Frage von soulsaver, 362

Ist das noch in Ordnung (Iman, Handschlag)?

Unter Verweis auf religiöse Gründe hat ein Berliner Imam einer Lehrerin den Handschlag verweigert. Die Pädagogin der privaten Platanus-Schule in Berlin-Pankow habe daraufhin ein Gespräch wegen des Sohns des Imams abgebrochen und dem Vater mangelnden Respekt und Frauenfeindlichkeit vorgeworfen.

Der Imam spricht nun von Beleidigung, Verletzung der Religionswürde und fremdenfeindlicher Diskriminierung. Das berichtet der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) am Donnerstag.

Jetzt meine Frage:

Müssen wir so tolerant sein? Ist es in Ordnung, das der Iman der Frau aufgrund seiner Religion den Handschlag verweigert? Wäre es auch in Ordnung, Kinder zu missbrauchen, wenn einem die Religion das erlaubt?

Wer ist hier im Recht?

Wie seht Iht das?

Antwort
von ArnoldBentheim, 66
Der Iman soll sich an unsere Gepflogenheiten anpassen.

Das ist doch keine Frage!

Weil es keine "religiösen Gründe" für die frauenverachtende Einstellung des Imam gibt und er sich an Recht und Gesetz in Deutschland halten muss, ist die Sachlage klar. Sein Verhalten, insbesondere seine Vorwürfe sind dumm und unverschämt! Er sollte wegen Verleumdung und Beleidigung angezeigt und verurteilt werden!

Übrigens geht es hier nicht um "unsere Gepflogenheiten" - eine passendere Abstimmungsrubrik gab es leider nicht -, sondern um Recht, das immer höhere Geltung hat als irgendwelche religiös motivierten Bräuche!

MfG

Arnold

Antwort
von turnmami, 139
Der Handschlag ist eine Form des Respekts und sollte selbstverständlich sein.

Der Iman kann in seinem Heimatland verweigern was er will.

In Deutschland hat er sich an unsere Bräuche anzupassen. Wenn ihm das bei uns nicht gefällt, steht es jedem frei, hier wegzuziehen.

Kommentar von molzhichel ,

er kann auch in Deutschland einen Handschlag verweigern...

Kommentar von turnmami ,

können tut man viel

Ich kann auch anderer Meinung sein als du, also....

Antwort
von Agentpony, 150
Keiner - Alle doof.

Die Lehrerin ist hier unnötigerweise als Drama Queen aufgetreten, anstatt einfach ihre moralische Überlegenheit anzuerkennen und sich damit Zufriedenzugeben.

Nur weil man Recht hat, muss man das nicht gegen alle Widerstände durchsetzen, wenn der Gewinn den Fallout nicht wert ist.

Der Imam kommt jetzt halt mit der üblichen Opfertour, die wir ja schon leidlich kennen. Aufgrund des Verhaltens der Lehrerin ist ihm daraus nicht unbedingt ein Strick zu drehen. Eine Klage und das Abmelden der Kinder wiederum ist dramatisch überzogen.

Religion hat übrigens keine Würde.

Ich möchte dazu noch anmerken, daß der Mann als Kleriker möglicherweise einem besonderen Zwang unterliegt, die kindischen Geschlechterregeln auszuführen. War das der Lehrererin bekannt, war es umsomehr ein eklatanter Mangel an Feingefühl.

Antwort
von 1988Ritter, 134
Der Handschlag ist eine Form des Respekts und sollte selbstverständlich sein.

Der entsprechende Imam sollte einfach des Landes verwiesen werden.

Begründung:

  1. Die Schule wollte mehrfach mit dem Herrn reden, wobei dieser das Gespräch verweigert hat. Ganz bewusst und provokativ hat er die Geschichte selbst inszeniert, und dabei jegliche Deeskalation verneint.
  2. In einer Diskussionsrunde (ich kann mich jetzt nicht erinnern wo ich das gelesen habe) nahm ein Türke zu dem Sachverhalt Stellung, und verwies darauf, dass der Imam lügt. Aus dem Kulturbereich aus dem er kommt gibt man sich die Hand, und zwar auch dem anderen Geschlecht, und Kinder seien sogar angehalten Respektpersonen zusätzlich die Hand zu küssen, was dann auch für Frauen gilt.

