Frage von zebra4653, 45

Ist das vielleicht was psychisches (oder SVV)?

Hey Leute, ich habe irgendwie schon länger ein Problem mit meinen Haaren. (Bin 17 Jahre alt.) Vor ca. 4 Jahren hab ich ständig an meiner Kopfhaut gekratzt, erst nur wenn ich mich konzentrieren musste, ich super nervös war oder dann wenn sie juckte, doch bald wurde das zur Sucht und ich konnte damit nicht mehr aufhören, immer wenn ich meine Hände frei hatte wanderten sie sofort zu meinen Haaren. Auch mit einem Zopf oder Dutt wurde es nicht besser. Dann endlich bekam ich es nach 2 Jahren weg, doch stattdessen zwirbelte ich meine Haare um den Finger, was ich anfangs deutlich besser fand, denn das sah wesentlich appetitlicher aus, als das Kopfgekratze. Wieder erst nur zum Konzentrieren und wenn ich nervös war, dann ständig und überall. Doch es blieb nicht beim Zwirbeln, ich suchte mit den Fingern nach verhedderten Stellen und versuchte sie mit meinen Fingern zu kämmen, und nach einiger Zeit riss ich sogar richtig daran um diese Stellen zu "kämmen". Doch das brachte nur noch mehr Verhedderungen in meine Haare aber ich konnte nicht aufhören, es war also so ne Art Kreislauf. Zuhause kämmte ich immer wenn eine Bürste in Sichtweite war tausendmal drüber, denn schon ein paar Sekunden nach dem kämmen fühlte es sich wieder unwohl an und ich hatte wieder den Drang zu kämmen. Dann benutzte ich irgendwann meine Finger nicht mehr zum Kämmen, sondern ich suchte eine trockene oder kaputte Stelle in meinen Haaren strich mit meinen Fingern so oft drüber, später auch ziemlich feste und aggressiv und hektisch, bis sie sich besser anfühlten, was wahrscheinlich an dem Fett von meinen Fingern lag. Währenddessen entwickelte ich auch den Drang, dass ich meine Haare abschneiden wollte/ musste (keine Zwangsgedanken). Meine Haare fühlen sich immer so verdammt unwohl (find grad kein passendes Wort) an, dass ich am liebsten alle abschneiden würde und mir eine Glatze zulegen würde. Doch so kam es, dass ich immer wieder trockene oder kaputte Stellen rausschnitt, und wenn ich einmal damit angefangen hatte, konnte ich für Stunden (und das ist ernstgemeint und nicht übertrieben) nicht damit aufhören, ich schnitt und schnitt immer weiter meine Haare ab, die sich so ekelhaft/ unwohl / juckend oder schlecht anfühlten (ich kann des nicht ganz beschreiben). Mittlerweile ist von den ehemals langen Haaren fast nichts mehr übrig, am Nacken, wo sie sich besonders blöd angefühlt haben, sind sie nur noch Zentimeter lang und der Rest so kurz dass ich nur noch mit Mühe einen Mini-Zopf hinbekomme. Doch ich komme nicht davon weg. Ehrwähnenswert ist vielleicht auch noch, dass ich seit 2 Jahren an einer Depression leide und zwischendurch auch wegen schwerer Depression 3,5 Monate in einer Jugendpsychatrie war und immer noch zweimal die Woche Psychotherapie habe. Ich verletze mich auch schon seit einem guten Jahr selbst (Ritzen, Verbrennungen). Nun ist meine Frage ob das mit den Haaren nur ein blöder Tick oder sowas ist, oder ob es was psychisches ist. Vielen Dank schon mal im Vorraus.

Antwort
von novemberluft, 31

also ich würde vermuten, dass das von beidem etwas ist. psychisch insofern, dass du dich immer total unwohl fühlst etc. ich würde dringend mit einem Psychiater darüber reden. vielleicht schaffst du es ja wieder, dir das abzugewöhnen. ich glaub an dich, bleib stark!

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