst bei der Einnahme von ganzen Medikamenten-Kombinationen) und
bei 30% wirken die Medikamente gar nicht oder nur stark unzureichend.

- EKT: Eine Elektro-Krampf-Therapie (kurz EKT) wird nur bei schweren
und therapieresitenten Depressionen eingesetzt. Sie gilt als
effektivstes Mittel gegen Depressionen. Voraussetzung dafür ist, dass
die Depression weder durch Psychopharmaka noch durch Psychotherapie
heilbar ist sowie eine gewisse Stärke aufweist. Während der Behandlung
wird der Patient vollnarkotisiert. Meist sind 6-12 Behandlungen in
kürzeren Abständen notwendig.  Das Problem bei EKT ist, dass die Wirkung
nicht sehr lange anhält und jeweils nach 2 Monaten eine einmalige
Erhaltungs-EKT durchgeführt werden muss.

Heilen können jedoch weder Medikamente noch eine EKT. Im besten Fall
unterdrücken sie einfach die Symptome (was schonmal nicht schlecht ist).
Heilen kann nur eine Psychotherapie. Dafür braucht es sehr viel Geduld.
Je nachdem was für eine Form der Depression man hat ist der Kampf gegen diese Krankheit eine lebenslange Aufgabe, die jedoch postitiv gelöst
werden kann.

Antwort
von einfachichseinn, 18

Wenn du während der glücklichen Phasen keine Symptome mehr einer Depression zeigst, bist du mehr oder weniger geheilt. Das dauert allerdings oft Jahre!

Menschen mit Depressionen können auch lachen und sich mal freuen, aber depressiv sind sie dann meistens immer noch, weil eben noch andere Symptome und Probleme auftreten.

Antwort
von Noeru, 46

Ich denke, dass 'heilen' das falsche Wort ist. Ich persönlich bin mir nicht sicher, ob man Depressionen heilen kann.. immerhin ist es kein Bruch, der physikalisch sichtbar ist, von dem man ein X-ray macht und sagen kann "Jupp, ist gut verheilt". 

Eine Depression legt sich nicht auf einen Charakter. Sie formt den Charakter um. Menschen, die zuvor liebevoll waren, stoßen Menschen, die sie lieben, plötzlich weg. Jemand, der zuvor lebensfroh war und jeden Tag begrüßte, sperrt sich in sein Zimmer ein und bricht jeglichen Kontakt ab.

Ich denke nicht, dass man nach 'Heilung' der Depression wieder die Person sein kann, die man vor der Erkrankung war. Denn diese Person existiert nicht mehr. Von Heilung kann also keine Rede sein. Ich denke, was die Ärzte meinen wenn sie sagen, dass sie Depressionen heilen können, ist, dass man es therapieren kann. Dass Menschen mit Depressionen einigermaßen normal leben können und Suizid oder der Abgrund der Seele nicht mehr nur der einzige Weg ist, in den die Krankheit einen treibt.

Ich persönlich stehe den Medikamenten, die der Person ein 'einigermaßen normales' Leben ermöglichen sollen, aber kritisch gegenüber. Im Grunde sind wir nur Chemie. Alles, was in unserem Gehirn statt findet, sind chemische Prozesse. Und auch diese Medikamente sind Chemie, d.h. sie manipulieren unsere Chemie nur um, damit es uns 'eventuell' besser geht. Und mit unserer Chemie wird damit auch die Person verändert, die wir sind.

Letztendlich muss jeder selbst entscheiden, ob er zu Antidepressiva greift. Ich persönlich will es ohne aus dem Teufelskreis schaffen.

LG 
Noeru

Antwort
von RobinFre, 20

Zunächst sollte die akute Depression, die meist stationär behandelt wird, geheilt, gemindert oder auch therapiert werden. Die Statistik der behandelnden Ärzte besagt, das ein ca.  1 Drittel der Patienten nur 1 x im Leben eine akute Depression haben, wobei ca. 1 Drittel ca. alle 4 - 5 Jahre erkranken und das restliche Drittel bis zum Lebensende in unregelmäßigen Abständen erkrankt. D.h. Depressionen sind für 2 Drittel der Patienten heilbar.

