Frage von ManuTheMaiar, 571

Ist Demokratie moralisch verwerflich, immerhin maßen sich hier Menschen an über andere zu bestimmen?

In meinen Augen ist die Demokratie als Staatsform und damit auch der deutsche Staat moralisch verwerflich, da hier die Mehrheit der Menschen einfach Andersdenkenden ihre Regeln zu leben aufzwingen kann und kein Mensch mehr unabhängig leben darf, ohne dass der Staat zu unmoralischer Gewalt greift, ja selbst gegen friedliche Aussteiger.

Wenn der Staat diesen Zwang nur auf der untersten Ebene einsetzt um schwere kriminelle Gewalt zu verhindern, könnte man ja noch sagen, das ist einigermaßen legitim da, die Sicherheit bewahrt wird, aber die ganzen höheren Auswüchse des Staates, die Regeln bis ins Detail für fast alles, die Bürokratie, die Tatsache, dass der Staat hergeht und freien Menschen Dinge verbietet, die sie freiwillig wollen und die niemandem wehtun (z.b. Cannabis), früher noch die Wehrpflicht oder auch die Sittengesetze von früher, gegen Homosexelle etc, das ist doch nicht mehr legitim und für mich ein moralisch höchst verwerflicher Eingriff in die Freiheit der betroffenen Menschen.

Darf eine Demokratie überhaupt so weit gehen und jedem das Leben nach Maßstäben der Gesellschaft aufzwingen oder muss die Demokratie endlich mal tolerieren, dass freie Menschen sich, solange sie friedlich bleiben, auch anders entscheiden können.

In der Geschichte gab es schon so viele Staatformen, wer sagt das nicht auch die Anarchie funktionieren kann, wenn man es nur mal ausprobiert, zumindest dann, wenn Wohlstand da ist, auch in der Anarchie kann es alle Institutionen des Staates geben, nur eben auf freiwilliger Basis und die einzige Regel, an die sich jeder halten muss, ist, dass niemand Gewalt gegen andere anfangen darf, auf dieser Basis wäre auch in der Anarchie möglich schwere Verbrechen zu ahnden

PS: Den Satz, warum meine letze Frage gelöscht wurde habe. ich entfernt, zu dem restlichen Text haben selbst Community Manager nichts ausgesetzt, ich hab extra gefragt, dies ist also eine erlaubte Diskussionsfrage

Antwort
von seguiendo, 95

Ich denke, dass auch in einer Demokratie versucht wird, dem einzelnen möglichst viele Rechte und Freiheiten zu gewährleisten. Du hast hier immerhin Versammlungsfreiheit, das Recht auf freie Meinungsäußerung, Religionsfreiheit, freie Berufswahl etc.

Und spätestens die freie Berufswahl wäre in einer Anarchie nicht mehr so gewährleistet, denn ich fürchte, wenn Menschen nicht regieren, regiert eben doch Geld die Welt und dann kann sich nicht jeder ein Studium leisten, weil z.B. auch BAföG eine staatliche Sache ist.

Sittengesetze, die in den privaten Bereich eindringen, z.b. das Verbot homosexueller Beziehungen, gehen natürlich gar nicht, sind aber für eine Demokratie auch nicht notwendig.

Ich würde frei nach dem Grundsatz "The right to swing my fist ends where the other mans nose beginns" sagen: Gesetze dürfen nur Dinge verbieten, die Menschen schaden würden, die sich nicht vorher damit einverstanden erklärt haben.

Also: Homosexualität z.B. ist Privatsache zwischen zwei Menschen und solange sich beide einig sind, geht das sonst niemanden etwas an, da niemandem irgendetwas gegen seinen Willen geschadet wird.

Oder, um ein Beispiel zu wählen, wo mehr Diskussionsspielraum besteht, denn bei Homosexualität sind wir uns denke ich alle einig dass da eh kein Problem besteht, ich würde behaupten, dass auch Formen der Sexualität, bei denen einem von beiden geschadet wird (SM) nicht illegal sein müssen, da ja beide damit einverstanden sind. Trotzdem halte ich SM für moralisch verwerflich, Homosexualität nicht unbedingt. Also: Auch nach allgemeinem Konsens moralisch verwerfliches sollte nur dann verboten werden, wenn dabei Menschen zu schaden kommen, die diesen Schaden nicht wollen.

Die Frage ist bloß: Wie ist das bei Cannabis? Wird damit unbeteiligten geschadet? Darüber kann man sich streiten und das ist ja inzwischen auch politisch in der Diskussion.

Und: Wie ist das mit der Wehrpflicht? Ist die Verweigerung der Wehrpflicht eine Sache der persönlichen Freiheit?

Als Pazifistin bin ich gegen Kriege und damit gegen Wehrpflicht. Aber wenn man die Notwendigkeit von Kriegen annähme, dann würde es dem Allgemeinwohl schaden, wenn nur wenige Freiwillige wehrfähig wären, während andere in Berufung auf ihre Freiheit aus egoistischen Gründen sich unsolidarisch verhalten haben. Aber erfreulicherweise haben wir ja eh keine Wehrpflicht mehr, weil diese Form der Solidarität aktuell nicht benötigt wird, weil Deutschland keine Verteidigungskriege führen muss.

Das einzige für mich erkennbare, immer noch bestehende Problem, wo du deine Freiheit durch die Demokratie beschnitten siehst, wäre also, dass Cannabis illegal ist. Und jetzt wäge das mal gegen das doch alles in allem gut funktionierende Sozial und Bildungssystem unserer Demokratie ab. Außerdem kann sich das ja noch ändern, du kannst ja, statt gegen die Demokratie zu argumentieren, mal schauen, wie der demokratische Weg zur Legalisierung von Cannabis aussähe. Versuchs doch mal mit Petitionen, Demos etc. Und begründe, warum das nicht gegen das Gemeinwohl ist und daher eine Sache der persönlichen Freiheit.

Denn die will und soll die Demokratie ja genauso schützen wie das Gemeinwohl.

Antwort
von AnglerAut, 240

Wir sind zu viele Menschen in diesem Land und auf diesem Planeten, als dass wir ohne Regeln und Gesetze leben könnten.

Das Experiment, welches du vorschlägst, würde viel Wohlstand und Menschenleben kosten, daher wird man es nicht durchführen.

Daher sei froh, dass du in einer sehr gut funktionierenden Gesellschaft lebst und danke dafür, dass das, was du gerne hättest, nicht Realität ist, denn du würdest dir das hier und jetzt nach weniger als einem Tag zurück wünschen.

Antwort
von MarkusPK, 200

Klasse. Sobald hier Anarchie herrscht, komme ich bei dir vorbei, schlage dir den Schädel ein, versklave deine Freundin, raube deine Drogen und verticke beide auf der Straße. Gefällt dir nicht? Dann hast du Glück. Solange es Gesetze und eine Exekutive gibt, die mich davon abhalten, kannst du dich noch sicher fühlen.

Um Sicherheit geht es nämlich in jeder Staatsform. Der Mensch gibt einen Teil seiner Freiheit ab, um in Frieden leben zu können. Und in keiner Staatsform wird dir soviel Selbstbestimmung und Freiheit noch eingeräumt wie in der Demokratie. Sehr viele Menschen können diese Rechte nicht für sich in Anspruch nehmen, die du hier genießt, weil sie in Machtsystemen leben, wo Ausbeutung und Terror an der Tagesordnung sind. Du beschwerst dich hier also in einer unangemessenen Weise auf dem allerhöchsten Niveau. Lerne das Leben, dass du hier führen darfst, bitte mal etwas mehr zu schätzen. 