Faßt man diese beiden Punkte zusammen, dann will der Imam wohl eher religös Randale machen, und Rechte für seine Religion behaupten, die es gar nicht gibt.

Es bringt auch nichts mehr wenn man solchen Typen gegenüber Nachsicht gelten lässt. Von der Scharia-Polizei bis hin zu dieser Aktion haben wir ständig islamische Forderungen die dazu dienen, sich Sonderrechte gleich welcher Art zu verschaffen.

Unser Land hat sich seit dem Krieg demokratisch und rechtsstaatlich wunderbar entwickelt, und wer da meint Sonderansprüche stellen zu müssen, der soll doch bitte gehen, ansonsten gegangen werden.


Antwort
von Giustolisi, 35
Der Handschlag ist eine Form des Respekts und sollte selbstverständlich sein.

Hier ist es üblich, sich unabhängig vom Geschlecht mit einem Handschlag zu begrüßen. Ich verstehe nicht ganz, warum sich manche Menschen so schwer damit tun, örtliche Gepflogenheiten anzunehmen. 
Wenn ich ein anderes Land gehe, orientiere ich mich auch aus reiner Höflichkeit an den örtlichen Sitten.

Antwort
von BarbaraAndree, 179

"Kinder zu missbrauchen, wenn einem die Religion das erlaubt"? Was hat das mit dem Handschlag zu tun? Ein bisschen weit hergeholt, finde ich.

Wenn ich die Lehrerin gewesen wäre, hätte ich die Begrüßung des Iman (Verbeugung mit Hand auf dem Herzen) akzeptiert! Ihn viermal aufzufordern, ihr die Hand zu geben, finde ich völlig überzogen. In unserem Büro z.B. geben wir uns nie die Hand, weder morgens noch abends. Das hat sich unter uns (keiner von uns hat einen Migrationshintergrund) so eingebürgert und wir alle finden das okay. Ich habe auch viel mit ausländischen Wissenschaftlern zu tun, die mir auch nicht die Hand reichen - ich habe Verständnis dafür und akzeptiere das. Das ist auch eine Art Toleranz.

Das Hände schütteln ist auch vorweigend in Deutschland "Mode". Wenn man einmal in den USA gelebt hat, muss man seine ausgestreckte Hand öfters einziehen und irgendwann lässt man es.

Da es sich um eine Privatschule handelt, hat diese Lehrerin vermutlich ihrer Schule keinen guten Dienst erwiesen, weil die Geschichte jetzt verbreitet wird.

Kommentar von Kleckerfrau ,

Vor Allem müssen sie jetzt auf viel Geld verzichten, da der Vater den Sohn jetzt von der Schule nimmt:-)

Kommentar von BarbaraAndree ,

Ja, das denke ich auch, es könnte einen Dominoeffekt auslösen, weil andere Eltern es ihm gleichtun.

Antwort
von Maarduck, 140
Keiner - Alle doof.

Es ist in vielen Ländern Sitte sich bei der Begrüßung dreimal auf die Wange zu küssen. Das würde ich auch nicht so gerne bei jedem machen. In einigen Kulturen ist es Brauch, dass Männer und Frauen die sich das erste mal begegnen, erst einmal Geschlechtsverkehr miteinander haben. Würdet ihr das alle mitmachen? Ich nicht. In solchen Gesellschaften würde ich mich nur kurz aufhalten und immer versuchen meine eignen Interessen und Vorlieben mit den Interessen und Vorlieben des Volkes gegen einander abzuwägen. 

Wer einer Frau nicht die Hand zur Begrüßung geben will, sollte das tun dürfen. Und wir sollten seine Entscheidung respektieren. Der "Handschüttelverweigerer" sollte aber auch so viel Anstand haben, dass er unseren Kulturbereich so schnell wie möglich wieder verlässt. Gegebenenfalls sollten wir ihn darauf aufmerksam machen, dass für ihn und seine Geisteshaltung hier kein Lebensraum ist, aber zum Einkaufen oder als Tourist wäre sein Verhalten o.k.

Antwort
von DerKleineRacker, 125
Der Iman soll sich an unsere Gepflogenheiten anpassen.

