Ist Datenspeicherung auf einem Computern mit proprietärer Software (z. B. Windows und Microsoft Datenbanken) nicht unsicher?

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3 Antworten

Hallo

Kann mir jemand sagen, ob die Speicherung von Daten auf Computern mit proprietärer Software sicher sein kann?

Sicher wovor?

  • Dateisysteme von Microsoft haben afaik kein Journaling und Daten sind demzufolge nicht sicher - Sicher im Bezug auf die Speicherung und das lesen der Daten selbst.
  • Das Microsoft Betriebssysteme Kundendaten ausliest und auswertet und seine Kunden, in nicht unerheblichem Maße, überwacht ist kein Geheimnis.

Es ist den Benutzern doch nicht bekannt, was diese Programme im
einzelnen mit den Daten machen, weil der Programmcode nicht einsehbar
ist.

Es ist auch so das viele "normale" Anwender, selbst wenn der Code einsehbar ist, nicht in diesen rein sehen und meist auch gar nicht die nötigen Kenntnisse haben um den gesichteten Code zu verstehen.

Liege ich da richtig?

Um es mal wohlwollend auszudrücken: Nicht jede proprietäre bzw. closed Source Software macht unerlaubte/unerwünschte Dinge.

Man kann es nur schwer belegen wenn so etwas stattfindet, dazu bedarf es schon Programmen wie wireshark um den  Netzwerkverkehr auszulesen und zu analysieren.

Linuxhase

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Auch wenn ich dir prinzipiell erst mal zustimme, denke ich doch, dass man MS in dieser Beziehung mehr oder weniger "vertrauen" kann.

Das wesentlich größere Problem liegt m. M. n. darin, dass sich die Spezifikationen proprietärer Dateiformate gefühlt alle 5 Minuten ändern, und man oftmals schon 2 Jahre später nicht mehr an die Daten ran kommt, ohne ein teures Upgrade der Software kaufen zu müssen. (Das trifft jetzt aber weniger auf MSSQL zu.)

Ein weiteres Problem ist, dass die Format-Spezifikationen oft unzugänglich, oberflächlich oder so dermaßen aufgebläht sind, dass dadurch die Entwicklung von Tools durch Drittanbieter massiv erschwert wird. (z. B. OOXML oder WAV; Ersteres ist hyperkomplex und bei Letzterem kocht jeder Hersteller sein eigenes Süppchen)

Noch schlimmer ist es mit proprietären Archivformaten oder gar Hardware.

Und vermeidliche Fehler dürften, anders als bei OSS, auch übersehen werden. Selbst bei ext4 wurden nach weit über 10 Jahren noch gravierende Fehler gefunden, aber bei proprietärer Software gibt es eben nicht mal die Möglichkeit, den Code zu überprüfen. Da schlummert bestimmt noch so einiges.

Dass MS allerdings die SQL-Daten im Hintergrund irgendwo hochlädt, kann ich mir nicht vorstellen. Man ist zwar so einiges gewohnt, aber dabei wäre dir Imageschaden dann doch zuuuuu hoch. Das wird MS nicht riskieren ... hoffe ich. :)

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Ja das ist leider so, heute mehr als je zuvor !

Ich vertraue Windows, seit Windows 8 absolut nicht mehr und weise alle Kunden darauf hin !  Das kann man im Klartext im Microsoft Privacy Statement von Windows 10 nachlesen !  Den Originaltext, wie hier zitiert:

 http://www.kla.tv/index.php?a=showportal&keyword=technik&id=6545

kann man nur noch auf dem Installationsdatenträger erster Versionen nachlesen.

Online findet man diesen fiesen Text im Original nicht mehr. Das Dokument wird von den Juristen ständig aktualisiert und der Sachverhalt wird verschleiert, verwaschen und derart in Teilkomponenten und spezielle Bedingungen zerlegt, dass der normale Nutzer den Inhalt weder begreifen, noch eindeutig verstehen kann. Das Endergebnis aller Fakten und Bedingungen, im Zusammenhang aller Abhängigkeiten der Teilkomponenten eines Gesamtsystems, ändert jedoch am Sachverhalt der ersten Fassung im Grunde gar nichts.

