Ist das "Leben" wirklich hart beziehungsweise schwer?

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6 Antworten

Das hat sicher mehrere Gründe. Zum einen gibt es einfach Dinge, die es uns schwerer machen, z.B. Naturkatastrophen oder ganz profan der Zwang, sich regelmäßig mit bestimmten Bedürfnissen wie essen und aufs Klo gehen auseinanderzusetzen. Die Aufzählung lässt sich beliebig fortsetzen, denn alles, was vom Schlaraffenland abweicht, macht es uns zunächst einmal "schwerer". 

Der Knackpunkt ist jedoch, dass es den wenigsten Menschen tatsächlich entspricht, mit dem leichtesten Weg glücklich zu sein. Man freut sich viel mehr über Dinge, die man selbst bewältigt hat - wenn man in der Lage ist, sie zu bewältigen. Ein anderer Grund für Aussagen wie "das Leben ist hart" ist deshalb sicher auch der Versuch, sich besser zu fühlen, indem man jemand anderem die Schuld anlastet, hier dem Leben bzw. dem Schicksal. Wenn mein Leben nicht so läuft, wie ich es mir vorstelle, tut es weniger weh zu sagen "das böse Schicksal ist gemein zu mir" (allgemein wird gerne einem abstrakten "Bösen" die Schuld zugeschoben) als "ich habe Fehler gemacht und muss mich mehr anstrengen". Im Wunsch, den einen Schmerz zu ertragen, wird der andere in Kauf genommen. 

Interessanterweise gibt es jedoch Menschen, die trotz zahlreicher Rückschläge ihr Leben als gelungen bezeichnen, und das ist so, weil der Mensch die Möglichkeit hat, allen widrigen Umständen zum Trotz selbst über seine Einstellung zu bestimmen. Eins der prominentesten Beispiele ist Viktor Frankls Buch "Trotzdem ja zum Leben sagen". Mit den darin enthaltenen Ideen hat er unter anderem mehrere KZ-Aufenthalte überlebt und war danach immer noch höchst lebensfroh. 

Insofern ist die Frage nicht "Ist das Leben hart?" sondern "Bedeutet hart automatisch nicht lebenswert? Bedeutet es, dass man auf alles Gute verzichten oder sich sogar dagegen wehren und kaltherzig werden muss?" Ich und viele andere, die sich darüber differenziertere Gedanken gemacht haben, sagen dazu: "Nö, wieso?"

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Das Leben "ist" hart. Es ist 100%ig nicht einfach ein schönes Leben zu führen ohne Probleme etc. Man kann sich das Leben schwerer machen, ja. Aber das Leben ist nicht einfach. Es kommt auch auf die Denkweisen an.

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Das Leben ist nicht einfach, weil es dich ständig in Situationen bringt, für die du noch keine Erfahrung hast. Dann fällt es dir natürlich schwer, mit neuen Situationen umzugehen. Jedes Lebensalter bringt seine Probleme mit sich. Aber weil das Leben noch nie einfach war, sind wir Menschen dafür geschaffen, Probleme zu lösen. Wenn wir keine Herausforderungen haben, die für uns "schwer" sind, wird uns langweilig.

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Manchmal ist es schwer und du musst dir Karten selber kaufen und aufdecken und du hast ne Piek doch manchmal schenkt dir das Leben 100 Asse. Ist immer anders,

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Klar. Geschenkt wird dir im Leben nix außer du erbst.

Aber man muss es sich nicht schwerer machen als nötig. Gute Schulbildung und wenig blödsinn machen dann wird das schon. Sonst hast du wirklich Probleme aus denen du die nächsten 60 Jahre nicht rauskommst

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Es ist so...man muss sich alles hart erkäpfen bzw erarbeiten

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