Seit meiner Kindheit war ich regelmäßig Gast in fernen Ländern, und es ist mir bis heute ein Rätsel, wieso man als Gast bzw. Neuankömmling in einer fremden Kultur vehement die eigenen Gepflogenheiten durchboxen muss. 

Bevor die Reise losgeht, sollte man sich doch bitte informieren, was in der fremden Kultur unbedingt erwartet wird, bzw was als respektlos gilt. Wenn man sich damit nicht anfreunden kann, dann sollte man halt zuhause bleiben oder mit eventuellen Reibungspunkten rechnen. 

Antwort
von suziesext07, 103
Der Handschlag ist eine Form des Respekts und sollte selbstverständlich sein.

eigentlich müsste man solchen Gottesmännern dankbar sein: für den real praktizierten und demonstrierten Islam in Deutschland, statt des medienwirksamen Takkiya-Geschwafels irgendwelcher Islampropagandisten.

Der Herr Integrationsverweigerer, der hinter unserer ihm so grosszügig gewährten Religionsfreiheit nur seinen vulgären Machismo und seine Ansicht pflegt, die Frauen der Ungläubigen seien ehrlos, unrein und nicht des Handschlags wert - der sollte in seinen Gebetsteppich eingerollt zurück an den Absender geschickt werden. Aber dazu müssten wir ja Politiker mit Anstand und Rückgrat haben und nicht bloss verschiedenfarbige Gummibärchen.

Antwort
von Kleckerfrau, 151
Keiner - Alle doof.

Das ist völlig überzogen von dieser Lehrerin und albern.

Müssen jetzt auch alle Ärzte die einem nicht die Hand geben, weil Ansteckungsgefahr bei Erkältungen besteht  eine Anzeige befürchten ? oder die Angerstellten in der Agentur für Arbeit ?

Es sollte doch jedem selbst überlassen sein ob er die Hand gibt oder nicht. In einigen Ländern ist das überhaupt nicht üblich. Und da ist es egal ob es fFau oder Mann ist.

Und dein vergleich mit Kindesmissbrauch passt da mal gar nicht.-

Kommentar von Giustolisi ,

Ansteckungsgefahr ist ein Grund, sich nicht die Hand zu geben. Dass die andere Person eine Frau ist, ist kein Grund.

Antwort
von raimas, 44
Der Handschlag ist eine Form des Respekts und sollte selbstverständlich sein.

Wenn ich das richtig verstanden habe, dann hatte der Imam Angst, dass die Berührung der Frauenhand ihn lüstern machen würde, weil das in irgend einer Hadithe so drin steht. Damit hat er die Frau nur auf ihre Sexualität reduziert, was ich im Gegenzug auch für eine grobe Beleidigung halte. 

Ausserdem muss ich mich für einen Mann schämen, der seinen Sexualtrieb so wenig unter Kontrolle hat, dass er einen Ständer kriegt, wenn er einer fremden Frau die Hand gibt.

Antwort
von Isa113, 71
Der Handschlag ist eine Form des Respekts und sollte selbstverständlich sein.

Ich finde es schrecklich, dass es noch Menschen gibt, die so handeln. So langsam könnte doch jeder begriffen haben, dass alle Menschen, egal welchen Geschlechts oder welcher Hautfarbe, gleich viel wert sind und auch die gleichen Rechte haben sollten. Das hat auch nichts mehr mit Religion zu tun, einer Frau nicht die Hand zu geben. 

Antwort
von latifri, 195
Der Handschlag ist eine Form des Respekts und sollte selbstverständlich sein.
  1. Das Amt heißt "Imam".
  2. Im Grundgesetz steht, dass alle Menschen gleich zu behandeln sind und das gilt auch für den Imam. In Deutschland gilt zwar das Recht auf Glaubensfreiheit und auf freie Entfaltung der Persönlichkeit, aber die Religion darf kein Recht einer Person einschränken und die Lehrerin hat das Recht mit Respekt nach den landestypischen Gebräuchen behandelt zu werden. Außerdem gilt in Deutschland: die Religion darf nicht in den Staat eingreifen (in den USA ist es übrigens genau anders herum).
Kommentar von Kleckerfrau ,

