Frage von heerstrass, 129

Ist das Verhalten der BG richtig?

Was mein Hauptanliegen angeht, hatte ich das ja bisher ganz deutlich formuliert. - kurz, ich habe am 14.03.2014 einen Arbeitsunfall gehabt und die BG hat, am letztmöglichen Datum, einen Auftrag zur Gutachtenerstellung an einen Facharzt gegeben. Dadurch bedingt habe ich bis heute nur Nachteile - was noch schlimmer ist, nach der Untersuchung, die am ** 11.09.2015** stattfand, hat sich bis heute keiner bewegt. "Mein" Orthopäde schreibt mich weiterhin krank - nach seiner Auffassung ist das begründet. Der Unfall ist nicht "von der Hand zu weisen"-aber, ich kann keinen dazu bekommen, dass jetzt endlich einmal eine Entscheidung getroffen wird. Die BG - da kann ich schreiben, was ich will, es kommt noch nicht einmal eine Antwort. Der Facharzt, der das Gutachten erstellen soll, antwortet mir noch nicht einmal auf meine Frage, wie weit das Gutachten schon fortgeschritten ist. Ich ärgere mich schwarz, wenn ich zum Orthopäden gehe und meine erneute Krankmeldung liegt schon griffbereit. Könnte ich gesundheitlich so wie ich wollte, dann hätte ich schon lange meine Arbeit wieder aufgenommen. So lassen einen "Entscheidungsträger" hängen. Bin ich echt schon gezwungen, jetzt schon den Rechtsweg zu suchen? Vielleicht hat ja irgendeiner mit einem solchen Vorgang schon Erfahrung!!!!

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo heerstrass,

Schau mal bitte hier:
Recht Sprunggelenk

Antwort
von schnute71, 129

Mein Mann hatte am 13.05.2013 einen Arbeitsunfall. Verletztengeld erhielt er bis zum 09.11.2014. Erst dann wurden 4 Gutachter beauftragt. Anfang August 2015 war dann das Gesamtgutachten fertig, welches von der BG noch mal geprüft wurde. Mitte Oktober 2015 erhielt er dann die BG Rente rückwirkend als komplette Nachzahlung und Ende Oktober die erste BG Renten-Überweisung für den Monat Oktober.
Wir haben alle Gutachten in Kopie und wurden von der BG darauf hingewiesen, dass die Gutachten nicht an dritte, sprich an die Unfallversicherung, weitergegeben werden dürfen.
Unsere Unfallversicherung hat selbst Gutachten in Auftrag gegeben.  

Kommentar von schnute71 ,

Ich dachte das dein Unfall bereits anerkannt ist.
Ich kenne jemand der 10 Jahre gegen die BG, um Anerkennung des Arbeitsunfalls geklagt hat.

Kommentar von heerstrass ,

Bei der BG dokumentiert, nachdem ich das selbst zunächst in die Wege geleitet habe. Anerkannt wird es sicherlich erst, wenn das Gutachten zu meinen Gunsten sein sollte. Auch die vorherige mündliche Aussage des Gutachters - er geht, dem ersten Anschein nach davon aus, dass mind. 50% Einschränkung vorhanden sind - trifft ja erst fest zu, wenn diese schriftlich dokumentiert ist.

Kommentar von schnute71 ,

Das stimmt. Viel Glück!
Wir waren von der BG auch genervt, aber mittlerweile muss ich sagen, dass sie auch nur ihre Arbeit machen und manchmal dauert es. Wir können uns im Nachhinein nicht beschweren. Bei uns hat immer alles sehr gut geklappt. Und so sollte es ja auch sein.

Antwort
von Lokicorax, 104

Hoi.

Ohne eine abschliessende Entscheidung der BG(Rentenbescheid, also entweder komplette Ablehnung oder MdE in Höhe X) macht der Rechtsweg keinen Sinn. 

