Frage von 1989Kriss, 88

Ist das normal wenn alle Zeugenaussagen vom Polizeibericht abweichen?

Bei mir war das der Fall das alle Aussagen die von der Polizei aufgenommen wurden zu 100% widersprüchlich zu den Aussagen die, die Zeugen schriftlich gemacht haben. Zum Beispiel stand bei einer sie wollte den Herrn xy der dabei war unterstützen obwohl sie nur die Gemüter beruhigen wollte. Das ein Zeuge mal eine andere Aussage macht kann ja passieren aber doch nicht gleich alle Zeugen. Die müssten sich ja alle absprechen. So ein Polizist sollte besser nicht als Beamter arbeiten wenn er damit schon überfordert ist. Die Polizisten die anwesend waren müssen den Bericht schreiben oder geben die das ein anderem Kollegen? Da könnten dann eventuell Fehler passieren wenn es von Schreibtisch zu Schreibtisch landet.

Antwort
von Artus01, 40

Was ist daran so ungewöhnlich? Bei der Vernehmung durch die Polizei wird so vorgegangen wie es sich der Polizist nach seinen Kenntnissen abgespielt hat, die Fragestellung ist dementsprechend (na es werden mich jetzt wieder einige Steinigen). Darum geht man, auch als Zeuge, meist besser nicht zuur Polizeilichen Vernehmung.

Die eigentliche Wertung der Sache obliegt danach zunächst dem Staatsanwalt und dann, eventuell später, dem Gericht.

Kommentar von 1989Kriss ,

Bei einer Zeugenaussage die von der Polizei aufgenommen wurde stand drin das sie den Herrn xy unterstützen wollte damit es zu keiner weiteren Eskalation kommt.
In der schriftlichen Aussage schreibt sie das sie die Gemüter beruhigen wollte.
Sie wollte damit sagen den Mann ruhig stellen damit es zu keiner weiteren Eskalation kommt zwischen mir und den Mann und er mich angreift.
Die Aussage von ihr die schriftlich war ist vollkommen korrekt gewesen. 
Sie konnte sich leider zu der Körperverletzung etc. nicht äußern weil sie es nicht gesehen hat.
Weil das ist ja auch korrekt wenn man nichts gesehen hat äußert man sich da besser nicht.
In seiner Aussage hieße es es sehe so aus als würde ich mit dem Fahrrad weg fahren obwohl das in diesem Fall nicht stimmte.
ich habe mein Fahrrad vom Boden aufhoben und wollte das an den Rand schieben.
Worauf der ältere Mann mich festgehalten hat und angedroht hat er würde mich umlegen wenn ich ihn noch mal anfassen sollte was natürlich Schwachsinn ist weil ich ihn nicht mal berührt hatte.
Das steht in seiner persönlichen Zeugenaussage nicht drin.
Da hatte ich schon Angst da der Mann trotz der dem Alter kräftiger gebaut war als ich.
Kann man die Frau wenn ich frei gesprochen werden auf Geld verklagen und wenn ja wie viel?

Auf folgende Punkt würde ich sie verklagen.

1) Das ich mit ihr vor Gericht gehen muss
2) Aufwand wegen Anwalt
3) Das sie mich angezeigt hat
4) Weil sie mich vor der Polizei als Straftäter dargestellt hat
5) Das sie mich genötigt hat und mich fast angreifen wollte (Habe zum Glück keine Körperverletzung gehabt aber eine seelische Verletzung zählt ja auch)

Ich fühlte mich durch den Mann auch genötigt das er mein Fahrrad fest gehalten hat und mir angedroht hat er würde mich umlegen weil ich was gemacht habe was nicht war.

Das hatte die andere Zeugin die auch die Polizei angerufen hat auch erwähnt.
Aber das hatte die Polizei nicht in den Bericht genommen.
Die Person hatte leider nicht schriftlich ausgesagt.

Kommentar von Artus01 ,

Das kannst Du tun. Da Du aber bereits einen Anwalt hast besprich das erstmal mit ihm.