Und noch etwas, dass du bitte einmal bedenken solltest: Diejenigen, die am lautesten nach Anarchie schreien, wären die ersten, die in einer solchen Gesellschaft unter die Räder kommen würden, wenn sie sich noch nicht einmal in einer Demokratie zurechtfinden können.

Kommentar von ManuTheMaiar ,

Das was du da beschreibst ist Anomie keine Anarchie, in der Anarchie gibt es auch Regeln, niemand darf Gewalt gegen andere anfangen

Kommentar von MarkusPK ,

Und wer setzt diese Regel bitteschön durch? 

Kommentar von freakdax51 ,

der mündige Mensch

Kommentar von MarkusPK ,

Ach hör mir doch auf mit der mündige Mensch. Wir sind alle mündige Menschen. Wenn zu viele Münder mitreden dürfen und alle ihre eigenen Interessen haben, dann werden schon nach kurzer Zeit die Münder an der Macht sein, die am lautesten schreien. 

Anarchie scheitert noch schneller am Grundgemüt des Menschen als der Kommunismus. Deshalb hat es auch erst sehr selten Anarchische Gesellschaften gegeben, und wo es sie gab, hat man sich schnell bemüht, dem flux entstandenen Sodom und Gomorrha Einhalt zu gebieten und die Ordnung wiederherzustellen.

Und wie gesagt: die meisten Anarchos wären in einer echten Anarchie tot, bevor sie sie richtig genießen können, oder sie wären die ersten, die dann wieder nach einer Rückkehr zur alten Ordnung flennen würden. Machen wir uns doch nichts vor! Demokratie ist eine Staatsform voller Schwächen, aber sie ist nunmal die gerechteste. Anarchie dagegen mag die freieste Gesellschaftsordnung sein, aber sie ist definitiv auch die ungerechteste. Hier haben nämlich nur die Recht, die ihr Recht mit eigener Gewalt durchsetzen können. Zumindest solange, bis jemand kommt, der noch mehr Recht hat. Oder einen größeren Baseballschläger. 

Kommentar von PatrickLassan ,

in der Anarchie gibt es auch Regeln, niemand darf Gewalt gegen andere anfangen

Theoretisch ist das so. In der Praxis kann es nicht funktionieren.

Kommentar von MarkusPK ,

Eben. Keine Kontrollorgane mehr, also gibt es auch keinen Schutz vor Missbrauch. Und dann herrscht allgemeines Faustrecht. Anarchie kann nicht funktionieren, weil Anomie die einzige logische Folge wäre.

Kommentar von DreiGegengifts ,

Theoretisch ist das so. In der Praxis kann es nicht funktionieren.

Ziemlicher Unsinn. Funktionierende anarchistisch Kollektive gibt es jede Menge.

Kommentar von MarkusPK ,

Dann zähl mal welche auf. Nicht bloß behaupten, bitte auch BELEGEN!

Kommentar von DreiGegengifts ,

Dann zähl mal welche auf. Nicht bloß behaupten, bitte auch BELEGEN!

Was denn belegen? Die Existenz? Dann solltest du dich vielleicht mal in die Hausbesetzerszene begeben oder eine der diversen Wagenburgen besuchen. Du kannst dir auch Kommunen anschauen. Einige sind im Netzwerk Kommuja organisiert wie z.B. die Lutter Gruppe.

Zu "belegen" gäbe es da nichts.

Kommentar von PatrickLassan ,

Aus wie vielen Menschen bestehen denn diese Kollektive?

Kommentar von MarkusPK ,

Lass nur. Hier hat jemand einfach rein gar nichts verstanden. Irgendwelche Szenen mit Gesellschaftsordnungen vergleichen... Lächerlich. Ein Haufen Leute mit einer gleichen Gesinnung macht noch keinen Staat. Und außerdem sind diese nicht anarchisch, sondern in einer so kleinen Gruppe zwangsläufig immer demokratisch organisiert: die wichtigen Entscheidungen werden immer nach dem Willen der Mehrheit getroffen, auch wenn man ansonsten alles macht, was man selbst will. Anarchie ist etwas völlig anderes.

Antwort
von Panazee, 87

Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen.

Winston Churchill

In der Theorie wäre Anarchie die optimale Staatsform. In der Praxis sind halt bei weitem nicht alle Menschen so nett und respektvoll gegenüber anderen, dass das klappen könnte. Der Versuch eine reine Anarchie einzuführen würde wohl leider scheitern. Das funktioniert in einer kleinen Gruppe toleranter Menschen, die sowieso auf der gleichen Wellenlänge liegen. Es funktioniert aber nicht mit 82 Millionen Menschen, von denen einige zum Ziel haben alle zu töten, die nicht den Gott X anbeten, während andere überlegen, wie sie es ohne Rücksicht auf Verluste schaffen können mehr Kohle zu scheffeln als ihr Nachbar.

Wir haben in unserer Demokratie immerhin einen Minderheitenschutz. Wir haben Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit und das Recht auf freie Persönlichkeitsentfaltung. Wir könnten es viel schlimmer treffen als mit unserer Form der Demokratie.

Problematisch finde ich es, wenn es eine Mehrheit der Deutschen gibt, die etwas wollen bzw. nicht wollen und die Bundesregierung dann trotzdem das Gegenteil vom Mehrheitswillen macht.

Kommentar von Panazee ,

P.S.:

Der Vorteil der Demokratie ist, dass jeder eine Stimme hat. Der Nachteil ist, dass wirklich jeder eine Stimme hat.

Antwort
von kiniro, 94

Diktatur als Staatsform wäre noch um etliches verwerflicher.

Da hätte im Grunde nur einer bzw. ein paar wenige das Sagen.

Zumindest bei einem Thema halte ich Deutschland nicht für demokratisch, sondern für diktatorisch.
Und zwar was den Bildungsort anbelangt. Eltern haben zwar theoretisch die Wahl, WO sie ihre Kinder beschulen lassen - aber sie haben keine Wahl, OB sie ihre Kinder in die Schule schicken.
Die Nichteinhaltung der Schulbesuchspflicht wird bestraft.
Zumindest werden Strafen angedroht und Familien eingeschüchtert.

Demokratie heißt hier zudem, seine Meinung äußern zu können und alle paar Jahre wählen gehen zu können.
Echte Entscheidungswahl haben die Deutschen letztendlich kaum.

Aus dem Grund bezeichne ich es lieber als Scheindemokratie.

Antwort
von Andrastor, 187

Demokratie hat ihre Daseinsberechtigung. Sie richtet das Leben der Menschen nach der Mehrheit aus. Warum sollten sich (Hausnummer) 90% der Menschen verbiegen, damit 10% dadurch begünstigt werden?

In der Demokratie entscheidet die Mehrheit (im Idealfall) und die Minderheit muss sich dem fügen. Sieh es wie eine Familie. Die ganze Familie sitzt in einem Auto auf Reise irgendwohin und sie beraten wo sie Pause machen und essen sollen.

Wenn von 6 Familienmitgliedern 5 entschließen Pizza essen zu gehen, muss sich das eine Mitglied, welches lieber chinesisch gegessen hätte fügen. Warum sollte die ganze Familie chinesisch essen gehen, wenn nur 1 von 6 das so wollen?

