Frage von Maisstueck, 409

Ist das kein Widerspruch, um Kinder zu bekommen muss eine Ehe (m+w) Sex ausüben, wieso gibts dann Homoehe wenns gegen Biologie des Menschens und Evolution ist?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von voayager, 103

Eine Ehe ohne Kinder finde ich absurd, auch die Homoehe finde ich unsinnig, Ausdruck spätbürgerlicher Dekadenz, wo die Beliebigkeit ganz neoliberal triumphiert.

Kommentar von Libertinaer ,

Warum überrascht mich so eine homophobe Antwort als die "hilfreichste" bei dir so überhaupt nicht?

Manche tragen ihre Vorurteile wirklich wie eine Monstranz vor sich her ...

... und sind auch noch stolz darauf.

Also wenn ich für mich wählen könnte, dann hätte ich doch lieber ein Homopärchen als Eltern gehabt. :-))))

Aber meine Eltern waren erfreulicherweise nicht so drauf.

Kommentar von voayager ,

nach den sogenannten Vorurteilen folgen dann die Nachurteile, wie genau sehen die denn eigentlich aus? Ggf. gäbe es dann wohl auch noch die Haupturteile, die wären dann ja auch noch abzuklopfen! Also dann mal ran!

Kommentar von Libertinaer ,

nach den sogenannten Vorurteilen folgen dann die Nachurteile, wie genau sehen die denn eigentlich aus?

Ich bin erfreulicherweise nicht mit der Gedankenwelt solcher Leute wie dir vertraut, als dass ich mich da zu Erfindungen äußern kann! ;-)

Ich kenne nur noch den Begriff "Unrechtsurteile" -  aus Staaten, in denen intolerante Menschen mit einer bestimmten Einstellung über fremder Leute Lebensstile an die Macht gekommen waren ... ^^

Kommentar von voayager ,

Danke für den Stern!

Expertenantwort
von Agronom, Community-Experte für Biologie, 170

Dinge beim Menschen mit Evolution begründen zu wollen ist in den meisten Fällen unsinnig. In vielen Bereichen lenken wir die Evolution in gewissem Maße oder umgehen sie fast gänzlich, z.B die Medizin, aus sicht der Evolution ist es wenig sinnvoll Krankheiten zu behandeln, denn so besteht kaum Selektion auf besonders widerstandsfähige Individuen und das Risiko für die Weitergabe von Anfälligkeiten steigt.

Es gibt Hinweise auf eine genetische Komponente, die sich auf die Ausrichtung der Sexualität auswirkt und Homosexualität im Tierreich zeigt uns auch, dass es ein biologisches "Phänomen" ist und nichts mit der menschlichen Gesellschaft zu tun hat.

Zuletzt hat der Mensch eine Populationsgröße erreicht, bei der man sich absolut keine Sorgen machen muss, dass in absehbarer Zeit die Art gefährdet wäre.

Eine Homoehe mit Adoptionsrecht hat gesellschaftlich nur Vorteile.

Antwort
von uteausmuenchen, 97

Hallo Maisstueck,

Du wirfst in der Frage biologische und juristische Begriffe durcheinander. Wenn man das sauberer trennt, ergeben sich die Antworten fast von selbst...

Zerlegen wir die Frage also in die zwei Bestandteile:

1) Ist Homosexualität "gegen Biologie des Menschens und Evolution"?

2) Macht die Einführung von Gesetzen zur Regelung gleichgeschlechtlicher Beziehungen innerhalb der Gesellschaft Sinn?

Zu 1) Ist Homosexualität "gegen Biologie des Menschens und Evolution"?

Nein, keineswegs, im Gegenteil. Homosexualität kommt weit verbreitet im Tierreich vor, sie ist ein sehr weit verbreitetes Phänomen.

Bei Tierarten, die in größeren Verbänden, Gruppen, Herden, etc. leben, ist es von Vorteil, wenn sich Vertreter desselben Geschlechtes nicht ausschließlich als zu bekämpfende "Konkurrenz" wahrnehmen. Eine genetische Verankerung, auch gleichgeschlechtliche Individuen als Kooperationspartner wahrzunehmen, wahr also im Laufe der Evolution für alle in Verbänden lebende Tierarten immer von Vorteil; erst dadurch wird friedliches Miteinander in größeren Verbänden möglich.

Ist aber das Merkmal "mit gleichgeschlechtlichen Individuen zusammenarbeiten können" erst mal genetisch verankert, so wird es - auch wieder Prinzip der Evolution - dieses Merkmal auch in allen möglichen Ausprägungen geben. Es wird also weiterhin Individuen geben, die Individuen desselben Geschlechtes NUR als Rivalen sehen, eine breite Masse, die mehr oder weniger gut mit Vertretern des eigenen Geschlechtes kooperiert - und Individuen, die das eigene Geschlecht sogar attraktiv finden.