Also bin ich gezwungen jedem die Hand zu geben der sie mir entgegenstreckt ? So so....Im Übrigen soll man sogar bei Vorstellungsgesprächen als Bewerber nicht als erstes die Hand zur Begrüßung anbieten.... Ich finde das Thema wird gerade vollkommen überbewertet. Das liegt aber wohl eher an der allgemeinen negativen Situation den Ausländern gegenüber

Kommentar von latifri ,

Ich habe bis eben nicht über den näheren Ablauf Bescheid gewusst. Es tut mir Leid, deshalb den Abschnitt "nach den landestypischen Gebräuchen" nun revidieren zu müssen. Dies geschieht nun unter dem Wissen, dass der Imam der Lehrerin anscheinend eine alternative Form des Respekts entgegengebracht hat, welche von der Lehrerin nicht akzeptiert wurde. In dem Zusammenhang finde ich das Verhalten der Lehrerin überzogen, unangemessen und provokant.

Mir geht es darum, dass für eine Verweigerung eine nicht auf z.B. Religion basierende Begründung gebracht wird, sondern eine nachvollziehbare und respekterhaltende, wie bei Personal in öffentlichen Ämtern und im Hospizbereich. Dort liegt nämlich eine erhöhte Ansteckungsgefahr vor.

Antwort
von juste55, 82

hi,

soulsaver,

so eine ähnliche Frage habe ich heute auch gestellt, allerdings wollte ich wissen, wo die entsprechende Stelle im Koran belegt ist. Leider konnte mir das noch keiner bis dato sagen!

Wenn wir nicht lernen, anderen Menschen gegenüber Toleranz zu erweisen, kommen wir nicht weiter!

Ist ein Händedruck denn wirklich so wichtig? Ist es denn nicht so, je mehr wir über die Hintergründe wissen und erfahren, desto mehr können wir eine Handlung nachvollziehen.

Dieser unterlassene  Händedruck hat religiöse Gründe und - ich weiß das aus eigener Erfahrung - folgt man als religiöser Mensch seinem Gewissen . Jesus sagte, daß man Caesars Dinge Caesar zurückgibt, aber Gottes Dinge Gott.

Daher kann ich auch das Tragen der Kopftücher bei Gläubigen sehr gut nachvollziehen und tolerieren. Für mich kommt es eher darauf an, wie sich ein Mensch allgemein verhält, denn ein Händedruck sagt noch nichts darüber aus, ob sich dieser Mensch im weiteren Verlauf einer Begegnung als wirklich respektvoll erweist.

Menschen schütteln sich die Hand, Menschen umarmen sich, aber verhalten sich im Weiteren nicht friedvoll. Andere geben sich nicht die Hand und umarmen sich nicht, verhalten sich aber friedvoll!!!!

In dem genannten Beispiel haben beide Seiten eher überreagiert und in ihrem Stolz und in ihrer Würde verletzt gefühlt! Wir kennen die Vorgeschichte nicht, weshalb diese Unterredung stattfand, da hatte sich im Vorfeld auf beiden Seiten anscheinend schon eine Menge negativer Gefühle aufgestaut, sonst wäre dies nicht in dieser Art passiert! Wir kennen nur einen kleinen Ausschnitt, sozusagen das Ende der Geschichte!

Antwort
von Snowcookie2000, 125
Der Handschlag ist eine Form des Respekts und sollte selbstverständlich sein.

Wenn man sich weigert, die in einem Land herrschenden, für respektvollen Umgang stehen, Gepflogenheiten zu tolerieren, ist man dort definitiv falsch. Hat meiner Meinung nach auch nichts mehr mit Religionsfreiheit zu tun.

Antwort
von josef050153, 19
Der Iman soll sich an unsere Gepflogenheiten anpassen.

Es ist immer interessant, dass Muslime zwar Respekt gegenüber ihrer Religion und Kultur fordern, genau jenen Respekt gegenüber der Kultur des Landes, indem sie sich aufhalten, rigoros verweigern.

Mit dieser Aktion hat dieser Imam nur bewiesen, wie der Islam ist: rechthaberisch, intoerant und zu jeder Lüge bereit. man kann ihm nur für diese Aufklärungsarbeit danken.