Um das System in einem banalen Beispiel zu verdeutlichen.

Wenn die Mehrheit der Gesellschaft für oder gegen ein Gesetz ist, wird das so beschlossen, wenn die Mehrheit der Gesellschaft etwas moralisch oder unmoralisch findet, wird das so beschlossen.

Du hast alle Freiheiten die dir das Gesetz gestattet. Alles was gegen das Gesetz ist, wird entsprechend geahndet, wenn du erwischt werden solltest. Damit musst du leben oder in ein Land ziehen in dem die Gesetze anders sind.

Dein Vorschlag zur Anarchie ist keiner, denn in der Anarchie gibt es keine Regeln, da kannst du nicht anfangen Abstriche zu machen. Absolute Gesetzlosigkeit. Viel Spaß dabei!

Kommentar von Satiharu ,

Und wenn jemand nicht mitfahren möchte?

Oder wenn sich jemand nicht verständlich ausdrücken kann?

Kommentar von Andrastor ,

Wem nicht gefällt wohin die Reise geht, muss nicht einsteigen, oder kann unterwegs in ein anderes Auto steigen.

Wer sich nicht verständlich ausdrücken kann, sollte sich gründlich überlegen ob das wirklich die richtige Fahrgemeinschaft für ihn ist!

Kommentar von barfussjim ,

"Wenn von 6 Familienmitgliedern 5 entschließen Pizza essen zu gehen, muss sich das eine Mitglied, welches lieber chinesisch gegessen hätte fügen. Warum sollte die ganze Familie chinesisch essen gehen, wenn nur 1 von 6 das so wollen?"

Anderer Klassiker: Zwei Löwen und ein Zebra stimmen demokratisch darüber ab, was es zum Abendessen geben soll ;) Die Minderheit muss sich halt fügen.

Kommentar von MooxMaax ,

Besser ein Zebra stirbt als zwei Löwen müssen verhungern.

Kommentar von seguiendo ,

Zebras sind Herdentiere, und die Zebraherden sind im Allgemeinen wesentlich größer als die wenigen jagenden Löwen.

Und ich denke, das ist gar nicht so selten so. Oft sind die Ausgebeuteten/ die Opfer in der Mehrheit. Daher könnten sie sich in einer funktionierenden Demokratie durchsetzen.

Bloß funktioniert Demokratie halt nicht immer reibungslos, siehe Lobbyismus

Kommentar von ManuTheMaiar ,

Was spricht dagegen jeden soweit wie möglich für sich selbst entscheiden zu lassen, jeder kann sich sein Leben ausrichten wie er will solange niemand Gewalt gegen andere anfängt

Es wäre vermutlich nicht viel anders als in einer Demokratie nur das viele eben auf der Ebene von Vereinen auf frewilliger Basis stattfindet und das es keine Autorität gibt die gezwungen wird einzugreifen sondern nur Kontrollvereine die erst dann eingreifen wenn jemand Gewalt gegen andere anfängt, vermutlich würde da auch so einiges demokratisch bestimmt werden nur es gibt eben keine Gesetzgebung weil niemand das Recht hat anderen Gesetze aufzwingen, alle Gesetze die es gäbe wäre aus Grundregel das niemand Gewalt gegen andere anfangen darf abgeleitet

Kommentar von berkersheim ,

@ManuTheMaiar

Man merkt, Du bist aus Deinem Lehrstübchen und Kopfgefängnis noch nie in die Wirklichkeit gelangt! Du lebst in "Möchte-Gern-Konstruktionen". Warst Du jemals in irgendeinem Vorstand von Vereinen? Bist Du in einem Verein? Schon mitbekommen, wie dort gerungen wird, wer das Sagen hat? Das gibt es sogar in Kirchenvorständen, und die haben sich doch der Liebe verpflichtet, aber wehe, es geht darum, welche Musik in der Kirche gespielt werden darf. Da schlagen sich Rechtgläube und "Liberale".

Kommentar von Dackodil ,

Und wie sollte dann allein ein Autokauf oder eine Hauskauf über die Bühne gehn?

Kommentar von seguiendo ,

Und wie löst du das Problem mit den Steuern? Glaubst du, Schulen und Kindergärten, Krankenhäuser, Universitäten, Obdachlosenhäuser etc.  würden von den Menschen freiwillig ausreichend unterstützt? Und über die Infrastruktur haben wir jetzt noch gar nicht gesprochen.

Kommentar von Shiranam ,

Die 6 Familienmitglieder könnten auch beschließen, aufgrund des Wunsches des einen Familienmitgliedes chinesisch essen zu gehen, nämlich deshalb, weil sie sonst immer Pizza essen und es ungerecht finden, das der eine nie seinen Wunsch erfüllt bekommt.

Auch das ist ein Beispiel für des Potenzial einer Demokratie.

Kommentar von MarkusPK ,

... Was aber nur funktionieren kann, wenn alle in der Familie prinzipiell nichts gegen chinesisches Essen haben. Wenn nur einer dabei ist, der chinesisch überhaupt nicht mag oder partout keine Lust drauf hat, gäbe es hier wieder eine ungerechte Bevorzugung.

Kommentar von Andrastor ,

Danke an MarkusPK für die tollen Argumentationen!

Schon faszinierend was hier alles während meiner Abwesenheit gepostet wurde.

Ich kann MarkusPK nur zustimmen, besondern was dich betrifft ManuTheMaiar. Sobald es in einer anarchistischen Gemeinschaft eine Art Kontrollorgan gibt ist die Anarchie eine Diktatur.

Das Kontrollorgan braucht nämlich gewisse Macht und die Befugnis das eine Gesetz (niemand soll anderen Schaden) durchzusetzen und Strafen zu verhängen.

Und was hindert dieses Organ daran diese Macht zu missbrauchen und sich selbst zum Kontrollorgan des gesamten Staates zu erheben? Nada.

In kürzester Zeit hätten wir also einen militaristischen Polizeistaat und aus ist es mit der Anarchie.

Kann niemals funktionieren!

Was mein Beispiel mit der Familie im Auto betrifft: Klar, es gibt verschiedene Wege das Problem zu lösen, aber eben auf demokratischem Weg.

Die Familie kann auch beraten und einen ganz anderen Weg einschlagen, Burger zum Beispiel. Anstatt das Pizza oder chinesisch gegessen wird, gehen sie in ein Burgerrestaurant, so können Kompromisse gefunden werden.

Probleme gibt es wie MarkusPK richtig gesagt hat, immer dann wenn sich eines oder mehrere Familienmitglieder strikt gegen eine Option aussprechen. Werden diese jedoch von der Mehrheit überstimmt, müssen sie sich fügen oder aussteigen.

Kommentar von Shiranam ,

Denkfehler.

Wenn einer dabei ist, der nicht gern chinesisch ißt, dann wird er von der Mehrheit, die dem Chinafreund beistehen wollen überstimmt. So funktioniert die Demokratie.

Dabei ist ja allen Familienmitgliedern klar, dass der China-Essen-Gegner nicht verhungert und auch etwas findet, was er dort mag - mit ein bisschen guten Willen.

Das nächste Mal bestimmt wieder ein Anderer, wo es hingeht. Diese gerechte Vorgehensweise wird sicherlich von der Mehrheit der Leute unterstützt.

