Frage von Nikita1839, 89

Ist das Verhalten der Ärzte inkompetent?

Nach langem hin und her werde ich meinen Frauenarzt wechseln.

Allerdings würde ich gerne mal wissen, wie andere das finden.

Vorab: bei meinem alten Frauenarzt war das nie ein Problem (andere Stadt).

Ich hatte mit der neuen FA (Frauenarzt)einen Kennenlerntermin. Sie fragte mich welche Pille ich nehme und ob ich sie durch nehme. Dies bejahte ich.

Da ich die Pille durchnehme, brauche ich natürlich mehr Pillen, da ja die Pausen wegfallen.

Als ich dann also meine Pille erneut holen wollte (mache ich immer paar Tage vorher, damit ich da nicht gestresst am letzten Tag hinrennen muss), wurde mir die Ausgabe eines Rezepts für 3*21Pillen verweigert. Sie dürften nur ein Rezept pro Quartal ausstellen. Die Ärztin hat bei dem Thema Pille durchnehmen aber nicht gesagt, dass dies nicht möglich sei. Die Arzthelferinnen am Thresen sagten, es läge an der Versicherung. Ich habe mich also bei der Versicherung erkundigt und dem ist nicht so. Ich ging also irgendwann hin, da ich in den Urlaub fuhr und deshalb schonmal das Rezept holen wollte. Ging auch nicht, da nur ein Rezept pro Quartal. Als ich Nochmal nachhakte, warum es denn nicht ginge, da es ja viele, auch Jugendliche, gibt, die die Pille durchnehmen, kam nur ein "Die sind alle älter als du" (ich bin 17) . Als ich danm meine Mutter besuchte(250km weg)habe ich mir das Rezept beim alten Frauenarzt geholt. Auch er meinte, es sei sehr komisch, dass es nicht ginge, die Pille durchzunehmen.

Ist so ein unwissendes verhalten mit unklaren Antworten und die Tatsache Neupatienten nicht richtig zu informieren unangebracht?

Antwort
von Tanzistleben, 18

Nein, das ist nicht okay. Hätte die Ärztin - durchaus berechtigte - Bedenken wegen des Durchnehmens, dann hätte sie das offen mit dir besprechen müssen. So etwas via Arzthelferin zu kommunizieren, geht überhaupt nicht.

Mein Rat daher: Ärgere dich nicht mehr, wechsle lieber die Ärztin. Übrigens, mein ganz subjektives Empfinden eines schon recht langen Frauenlebens: Männliche Gynäkologen sind einfühlsamer, untersuchen vorsichtiger und gehen allgemein netter mit den Patientinnen um. Versteh' mich bitte nicht falsch, es gibt sicher wunderbare Frauenärztinnen, aber ich persönlich habe immer bessere Erfahrungen mit den Herren gemacht und nicht so gute mit den Damen. 

Alles Gute und liebe Grüße!

Kommentar von Nikita1839 ,

Ich lasse mich schon so ungern anfassen, da wäre es für mich noch schlimmer wenn es ein Mann macht ;)

Kommentar von Tanzistleben ,

Wie gesagt, das sind nur meine persönlichen Erfahrungen.........

Antwort
von Kuno33, 23

Es gibt durchaus ernsthafte Meinungen, dass das ununterbrochene Nehmen der Pille nicht unbedenklich ist. Da die meisten Pillen ohnehin schon ernste Nebenwirkungen haben können, ist es medizinisch gesehen schon vertretbar, zu verlangen, dass der Rhythmus eingehalten wird.

Allerdings wäre es dann klarer auch so zu argumentieren. Schau mal in den Baipackzettel Deiner Pille, ob da das ununterbrochene Einnehmen vorgesehen ist. Wenn nicht, geht der Arzt auch ein Risiko ein, wenn er zulässt, dass Du die Pille anders nimmt. Es ist dann nämlich eine "off lavel"-Verordnung, wo der Arzt Verantwortung für Risiken und Nebenwirkungen u. U. selbst tragen muss.

Natürlich weiß ich nicht, was Deine neue Ärztin zu diesem Shritt bewogen hat. Das müsste sie dann selbst "im Klartext" erklären.

Kommentar von Nikita1839 ,

Keine Sorge, meine Pille ist auch für das durchnehmen geeignet, da damals auch ein kriterium der auswahl dieses "feature"war

Antwort
von Violetta1, 27

Mal ehrlich.. so was hab ich auch schon erlebt . Und von wegen "sind alle älter als du".. ja da war ich 40 und mein Gyn hat ein totales Theater gemacht.

Meine Kasse sagte mir dann auch, das ist kein Problem. Hatte damals wegen was die Pille auf Kassenrezept, trotz meines Alters.