Ich habe aber eine Frage an ihn: Wenn ihm unsere Kultur hier nicht gefällt, warum sucht er sich nicht ein anderes Land? Afghanistan und Syrien oder den Iran kann ich ihm wärmstens empfehlen.


Antwort
von Haeppna, 70
Der Handschlag ist eine Form des Respekts und sollte selbstverständlich sein.

Der Handschlag ist eine Form des Respekts und sollte selbstverständlich sein.

Antwort
von AbuAziz, 129
Keiner - Alle doof.

Die Lehrerin hat dies direkt provoziert, damit Muslime wieder mal schlecht dargestellt werden.

Jeder Mensch hat das Recht, keine Hand zu reichen! Die Mehrzahl meiner Ärzte und Ärztinnen reicht mir nicht die Hand. Egal ob männlich oder weiblich. Soll ich jetzt jeden verklagen?

Es ist absolut lächerlich, so ein Theater zu machen. Das ignoriert man als integere Person und beginnt das Gespräch!

Wenn mir jemand die Hand nicht reichen will, ist das völlig in Ordnung! Für mich ist dies nicht wichtig.

Antwort
von molzhichel, 82

Es ist in Ordnung wenn ein Mann wegen seiner Religion der Lehrerin nicht die Hand gibt. Es ist aber nicht in Orndnung, wenn er dies aus mangelndem Respekt tut.

Aber dass die Lehrerin ihm dann direkt Respektlosigkeit vorwirft und lächerlich und provokativ.

Also ja, das müssen wir so hinnehmen, dass manche einer Frau aus religiösen Gründen nicht die Hand geben, denn ihr die Hand zu geben ist keine gesetzliche Pfllicht. Mir würde nicht einfallen ihm Respektlosigkeit oder Frauenfeindlichkeit vorzuwerfen, wenn er mir erklärt dass er es aus religiösen Gründen nicht macht. Echt kranke Welt ://

Kommentar von raimas ,

"Es ist aber nicht in Ordnung, wenn er dies aus mangelndem Respekt tut."

Und wenn der mangelnde Respekt vor Frauen Teil der Religion ist? Nur mal so als Möglichkeit ...

Kommentar von saidJ ,

"Nur mal so als Möglichkeit "
Ich empfehle dir dich über den Islam zu informieren bevor du dazu Stellung nimmst .
Im Islam darf weder Frau noch Mann dem anderen Geschlecht die Hand reichen .

Kommentar von earnest ,

Ist das bei Verheirateten auch so?

P.S.: Wir sind hier nicht im Islam, sondern in Deutschland.

Antwort
von Automatron, 123
Der Iman soll sich an unsere Gepflogenheiten anpassen.

Finde nicht, dass das okay ist. In einem westeuropäischen Land gelten zuerst die Sitten/Kultur des Landes und danach kommt die Religion.

Kommentar von Kleckerfrau ,

Blödsinn. Ärzte und Angestellte in öffentlichen Ämtern geben auch nicht immer die Hand.

Kommentar von BarbaraAndree ,

Völlig richtig!

Kommentar von Stahlbursche ,

Das aber aus hygenischen gründen, und nicht wie er anführt, aus religiösen.

Kommentar von latifri ,

Das ist aber etwas völlig anderes! Da besteht erhöhte Ansteckungsgefahr. Die Begründung der Verweigerung durch Berufung auf die eigene Religion ist damit nicht gleichzusetzen.

Kommentar von Kleckerfrau ,

Ist doch egal aus welchen Gründen. Vielleicht hätte er es einfach nicht sagen sollen warum.

Antwort
von Leni20105, 1
Der Iman soll sich an unsere Gepflogenheiten anpassen.

Also... - Das soll jetzt nicht rassistisch oder so rüberkommen! -  ich finde aber, dass der Imam den Handschlag hätte geben sollen, denn so begrüßt man Leute, die man nicht so gut kennt! In Frankreich gibt man sich ja auch Küsschen auf die Wange! Bei einer guten Freundin zwar nicht, aber wenn man bei Erwachsenen zu Gast ist... 