Kommentar von 1989Kriss ,

Das werde ich auch alles machen falls ich noch einen Termin im neuen Jahr bekomme.
Bekomme auf jeden Fall noch Post vom Anwalt.
Da werde ich auch erwähnen das der Herr xy mir gesagt hatte er würde mich umlegen wenn ich ihn noch mal anfassen würde.
Ich habe ihn nie angefasst.
Der einzige der angefasst hat war er.
Und zwar hat er mein Fahrrad angefasst.
Der hat das nicht nur einmal gesagt sondern direkt zweimal.
Von dem kam auch die Aussage ich wäre ums Fahrzeug gegangen um die rechte Tür aufzureißen.
Ich bin weder ums Fahrzeug rumgegangen noch war das die rechte Tür. Es war die linke Tür.
Kein Wunder wenn man so viel Mist verzapft kann ist es nicht verwunderlich das er einen Schläge androhen möchte.
Dieser Mann war nicht sehr freundlich.
Außer dem Mann hat kein Zeuge was von Schlägen gesehen.

Antwort
von Schnoofy, 48

Ich glaube das solche differierenden Zeugenaussagen häufiger vorkommen als man denkt

Es ist nun einmal so, dass ein und dasselbe Ereignis von unterschiedlichen Menschen völlig anders wahrgenommen wird. Das kann die verschiedensten Gründe haben, z. B. abweichende Standorte, Blickwinkel, Sonneneinstrahlung, kurzzeitige Ablenkung und und und....

Aufgabe der Polizei ist es, unplausible Details heraus zufiltern und sich aus den logischen Aussageteilen ein möglichst genaues Bild vom Ablauf des Geschehens zu machen.

Kommentar von 1989Kriss ,

Eine Zeugin hatte laut Polizeibericht gesagt das sie Herrn xy unterstützen wollte.
Herr xy hatte mich festgehalten und für die anderen Zeugen sah das bestimmt so aus als würde er mich angreifen wollen.
Er hatte mein Fahrrad fest gehalten.
In der persönlichen Aussage hatte sie geschrieben das sie die Gemüter etwas beruhigen wollte.
Das stimmt auch.

Kommentar von Drizzt1977 ,

Du würdest dich wundern, wie oft Zeugen später in einer Vernehmung etwas anderes sagen, als vor Ort. Da kann der zuvor gefertigte Beamtenbericht zum Teil erheblich von abweichen.

Kommentar von 1989Kriss ,

Klar aber es besteht ein Unterschied zwischen unterstützen und Leute beruhigen.
Das hatte sie auch gemacht.
Ich glaub eher das hier etwas schief gelaufen ist.
Das die Aussage der Geschädigten davon abweicht war sowieso klar.
Die war sich auch keiner einzigen Schuld bewusst selbst als ich gesagt habe das, dass mit der Türe zuschlagen ein Fahler von mir war.
Die hat in ihrer Aussage sehr viel fantasiert.
Sie hatte zum Beispiel Verletzungen angegeben die von der Polizei nicht aufgenommen wurden.
Zum einen liegt kein Attest vor was laut der Aussage meines Anwaltes wichtig gewesen wäre.
Selbst die Polizei hatte angegeben das sie ein Attest beifügen kann.
Aber wenn auch keine Körperverletzungen vorliegen kann man auch kein Attest beifügen.
Selbst der Anwalt hat fest gestellt das die angeblichen Verletzungen älter sind und mit der Tat gar nichts zu tun hatte.
Der Anwalt hat die Bilder im orginal vor liegen.
Ich sollte sie am Hals gepackt haben und gegen die Motorhaube ihres Wagens gedrückt haben.
Das ist natürlich Unsinn und das hatte kein Zeuge ausgesagt.
Als nächstes wollte der Anwalt überprüfen ob die Innenverkleidung sich so einfach lösen kann wenn man die Tür kräftig zuschlägt oder ob diese schon vorher locker war.
Das soll ein KFZ Gutachter beurteilen.
Er wollte noch ein Brief ans Gericht schreiben.
Aber bis jetzt habe ich noch nichts bekommen.
Dann bekomme demnächst noch Antwort

Kommentar von Schnoofy ,

Zeugen sollen eigentlich nur das Geschehen  möglichst genau schildern. Persönliche Kommentare wie zum Beispiel Schuldzuweisungen und ähnliches haben nichts mit einer Zeugenaussage zu tun.

Kommentar von 1989Kriss ,

Es ist ist ein Unterschied ob man sagt man wollte einen unterstützen oder man wollte einen beruhigen und dafür sorgen das die Person in diesem Fall ich wartet bis die Polizei kam.
Das was sie geschrieben hat trifft zu 100% zu.
Sie konnte sich zu der Sache leider nichts schreiben weil sie es nicht gesehen hat.

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