Frage von Meine5teTasse, 45

Ist das rechtlich in Ordnung, dass ich die 2 Euro und 30 Cent nicht erhalten habe?

Hallo an alle,

ich hatte vor kurzem ein erstes Date und sind unter anderem mit einer Fähre gefahren.Wir waren beide in ihrem Wagen und wusste nicht, dass man für Fahrzeuglänge UND Personenanzahl zahlt. Nachdem ich mich gewundert habe warum sie so viel zahlen musste, sah ich auf die Quittung und stellte fest, dass neben der Fahrzeuglänge auch die Anzahl der Fahrzeuginsassen relevant ist. Nachdem ich den Kontrolleur darauf hingewiesen habe, dass ich bereits ein Jahresticket habe meinte er, dass das bereits verbucht sei und es nicht mehr rückgängig machen kann. Ich hab das dann gut lassen, weil es letzten Endes auch um kein Vermögen ging aber ist es so rechtlich in Ordnung?

Antwort
von lieblingsmam, 45

Woher soll der Kontrolleur wissen das Du ein Jahresticket hast? Hättest Du es vorgezeigt, hättest Du Geld gespart.

Kommentar von Droitteur ,

Woher er das wissen soll? Im Rahmen der Frage, die hier gestellt wird, weiß er es ja, nur eben erst nach Zahlung.

Das ist aber unschädlich. Selbstverständlich berechtigen Unzulänglichkeiten im Buchungssystem nicht zum Behalten ungerechtfertigter Bereicherungen.

Kommentar von AalFred2 ,

Warum der Besitz eines Tickets dazu berechtigen sollte, ein bereits erworbenes zurückzugeben, erschliesst sich mir aber auch nicht.

Kommentar von Droitteur ,

Der Fährmann soll das Ticket nicht zurücknehmen, sondern den korrekten Preis berechnen; nichts weiter. Oder wenn du es so genau nehmen willst: Entweder ist wegen Dissens schon gar nicht ein Vertrag über ein Ticket für zwei Personen zustande gekommen oder im Zweifel ist die Erklärung anfechtbar, soweit ein Ticket nur für eine Person gekauft werden sollte. In beiden Fällen ist zu viel Erhaltenes zurückzugewähren - du weißt doch wohl, wovon ich rede, wenn ich von einer "ungerechtfertigten Bereicherung" rede? 0o Wirst du danach noch die Fantasie aufbringen, um zu versuchen zu sehen, wie ich zu meinem Ergebnis komme, selbst wenn es falsch ist, statt mich plump-überlegen anzumachen, weil dir etwas nicht passt; damit ich nicht immer alles in aller Breite ausführen muss?

Oder um in deiner wie üblich lakonischen Art zu antworten: Wo ich sagte, dass ein Besitz zu einer Rückgabe berechtige, kann ich nicht erkennen.

Kommentar von AalFred2 ,

Zuerst einmal habe ich im gleichen Stil geantwortet wie du. Offensichtlich hat die Fahrerin ein Ticket für zwei Personen und ein Auto gekauft. Natürich könnte man versuchen den Vetrag wegen Irrtums anzufechten. Das könnte aber dazu führen, das man für den Aufwand schadensersatzpflichtig wird und so die 2,30€ trotzdem los.

Kommentar von Droitteur ,

Bezüglich des Stils will ich dir recht geben. Ich hätte mich aber überhaupt nicht beschwert, wenn du mir nicht schon mehrfach damit aufgefallen wärst, so dass ich es so langsam einfach mal persönlich nahm :D

Mag sein, dass ich da zu empfindlich bin. Letztlich habe ich genauso den Stil der vorherigen Beitrags gespiegelt^^

An deiner Einschätzung mag was dran sein.

Kommentar von AalFred2 ,

Dann will ich mich mal erklären. Ich bin kein Mensch der vielen Worte. Ich versuche meine Anmerkungen möglichst schnell auf den Punkt zu bringen. Damit will ich dir nicht zu Nahe treten, vor allen Dingen da deine Antworten ja durchaus auf fundierten Kenntnissen beruhen. Deutlicher werde ich dann bei den vielen Antwortenden hier, deren Antworten geraten sind, auf Bauchgefühl oder Bildzeitungslektüre beruhen oder direkt aus der Glaskugel stammen, weil ich der Meinung bin, dass diese schlimmstenfalls dem Fragesteller schaden.

Also nochmal: Das sollte kein Angriff sein.

Kommentar von Droitteur ,

Ganz herzlichen Dank!

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