Antwort
von saidJ, 19
Der Iman hat zurecht den Handschlag verweigert

Hallo
Wenn ich dir nicht die Hand gebe heißt das das ich dich nicht respektiere .
Ich finde es lächerlich das man so ein Theater macht nur weil jemand einem nicht die Hand gibt .
Wir sind doch nicht im Kindergarten .
Eine Frau gibt im Islam einen Mann auch nicht die Hand .
Ist das jetzt Männerfeindlich ?
Darf man überhaupt noch was machen ohne das es xy feindlich ist ?
Ich sehe darin nichts schlechtes und da wird wieder viel Wirbel um nichts gemacht .
Und genau weil weder Mann noch Frau dem anderen Geschlecht die Hand geben dürfen ist dies weder Männer noch Frauenfeindlich .

Kommentar von earnest ,

Wir sind hier aber nicht im Islam, sondern in Deutschland.

Dein letzter Satz ist Unfug.

Antwort
von ArbeitsFreude, 23
Der Iman soll sich an unsere Gepflogenheiten anpassen.

Der Imam tut aus seiner Sicht das einzig Richtige, lieber Soulsaver:
...spricht nun von Beleidigung, Verletzung der Religionswürde und
fremdenfeindlicher Diskriminierung. ...

Das heißt er jammert und stellt sich als Opfer da - Das funktioniert hierzulande wg. unseres typisch deutschen Komplexes ausgezeichnet!

Zumal er damit elegant übertyncht, dass ER DISKRIMINIERT (in dem Falle Frauen) - er bittet um TOLERANZ GEGENÜBER SEINER INTOLERANZ, und dem müssen wir mit aller Entschiedenheit entgegentreten und sagen:

"Clever gedacht, lieber Imam, Funktoniert aber bei uns hier nicht!"

Was ich NICHT verstehe (tut hier aber wenig zur Sache): WARUM wollte die Pädagogin dem Imam die Hand reichen? - ICH würde keinem Imam die Hand reichen wollen...

Antwort
von KaterKarlo2016, 44

Es kann keine Antwort gewählt werden ohne seriös die genauen Hintergründe zu kennen. Ausserdem steht es mir nicht zu über andere zu urteilen, ist zudem auch unrelevant, da es jede Person nach ihren Glauben halten kann wie Sie es möchte. Wir leben in einem demokratischen Land, dass auch für Ausländer und Migranten zählt. 

KaterKarlo2016

Antwort
von JustNature, 117
Der Handschlag ist eine Form des Respekts und sollte selbstverständlich sein.

Alle Religionen sind antiker Irrsinn und nur deren Beseitigung wäre menschenfreundlich. Wer sich auf "Religion" beruft, hat daher keine akzeptablen Argumente.

Antwort
von Taaly, 181
Der Handschlag ist eine Form des Respekts und sollte selbstverständlich sein.

Es gibt durchaus die Möglichkeit ein guter Gläubiger zu sein und trotzdem die Regeln von Anstand und Respekt einzuhalten. Wie kann man als Iman den Koran so schlecht kennen? Der Iman sollte sich schämen...

Kommentar von Wurzelstock ,

Eher solltest Du dich schämen. Der Imam verhält sich korrekt. Nicht aus religiösen Günden, sondern aus Anstand und Respekt. Diese Verhaltensweise wird auch in manchem westeuropäischen Land strikt beachtet.

Kommentar von Taaly ,

Anstand und Respekt sind keine allgemeinen Werte, sie hängen von der konkreten Situation ab. Der Imam hat sein Gegenüber beschämt und damit eindeutig einen Fehler begangen. Hätte er mit Anstand und Respekt gehandelt, wäre er nicht mit dieser Frau aneinander geraten.

Zu erwähnen bleibt vielleicht, dass ich das Verhalten der Lehrerin auch nicht besser finde. Sie hat eben diesen Fehler auch begangen. Das war aber hier nicht die Frage...

Warum sollte ich mich denn da für meine Meinung schämen?

Kommentar von Wurzelstock ,

Weil Du unbekannte Umgangsformen mit einem religiösen Vorurteil verknüpfst.

Dort, wo der Mann einer Frau nicht die Hand reichen darf, gilt dies auch dann, wenn die Frau ihn dazu auffordert. Greift er trotzdem zu, riskiert er eine Tracht Prügel. (Falls ein anderer Mann zugegen ist.)