Ein Set von Komponenten ist fester Bestandteil des Betriebsystems Windows 10 und diese Teile können nicht offiziell vollständig deinstalliert werden. 

Somit treffen alle eingangs in verschärfter Form dargelegten Tatsachen immer noch genau so zu, nur ist das jetzt nicht mehr auf einen Blick so offensichtlich erkennbar !

Schon allein das allgegenwärtige Windows-Update-Wahnsinns-Pflichtprogramm, was bei jeder Gelegenheit durchgeführt und nachgeholt wird, ist ein starker Kritikpunkt und  die letzte Instanz des Kontroll- und Überwachungsystems.  Windows-Update kann jede globale Windowskonfiguration ändern, auch ohne Nachfrage oder Information des Nutzers. Der Sprachassistent Cortana und eine einmal (freiwillig) durchgeführte Personalisierung ( auf welche bei jeder Gelegenheit gedrängt wird ) tun ihr Übriges...

Nun kommen hier sicher gleich wer mit dem Argument, man könnte alles verschlüsseln und dann wäre das sicher kein Problem !?

Nein, es ist doch ein Problem, denn der Feind sitzt bereits im System und die Daten können schon vor der Verschlüsselung abgegriffen werden !

Wer weiss schon, wer dieses System kontrolliert, was für Trigger im System existieren ? Dass die Entwicklung vorangetrieben wird, ist offensichtlich und das passiert sehr langsam und in sehr breiter Ebene ( Verbreitung, Durchsetzung, aufdringliche Nötigung zum Upgrade auf Windows 10 ). 

Micro$oft ist eine private Firma und representiert weder Gesetz, noch Gesetzgeber, und das schon gar nicht international ! Wer sollte beurteilen, was Unrecht ist und wer erhält die Instrumente und Werkzeuge angedrohte Massnahmen umzusetzten ?

Das aktuelle Überwachungssytem setzt nun auf Outsourcing und Dezentralisierung und jedes Windows (10) system ist ein potentieller Eintrittspunkt, Node, ein Bausteinchen dieses Systems. Windows 10 ist somit ein riesiges Botnetz, welches von Micro$oft kontrolliert wird. Der eindeutige Vorteil gegenüber anderen großen Mitspielern ( wie z.B. Google ) des globalen Kontroll- und Überwachungssystems ist die Nähe und starke Einflussnahmemöglichkeit über Nutzer / Clients / Opfer.

Aus diesen, und noch mehr anderen Gründen boykottiere ich aktiv Windows 10 !  Windows 7, das letzte noch vertretbar kontrollierbare und angemessen konfigurierbare Windows wird noch bis 2020 erhalten bleiben und bis dahin werden wir andere Lösungen haben....

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Kommentar von uli27
23.02.2016, 21:10

Wir verwenden bei uns in der Firma seit 12 Jahren nur Linux freie Software, und haben bisher überhaupt keine Probleme gehabt.

Xubuntu finde ich recht schnell, deshalb bevorzuge ich diese Distribution

Eine Wartung ist nicht notwendig. die Updates und Upgrades gehen automatisch per Mausklick.

Leider haben wir auch einen Windows XP computer mit Adobe Software, damit wir spezielle Formulare der öffentlichen Hand bearbeiten können.

Nur bei diesem Computer gibt es Probleme.

Manchmal installiere ich für Freunde und bekannte irgendwelche

Windows Computer und bin schockiert, welche Ressourcen gebraucht werden, wie langsam der Computer arbeitet und welche Fehlermeldungen ich schon bei der Installation bekomme. Nach einem Jahr werde ich angerufen, weil der Computer wieder nicht mehr läuft.
Manchmal denke ich, dass ist ein Geschäftsmodell, wo man ein instabiles Produkt durch Verkäufer vertreibt, die dann an der Reparatur verdienen.

Ich kann mir denken, dass man zwischenzeitlich die meisten

Anforderungen Computern, auf denen eine getestete freie Software läuft, erledigt werden können.

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