P.S. Familie ist ein doofes Beispiel, weil man Kindern erst gewisse Anstandsregeln und Konfliktlösungsstrategien beibringen muss. Insofern ist in Familien keine Demokratie angebracht, weil die mit dem Erziehungsauftrag der Eltern und der mangelnden Erfahrung der Kinder noch nicht funktionieren kann.

Kommentar von Andrastor ,

Ich stimme dir insofern zu dass Familie im Allgemeinen kein guter Vergleich ist, daher beschränkte ich meine Metapher auch auf eine Abstimmung bezüglich des Essens.

Und den Denkfehler machst du, da du offenbar annimmst bei einer derartigen Entscheidung würden sich Familienmitglieder entgegen ihrer eigenen Interessen auf die Seite des Mitglieds schlagen, dessen Entscheidung einen Nachteil für sie selber beinhalten würde.

Kommentar von Shiranam ,

Du meinst also, in Demokratien seien noch nie Gesetze zum Schutz von Minderheiten erlassen worden.

Ich sehe das anders.

Selbstverständlich gehört altruistisches Verhalten mit zum menschlichem Wesen, genauso wie Selbstsucht. Sonst würde es nicht vorkommen.

Kommentar von Andrastor ,

Ein Gesetz zum Schutz der Minderheit wäre in unserem Beispiel ein Mehrheitsbeschluss der es dem Chinafreund ermöglicht eine alternative Speise zu wählen, wenn er/sie beispielsweise allergisch auf Pizza reagieren würde.

Kommentar von Shiranam ,

Das Beispiel beinhaltet einen Besuch in der Pizzaria. Jeder weiß, dass es dort mehr gibt als nur Pizza, Nudeln beispielsweise. Auswahlmöglichkeiten sind also vorhanden. 

Außerdem war der Chinesisches Essen Liebhaber die Minderheit. Da ist immer sichergestellt, dass man da sehr unterschiedliche Speisen erhalten kann. 

Eine gewichtiger Grund, wie eine Allergie, lag im o.a. Beispiel nicht vor. Ich denke, darauf würde jede normale Gruppe Rücksicht nehmen und etwas auswählen, wo jeder hinkann.

Kommentar von Shiranam ,

Ist Dir so ein Verhalten noch nie begegnet? Das jemand der Gerechtigkeit willen einen Nachteil hinnimmt und diese Verhaltensweise verteidigt?

Kommentar von Andrastor ,

Was ist an einem Mehrheitsbeschluss denn ungerecht?

Kommentar von Shiranam ,

Nichts!

Es handelt sich doch um einen Mehrheitsbeschluß, demokratisch beschlossen.

Kommentar von Andrastor ,

Na also, warum sollte man sich also "der Gerechtigkeit willen" anders verhalten als durch den Mehrheitsbeschluss bestimmt wurde?

Und was die Pizzeria und die Allergie anbelangt: Du darfst das alles nicht so realistisch sehen! Für die Metapher habe ich einfachste Begebenheiten gewählt.

Es ist klar das man in einer Pizzeria auch anderes Essen als Pizza bekommt, aber für das Beispiel habe ich angenommen dass es sich um einen reinen Pizzaladen handelt.

Es ging nur darum die Funktionsweise der Demokratie zu verdeutlichen.

Kommentar von Shiranam ,

1. Antwort

Wenn die Mehrheit möchte, dass jeder mal seinen Willen bekommt, dann ist diese Handlungsweise doch demokratisch beschlossen worden. Wo ist das Problem? Es freut doch jeden, wenn mal auf ihn Rücksicht genommen wird. Wenn Du unbedingt einen direkten Nutzen davon haben willst: Vielleicht erinnert sich der eine, auf den Rücksicht genommen wurde und hilft den Anderen mal mit seinem Know how. Vielleicht kann er Dir bei PC- Problemen helfen...ectr.

2. Antwort

Es macht für mich durchaus einen Unterschied, ob jemand nur bockig ist, weil er seinen Willen nicht bekommt, aber dafür andere gute Alternativen, oder ob er gesundheitlich dort einfach nicht essen kann und alternativ hungrig und ausgeschlossen bleiben müßte. Beim zweiten Fall (Allergie ohne Alternative) würde eine normale Gruppe immer Rücksicht nehmen.

Mir geht es darum aufzuzeigen, dass sowohl in Demokratien als auch in Anarchien Rücksicht auf Minderheiten genommen werden KANN. In Demokratien dann, wenn die Mehrheit dies für richtig hält.

Kommentar von seguiendo ,

Lass die Kinder doch mal 17 und 15 sein, zum Beispiel. Dann ist das Beispiel gar nicht schlecht. Und übrigens besteht auch in einer Familie, wenn Eltern von jugendlichen Kindern meinen, alleine das Familienwohl bestimmen zu können, die Gefahr, dass eine Diktatur entsteht, bei der die Interessen der Kinder missachtet werden. Nicht aus bösem Willen, sondern weil die Eltern wirklich nicht verstehen, dass die Kinder sich mit ihren Interessen nicht selber schaden. Was aber nicht immer stimmen muss...

Im Übrigen halte ich eine Familie, am besten eine Großfamilie für einen sehr guten  Vergleich, denn auch in der Demokratie besitzen nicht alle Leute gleich viel geistige und soziale Reife, Verantwortungsbewusstsein, Erfahrung, Kompromissbereitschaft und Konfliktlösungsstrategien. Und auch in einer Demokratie, gibt es die, die das "schon immer so gemacht haben" und die, die es aus Prinzip ganz anders machen wollen ;)

Antwort
von NewKemroy, 98

Das Beherrschtsein, was Du verspürst ist meiner Meinung nach weniger ein Resultat der politischen Ordnung, sondern der Wirtschaftsordnung. Würde die Wirtschaftsordnung funktionieren, könnte sich der Staat mehr zurücknehmen und gewisse notwendige Regeln würden weniger dogmatisch sondern durchsichtiger erscheinen. In der Summe könnte so eine Art, simulierte Anarchie entstehen, mit einem starken Staat im Hintergrund, der aber nur eingreift, wenn es wirklich sinnvoll und notwendig ist.

Antwort
von vitus64, 124

Welchem friedlichen Aussteiger gegenüber greift der Staat denn zu unmoralischer Gewalt?

Die Gefahr, dass wir auf dem Weg in einen Nanny-Staat sind (Cannabis-Verbot, ...) sehe ich auch. Aber wegen sowas gleich die Demokratie abschaffen und durch die Anarchie ersetzen?

Das führt doch ohnehin nur zum Recht des Stärkeren und ganz sicher nicht zur Freiheit für alle.

Antwort
von halbsowichtig, 115

Minderheiten zu unterdrücken, wäre moralisch verwerflich. Man braucht natürlich Minderheitenschutz.

Deshalb haben wir keine direkte Demokratie, sondern versuchen es mit dem seltsamen Konstrukt des Berufspolitikers. Der soll (theoretisch) nicht nur seine eigenen Interessen durchboxen, sondern die aller Wähler einigermaßen ausbalancieren. Es funktioniert nicht richtig, klar, aber es ist ein Anfang...

Anarchie scheitert leider - genau wie Kommunismus - immer an der menschlichen Natur. Nur eine Minderheit der Menschen ist ehrlich, fleißig, lieb und tolerant. Die meisten Menschen sind Egozentriker, sie hacken auf Andersartigen herum und übernehmen ungern Verantwortung für Fremde.

