Caneford am 25.03.2009 um 1:09 Uhr
ich habe einen cousen der in der nähe von mir lebt in der gleichen stadt.... das problem ist er will sich nie in die geselschaft einstürzen will nur kontakt mit der fammilie und einpaar bekannten wie mich und das nur wenn wir ihn besuchen...... er ist 23 und hatte noch keine freundin er ist arbeitsunfähig gemeldet aber er kann laufen und sprechen wie alle anderen..... alles was er denn ganzen tag tut ist fernsehen gucken oder im internet "ballerspiele" spielen nichtmal an einem samstag abend wenn mann ihn anruft (bei ihm zuhause denn er hat nichtmal ne eigene handy) will er nichts unternehmen....... er hat immer kein bock dazu....... seine mutter also meine tante macht sich schon längst sorgen um ihn..... ist es normal das sich gewisse leute so verhalten? auf nichts bock haben und sich das eigene leben bewusst zerstören? kennt ihr auch solche leute? kann mann solche leute gegen ihren willen in die geselschaft integrieren?
Er hat vermutlich eine Sozialphobie und sollte in psychotherapeutische Behandlung.
Ja, davon gibt es viele Menschen.

Also diese Leute tun das nicht "bewusst" mit der Absicht ihr Leben zu zerstören. Solche Leute stecken in einem Loch und schaffen es nicht von selbst hinaus. Ein inzwischen guter Freund von mir hat auch den Anschluss verloren und hing für 3 Jahre nur alleine vorm PC. Das Problem ist, dass diese Menschen einfach zu wenig Selbstbewusstsein haben um einfach mal nach draußen zu gehen. Dadurch wird der gute Wille etwas zu ändern meistens im Keim erstickt. Da raus zu kommen ist echt schwer. Bei meinem Freund kam dann mit 3 jähriger Verspätung der Musterungsbrief und nach langem herrauszögern, hat er dann seinen Zivi gemacht. Seitdem hat er eine Freundin, endlich den Führerschein und lebt sein Leben. Er hatte Glück aber das hat nicht jeder...

Hallo Caneford
Du schreibst: "er ist arbeitsunfähig gemeldet aber er kann laufen und sprechen wie alle anderen". Und dieser Satz: "auf nichts bock haben und sich das eigene leben bewusst zerstören".
Wenn ich nicht so ein freundlicher Mensch wäre, würde ich jetzt sagen, dass mich dieser Satz so richtig wütend macht.
Meinst Du wirklich, dass es Menschen gibt, die sich ihr Leben BEWUSST ZERSTÖREN? Verstehst Du wirklich nur unter Krankheit, wenn man einem etwas ansehen kann wie z.B. ein Gipsbein? Ein Bein ab? Oder andere Dinge, die man sofort sehen kann?
Schon mal dran gedacht, dass er was an der Psyche haben kann? Allein das, was Du geschrieben hast, schreit ja schon danach, dass er ein psychisches Problem hat. Und das hat mit "null Bock" oder bewusst sein Leben zerstören, gar nichts zu tun. Denn das hat er sich, wie viele anderer, die psychisch erkrankt sind, nicht selbst ausgesucht. Oder suchst Du Dir Deine Kopfschmerzen, Erkältungen oder Zahnschmerzen aus?
Du kannst natürlich niemanden gegen seinen Willen zwingen, etwas zu tun. Du könntest aber - wenn Du es wirklich willst und ernst meinst - ihn motivieren, mal mit ihm um den Block zu gehen. Mal in einen Park gehen, wenn nicht ganz so viele Menschen unterwegs sind.
Wenns Dich wirklich interessiert, einfach mal ohne Vorurteile fragen, wie es ihm geht, was er für ein Problem hat, was er für Wünsche hat. Lern ihn doch mal richtig kennen, vorausgesetzt, Du willst das überhaupt.

Es gibt halt Menschen, die haben andere Vorstellungen vom Leben als andere - das ist aber kein Grund sie zu verurteilen. Jeder hat das Recht, sein Leben so zu leben, wie er will. Er ist 23, also volljährig und darf über sich selbst bestimmen. Darauf ansprechen darf man nur, wenn man - als guter Freund - den Menschen gut kennt und das Risiko eines erheblichen Nachteils für diesen Menschen sieht.