Wichtigste Voraussetzung ist, der Patient/in muss mitarbeiten, wenn der Arzt allein agieren soll, gibt es keine Chance auf Heilung, zumindest wäre diese Chance sehr gering.

Wodurch kann eine Depression entstehen? Es ist das Ungleichverhältnis von Belastung und Belastbarkeit. Die Belastung kann durch Tod eines Angehörigen, Mobbing, Scheidung etc. so stark zunehmen das die Belastung größer ist als die Belastbarkeit. 

Medikamente sind meist erforderlich wenn die Erkrankung akut ist, im weiteren Verlauf sollte der Patient mitentscheiden können welche Medikamente er nehmen muss. Ich habe gerade vorher gelesen das der Mensch aus Chemie bestehen soll, richtig wäre Bio- Chemie. Medikamente sind natürlich Chemie (Buchtipp: Chemie für die Seele), nur was auf diesem Planeten besteht nicht aus Chemie? 

Antwort
von Deepdelver, 19

Das ist eine schwierige Frage!

Es gibt Menschen, die ihre Depression komplett hinter sich gelassen haben - also ist Heilung offensichtlich möglich. Aber es gibt andere, die alle paar Jahre einen Rückfall erleiden.

Gerade die Vererbbarkeit von Depressionen ist wissenschaftlich noch nicht sehr weit erforscht. Ich halte es grundsätzlich für möglich, dass die vererbbaren tatsächlich "unheilbar" sind, man sie also sein Leben lang mit sich rumschleppt. Aber wirklich wissen tut das im Moment noch niemand.

Ich persönlich zähle momentan zu den Geheilten - toi, toi, toi! ;)

Antwort
von PeterKremsner, 61

Du kannst dir auf die selbe Weise überlegen ob eine Erkältung heilbar ist, vielleicht hat man ja auch nur eine längere Zeit ohne Symptome...

Kommentar von yolonator54 ,

Der Unterschied ist nur, dass die Erkältung keine Krankheit ist die phasenweise abläuft wie die Depression

Kommentar von PeterKremsner ,

Natürlich, ich kann immer noch erkältet sein obwohl ich mich Gesund fühle, also wo ist hier der Unterschied?

So ist zB Herpes wirklich nicht heilbar, die Erkrankung bricht aber auch nicht immer aus.

Was ich damit sagen will ist einfach dass du deine Sichtweise überdenken solltest, wenn du die Depression grundsätzlich als nicht Heilbar ansiehst, dann wirst du auch nie geheilt werden können.

Du Entwickelst durch diese Sichtweisen eine Resistenz gegen die Behandlung, wenn du zum Psychologen gehst und gleich mal denkst he der wird mir sowieso nicht helfen können, weil Depressionen nicht heilbar sind, dann wird er dir wirklich nicht helfen werden können.

Bei Psychischen und auch bei vielen Körperlichen Krankheiten kommt es auf deine Einstellung drauf an und auch wenn es schwer ist musst du immer zu dir selbst sagen, dass du es schaffen wirst und du musst auch daran glauben dass du es schaffen wirst.

Das ist der erste Schritt der Behandlung von vielen Psychischen Erkrankungen, du musst für dich selbst wissen dass du es schaffen kannst und auch wenn viele bereits einen Rückfall hatten, du wirst es schaffen.

Erst wenn du so eine Einstellung hast, erst wenn du positiv bist (zumindest meistens) wirst du die Depression überwinden können, also musst du dir auch diese Einstellung aneignen und nicht die Krankheit als ohnehin unheilbar auslegen :)

Kommentar von extrapilot351 ,

Eine Depression ist keine Infektionskrankheit sondern eine psychische Erkrankung die sich langsam entwickelt, spät erkannt wird und leider von den Betroffenen unterschätzt wird die deshalb meist erst in Behandlung gehen wenn sie bereits mittelschwer erkrankt sind.

Kommentar von PeterKremsner ,

Naja das ist schon klar dass eine Depression keine Infektionskrankheit ist, aber sie kann sich durchaus so verhalten.

