Ist das NC-System nicht als Auswahlbethode ein gescheitertes Modell?

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4 Antworten

In Deutschland laufen m.E. zwei Sachen falsch: 

1.) hält man es einfach nicht für erforderlich, im Bildungsbereich genügend Geld in die Hand zu nehmen. Dazu kommen Flausen wie etwa die permanenten Lobgesänge auf das Duale System. Das schwächt letztlich den akademischen Bereich. Österreich hatte bis zur Masseneinwanderung deutscher Studenten nie ein Problem mit knappen Studienplätzen. Man will einfach nicht. Wobei das nicht nur auf die Bildung bezogen ist, auch im ganzen Infrastruktursektor - das betrifft aber sehr wohl auch Bauten im Bildungsbereich - spart man sich tot. 

2.) Deformiert man im BIldungsbereich was geht. Deutsche Abiturienten stehen heute wohl tatsächlich eher schlechter da als vor 20 oder 30 Jahren. Das ist aber sicher nicht die Schutz der Absolventen - the kids are alright - aber die Schuld der Politiker und Fachleute, die eine Deform nach der anderen veranstaltet haben. Erst haben konservative Lehrerverbände und die C-Parteien alles gemacht um das Kollegstufensystem zu sabotieren, dann kam PISA, dann G8, "Soft Skills" und ähnlicher Quatsch. Schüler sind heute Versuchskaninchen für ungare Konzepte. Witzig finde ich ja auch dass man heute als Schüler Präsentationen machen muss - Generation Powerpoint? In der Industrie kommt das mitnichten wirklich gut an, dort nervt auch die Powerpointerei bisweilen. Die Versuche kosten alle Zeit, vor Einschnitten schreckt man zurück. Richtig wäre es, Stundenklau durch Religionsunterricht, Sportunterricht, Kunst und Musik etc. in der Oberstufe zu vermeiden - der Azubu hat diese Fächer ja auch nicht bzw. nur teilweise. Dann wäre vielleicht auch wieder mehr Zeit für die wichtigen Fächer. Es wird Zeit heilige Kühe zu schlachten - insbesondere in Sport und Religion. Das kostet alles nur Geld und bringt nichts. Man muss sich vielleicht auchmal fragen, was andere im Schulystem anders machen anstatt die Stundentafeln zu überfüllen.

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Günstiger ist es wohl, neben den Abiturnoten auch ganz anderen Kriterien mit einzubeziehen. Z.B. eine vorhandene Ausbildung im medizinischen Bereich, wie zum Bsp. OP-Helfer etc.oder z.B. auch auch ein FH-Studium in Medizintechnik, statt bei der Warteliste einfach nur das Sitzfleisch.

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Ich finde es auch ungeeignet, da es die Fähigkeiten des Bewerbers eigentlich gar nicht wirklich beurteilen kann. Ich weiß nicht wie das heute ist, aber als ich das Abitur gemacht habe, gab es noch kein Zentralabitur, und ich weiß vom Hörensagen, dass Leute die mit einer 5 oder 6 in Mathe auf eine Nachbarschule gewechselt sind, ohne Anstrengung (nach eigener Aussage) im nächsten Zeugnis eine 1 oder 2 geschafft haben. Daher finde ich, dürfte man Noten nur vergleichen, wenn vom selben Lehrer vergeben worden sind.

Abbrecher kann aber andererseits auch bedeuten, dass die Studenten sich das Studium anders vorgestellt hatten, oder es ihnen zu langweilig ist und sie einen neuen Berufswunsch gefunden haben. In meinem Fach schätze ich die Abbrecherquote noch höher ein, und das gesamte Studium haben wohl nur ca. 30% bis zum Abschluss durchgezogen.

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Ja, ist er meiner Meinung nach. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Anforderungen an das Abitur von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ist. Wird ja jetzt nach und nach etwas gleicher, aber neben mir saßen im Studium Leute, die nicht wussten was eine e-Funktion ist, aber trotzdem Abi hatten.

Die Auswahltests sind auch nicht besonders sinnvoll. Mit 18/19 ist man anders als mit Mitte 20. Aber irgendein Kriterium muss es ja geben.

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Kommentar von Barbdoc
20.01.2017, 21:54

Wann hast du die e-Funktion dann gebraucht? Überhaupt nicht.

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Kommentar von murasaki2011
25.01.2017, 12:15

In Chemie, Biochemie, Physik,Physiologie, Biomathe

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