Man könnte halt nur auf Erlass eine Bescheides klagen("Untätigkeitsklage"), aber dazu muss die BG schuldhaft untätig sein. Sie warten ja seit sieben Wochen auf das Gutachten - ohne das kommen sie eben auch nicht weiter.

Ciao Loki

Kommentar von heerstrass ,

Richtig - das es aber so lange dauert, bis das ein Gutachten gefertigt ist, damit hätte ich nicht gerechnet.

Antwort
von FrauStressfrei, 99

Ich verstehe nicht ganz, was du möchtest. Du bekommst vermutlich Geld von der BG, was in der Regel mehr ist, als Krankengeld. Dann hat die BG keine Auszahlungsbeendigung, dein Krankengeld währe nämlich jetzt zuende und du würdest Grundsicherung bekommen. Normalerweise wird man bei einem Arbeitsunfall so bevorzugt an allen Ecken und Kannten, dass ich noch nie jemanden gehört habe, der sich darüber beschwert. Selbst wenn du eine MDE von 100 % bekommst, wirst du kaum mehr Geld als jetzt bekommen? Was willst du denn? Etwa 3 Jahre kann so ein Verfahren mit Gutachten und so dauern. Aber wie erwähnt: man erkennt deinen Grund zu Beschwerde nicht.

Kommentar von heerstrass ,

Da liegst Du falsch! Bis nicht einwandfrei festgestellt ist, dass die augenblickliche gesundheitliche Einschränkung auf den Arbeitsunfall zurückzuführen ist, gibt es von der BG gar keine Leistung. Um diese festzustellen, hat die BG 15 Monate Zeit. Das kann man nur - wie man mir gegenüber äußerte - mit einem Gutachten. Es wurde, kurz vor Ablauf der 15 Monate, ein entsprechender Arzt - Gutachter - beauftragt. Auf meinen Vorschlag hin wurde dazu ein Facharzt - nicht mein momentan behandelnder Orthopäde - ausgewählt. Mir wurde auch gesagt, dass es etwas dauern kann, bis das schriftliche Gutachten erstellt ist. Das ist aber inzwischen mehr als 10 Wochen her. Finanziell habe ich von der BG bisher absolut 0 bekommen. Alle Kosten zu den verordneten Anwendungen habe ich bisher selbst bezahlt. Zuzahlungen zu Schmerzmitteln ebenso. Klar, ich bekomme Krankengeld, aber, wer die gesetzlichen Vorschriften kennt, der kann sich ausrechnen wie hoch das ist (90% vom brutto oder 70% vom netto abzgl. geringer Sozialversicherungskosten - die dann niedrigere Summe zählt als Tagessatz - empfinde ich auch als Schweinerei, aber, die Gesetzgebung ist eben so!!!).

Ist das kein Grund zur Beschwerde???

Kommentar von FrauStressfrei ,

Ganz ehrlich? Dieses Gutachten und wenn du dagegen angehen willst, das dauert Jahre. Und da du gar keinen Befund hast, der einen Hinweis auf einen Arbeitsunfall liefert, ist die Wahrscheinlichkeit echt minimal. Du bist nächsten Monat raus aus dem Krankengeldbezug. Was willst du dann machen?

Kommentar von heerstrass ,

Nach meiner Info durch die Krankenkasse bekomme ich noch mindestens 12 Monate Krankengeld!!!

Kommentar von schnute71 ,

Krankengeld bekommst du 78 Wochen. Danach kannst du ALG 1 nach der Nahtlosigkeit beantragen.
Voraussetzung dafür ist, dass der Gutachter vom Arbeitsamt einschätzt, dass du die nächsten 6 Monate weiterhin erwerbsunfähig bist und unter 15 h/Woche liegst. Dazu musst du allerdings dann einen Rentenantrag auf Erwerbsminderungsrente stellen.