Eine Infektion kann sich auch langsam unbemerkt ausbreiten und man geht erst in Behandlung wenn es schon beinahe zu spät ist, zwischen psychischen und körperlichen Krankheiten ist gar nicht so viel unterschied wie man denkt...

Antwort
von oxygenium, 33

Aber man hört auch Fälle, wo die Patienten einmal ne schwere Depression hatten und nach einigen Jahren wieder zurück fallen 

In den meisten Fällen fahren Personen die eine richtige Depression haben auch zu einer psychosomatischen Kur.Dort lernt der Patient in Krisensituationen und schwierigen Zeiten gut damit zurecht kommt und auch für die Zukunft anzuwenden.

Wenn er allerdings das Erlernte nicht umsetzt, dann besteht beim nächsten Crash natürlich wieder die Gefahr zu kippen und eine Ehrenrunde zu drehen.

Bei manchen leider ein Fass ohne Boden




Antwort
von Furzer, 35

Es gibt Menschen mit nur einem Jahr depressiver Episode, dann andere mit mehreren Jahren mittelgradige oder gar schwere. Das ist völlig unterschiedlich. Manche kommen evtl. nur mit EKT - Elektrokrampftherapie aus einer sehr sehr schweren Depri raus.

Heute kann man laut Psychiater schon viele Ursachen angehen und heilen bzw. abmildern.

Antwort
von oglumbakgitxD, 31

Depressionen sehe ich als keine Krankheit. Denn eine Krankheit, für mich, hat ein Anfang und ein Ende, ganz egal wie das Ende aussieht. Depressionen können unendlich lang  weiter verlaufen. 

Ich finde du hast schon richtig erkannt, dass du die Depression in deinem "Blut spürst", Depressionen existieren nicht wirklich, denn es ist keine Blutung und Viren auch nicht, die Schuld an der Krankenheit sind. Es sind Gefühle und Gedanken die einen in die Krankheit führt. Man kann lediglich seine Denkweise ändern und auch seine Lebensweise vlt verschwinden die Depressionen dann.

 Viel Gesundheit.

Kommentar von Xirain ,

Dann ist jede Krankheit die im Tod endet für dich keine Krankheit?
Ich meine AIDS heilt nicht.
Diabetes heilt nicht einfach wieder...

Ich versteh in der Hinsicht dein Argument leider nicht...

Kommentar von oglumbakgitxD ,

Wenn wir annehmen, dass der Mensch lange lebt. Dann würde jede Krankheit zum Tod führen, auch Bluthochdruck oder Diabetes. Das meine ich damit und Deshalb ist es für mich keine Krankheit. Mit welchen Folgen würde denn eine Person mit Depressionen sterben? Kopfschmerzen? :)

Kommentar von extrapilot351 ,

Dann siehst Du leider nicht richtig. Eine Depression ist eine psychische Erkrankung die teilweise sogar mit einem Selbstmord enden kann. Die Heilung kann viele Monate dauern. Depressionen existieren, im Gegensatz von Deiner Antwort, wirklich. Die psychologischen Kliniken sind voll mit Menschen davon und die Wartelisten für einen Platz dort dauern mehrere Monate.

Die Ansicht es halte sich um eine Änderung der Denkweise liegt auch weit weg von der Realität. Eine Depression entsteht durch Erlebnisse die das Gehirn nicht verarbeiten kann und ein Trauma entsteht. Weiter hinzu kommende Ereignisse wie z.B. Ende einer Beziehung, Verlust des Arbeitsplatzes, Erkrankungen, finanzielle Probleme verschlimmern die Situation und es entsteht eine Depression.

Kommentar von Xirain ,

Man könnte auch die Forschung hinzuziehen. Depression ist ein Ungleichgewicht im Gehirn. Deswegen behandelt man es mit SSRI, die den Abbau von Serototin hemmen und somit das Serotonin sich anreichern kann.
Dadurch ist es möglich die Gefühle zu stabilisieren und nicht so wie man denkt, dass es Happy-Pills sind.
Nein sie dämpfen die Tiefs ab indem sie genug Serotonin zur Verfügung stellen, die sonst abgebaut und im Nirvana verschwunden wären.