Nicht gegen ihren Willen. Aber man könnte sie motivieren, immer wieder einladen, mitziehen und positiv einwirken.
Er sollte unbedingt zum Psychologen dem geht es schlicht weg Scheiße!
heureka47 am 25. März 2009 01:23 Ich finde deine Äußerungen voreilig. Den Begriff "Scheiße" außerdem sehr überzogen. Was meinst du überhaupt mit "Psychologen"? Das ist nur eine Ausbildungsbezeichnung, aber keine Berufsbezeichnung. Psychiater? Psychotherapeut? Zum Psychiater kann ich GAR NICHT empfehlen! Denn das sind in aller Regel Schulmediziner und die haben nur medizinisch-medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten. Oft werden Menschen, die auf den Psychiater irgendwie "nicht normal" wirken auch ohne triftigen Grund ratz-fatz diagnostiziert - nur damit der Psychiater den Nachweis hat, dass er "was getan" hat.
Wenn der betreffende Mensch keinen "Leidensdruck" hat, wird er auch nicht motiviert sein, zum Psychotherapeuten zu gehen. Was soll er dem auch erzählen? Und woran soll der Therapeut mit diesem jungen Mann arbeiten??
Was der junge Mann braucht, ist ZEIT - für seine Entwicklung und gute Freunde, die ihm zur Seite stehen - aber ihn nicht drängen, nicht verurteilen, nicht aufgeben.
Noona am 26. März 2009 08:00 DH - LG!
der junge ist krank und braucht hilfe-er kann sich nicht selbst helfen.!aber man muss ihn unterstuetzen hilfe anzunehmen von fachleuten und evtl selbsthilfegruppe. deine tante wird wissen, weshalb er arbeitsunfaehig ist...man sollte ihn ohne druck unterstuetzen in dem man ihn besucht, mit ihm redet evt spazieren geht und andere gemeinsamen taetigkeiten macht. wenn er nur vom tv und pc sitzt wird es noch schlimmer und er vereinsamt noch mehr.

'kann mann solche leute gegen ihren willen in die geselschaft integrieren' Gegen den Willen geht gar nix. Versuche in einem oder vielen Gesprächen auf Ihn einzugehen, da ist ein Problem und das liegt tiefer.

Mit Gewalt geht garnichts. Um so verschlossener wird er. Jeder lebt sein eigenes Leben, oder versucht es zu mindest.

Wieso ist er arbeitsunfähig und seit wann?
Caneford am 25. März 2009 01:12 so seid er 17-18 ist die genauen gründe kenn ich auch leider nicht seid er eben 17-18 ist verbringt er jeden tag immer nur vor dem computer und fernsehen.....
aline1507 am 25. März 2009 01:18 Naja, da wird dann wohl ne begründete Diagnose im Hintergrund stehen. Kannst ihm nur wünschen, dass er seine Krankheit überwinden kann. Sprich ihn doch mal direkt darauf an! Wenn man nicht weiss, was los ist, ist es immer schwer zu verstehen.
Sozialphobie haben wir doch fast alle. Und wie viele - oder: wenige - gehen damit in Therapie??
Man sollte nicht vergessen, daß unsere ganze zivilisierte Gesellschaft zu nahe 100% psychisch gestört ist - und ANGST (vor allem unterschwellige Angst) ist eines der wichtigsten Symptome der kollektiven Zivilisationsneurose. Siehe meine GF-Tipps.
DH - LG!
Angst an sich ist keinerlei Zeichen für eine psychische Störung! Angst ist lebensnotwendig und ein Urinstinkt. Und deswegen ist auch nicht die "ganze zivlisierte Gesellschaft zu nahe 100 % psychisch gestört." Der überwiegende Teil dieser 100 % ist völlig normal- normal neurotisch! Und das hat nichts, aber auch gar nichts mit 'psychischer Störung' zu tun. Das ist völlig übertrieben. Denn ein Mensch ohne jegliche, auch nur winzigste, Neurosen ist auf der Welt höchst selten anzutreffen. Die Psyche des Menschen ist natürlicherweise darauf ausgelegt, Ängste zu entwickeln und Ängste zu bewältigen. Ängste sind sogar der stärkste Antrieb des Menschen. Ohne Ängste gäbe es keinerlei Entwicklungen. Nur, wer überhaupt nicht mehr in der Lage ist Ängste zu bewältigen ist krank, denn dieser hat dann eine 'Angststörung'.