Anarchie würde schnell dazu führen, dass eine starke Mehrheit alle Minderheiten vertreibt. Das geht ganz ohne Gewalt, wäre also legal.

Ein Beispiel: Stell dir vor, du bist Trans-Mann in einem größtenteils katholischen Dorf. Du wurdest also als Mädchen aufgezogen und hast dich als Erwachsener entschieden, dass du nur als Mann leben kannst. Völlig legal in einer Anarchie. Jetzt suchst du Männerarbeit, aber niemand stellt dich ein. Du suchst Freunde, aber alle dissen dich. Der Pfarrer predigt, dass du besessen wärst und niemand sich dir näher dürfe. Exorzisten singen vor deinem Haus. Welches Gesetz schützt dich?

Noch ein Beispiel: Ein ausgesetztes Baby wird gefunden. Niemand will es adoptieren, weil es Down-Syndrom und nur einen Fuß hat. Niemand in der Gegend hatte Lust darauf, ein Kinderheim einzurichten. Wohin nun damit? Da in einer Anarchie niemand zu etwas verpflichtet werden kann und der Staat mangels Einnahmen keine Einrichtungen betreiben kann, wird das Kind wohl sterben.

Leider lässt sich Minderheitenschutz nur mit klaren Gesetzen durchsetzen. Sonst macht die Mehrheit - gewaltfrei und damit legal - was sie will. Das beginnt mit "Kauft nicht beim Juden!" und endet mit dem Verhungern behinderter Waisenkinder, denen niemand Essen gibt, weil niemand dazu verpflichtet ist.

Zum Glück schreitet die Entwicklung künstlicher Intelligenz derzeit gut voran. Kennst du die Romanreihe "Halbsichtigkeit"? Dort wurde das Ausbalancieren der Interessen einem Computer anvertraut, der keine eigenen Interessen hat und daher absolut objektiv abwägt:

http://corinna-john.de/?q=node/14

Das dürfte deinem Idealstaat relativ nahe kommen. Denn solange Menschen (Affen mit Daumen...) alleine entscheiden, gibt es auch Ungerechtigkeit und Unterdrückung.

Antwort
von Shiranam, 145

Für "moralisch verwerflich" halte ich eine Demokratie = Herrschaft durch das Volk, nicht. Schließlich kann eine Mehrheit auch bestimmen, dass eine Minderheit gewisse Freiheiten bekommt.

Eine Anarchie, wie es sie schon gab, beinhaltet auch Regeln. Es ist also keineswegs die regellose Freiheit. Und wenn damals die Sitten Repressalien einer Minderheit vorsahen, dann war es so. Die Minderheiten waren wohl nicht besser geschützt, als in einer Demokratie.

Meiner Meinung nach könnte man die Demokratie ruhig noch ausweiten, z.B. durch Volksentscheide. Ich wüßte nicht, was gerechter ist, als nach der Mehrheit des Volkes zu handeln.

Kommentar von barfussjim ,

"Ich wüßte nicht, was gerechter ist, als nach der Mehrheit des Volkes zu handeln".

Und wenn die "Mehrheit" die "Minderheit" in ihren Rechten beschneiden will?

Kommentar von Shiranam ,

Das würde auch in einer Anarchie passieren können, nämlich indem sich die Mehrheit oder der Stärkere einfach seine Interessen vertritt und ausführt. Sind sie gegen Schwächere oder eine Minderheit, schützt diese Leute niemand.

In einer Demokratie kann es Gesetze zum Schutz von Minderheitenrechte geben, wenn die Mehrheit das für gut hält. 

Kommentar von ManuTheMaiar ,

Eine Anarchie beinhaltet die Regel das niemand Gewalt gegen andere anfangen darf, alles was freiwillig geschieht muss erlaubt sein weil es keiner verbieten darf

Gerechter als nach dem Willen der Mehrheit zu entscheiden ist jeden soweit wie möglich für sich selbst entscheiden zu lassen, auch innerhalb einer Anarchie gäbe es die meisten Institutionen eines Staates auf freiwilliger Basis als Vereine auf die Art könnte es Bildungs und Solidarsystem geben und innerhalb dieser Vereine kann natürlich auch demokratisch gewählt werden

Kommentar von PatrickLassan ,

Eine Anarchie beinhaltet die Regel das niemand Gewalt gegen andere anfangen darf

Das Problem ist nur, dass man dafür erst noch Menschen klonen müsste.

Kommentar von seguiendo ,

Ich glaube nicht, dass es ein funktionierendes Solidarsystem gäbe, weil es mit der Solidarität derjenigen, die reich sind, oft nicht weit her ist. Und in der Demokratie werden die eben gezwungen solidarisch zu sein. Ich fürchte andernfalls würden leicht wieder Zustände wie zur Industriellen Revolution einkehren, als die Leute nur durch Streik fairere Behandlung (Sozialversicherungen, höhere Löhne etc.) erzwingen konnten und dafür Gefahr liefen, ihre Lebensgrundlage (Arbeitsplatz) zu verlieren.

Gewaltlosigkeit ohne Regeln spielt denen in die Tasche, die sowieso schon reich sind. Die Unternehmenschefs etc. wären dann nicht mehr an das Prinzip der sozialen Marktwirtschaft gebunden, es würde freie Marktwirtschaft herrschen und an die kann ich beim besten Willen nicht glauben ;)

 

Kommentar von Dackodil ,

Wann und wo gab es denn schon mal eine (funktionierende) Anarchie als Staatsform?

Antwort
von JTKirk2000, 94

Ist Demokratie moralisch verwerflich, immerhin maßen sich hier Menschen an über andere zu bestimmen?

Ist Demokratie besser oder Diktatur? Ich persönlich ziehe die Demokratie vor, insbesondere wenn eine direkte Demokratie möglich ist, denn immerhin sollte das Volk wählen können, was für das Volk Realität werden soll und nicht wenige oder eine einzelne Person, die über das Volk bestimmt.

Schon die Art Demokratie, die wir in Deutschland haben, finde ich zwar nicht direkt falsch, denn Demokratie bedeutet, dass das Volk eine Entscheidungsmöglichkeit zur politischen Führung hat, aber dadurch dass es in der Politik eigentlich immer Versprechungen gibt, an welche sich nach der Wahl in den seltensten Fällen wirklich gehalten wird, ist diese indirekte Demokratie, die wir in Deutschland haben, eigentlich nur legalisierter Beschiss - sorry, wenn es hat klingt, aber es entspricht der Wahrheit. Viel besser ist da die direkte Demokratie, wie es sie in der Schweiz gibt, wo es zwar auch Politiker gibt, aber diese in wichtigen Entscheidungen keine Entscheidungsgewalt haben, sondern diese beim Volk liegt. Wenn da jemand meint, dass das für Deutschland nicht funktionieren kann, würde ich behaupten, dass es nur dem Anschein nach nicht funktioniert, weil es noch nie versucht worden ist, wahrscheinlich um die Machenschaften der politischen Führung ähnlich unangetastet zu lassen, wie vor Jahrhunderten "das blaue Blut" von Königshäusern.

Antwort
von atzef, 88

Moral und Politik sind für dich eher nichts.

Vielleicht versuchst du es mal mit Origami oder Servietten falten...

