Frage von netty2015, 77

Ist das schon Alkoholabhängigkeit?

Wenn jemand jeden Abend ein, zwei, drei Gläser wein zu sich nimmt,ist das schon eine Abhängigkeit? Ich kann leider keine Aussagen dazu treffen, ob die Person wirklich jeden Abend trinkt und ob sie auch gut "ohne" klar kommt. Ich weiss, dass es verschiedene Stufen der Abhängigkeit gibt und physische und psychische Abhängigkeit. Was ist das oben genannte Beispiel? Mit meinem geringen Wissen würde ich das nicht als Abhängigkeit im klassischen Sinne betiteln. Aber: warum macht Mensch das? Als reiner Genuss?

Wenn ich das im Ausgleich zum stressigen Arbeitstag "brauche" oder es mir dann gut tut, bin ich dann schon abhängig?

Sorry, ich bin einfach nur neugierig, weil ich das ganze so gar nicht einschätzen kann, es mich aber interessiert.

Ich bin sehr gespannt auf Antworten

Antwort
von MaxNoir, 41

Na ja, dass es dich beschäftigt zeigt eigentlich schon, dass du dich auf einem Pfad befindest der leicht zur Sucht führen kannst. Du musst einfach den Selbstversuch starten und einen Monat auf jeden Alkoholverzichten und sehen wie du darauf reagierst. Ich meine, wenn du Alkohl nach der Arbeit trinkst um runterzukommen, dann ist das ok. Wenn du aber sagst, du brauchst es zum Runterkommen oder so, dann ist das etwas anderes.

Online gibt es auch Fragebögen wo du gucken kannst, ob du klinisch schon als süchtig gilst.

Antwort
von jephi, 14

Schau mal in diesen Vortrag: https://www.caritas-nah-am-naechsten.de/media/Media0726520.PDF. Vielleicht hilft´s.

Antwort
von bofelowjoe, 30

Wenn du nicht mir ohne Alkohol kannst dann schon.

Antwort
von unbekannt209, 35

Im allgemeinen kann man da noch von keiner Abhängigkeit reden soweit sich das einschätzen lässt meistens reagieren Personen die Alkoholabhängig sind und gefragt werden aggressiv oder verharmlosen alles
Ernst wird es erst wenn die Person
1. nicht mehr ohne regelmäßigen Alkoholkonsum kann
2. sich von Freunden und Familie distanziert
3. ohne Alkohol entziehungserscheinungen entstehen
Oder 4. der Charakter starke Veränderung durchlebt
Auf jedenfall solltest du ein Auge auf deinen Freund haben damit falls wirklich keine Abhängigkeit besteht keine entsteht
Hoffe das hilft

Antwort
von tommy4gsus, 19

Das ist wohl eine Definitionssache. Viele beurteilen nach unterschiedlichen Maßstäben, wann eine Alkoholsucht vorliegt. Ich persönlich würde es bei bestimmten Personen anders ansetzen und bin der Meinung, dass es keine Pauschalantworten gibt!

Der eine trinkt jeden Abend zwei-drei Gläser Wein und ist und bleibt dabei ein liebenswerter Mensch, der andere trinkt die gleiche Menge und wird zur Pest und schlägt Frau und Kinder.

"in vino veritas" sagten die alten Römer und hatten recht. Wer Alkohol zu sich nimmt, bei dem wird offenbar, was im Herzen schlummert. Und das ist nunmal bei jedem Menschen anders. Auch der Suchtfaktor.

Bei mir ist es nicht der Alkohol, aber die Zigaretten. Ich habe mehrere Jahrzehnte geraucht, nun seit 11 Jahren nicht mehr. Ich käme aber nicht auf die Idee, mich als "Nichtraucher" zu bezeichnen (ähnlich wie bei einem Alkoholiker!), sondern ich bin jemand, der nicht mehr raucht. Ein Alkoholiker bleibt einer, selbst wenn er nicht mehr trinkt, er ist dann "trocken"

Antwort
von norbert9014, 2

Abhängigkeit ist keine Mathematik... und doch eine!

