Frage von CreativeBlog, 58

Ist das Wirklich rechtens so (Steuer,Lebensversicherung)?

Guten Tag,

wie jeder weiß, kann man eine Lebensversicherung abschließen. Was auch wirklich wichtig sein kann. Und wenn man arbeitet muss man natürlich Steuern bezahlen. Wenn man aber zum Beispiel irgendwann am Ende des leben sich z.B 200.000 Tausend auszahlen lassen möchte, wieso werden deswegen wieder Steuern gesetzt?

Im Endeffekt hat man ja schon Steuern bezahlt. Um dann wieder ein vermögen abzugeben, wofür? Rechtens wird es wahrscheinlich sein, aber warum ist das so?

Danke im voraus.

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Experten fragen

Antwort
von MoechteAWissen, 36

Richtig erkannt!
Willkommen in Deutschland.

Es gibt nur noch wenige Anlagemöglichkeiten bei denen keine Steuern gezahlt werden müssen. Deshalb ist es wichtig, dass die Anlagestrategie breit aufgestellt ist und auf die unterschiedlichsten Dinge reagieren kann.

Sprechen Sie mit einem qualifizierten Berater vor Ort. 

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Versicherung, 46

Während der Ansparphase verringert die Prämie aber auch zum Teil dein zu versteuerndes Einkommen.

Steuern zahlt man anschließend auch nur auf dem MEHRERTRAG, der bei der Auszahlung heraus kommt.

Auf andere Anlageformen musst du den Ertrag genau so versteuern.

Kommentar von kevin1905 ,

Während der Ansparphase verringert die Prämie aber auch zum Teil dein zu versteuerndes Einkommen.

Wenn der Vertrag nach dem 31.12.2004 abgeschlossen wurde und kein Riestervertrag nach § 10a EStG, ein Rürupvertrag nach § 10 EStG oder eine betriebliche Altersversorgung nach § 3, Nr. 63 EStG ist, sind die Beiträge nicht steuerlich abzugsfähig.

Beitragsaufwendungen zur dritten Schicht sind keine Sonderausgaben oder Vorsorgeaufwendungen.

Antwort
von NochWasFrei, 49

Steuern werden auf den Ertragsanteil fällig. Also die Differenz zwischen dem was eingezahlt wurde und dem was ausgezahlt wird, sprich Zinsgewinne. Weil er derartige Steuern nicht bezahlt hat, ist übrigens Uli Hoeneß in den Knast gegangen (Natürlich keine Lebensversicherung sondern Börsengewinne, aber das Prinzip ist das selbe).

Bei Verträgen die vor 2005 abgeschlossen wurden, muss man übrigens bei der Auszahlung keine Steuern zahlen (wenn noch ein paar andere Voraussetzungen erfüllt sind). Da ist dem Staat aufgefallen, dass ihm da jede Menge Geld entgeht, daher wurde das geändert.


Antwort
von kevin1905, 17

eine Lebensversicherung

Es gibt nicht "eine" Lebensversicherung.

Lebensversicherungen beschreiben einen Versicherungszweig. Eine Art der Kalkulation von Tarifen und mind. 3 verschiedene Produkte unterschiedlicher Art und Unterarten.

Die klassiche Kapitallebensversicherung ist tot. SIe ist seit 2005 für das Neugeschäft uninteressant. Finde es grausam, dass manche Kollegen diese immer noch aktiv vermitteln.

Wenn man aber zum Beispiel irgendwann am Ende des leben sich z.B 200.000Tausend auszahlen lassen möchte, wieso werden deswegen wieder Steuern gesetzt?

Weil die von dir eingezahlten Beträge auch angelegt werden um Rendite zu erwirtschaften. Und diese erwirtschafteten Erträge sind zu besteuern entweder nach § 20 i.V.m. § 32d EStG oder nach § 22 EStG.

Von den 200.000,- € hast du vielleicht 50.000,- € eingezahlt. Die anderen 150.000,- € wurden aber erwirtschaftet.

Antwort
von Apolon, 37

Wir müssen bei Lebensversicherungsverträge unterscheiden, wann sie abgeschlossen wurden.

Verträge die vor dem 01.01.2005 abgeschlossen wurden und eine Mindestlaufzeit haben von 12 Jahren sind bei Auszahlung steuerfrei.

Wenn die Zahlungen in Form von einer mtl. Rente fließen, ist der Ertragsanteil steuerpflichtig.

Verträge die ab dem 01.01.2005 abgeschlossen wurden sind grundsätzlich steuerpflichtig.

Bei Verträgen die vor dem 62.(60.) Lebensjahr enden sind die Ertragsanteile zu 50 % steuerpflichtig.

die vor dem 62.(60.) Lebensjahr enden sind die Ertragsanteile zu 100 % steuerpflichtig.

Aus diesem Grund bieten viele Versicherungsunternehmen die Lebensversicherung ab dem Jahr 2005 nicht mehr an.

Kommentar von kevin1905 ,

Bei Verträgen die vor dem 62.(60.) Lebensjahr enden sind die Ertragsanteile zu 50 % steuerpflichtig.

Hier sollte es wohl "nach" heißen. War kurz verwirrt.

Kommentar von Apolon ,

Danke Kevin, dass du meinen Fehler gefunden hast.

Gruß Norbert

Antwort
von schleudermaxe, 55

Während der Laufzeit wurden eben auf die Zinsen/Überschüsse keine Steuern bezahlt und deshalb holt sich die so hochgejubelte jetzt diesen Anteil, wenn es denn überhaupt einen gibt.

Antwort
von soissesPDF, 19

Nennt sich nachgelagerte Besteuerung.
Da Du die Versicherungsbeiträge steuermindernd absetzen kannst, werden bei Auszahlung Steuern fällig.

Kommentar von kevin1905 ,

Du bist in der falschen Schicht.

Nachgelagerte Besteuerung betritt die Basis- und Zusatzvorsorge, also

  • Gesetzliche Rente
  • Versorgungswerke
  • Rürup
  • Riester
  • betr. Altersversorgung, wenn kein Altvertrag nach § 40b EStG vorliegt.

Beiträge zur dritten Schicht, in denen die Lebensversicherung fallen würde sind steuerlich nicht abzugsfähig, wenn der Vertrag nach dem 31.12.2004 geschlossen wurde.

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