Jedenfalls hast du ein ekelhaft egozentrisch-reaktionäres Weltbild.

Rückmarsch nach einer der großen Friedensdemos Anfang der Achtziger Jahre über eine der Kölner Rheinbrücken, vermutlich die Severinsbrücke, zu den Bussen. Die Brücke zweigeteilt, ein Hälfte für den Autoverkehr, die andere für die zurückflutenden Demoteilnehmer. Getrnnt durch Pilonen.

Zwei vermutlich bekiffte Anarchos machten sich einen Spass daras, diese Verkehrsleitkegel in den Autoverkehr zu kicken. Auf die Frage, was das solle, meinten sie: "Die beschränken unsere Freiheit!".

Wir haben ihnen dann angeboten, ihnen beim Protest gegen die Beschränkng ihrer Freiheit beim gegenüberliegenden Brückengeländer zu helfen...

Eigenartigerweise waren sie an einem Protest gegen diese Freiheitsbeschränkung nicht so sehr interessiert...

Antwort
von SunKing33, 86

Hallo,

Du hast das Recht, Deine Meinung frei zu äußern. Du versuchst, durch das ausdrücken Deiner Meinung die Meinung anderer zu beeinflussen. Dieses Forum verbreitet Deine Meinung und lässt Dich tausende anderer Menschen erreichen. Alles das und noch viel mehr gewährt, nein garantiert Dir die Demokratie.

Aber, Freiheit muss für alle in gleicher Weise gelten. Die Freiheit, die der eine sich nimmt, darf nicht die Freiheit der anderen beschränken. Das zu gewährleisten ist die Aufgabe der Gesetze, die die vom Volk gewählten Vertreter auf allen Ebenen - beginnend im Gemeinderat bis zum Bundestag - beschließen.

Jeder kann Teil der Parlamente werden, wenn er die Unterstützung von anderen erhält. Jeder kann den Kandidaten seines Vertrauens ansprechen und ihm das eigene Anliegen mitteilen.

Die meisten Menschen, die über Demokratie klagen, haben Probleme mit dem Prinzip. Sie sagen ihre Meinung nicht denen, die entscheiden, sondern den Gleichgesinnten, von denen kein Widerspruch zu erwarten ist.

Freiheit erfordert Kompetenz und (Selbst-)Kontrolle. Freiheit erhält man um den Preis der Verantwortlichkeit für sein Handeln. Wird Freiheit missbraucht, d.h. werden die Regeln verletzt, die die gleiche Freiheit für alle garantieren, so wird Strafe fällig und ggf. wird Freiheit entzogen.

Das ist logisch, fair und nicht moralisch verwerflich.


Und dies passiert bei uns nicht willkürlich sondern geregelt. Die Grundlage hierfür ist die funktionierende Gewaltenteilung, ohne die weder Demokratie noch Freiheit möglich wären.


Alles Gute!

Kommentar von ManuTheMaiar ,

Die Freiheit, die der eine sich nimmt, darf nicht die Freiheit der anderen beschränken.

Wenn der Staat mit seinen Gesetzen in diesem Rahmen bleiben würde hätte ich auch nichts gegen ihn aber der Staat schießt weit darüber hinaus und nimmt sich heraus selbst in die freiwillige Privatsache anderer einzugreifen siehe meine Beispiele in der Frage

Diese Freiheiten sehe ich als selbstverständlich an, darum will ich nicht demokratisch kämpfen, denn der Staat hat überhaupt kein Recht sich da einzumischen schon garnicht mit Gewalt, deswegen bin ich Anarchist

Kommentar von SunKing33 ,

Nun, zu zwei Deiner Beispiele hast Du selbst angeführt, dass diese inzwischen frei gegeben sind. Hier hat der demokratische Prozess zu einer Einstellungsveränderung und zu einer Anpassung der Gesetze an die neue Haltung in der Gesellschaft geführt.

Canabis bleibt als Punkt übrig. Wenn ich sehe, wie junge Menschen ihre Lernfähigkeit verlieren, weil sie sich mit dem Zeug zudröhnen, dann ist das Wissen, dass sie (meist) nicht (körperlich) abhängig werden, kein wirklicher Trost. Ich bin gegen eine Freigabe, weil ich täglich die Schäden sehe, die entstehen.

Übrigens: ein großer Teil der Gesetze befasst sich nicht damit, Freiheit einzuschränken, sondern diejenigen einzugrenzen, die die eigene Freiheit gegen das Wohl der Allgemeinheit ausnutzen (und insofern missbrauchen) wollen.

Übrigens: in der Hippie-Bewegung der 60er Jahre, war freie Liebe sehr populär. Für viele galt das auch in der Beziehung Erwachsener zu Kindern. Wir wissen heute, wie dramatisch sich Missbrauch auf die Entwicklung von Kindern auswirkt. Und obwohl es sich hier sicher um eine höchst private Angelegenheit handelt, ist es zurecht unter Strafe gestellt. Oder?

Kommentar von ManuTheMaiar ,

Da sind noch viele weitere Beispiel, von Enteignungen vom Staat, Zwangsverkäufen über Inzestgesetze und und und überall mischt sich der Staat bis ins kleinste Detail ein wo er sich nicht einzumischen hat

In der Anarchie gäbe es kein Wohl der Allgemeinheit sondern nur das vieler Einzelner, es müsste bei jedem Eingriff genau geschaut werden wessen Wohl wo nach der einzigen Regel das niemand Gewalt gegen andere anwenden darf eingeschränkt ist, diese Regel wäre die Gesetzgebung, Ausführung und Gerichte wären auch möglich auf Basis von Vereinen in der Praxis würde da auch in der Anarchie viel demokratisch ablaufen

Dies wäre keine Regierung sondern eher eine Art Wächter

In der Anachie wäre Kind bereit selbst zu entscheiden, wenn es bereit ist für seine Entscheidung einzustehen wenn also ein 13 Jähriger aus freiem Willen und wahrer Liebe sagt Ja ich möchte mit meiner 30-40 Jährigen Freundin zusammen sein dann darf er das auch aber wenn jemand ein Kind missbraucht dann wird er bestraft weil er Gewalt gegen das Kind angefangen hat

Kommentar von SunKing33 ,

Das mit "Inzest-Gesetz" und der "freien" Entscheidung eines Kindes mit 13 Jahren solltest Du Dir nochml überlegen. Hier spielen Abhängigkeiten eine große Rolle, die der "Freiheit" der Entscheidung widersprechen. Der psychische Schaden der da angerichtet wird, ist immens.

Übrigens: wer würde in einer anarchischen Gesellschaft die Kosten für die Regulierung solcher Schäden tragen?

In Gesellschaften, in denen die bisherigen Regierungs- und Verwaltungsstrukturen zusammen gebrochen sind und faktisch Anarchie herrscht, profitieren immer einige wenige, die Macht gewinnen, auf Kosten der großen Masse der Bevölkerung.

In diesen anarchischen Struturen herrscht üblicherweise Korruption, die die wenigen Mächtigen stützt und die Machtlosen hilflos sein läßt. Das alles hat mit demokratischer Gleichberechtigung nichts zu tun.

Natürlich könnte es auch anders gehen, aber - wie oben geschrieben - nicht die Gesetze, die die Freiheit regulieren, sind das Problem, sondern diejenigen, die bereit sind die Freiheit zu missbrauchen und daher den Gesetzgeber zum Erlass von detailierten Vorgaben zwingen.