Was ich damit sagen will ist, dass es sicherlich Grenzwerte gibt, die nach auch sehr wissenschaftlichen Erfahrungen Aussagen und Gefahren kennzeichnen.

Aber Abhängigkeit ist auch eine sehr individuelle Psychische Sache;- heißt: Die betreffende Person muss ein Problembewusstsein zu den Dingen ihres Lebens entwickelt haben. das muss nicht einmal punktgenau zu der Einsicht führen "Ich gehe zumindest fahrlässig mit einem bestimmten Konsum um"

Wenn Wikinger gefeiert haben, und Raubritter... da gab es den Begriff der Alkoholabhängigkeit gar nicht... und die haben gesoffen, dass man sich heute kein Bild mehr machen kann  :-)

Du sagst, Du weißt nicht ob die betreffende Person das regelmäßig einnimmt, ob sie ohne gut klarkommt...

Aussagen aus der Ferne über Dritte: Das ist eher etwas, wo schwere persönliche Konflikte entstehen können... weil man sehr schnell aus einem Vorurteil handelt und evtl. Behauptungen über Personen trifft, die einem sehr schmerzhaft wieder auf die Füße fallen können.

Es kommt insgesamt auf den Unterschied zwischen "Genuß-Gebrauch-Mißbrauch" an. Dem persönlichen Empfinden dazu.

Genuß = klar

Gebrauch? Wenn ich vor einer schwierigen Situation (Prüfung, Vorstellungsgespräch...) mir Mut antrinken muss, wird es schon kritisch

Nicht von der Menge her,- sondern von dem wie ich mich psychisch abhängig mache. Kann ich schwierigen Situationen nur dann begegnen, wenn ich mich vorher "in Stimmung trinke oder so beruhige"?

Oder ist es für mich super etwas zu trinken, um zu "vergessen"? Nur für heute abend... ist ja nichts dabei

Diese Dinge entwickeln eine eigene Dynamik (Stichwort: "Alkoholtoleranz" / "Dosissteigerung" etc.- die sehr schnell hochproblematisch werden kann...... werden kann!

Mißbrauch = .. muss man nichts mehr zu sagen

Hoffe, meine Antwort hilft das Ding besser einzuordnen
Sincerely, Norbert

Antwort
von Feuerherz2007, 22

Das ist reiner Genuss, ein Alkoholabhängiger gibt sich mit so geringen Mengen nicht zufrieden, das steigert sich ständig und endet im kompletten Absturz.

Antwort
von robi187, 12

"Wenn ich das im Ausgleich zum stressigen Arbeitstag "brauche" oder es mir dann gut tut, bin ich dann schon abhängig?"

die warscheinlichkeit das da schon ein abhänigkeit vorhaden ist, könnte sehr gross sein? denn man macht damit die realtät weg? reale gefühle? usw?

auch wenn man regelmässig kleine mengen trinkt könnte man schon abhängig sein nicht die menge macht es, sonder man kann es nicht mehr lassen?

aber wie auch immer, das thema beschäftigt dich wohl als angehörige/r?

dann schaue mal die seiten der selbsthilfegruppe an und frage einfach mal dort an.

http://al-anon.de/

oder wenn du betroffene/r bist

https://www.anonyme-alkoholiker.de/

dort kannst du alle erfahrung kraft und hoffung teilen?

Antwort
von olsen, 18

Wenn man jeden Abend/Tag Alkohol trinkt, gilt man als Alkoholiker.

Antwort
von moonrox, 12

Die Definition hilft hier weiter. Wer in einer Regelmäßigkeit konsumiert, ist betroffen.

Antwort
von MariaNinaEb, 33

Ich würde es nicht als Abhängigkeit betiteln. Aber man unterscheidet ja auch noch, ob er/sie/es einen Rausch erzeugen will oder nur rein vom Geschmack trinkt.

Denn gerade bei Wein gibt es viele Menschen die ihn nur vom Geschmack her mögen. (nicht wegen der Wirkung)

Wenn jemand jeden Abend 1,2,3 Gläser Schnaps trinkt, wäre das nochmal was anderes

Kommentar von robi187 ,

es wird immer gerne klein/schön geredet ? aber frage mal fachleute? z.b. eine suchtberatung?

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