Kommentar von FrauStressfrei ,

Du schreibst ja nicht, wie lange du Zwischendurch gearbeitet hast, aber du solltest mal durchrechnen wieviel Zeit du noch hast. 18 Monate gibt es nur, dann bist du raus. Ich habe mir deine anderen Beiträge durchgelesen. Du hattest eine Wirbelsäulenstauchung. Das tut weh, ich weiß . Hatte ich auch mal nach einem Motorradsturz. Aber nach etwa 3 Wochen ist das wieder gut und dann ist die BG raus. Wenn du dann immer noch Rückenschmerzen hast, ist das Krankenkasse und keine BG Sache. Ich lese ja gar nichts von einer Diagnose, die auch nur einen kleinen Hinweis aus Unfallfolgen gibt. Also kannst du auch nicht mit einer MDE rechnen. Versuche doch mal, ne Reha zu bekommen.

Kommentar von heerstrass ,

Reha-Unterlagen habe ich bereits von meiner Krankenkasse bekommen

Kommentar von FrauStressfrei ,

Ja, dann solltest du die Reha auch machen. Denn da wird man vorher und nachher begutachtet. Allerdings: selbst wenn dir nach der Reha bescheinigt wird dass du AU bist, wenn die 78 Wochen um sind sie um.

Antwort
von Novos, 99

Hat Dein Arbeitgeber den Unfall umgehend der BG gemeldet?

Kommentar von Pfaffenhofener ,

Sollte in diesem Fall keine Rolle spielen, da es ja von der BG schon als Arbeitsunfall behandelt wird.

Kommentar von heerstrass ,

Richtig - die BG ist ja inzwischen tätig geworden, aber "auf den letzten Drücker". Damit hat sie alles herausgezögert, was für mich persönlich sehr wichtig war und ist. Da ich für alle weiteren Wege jetzt das Gutachten haben muss, konnte ich auch Fristsetzungen meines privaten Unfallversicherers nicht einhalten (innerhalb von 18 Monaten muss eine Invalidität prozentual festgelegt werden). Deshalb hat dieser Versicherer zunächst jede weitere Entschädigungszahlung abgelehnt. Der Erstbehandelnde Arzt wollte einen Invaliditätsgrad nicht festlegen, weil er damit einer Entscheidung in einem BG-Gutachten vorgegriffen hätte - der jetzt behandelnde Orthopäde schreibt eine Begutachtung, dass ich, mit der zwischenzeitlichen Feststellung - Verschleiß der Wirbelsäule - keine Arbeiten mehr dauerhaft durchführen kann. Inwieweit aber der heutige gesundheitliche Zustand eine direkte Folge des Unfalls, der unbestreitbar ist, ist, vermag er nicht zu sagen. Hier schiebt ein Arzt das auf den anderen. Dass ich aber 5 Tage vor dem Arbeitsunfall noch an einem Tennisturnier teilgenommen habe und 3 Tage vorher noch mit Freunden Joggingrunden gedreht habe, das akzeptiert niemand. Seit dem Unfall geht gar nichts mehr, was Sport angeht. Am meisten ärgert mich, dass in dem Abschlussbericht des Erstbehandelnden Arztes steht: trotz vom Verunfallten geäußerten weiterhin bestehenden Schmerzen im LWS-Bereich betrachte ich die BG-liche Behandlung als erledigt und übergebe Herrn H. in weitere kassenärztliche Behandlung. Wenn so etwas geschrieben wird, müsste doch normalerweise ein ausgebildeter Arzt einen mittels einer Überweisung an einen Orthopäden weiterleiten. Auf diesem Standpunkt stehe ich heute. Ich habe danach versucht, meiner Arbeit weiterhin, trotz Schmerzen, nachzugehen und habe meinem Rücken damit weiteren Schaden zugefügt. Das steht heute, nach Aussage des mich momentan behandelnden Arztes fest.

Hätte ich mich seinerzeit nicht darum bemüht, wäre der Unfall durch den Arbeitgeber noch lange nicht gemeldet worden. Erst ca. 5 Wochen nach dem eigentlichen Ereignis wurde die Unfallmeldung nach einem Telefonat mit mir schriftlich festgehalten. Da hatte die BG jedoch schon längst meine Darstellung.

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