Und das sind genau die, die in anarchischen Strukturen die Mächtigen werden, weil sie bereit sind moralische Grenzen zu überschreiten und damit Angst und das Gefühl der Bedrohung bei anderen auslösen. Der Wunsch nach Sicherheit bringt die Machtlosen in Abhängigkeit von den Mächtigen, die Schutz bieten.

Die ersehnte Freiheit bleibt da auf der Strecke.

Kommentar von SunKing33 ,

Sorry, keine Freiheit ist selbstverständlich. Wenn man nicht bereit ist, sie ständig gegen die zu verteidigen, die sie beschränken wollen, wird man sie verlieren.

Auch Demokratie bedeutet nicht, dass man garantierte Freiheit hätte. Mit der Meinungs- und der Pressefreiheit verbindet sich die Pflicht des Einzelnen, sich zu informieren und sich am Prozess der gesellschaftlichen Willensbildung zu beteiligen. Verzichtet man darauf, passiert das, was andere wollen.

Gibt man seine Ziele auf, wird man sie nicht erreichen. Du darfst Dich Anarchist nennen und Du darfst für Deine Überzeugungen eintreten. Dieses Recht gewährt Dir die Demokratie. Du darfst aber nicht die Regeln der Gesellschaft brechen, sonst diskreditierst Du Deine Ziele.

Kommentar von ManuTheMaiar ,

Ich darf die Regeln der Gesellschaft gewaltfrei brechen, naja bei den meisten Regeln ist das nicht möglich diese Regeln sind auch sehr sinnvoll deswegen erkenne ich als Anarchist sehr viele Gesetze des Staates auch an, aber gerade wo ich die Regeln gewaltfrei brechen kann daran erkennt man eine unnötige Regel diese erkenne ich nicht an

Ein Beispiel, wenn der Schwulenparagraph noch da wäre dürfte ich trotzdem (bin zwar hetero aber z.b. aus Trotz oder so) freiwillig mit einem anderen Jungen Sex haben denn es ist unsere Freiheit unter uns durch die niemandes Rechte mit Gewalt eingeschränkt werden, hier hätte ich dann ein Gesetz legitim gebrochen

Kommentar von SunKing33 ,

Was meinst Du damit "eine Regel gewaltfrei brechen"?

Ist das Parken auf dem Behindertenparkplatz ein gewaltfreier Regelbruch?

Ist das Einstecken einer gefundenen Geldbörse ein gewaltfreier Regelbruch?

Ist das Wegwerfen von Abfall in die Natur ein gewaltfreier Regelbruch?

Wer entscheidet in Deinem Denken darüber, was denn ein gewaltfreier Regelbruch sein soll? Und was ist mit denen, die dazu eine andere Meinung haben. Brechen diese gewaltfrei eine Regel, indem sie das tun, was die anderen ihnen untersagen wollten?

Solange der sog "Schwulenprargraph" gültig war, wurden gleichgeschlechtliche Partnerschaften mehrheitlich geduldet, aber rechtlich gegenüber den gegengeschlechtlichen diskriminiert. Dieser Zustand dauert in Teilen bis heute an.

Der Besitz von (kleinen Mengen) Canabis wird heute geduldet (d.h. nicht strafrechtlich verfolgt), der Handel ist strafbar.

Es gilt grundsätzlich: Wo kein Kläger ist kein Richter. Kommt eine Klage, bist Du offenbar zu weit gegangen. Was unterscheidet dieses Prinzip von Deiner Vorstellung von Anarchie?

Antwort
von voayager, 55

Im Grunde genommen solltest du dir lieber die Frage stellen, ob wir genug Demokratie haben. Dann würdest du basld feststellen, dass dies nicht der Fall ist. So aber schüttest du das Kind mit dem Bade aus, monierst jedwede Demokratie, statt hierzulande deren verkrüppelte Form zu erkennen.

Antwort
von Schnoofy, 153

Du hältst also eine Dikatur für weniger verwerflich.

Interessanter Ansatz, einem Reichsbürger wahrhaft zur Ehre gereichend.

Kommentar von ManuTheMaiar ,

Wo rede ich von Diktatur, Diktaturen machen diese Dinge die ich da bemängel ja noch schlimmer, ich habe mit Reichsbürgern nichts zu tun, ich bin Anarchist

Antwort
von wolfinando62, 25

Welche Entscheidungen darfst du denn in unserer sogenannten Demokratie treffen, außer einmal in vier Jahren deine Stimme sprichwörtlich abzugeben?

im Übrigen nennt man es Faschismus, wenn die Politiker mit dem Großkapital gegen die Interessen des Volkes regieren. Geheime Verhandlungen bei CETA und TTIP, Ermächtigungsgesetz ESM . . .

 . . . dies sind nur einige Argumente die unsere angebliche Demokratie sehr in Frage stellen

Antwort
von kami1a, 4

Hallo Manu! ich verstehe Deine " Denke". aber die Alternative ist die Diktatur. 

Und da bestimmt einer über alle - ohne dass diese ein Mitspracherecht haben.

Sicher verwerflicher.

Ich wünsche Dir ein gutes und schönes Wochenende.

Kommentar von ManuTheMaiar ,

Ich finde die Anarchie ist eine gute Alternative da bestimmt niemand über jemand anderen

Antwort
von Satiharu, 52

Wenn jeder jedermanns Freund wäre, dann bräuchten wir keine Gesetze.

Gesetze sind hier um Eigentum zu schützen, egoistische Primaten...räusper...

Solange du niemandem schadest, tue was du willst!

Ich glaube weder an Länder noch an Gesetze. Mein Gesetzesgeber ist mein Gewissen, und das sollen menschliche Hirngespinstregeln nicht beeinflussen!

Wäre schön wenn man den Pass abgeben kann und dann frei leben darf!

Kauf dir ein Stück Land, hiss die Flagge und du bist frei, solange du niemandem schadest!

peace!

Antwort
von Hannes789, 33

Wie soll sonst ein Staat funktionieren. Wenn keiner die Regeln bestimmt. Wenn es keine Regeln geben würde, würdest du hier nicht mal schreiben, können weil jemand dich schon lange jemand getötet hat. Wer Du ihm sein Handy nicht gegeben hast. 

Wenn ich Fußball nicht spielen mag, melde ich mich auch nicht im Verein ein. 

Das heißt wenn dir es hier nicht gefällt, kannst du ja Auswandern. Oder auch eine eigene Insel bewohnen wo du machen kannst, was du willst.

Antwort
von Apfelkind86, 83

Nur, weil du Anarchist bist heißt das nicht, dass du damit Recht hast.

Ich finde es völlig in Ordnung, dass sich die Minderheit der Mehrheit beugen muss und habe auch kein Problem damit, das notfalls mit Gewalt durchzusetzen. :)

Antwort
von Ranzino, 74

"Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen - abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind."
Winston Churchill

In D gilt Demokratie als die beste Erfindung seit dem Rad. Und als unfehlbar. :p 

Antwort
von Bambi201264, 44

JUHU! Schon wieder hat jemand das Rad neu erfunden...als ich so 16, 17 war, hatte ich genau dieselbe Idee.

Aber inzwischen habe ich gelernt, das Anarchie eine Utopie ist, weil Menschen so sind, wie sie sind. Gierig, faul, aggressiv.