Erst dadurch ist es vielen Patienten überhaupt möglich konstruktiv an sich selbst und ihrer Situation zu arbeiten.
Auch bei mir war das so, denn vor lauter Nervenzusammenbrüche, war ich unfähig an mir zu arbeiten.

Kommentar von oglumbakgitxD ,

Ich bin begeistert! 

Antwort
von Superlecker001, 31

Es ist alles eine reine Kopfsache, man muss einfach an seiner Einstellung arbeiten und dann hat sich das. Ich bin selbst mit Borderline diagnostiziert worden und  dachte mir toll, kann daran eh nichts mehr ändern, mein Leben ist für den Ars... und das alles, aber irgendwann, ich weiß nicht mehr wann  und was der Grund dafür war, aber ab da habe ich positiv gedacht.

und mein leben hat sich positiv verändert. Es kommt schlicht und einfach auf die Einstellung an.

Antwort
von Khaleesibored, 59

Ich glaube, dass es nicht si einfach heilbar ist, wie es scheint, und dass die 'Heilung' sehr stark von der Einstellung der betroffenen Person abhängt. Nur von den äuserlichen Einflüssen wird wohl keinem ernsthaft geholfen.

Außerdem denke ich, dass die Depressivität nie komplett verschwindet, sondern nur wieder sehr weit in den Hintergrund gerückt wird. 

Kommentar von extrapilot351 ,

Depressionen können geheilt werden. Hierzu ist es erforderlich dass sich der Betroffene gegenüber den Therapeuten völlig öffnet. Die Heilung ist nur möglich wenn der Betroffene intensiv mitarbeitet. Der Eigenanteil an einer Heilung beträgt meist mehr als 50 %.

Leider können Depressionen, selbst nach einer Heilung, wieder auftreten.

Kommentar von Xirain ,

Das stimmt. Ich hab meinem Therapeuten sogar einmal vor den Latz geknallt, dass ich mir wünsche es würde ein Meteorit auf die Erde stürzen, damit ich sterben kann aber keiner unter meinem Tod leiden muss.

Er hat mich sehr verdutzt angeschaut zuerst, es dann aber mit mir auseinanderklamüsert...

Antwort
von robi187, 23

 kann diese medizinische frage nicht beantworten.

aber ich kenne menschen die gesesen sind. (was immer das für dies bedeutet)

es gibt eine selbsthilfegruppe EA.

http://www.ea-selbsthilfe.net/

aber es gibt auch ein gutes buch;  zwar älter aber gut?

"Von mir aus nennt es Wahnsinn: Protokoll einer Heilung"

https://www.amazon.de/Von-mir-aus-nennt-Wahnsinn/dp/3937212310/ref=sr_1_2?ie=UTF...

Kommentar von Xirain ,

wenn ich noch ein Buch empfehlen düfte "Da gehen doch nur bekloppte hin" von Andrea Jolander.

Hat mir selbst sehr geholfen wieder Mut zu finden selbst herauszufinden was mir hilft.

Kommentar von robi187 ,

ok es gibt viele bücher die helfen könne?

nur ich kenn nur dies wo ein protokoll einer heilung vorkommt?

Antwort
von extrapilot351, 24

Depressionen sind heilbar, können jedoch wieder auftreten.

Antwort
von Coolplayerking, 57

Ja, es ist definitiv heibar und man kann glücklich werden. Davon bin ich zu 100% überzeugt! Man muss halt kontinuierlich an sich arbeiten und dran bleiben. Nichts schleifen lassen, denn sonst verfällt man nach zB einem glücklichen Monat wieder zurück in die Krankheit.

Kommentar von Furzer ,

Du hast Recht, aber wie soll man einem schwerpsychischen Menschen beibringen, dass er keine Ängste haben muss und aktiver werden soll, wenn er in einem tiefen Loch steckt.

Kommentar von Coolplayerking ,

Tja, das kann dir wohl nur ein ausgebildeter Therapeut, der auf das spezialisert ist, genau beantworten.

Kommentar von extrapilot351 ,

Das ist die Aufgabe von Psychologen in vielen langen Gesprächen. Eine Depression kann oftmals mehrere Monate lang therapiert werden müssen bis eine Besserung eintritt.

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