In Spanien ist das so. Die Spanier sind dafür bekannt, dass sie auch im Ausland ihre guten Sitten waren. Die Orientalen nicht. Umso erfreulicher ist  es, dass dieser Imam korrekt geblieben ist.

Wenn diese Zicke von Lehrerin ihm eine Moralpredigt halten will, statt sich kurz zu entschuldigen, ist der Imam zurecht beleidigt.

Kommentar von Taaly ,

Nein, religiöse Vorurteile haben damit nichts zu tun. Es geht mir um Respekt und Anstand. Dieser hängt natürlich von der konkreten Situation ab - und in dieser hat er sich falsch verhalten. Es ist kein Anstand und Respekt, wenn man sich wie ein Elefant im Porzellanladen verhält...

Als Imam sollte man dazu fähig - und fest genug im Glauben - sein, angemessen auf die Herausforderungen in einer "fremden" Umgebung zu reagieren. Das hat dieser Imam nicht getan - und stattdessen seinen Gegenüber beschämt. Das ist bestimmt nicht im Sinne des Koran - da müsste man mir schon eine entsprechende Stelle zeigen - ich kenne keine einzige! Deshalb schrieb ich, er solle sich schämen - er hat seine Berufung nicht erfüllt.

Mit dem umgekehrten Anwurf, sollte hier doch nur bezweckt werden, meine Meinung zu diffamieren - Du weißt nichts über mich! Hunderte vernünftige und verständige Imame hätten der Frau die Hand gegeben. Sind das deswegen alles schlechte Muslime? Ich glaube nicht...

Kommentar von Wurzelstock ,

Wie ich sehe, hast Du in jedem Falle recht. Normalerweise werfe ich einfach das Handtuch. Hier geht es aber darum, einen Mob zusammenzubringen - und nicht um eine Meinung. Das kann ich nicht wegstecken.

Kommentar von Taaly ,

Dann lasse mich das Handtuch für Dich werfen. Ich sehe keinen Mob. Der Fragesteller hat eine konkrete Frage gestellt und ich meine Meinung - umfangreich begründet - dargestellt. Mir reicht das. Hier das Handtuch...

Kommentar von Wurzelstock ,

Wie solltest Du den Mob auch sehen können? Du bist ein Teil davon! Die Masse wird geschickt blind gemacht, und so blindlings walzt sie am zuverlässigsten alles nieder. Ich halte hier längst nicht mehr wegen dir dagegen, sondern wegen denjenigen Mitlesern, bei denen noch nicht Hopfen und Malz verloren ist.

Kommentar von Taaly ,

Alle außer mir haben sich verlaufen...

Kommentar von Taaly ,

Entschuldigung für meinen letzten Kommentar. Das war nicht angemessen. Ich finde es nur sehr unschön, wenn Du mich hier nur vorführen möchtest, statt ernsthaft mit mir zu reden...

Kommentar von Wurzelstock ,

Ich nehme die Entschuldigung an. Bitte lies dir vielleicht doch noch einmal die Frage durch, wenn Du etwas Distanz hast. Es ist eine Suggestivfrage.

Im Abschnitt "Jetzt meine Frage:" wird der Unterschied zweier verschiedener Umgangsformen mit einer Straftat verknüpft. Auf diese Weise wird eine Voreingenommenheit erzeugt, die zu einem vorher festgelegtes Ergebnis führen soll. Das ist nicht zulässig. Egal ob man nun mit der andersartigen Umgangsform umgehen kann oder was man davon hält. Tja - was man wovon hält? Vom Handschlag? Vom Kindesmissbrauch? Merkst Du es?  :-)

Kommentar von Taaly ,

Danke.

Um so wichtiger finde ich es, den Glauben korrekt darzustellen, um eben solche Vorurteile abzubauen und ihn von seiner besten Seite zu zeigen. 

Ich verhalte mich im Schwimmbad anders als in der Moschee. Verhalten und Benehmen hängen eben doch von der Umgebung ab. Die Regeln des Koran dienen dem friedlichen und respektvollen Umgang miteinander. Das ist eine Grundaussage des muslimischen Glaubens, in diesem Sinne wurde der Koran erschaffen.

