Frage von lily12358, 131

Ist das normal das wenn jemand Krebs hat und nicht "logisch" mehr denken kann?

ZB essen trinken und so kann er nicht mehr
Oder reden tut er nicht antworten gibt er auch nie.
Liegt es daran weil er sich zu schwach fühlt oder weil er vllt Depression hat und nichts mehr mit Menschen zutun haben will ?

Antwort
von wilees, 31


......ZB essen trinken und so kann er nicht mehr......

Dieser Satz allein gibt Dir schon viele Antworten.

Es ist nicht selten, dass Schwerstkranke, in Kenntnis ihres Gesundheitszustandes, jegliche Nahrungmittel- und Flüssigkeitsaufnahme verweigern.

Dann wird regelmäßig auch auf eine Sonde verzichtet.

Damit wird der Körper sehr geschwächt, speziell durch die fehlende Flüssigkeit wird die Möglichkeit zu Sprechen extrem verringert.

Im Grunde möchten solche Menschen "Selbstmord auf Raten" begehen. Schlicht sie möchten möglichst schnell sterben.

Wenn er nicht mehr sprechen kann, stelle Deine Fragen so, dass er diese nur mit Ja oder Nein beantworten kann. Bei Ja soll er nur Deine Hand leicht drücken. So bekommst Du möglicherweise noch einige Fragen beantwortet.

Antwort
von Digarl, 45

Wo genau hat er Krebs? Ist es ein Hirntumor?

Also ich kannte mehrere Personen die an Krebs dahingerafft sind und alle konnten bis zum Ende logisch denken. Natürlich, wenn es um ihren Tod ging suchten sie sich viele unlogische Dinge raus die sie aus der misslichen Lage befreien sollte. Doch das ist laut Kübler Ross Modell völlig normal.

Was du da beschreibst könnte auch sehr gut ein Schlaganfall o.Ä. sein. Eventuell ein Schaden im Hirn? Ich würde mal zum Arzt damit gehen.

Kommentar von lily12358 ,

Ich wohne in einer kleinen Stadt und der nächste Krankenhaus ist 45 min entfernt , doch die Ärzte in dem Krankenhaus nett ausgedrückt " doof ". Sie kümmern sich sehr schlecht um die Patienten und etc.
Ob es ein hirntumor ist weiß ich ehrlich gesagt nicht.
Er hat Lungenkrebs

Kommentar von Digarl ,

Wenn er Lungenkrebs hat, hat er wohl keinen Hirntumor. Das ist sicher nicht der Grund für dieses Verhalten. Ärzte sind in einem Krankenhaus meist unter Zeitdruck, so nehmen sie sich nur wenig Zeit für einzelne Patienten. Das ist zwar keine Entschuldigung aber man kann es schon verstehen. Es sind ja nicht nur 10 Patienten gleichzeitig da sondern ein vielfaches davon.

Habt ihr keinen Hausarzt? Dieser sollte da wenigstens was zu sagen können und euch dann zu einem Spezialisten überweisen.

Kommentar von lily12358 ,

Sind nett ausgedrückt *

Kommentar von caya2014 ,

Lungenkrebs kann aber auch ins Gehirn streuen!

Kommentar von Digarl ,

@caya2014 
Natürlich, bösartiger Krebs kann immer überall hin streuen. Aber ich würde mal sagen das sie das dann wüsste. 


Kommentar von caya2014 ,

Ja nach der Diagnose lungenkrebs wissen natürlich die onkologen das dies streuen und nehmen auch so ihre weiteren Untersuchungen in Angriff! das weiß ich aus eigener Erfahrung auch!

Antwort
von caya2014, 49

Hey,

Es gibt verschiedene Arten mit so einer Diagnose klar zu kommen. Manche Menschen geben sich auf, mache brauchen eine zeit, bis sie es verarbeiten! Manche bekommen einen Kampfgeist etc.

Seine Appetitlosigkeit kann durch die Krankheit kommen vor allem wenn er eine chemo machen sollte. Natürlich kann ihn auch die Diagnose krebs in eine Depression gebracht haben, was ich aber denke mal normal empfinde!
Als ich vor 11 Jahren meine erste Diagnose bekommen hatte wusste ich auch nicht wie ich damit umgehen sollte bzw. Habe nur dran gedacht was mit meiner Tochter passiert ( war damals 2 Jahre alt) !!

Kommentar von gaby01 ,

ja, die Psyche bei Krebserkrankung ist sehr oft überfordert, Angst vor dem Tod und um die Zukunft.

Oft fallen die erkrankten in das “tiefe Loch”, das aus Depression, Selbstmitleid, Schuldgefühle und Hoffnungslosigkeit besteht.

Viele fühlen sich nach der Diagnose wie betäubt, können nicht
klar denken, nicht logisch denken
und Entscheidungen treffen.


Die dabei entstehende Müdigkeit und Erschöpfung nennt man Fatigue Syndrom.

Hier kannst du mehr über Psyche und Fatigue bei Krebserkrankung lesen:
http://krebs-tumoren.de/psyche/
.

Kommentar von caya2014 ,

Ja dies kann ich nur bestätigen! wobei bei mir die Angst vor dem Tod nicht da war, bis dato auch nie da gewesen in den ganzen Jahren! Was bei mir war, die Zukunft Ängste bezüglich meiner Tochter, wie sie ohne mich aufwachsen wird!

Antwort
von DerTroll, 46

Es hängt von der Lokalisation ab. Wenn das Gehirn betroffen ist (entweder direkt, weil es ein Hirntumor ist oder in direkt, weil sich dort Metastasen manifestiert haben), kann es durchaus sein, daß das Denkvermögen betroffen ist und für ihn eigentlich klare Logiken nicht mehr logisch sind.

Ob es daran liegt oder ob er sich bewußt so verhält, wie du beschreibst, kann ich nicht wissen. Ich würde es einfach akzeptieren.

Antwort
von Gatios, 54

Ehmm hört sich eher nach Symptomen vom Schlaganfall an, geh mal lieber zum Arzt, bzw. lies dir mal die Symptome vom Schlaganfall durch, das ist genau das was du beschreibst.

Antwort
von Repwf, 46

Beides möglich!

Wo hat er denn Krebs? Ist das Gehirn betroffen? 

Kommentar von lily12358 ,

Ich weiß nich ob sein Gehirn mitbetroffen ist.
Die Ärzte geben auch nie klare Antworten.
Er hat Lungenkrebs

Antwort
von voayager, 7

Das kann alles passieren, denn es kann eine Hoffnungslosigkeit sich dann einstellen, mit all ihren Folgen.

Antwort
von 0b3rp3d0, 44

Mh, die Frage ist wo der Krebs ist.. Er kann Lungen Krebs haben aber auch etwas im Kopf. 

Für den Fall das er irgendwo Krebs hat (außer im Kopf) kann es sein das sich diese Person verschließt weil sie vlt keinen Ausweg aus der Krankheit sieht. Man muss dieser Person klar machen das man immer noch das beste aus dem Leben machen kann. 

Kommentar von lily12358 ,

Ich versuche immer mit ihm darüber zu sprechen, doch er guckt mir nur so starr tief in die Augen aber gibt keine Antwort.

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