Ansonsten schliesse ich mich Panazee's Ausführungen an. (Danke, Panazee! Dann muss ich das nicht alles nochmal schreiben :) )

Antwort
von DeusVult, 25

Kommt darauf an. Demokratie an sich ist moralisch nicht verwerflich.

Als Individuum habe ich ja das Recht, mich mit anderen zu gewissen Interessenszwecken zusammenzutun und Rechte an diese Interessensgemeinschaft übergeben. Das kann auch in Form einer Demokratie geschehen. Entscheidend ist, zu welchem Zweck man sich zusammenschließt.

Da ich als Individuum nicht das Recht habe, anderen Menschen ihr Eigentum wegzunehmen, kann ich dieses Recht auch nicht an andere übertragen, damit die dann anderen Eigentum wegnehmen. Bis zu einem bestimmten Grad wurde diese Einstellung auch in die heutige Demokratie übernommen. Die Mehrheit darf heute nicht mehr eine Minderheit umbringen, auch wenn "demokratisch" darüber abgestimmt wurde.

Würde sich eine Demokratie darauf beschränken, nur die Rechte wahrzunehmen, die auch ein Individuum besitzt, wäre sie moralisch gerechtfertigt.

Antwort
von minaray1403, 125

Demokratie bietet den Menschen die Möglichkeit frei und selbstbestimmt zu leben.

Kommentar von ManuTheMaiar ,

Anarchie würde das auch bieten, sogar noch in viel größerem Maße

Kommentar von minaray1403 ,

Spinnst du?

Kommentar von ManuTheMaiar ,

Kann es sein das du Anarchie mit Anomie verwechselst, Anarchie ist ein herrschaftsloses System das funktionieren kann

Kommentar von Shiranam ,

Google mal Anarchie.

Kommentar von Ranzino ,

Nein, tut sie nicht, denn Demokratie verhindert keine Tyrannei der Mehrheit. 

Kommentar von minaray1403 ,

Hab ich und es passt mir nicht.

Kommentar von Shiranam ,

Ich habe es auch gerade erst gegooglt. "Paßt mir nicht" okay, ist aber nicht gerade aussagekräftig.

Hab gelesen, das Anarchie auch bedeuten kann, dass Gruppen sich selbst Schlichter usw besorgen. Es bedeutet gar nicht, dass es gar keine Regeln gibt, wie z.B. Sittengesetze.

Als, eine etwas genauere Überlegung oder Äußerung ist es schon wert, finde ich.

Kommentar von atzef ,

Wenn es auch in einer Anarchie Regeln git, denen ich mich unterwerfen muss, worin besteht dann der Unterschied zu der hier gehassten Demokratie? In der gibt es auch Regeln und einen formal gleichen Stellenwert der Entscheidungsbefugnis des Einzelnen über die Herstellung dieser regeln.

Insofern ist der anarchistische Diskurs etwas für verantwortungslose und etwas beschränkte Dampfplauderer...:-/

Kommentar von minaray1403 ,

Ich finde das einfach unpassend, da ich nicht fähig wäre so zu leben.

Antwort
von DerTyp97x, 40

Du kannst deine Anarchie ja ausleben wer z. B. sagt, dass du arbeiten gehen musst ?! Du kannst den ganzen Tag lang machen wozu du Lust und Laune hast. Nur blöd, dass du dann kein Geld verdienst... Naja vielleicht kannst du mal jemanden auf der Straße fragen ob der einen Penny für dich hat... aber hoffentlich lebt der nicht auch in Anarchie.

Antwort
von Haldor, 45

Anders geht es nicht, dass irgendwelche Leute über andere bestimmen. Andernfalls gilt das Faustrecht. Die Alternative zur Demokratie ist der autoritäre Staat in verschiedenen Spielarten bis hin zu Diktatur eines Einzelnen. Die demokratische Staatsform ist, in jeder Form, äußerst unbefriedigend, da hast du Recht. Sei es als direkte oder indirekte Demokratie, als Demokratie mit Mehrheitswahl- oder Verhältniswahlrecht oder gemischtem Wahlrecht (wie bei uns). Aber sie ist - um mit Churchill zu sprechen - die am wenigsten schlechte Staasform. Alle anderen Staasformen sind schlechter!

Kommentar von ManuTheMaiar ,

Die Anarchie wäre besser da gibt es keinen Bestimmer

Antwort
von josef050153, 39

In meinen Augen ist die Demokratie als Staatsform und damit auch der deutsche Staat moralisch verwerflich

Gut, dass ist deine Meinung und in einer Demokratie darfst du so etwas auch äußern. In einer von dir angestrebten Diktatur wäre eine gegenteiligee Meinungsäßerung ja gar nicht möglich.

Freiheit hat immer Grenzen. Auch meine Freiheit zu winken endet dort, wenn ich jemandem auf die Nase schlage.

Darf eine Demokratie überhaupt so weit gehen und jedem das Leben nach Maßstäben der Gesellschaft aufzwingen oder muss die Demokratie endlich mal tolerieren, dass freie Menschen sich, solange sie friedlich bleiben, auch anders entscheiden können.

Die Demokratie in Deutschland zwingt dir kein bestimmtes Leben auf. Solange du dich an die Gesetze hältst, hat niemand gegen deien alternativeen Lebensstil oder deine Ansichten etwas. Wenn es allerdings soweit geht, dass ein Polizist im Namen der Freiheit erschossen wird, wie am 19.10.2016 in Georgensgmünd, dann hört sich der Spass zu Recht auf.

Antwort
von Dawido, 69

Anarchie funktioniert im Kleinen, aber eine so große Gesellschaft kann sich nicht regellos verwalten.
Das würde nur in einen Bürgerkrieg enden. Die Wirtschaftskraft bricht ein, die öffentliche Versorgung bricht ein und wir wären wieder im Mittelalter.

Kommentar von ManuTheMaiar ,

 Anarchie einzuführen ist ein schrittweise Prozess in dem der Staat immer weiter zurückgebaut wird selbst wenn eine komplette Anarchie erstmal nicht klappt könnte man doch erstmal so nah ran wie möglich

Kommentar von Dawido ,

Ansich wäre das eine gute Sache. Unsere Staatsverwaltung ist viel zu komplex und damit auch die Ausgaben. Da blickt niemand durch. Solange wir als Gesellschaft weiter zu faul sind etwas zu ändern, wird es in Zukunft noch schlimmer werden.

Antwort
von LienusMan, 77

Also in jeder anderen realistischen Staatsform regiert ja ein einzelner oder eine Clique. In einer Demokratie herrscht das Volk durch seine Institutionen.
Mit Anarchismus, naja dazu muss man glaube ich nichts wirklich sagen...

Kommentar von Shiranam ,

Doch bitte!

Ich finde das Thema "Anarchie" echt spannend.

Antwort
von minaray1403, 93

Bist du dafür das jeder frei ohne jedwede Gesetze lebt, einfach nach Lust und Laune?!

Kommentar von ManuTheMaiar ,

Auch in der Anarchie gibt es Regeln, nämlich das niemand Gewalt gegen andere anfangen darf

Kommentar von MarkusPK ,

Und wer setzt diese Regeln in einer Anarchie durch? Wer passt auf, dass sich die Leute daran halten?

Kommentar von Shiranam ,

...

Kommentar von freakdax51 ,

der mündige Mensch

Kommentar von minaray1403 ,

Dann bringt es ja nichts.

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