Und DU hast diese Bestätigung ja auch. Ich hätt jetzt maximal gedacht, vielleicht ist das noch anders, wenn man die Pille noch nicht selber bezahlt. aber Du hast ja von Deiner Kasse und von Deinem alten FA die Bestätigung, es ist kein Problem.

Mal ganz ehrlich?

ICH habe damals,w eil der eh dauernd so rumproblematisierte den Arzt gewechselt.  Und seitdem ist das alles kein Problem mehr.

(Rumpromplematisieren= trotz Anruf für Rezept muss man beim Abholen ne Stunde warten.. mit Termin musste man eh auch mindesstens noch ne Stunde warten.. nach dem 2. oder 3. Rezept das o.g. Geeier.. usw.)

Seitdem ich nun in einer anderen Praxis bin gibts keine probleme mehr. Die entschuldigen sich sogar noch,w enn man mal ne Viertelstunde warten muss. Und wenn ich ein Rezept brauche, ruf ich an oder maile und kanns jederzeit abholen.

Mein Gedanke für Dich: wechseln.

Antwort
von berlina76, 35

Das an unter 18 jährige keine 6 Monats Packungen ausgeschrieben werden hab ich schonmal gehört, aber wenn mit dem Arzt eine Durchnahme abgesprochen ist man sich entsprechend weigert ein Rezept mehr auszuschreiben ist seltsam. 

Hast du denn mal wie die Praxis sagt, bei deiner Kasse angerufen und nachgehakt? Was sagt deine Krankenkasse dazu? 

Ab 18 musst du die Pille sowieso selber zahlen. Ist es möglich diese eine Packung mehr die du dann brauchst auf Privatrezept zu bekommen und selber zu bezahlen?

Kommentar von Nikita1839 ,

Ich war bei der Versicherung, steht im Text. Meine Pille wird bis 20 von der Krankenkasse bezahlt :) Ich hab auch schon gefragt, wegen dem selbst bezahlen, aber selbst dann nicht!

Kommentar von Violetta1 ,

Der Arzt hat leider nen Schuss. Der will einfach nicht.

Antwort
von rukkk, 32

Ohne dem Arzt etwas unterstellen zu wollen, das hängt vermutlich mit dem Praxisbudget zusammen. Wenn der Arzt die Budget Grenze bei verschreibungspflichtigen Medikamenten überschreitet, bleibt er selbst/bzw. die Praxis auf den Kosten sitzen. Daher kommt es oft vor, dass Ärzte viele Medikamente nur einmal pro Quartal verschreiben.

Antwort
von Sirius66, 18

Es ist tatsächlich so und es liegt meines Wissens im Ermessen des Arztes.

Ich weiß auch nicht, wie das 6er Rezept das Problem lösen soll. Dies gilt dann sicher halbjährlich und man käme wieder nicht hin. Man braucht vor Ablauf der 6 Kalendermonate ein neues Rezept. So oder so. Egal, ob 3/Quartal oder 6/Hj

Gruß S.

Antwort
von sneferu, 10

Es ist grundsätzlich ganz einfach: über die Verordnung entscheidet alleine der Arzt.

Wenn deine neue Frauenärztin nicht bereit ist, die durchgehende Verordnung der "Pille" vom früheren Gynäkologen zu übernehmen, hat sie dafür bestimmt gute Gründe und du kannst nichts dagegen machen.

Kommentar von Nikita1839 ,

Dann kann sie das aber doch sagen!Und nicht einfach nichts sagen und der Patient wird es schon merken.

Antwort
von FelixFoxx, 38

Das ist auf jeden Fall nicht ok. Aber warum nimmst Du nicht einfach ein Rezept für 6 Monate, dann brauchst Du nicht so oft hin und das Argument "Nur ein Rezept pro Quartal" zieht dann auch nicht mehr...

Kommentar von Nikita1839 ,

Für 6 Monate geht erst ab 18 :)

Kommentar von FelixFoxx ,

ok, das wusste ich nicht.

Antwort
von Turbomann, 29

Gehe bei deiner Krankenkasse persönlich vorbei und und frage nach, ob das ok ist, wie sich die Ärztin verhalten hat.

Antwort
von Arteloni, 8

Ich nehme mal an da du 17 bist wird die Pille bei dir noch von der GKV bezahlt.

Der Arzt kann deinen besuch nur einmal pro Quartal abrechnen. Innerhalb dieses Quartals hat er ein bestimmtes Arzneimittelbudget. Ist dies aufgebraucht muss der Arzt aus eigener Tasche draufzahlen.

Deshalb stellen viele Ärzte keine Rezepte aus die über 2 Quartale gehen damit der patient in jedem Quartal wieder kommt.

1. wird dann das Arzneimittelbudget pro Quartal ausgeglichen belastet.

2. kann der Arzt im neuen Quartal deinen besuch erneut abrechenen

Es sind also wahrscheinilch eher (nachvollziehbare!) betriebswirtschaftliche Gründe als medizinische.

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