ruler am 15.12.2008 um 11:38 Uhr
Von nicht wenigen Menschen hört man, dass sie nicht gefragt wurden, ob sie geboren werden wollten. Sind diese Menschen ehrlich, haben sie einen Knacks, sind sie depressiv oder falsch erzogen? Müssen wir wirklich froh darüber sein, dass unsere Eltern uns gezeugt haben?

Ich drücks mal so aus: Wenn man nicht geboren wird, weiß man nichts davon. Ergo: Man muß sich nicht freuen, man hat es sich nicht hat raussuchen können, noch kann einem jemand einen Satz wie "Sei gefälligst froh, daß du geboren wurdest" um die Ohren hauen.

Also ich mache keinen Luftsprung aus Dankbarkeit! Ich habe seit 30 Jahren keinen Kontakt zu meinen Eltern (lange Geschichte). In meiner Kindheit wurde mir das auch tgl. eingebleut, dass ich dankbar zu sein habe. Nur fragte ich mich jeden Tag, ob die Hölle, in der ich aufwuchs, Dankbarkeit verdient hat. Ich lebe! Daran kann und werde ich nichts ändern! Es ist ein Zufall, dass gerade dieses eine Samenfädchen sich den Weg ins Leben erkämpft hat. Es hätte auch ein anderes sein können, dann wär nicht ich sondern ein anderer Mensch geboren. Also muss ich ja schon im Urstadium eine Kämpfernatur gewesen sein und habe mich durchgedrängelt, um leben zu können! Ich glaube nicht, das meine Eltern da einen Einfluss drauf hatten!

JEDER ist für sein Leben selbst verantwortlich! Und wenn wir wirklich "zufällig" entstehen würden... meine Güte welches Chaos! Jeder hat auf einer anderen Ebene sich für ein DASEIN auf dieser Erde entschieden, was es aber nicht zwangsläufig zu einem glücklichen macht. Aber genau das sehe ich als meinen Job an: zu erkennen, wer ich wirklich bin, warum ich hier bin. Und ja, auch ich hatte eine beschissene Kindheit, aber macht es Sinn, heute als Erwachsener noch immer die Eltern dafür verantwortlich zu machen, dass es war, wie es war? Wie wäre es eigenverantwortlich dafür zu sorgen, dass ich gerne da bin, dass ich dem Leben die schönen Seiten abgewinnen kann?! Ich möchte meine Macht nicht mehr an meine Eltern abgeben, denn genau das ist es, wenn ich heute noch immer bei ihnen die "Schuld" suche. Wem ich die Schuld gebe, gebe ich die Macht!

Nein, dass ist in meinen Augen kein Muss. Aber ich glaube, dass es von den Lebensumständen und der Gesundheit abhängig ist, ob jemand Freude empfinden kann. Das sage ich aus eigener Erfahrung heraus. In einer tiefen Depression oder mit einer Krankheit mit voller Verzweiflung kamen mir zwangsläufig die Gedanken, nicht mehr leben zu wollen. In besseren Zeiten bzw. jetzt nach Ende meiner Krankheit, bin ich dankbar leben zu dürfen und kann mich auch des Lebens freuen. Jeder der sich nicht freuen kann, sollte versuchen Hilfe zu bekommen, damit er eines Tages Freude erleben darf.
es ist nicht immer ein wirklicher genuss auf dieser welt zu sein. aber wir haben wohl noch glück gehabt zumindest nicht in einem von kriegen oder extremer armut gebeutelten land zuleben bzw geboren worden zu sein.

Eigentlich gibt es im Universum keine Regeln, die man befolgen muss. Selbst die Naturgesetze kann man beugen. Die Gesellschaft definiert Werte. Bindend sind die im Gesamtkontext aber nicht. Sie helfen innerhalb einer Gruppe von Menschen eine bestimmte Richtschnur zu halten. Aber dieser Schnur ist keiner verpflichtet zu folgen. Man muss auch weder glücklich noch traurig sein oder die eine oder andere Richtung anstreben. Wer das tun will und sich somit Grenzen setzt, der hat die Freiheit dazu. Er soll aber nicht von Pflichten reden, nur weil er verlernt oder nie die Fähigkeit erworben hat sich treiben zu lassen.

ja- denn die erste Pflicht im Leben-heisst Leben und sich über alles gute freuen. Unser Leben ist ein GESCHENK .Egal ob Reich oder Arm Geboren. Wir müssen selber alles tun-um Gesund zu bleiben.
miramanee am 16. Dezember 2008 18:32 Soso?! Und wer bestimmt das? Du?! Ganz sicher nicht. Vermutlich lebst Du im Käfig der Dogmen und Plattitüden und kannst noch nicht einmal annähernd erahnen was es bedeutet zu existieren.
naja das nicht-existieren fänd ich zumindest im vergleich hierzu total öde :P wer wirklich alles durchdacht und mitgemacht hat und trotzdem nicht leben will, soll's halt lassen. steht ja jedem frei...

Wenn hierzulande sich jemand so äußert, dann ist er wohl grade in einem seeelischen Tief. Aber frag mal die Leute im Davour wie die sich freuen an diesem Ort auf dieser Welt sein zu dürfen.

ich bins... und viele andere auch,übrigens,es gibt bestimmt genügend Leute die glücklich wären nur gesund zu sein,denk mal drüber nach!!

Es sind auf jeden Fall Menschen mit Problemen, die sich ungeliebt und abgelehnt fühlen.

nein, ein 'muß' ist das wohl nicht. der spruch kommt aber wohl hauptsächlich von leuten, die gerne verbal noch einen draufsetzen, ohne dass sie sich wirklich mit der bedeutung auseinander gesetzt hätten...

naja, philosophie liegt mir eigentlich nicht, aber ich bin froh das es mich gibt, sonst würde es doch nicht meine kinder geben, oder?
wer die Tragikomödie zum Lebensinhalt machen möchte legt sich das Leben so zurecht wie er es braucht:
..., weil er faul und bequem ist
..., weil vergnüglich am Leben zweifeln spassiger ist