Ich hatte nach der Geburt eine grundlose "Depression", die war nach einigen Tagen vorbei. Meine Tochter scheint auch darunter zu leiden, aber schon viel länger, die Geburt war vor einem halben Jahr. Meine Mutter hat über sowas natürlich nie geredet, ich hätte sie ja auch nie sowas gefragt. Abe es interessiert mich jetzt doch.
Depressionen sind nach neuesten Erkenntnissen NICHT vererbbar. Es wird allerdings bei Kindern depressiver Eltern oder Elternteilen eine verstärkte Verletzlichkeit festgestellt. Bei Kinder, Eltern oder Geschwistern eines depressiven Menschen liegt das Depressionsrisiko bei 15 %. Quelle: wien.gv.at
Hier noch ein Link zu Details über die Postnatale Depression (PPD) also die Depression nach einer Geburt.
wenn das nach einigen tagen vorbei war, war das keine "richtige" depression, sondern der relativ normale baby blues, den die mehrheit aller mütter bekommt. die hormone stellen sich 3-5 tage nach der geburt um, dadurch kommt es zu solchen heulanfällen und grundloser traurigkeit, verzweiflung usw.
kein grund zur beunruhigung, das ist "normal" und nicht vererbbar.

Unbedingt darauf achten: Wenn der Babyblues nicht von alleine wieder weg geht, ab zum Arzt!!!!!!! Dann muss das richtig behandelt werden.
Eine Freundin von mir hat zu lange gewartet und ist dann zusammengebrochen, seit einem halben Jahr geht sie nun nach einer Mutter-Kind-Kur noch zusätzlich in Therapie, muss Medikamente nehmen, weil ihre Wochenbettdepression nicht erkannt und behandelt wurde.
In der Kur traf sie auf viele solcher Frauen, und immer ist in den Fällen nicht darauf geachtet worden, ob der Babyblues von alleine wieder weg geht.....