Frage von anonym15865, 59

Ist das noch gesetzmäßig?

Hallo gutefrage.net community , ich mache seit ca. 6 Monaten mein Bundesfreiwilligendienst in einem Altenpflegeheim. Ich komme mit den Arbeitszeiten und meinen täglichen Aufgaben sehr gut klar. Ich habe am Anfang ein bisschen Zeit gebraucht, um mich an alles zu gewöhen. Aber ich bin jetzt selber stolz, was ich alles zu leisten im Stande bin. Ich habe aber schon seit dem Ende meiner Einarbeitungsphase das Gefühl , das ich komplett an Stelle für eine Pflegekraft arbeiten gehe. Ich mache morgen meine Waschrunde genau so wie es andere Pflegekräfte machen. Wenn ich diese Runde nicht schaffe oder mal zum Wohl des Bewohners ein paar Minuten über die Zeit gehe, kommt der ganze Zeitplan im Heim ins wanken. Ich hab daher , wie ich finde, sehr viel Druck auf den Schultern, aus Richtung Pflegefachkräfte und meinen eigentlichen Kollegen. Die PDL weis aber ganz genau , das ich kein Faulpelz bin und so eine Runde schaffe. Deswegen bin ich voll mit eingeteilt.

Was mich an der ganzen Geschichte stört : Ich habe mir vorgestellt , das ich eher als Unterstützung , der schon unterbesetzten PK´s , dazukomme. Ich hab echt das Gefühl, mit die Verantwortung zu haben , das der Laden läuft. Außerdem werde ich, für Fehler verantwortlich gemacht, die ich mit Hilfe meinem Wissens, NICHT hätte verhindern können.

Was sind eure Erfahrungen?

Was leistet ihr im BFD/FSJ ?

Schönen Abend an alle , Grüße Anonym !

Antwort
von Spinnenfan, 34

Das ist FAST überall so...
Man sollte eigentlich "nur" als zusätzliche Kraft eingesetzt werden, leider machen die wenigsten Altenheime es so. Ich bin auch der Meinung, dass diese so viele potentielle Altenpfleger/innen so zu sagen vergraulen, ich kenne einige Leute, die sich nach dem FSJ bzw BFD für einen anderen Berufszweig entschieden haben.
Ich zum Beispiel werde als zusätzliche Kraft eingesetzt, bin aber auch nicht in einem Altenheim, sondern in einer Tagespflege.

Kommentar von anonym15865 ,

Eine FSJ´lerin hat um die selbe Zeit angefangen , wie ich. Sie wurde gnadenlos vergrauelt. Sie wurde an Stelle für eine PK eingesetzt. Den Kollegen hat das natürlich nicht gefallen , weil die nicht voran gekommen sind. Ich meine die hatte noch gar keine Erfahrung im Arbeitsleben. Was glaubst, du wie die runter gemacht wurde. Ende der Lieds : "Kündigung".

Kommentar von Spinnenfan ,

Das Pflegepersonal vergisst auch leider sehr schnell, dass man da ist um das Team zu unterstützen und nicht einzelne Kräfte ersetzen soll. das passiert bei uns auch mal, ich habe zwar selbst mal in einem Altenheim gearbeitet, sage dann aber trotzdem, dass ich bestimmte Sachen nicht machen werde, zumindest nicht alleine. wenn du über deine Anleitung, Wohnbereich Leitung, oder auch Leitung des Altenheims nicht weiter kommst, dann nehme doch mal Kontakt mit deinem Träger auf, sollte das nichts bringen, kannst du vielleicht auch noch wechseln, naja du solltest dich nicht durch das Jahr quälen müssen...

Kommentar von anonym15865 ,

Etliche PK´s sind auch meiner Meinung. Ich selber nehme mich schon selbst zurück und mache mein Ding so gut wie ich es kann ! Wichtig ist , das ich es richtig mache und nicht schludrig wie manch anderer. 

Ich hatte am Anfang Schwierigkeiten, mich mit dem ständig hohem Lärmpegel im Zimmer oder im Flur bzw. Teeküche, zu arrangieren. Ich arbeite ausschließlich mit BW´s zusammen , die Demenz haben. Ich bin echt stolz auf mich selbst, das ich das durch halte. Man kann echt froh sein, wenn man 1mal wenigstens am Tag, ein nettes Wort geschenkt bekommt. Das Personal erkundigt sich jedenfalls nicht danach , wies mir geht. Ich muss dazu sagen , ich hatte vor dem BFD selber keine eher starke Psyche.

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