Ein Mann, ein Imam, stark im Glauben sollte den Mut aufbringen, über seinen Schatten zu springen. Nicht-Gläubige so zu beschämen erzeugt ein schlechtes Bild vom Islam - und das in einer Zeit, in der der Glaube sowieso schon übermäßig diffamiert wird. Gefordert wird aber natürlich eine Verbreitung. Mit seinem Verhalten hat der Imam, meiner Meinung nach, dem Glauben einen Bärendienst erwiesen. 

Oft gerät man in Situationen, die nicht eindeutig geregelt sind - wo Werte oder Regeln sich gegenseitig im Weg stehen oder es sich widersprüchliche Aussagen finden lassen. In diesen Fällen ist es wichtig abzuwägen und zu versuchen, den besten Weg im Sinne des Glaubens (statt im eigenen Sinne) zu finden. 

Der Glaube fordert im Fall des geforderten Handschlags beides Höflichkeit und Zurückhaltung. Ich finde, zum Wohl des Glaubens, dass er sich in diesem Fall für die Höflichkeit hätte entscheiden sollen. Ihn hätte das nicht angefochten.

Bitte lassen wir es dabei, wobei ich Dir natürlich gerne ein letztes Wort zugestehe. Im obigen Sinne ist es ebenso kontraproduktiv uns hier zu streiten. In diesem Sinne werde ich mich nun aus diesem Fragebereich nun zurückziehen.

Kommentar von Wurzelstock ,

Vom Zugeständnis des letzen Wortes mache ich gerne Gebrauch  :-)

Ich habe 8 Monate lang diese fremden Regeln des Umgangs zu erlernen versucht. Nicht in einem islamischen Land, sondern im katholischen Spanien. Dort darfst Du eine fremde, verheiratete Frau nicht einmal ansehen, sonst kriegst Du umgehend Ärger. In Spanien gucken auf der Straße die Frauen nach den Männern, und wehe, die Männern senken nicht den Blick! Die Spanier sind alles andere als prüde: Sie haben nur andere Regeln. Das hat ihnen im Ausland einen besonderen Ruf eingetragen: Ihr vermeintlicher Stolz ist ein  geflügeltes Wort.

Auf die Folgen der dort verbotenen Handreichung habe ich bereits hingewiesen. Du stellst dir nicht vor, wie schwer das ist, wenn Du Umgekehrtes von Kindesbeinen an gewohnt bist. Reicht eine Frau dir die Hand, so greifst Du reflexartig zu  - und hast prompt Ärger! Bei den Blicken sind die Folgen nicht ganz so schwer. Aber es ist viel schwerer, die eigenen Augen zu kontrollieren, die gewohnheitsmäßig ihre eigenen Wege gehen.

Diese Umgangsformen sind in abgeschwächten Formen weltweit verbreitet, und waren es auch bei uns! Es gibt kein europäisches Land, in dem sie nicht wenigstens verstanden würden - auch bei uns! Es ist die weit natürlichere Art des intersexuellen Umgangs miteinander, denn jede Berührung spricht zugleich unsere Existenz als Geschlechtswesen an.

Es ist deshalb Flegelei von beiden Seiten, wenn daran religiöse Missionierungsversuche festgemacht werden. Gleichgültig, ob mit Quranweisheiten für den Islam auf der einen, oder mit den selbstgebastelten Swingerregeln für die FKK-Gesellschaft auf der andern Seite. Für beides lasse ich mich nicht mobbilisieren :-)

Antwort
von Fabian222, 48
Der Iman hat zurecht den Handschlag verweigert

Man darf selbst entscheiden von wem man angefasst werden moechte und von wem nicht. 

Antwort
von 3plus2, 92
Der Handschlag ist eine Form des Respekts und sollte selbstverständlich sein.

Ein Beweis der Islam die Frauen noch immer wie in der Frühzeit betrachtet, da hatten die Frauen den Stand eines Esels und wer gibt schon einen Esel die Hand.

Kommentar von ArbeitsFreude ,

Den HUF, meinst Du, lieber 3plus2? DAs ist halt schwer mit den Händen und Hufen...

Doch weißt Du was: Ein GUTER IMAM schaut NIE Frauen an! Woher soll der arme Imam denn wissen, dass die Pädagogin keine Hufe, sondern Hände hat??? - Er schaut doch gar nicht hin, weil das haram wäre!

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