Kurz: Homosexualität ist die logische Folge einer genetischen Veränderung, von der wir alle - und mit uns viele andere Tierarten - unheimlich profitieren, nämlich der Fähigkeit, auch mit Vertretern des eigenen Geschlechtes zusammenzuarbeiten und uns als größerer Verband zu ergänzen und zu schützen. Der Nachteil, dass einzelne Individuen dann keine Nachkommen haben, wird durch die Vorteile dieser genetischen Disposition mehr als wettgemacht. Homosexualität ist also in keiner Weise ein Widerspruch zur Evolution. (Auch wenn religiöse Fundis so was immer wieder behaupten...)

2) Juristisch machen gesetzliche Regelungen also sehr viel Sinn, die die Beziehungen gleichgeschlechtlicher Partner in einen ähnlich geschützen Rahmen stellen, wie die Beziehungen verschiedengeschlechtlicher Partner. Das entspricht unseren demokratischen, im Sinne der Aufklärung stehenden Grundsätzen von Freiheit und Gleichheit.

Wir sollten als aufgeklärte Gesellschaft darum bemüht sein, unsere Gesetze an diesen Prinzipien auszurichten - und nicht an irrationalen und überholten Vorurteilen...

Grüße

Kommentar von Mannimanaste ,

Die Frage, ob Kinder von gleichgeschlechtlichen Eltern aufgezogen werden sollten, oder lieber doch von Mann und Frau, hast Du bei Deiner Antwort leider völlig unerwähnt gelassen...

Kommentar von Roderic ,

...diese Frage stand ja auch gar nicht zur Debatte, Mannimanaste.

Kommentar von Mannimanaste ,

@ Roderic:

Das ist schon richtig. Aber dieser Aspekt hängt ganz direkt mit der gestellten Frage zusammen, in welcher das Zeugen von Kindern eingangs ja auch erwähnt wird.

Es geht also um die Beurteilung gleichgeschlechtlicher Liebe, als vielmehr um den Aspekt Ehe und Familie bei der selben.

Antwort
von dompfeifer, 44

Fußballspielen, malen, singen, musizieren, wandern, fernsehen, forschen, lesen, dichten, Flugzeug fliegen oder Computer programmieren dienen auch nicht der Fortpflanzung. Was schert das die Biologie und die Evolution? Die Biologie verbietet keinesfalls das Menschsein, d.h. nach Lust und Laune Willen und Verstand planmäßig einzusetzen.

Antwort
von nachdenklich30, 53

Die Sache ist doch so:
Du nimmst ein Prinzip (Mann und Frau müssen Sex haben, damit die Menschen nicht aussterben) und glaubst, damit der Evolution Vorschriften machen zu können.

Die Wirklichkeit ist anders:
Die Menschen sind noch nicht ausgestorben, obwohl es Schwule und Lesben gibt.
Obwohl gegengeschlechtliche Fortpflanzung nötig ist, kommen (nicht nur bei den Menschen, sondern auch bei vielen Tierarten) schwule und lesbische Exemplare zur Welt. Offenbar ist es so, dass diese Exemplare zum Fortbestand der Menschen wichtig sind, sonst hätte die Evolution die Entstehung dieser Exemplare schon lange aufgegeben.

Also: Die Homoehe ist nicht gegen die Biologie sondern nutzt ihr offensichtlich.

Antwort
von dadita, 108

Kinder kann es auch ohne Ehe geben, wie es auch Ehen ohne Kinder geben kann. Auch Menschen welche sich auf natürlichen Wege nicht fortpflanzen können, können durch Adoption und in vitro-Fertilisation Kinder bekommen, egal ob die homosexuell oder heterosexuell sind. Die Ehe ist ein rein künstliches Konzept und hat nichts mit Fortpflanzung zu tun. Es ist ein Vertrag.

Dieser Vertrag zusammen mit den rechtlichen Vorteilen welche er bietet sollte jedem offenstehen. 

Homosexualität ist weder "gegen die Biologie" noch "gegen die Evolution" des Menschen. Es ist vollkommen natürlich und in zahlreichen Tierspezies anzutreffen. Abgesehen davon leben wir in so gut wie keinem Aspekt unserer Ziviliation mehr nach den Regeln der Natur was auch verdammt gut so ist, ansinsten wärem du und ich wohl schon tot. 

Der einzige Grund gegen die Öffnung der Ehe für Homosexuelle zu sein ist religiöse Ignoranz...und diese hat in einer modernen Gesellschaft keinen Platz mehr.  

Antwort
von GroupieNo1, 63

Es ist weit überholt, dass Menschen triebgesteuert sind und nur sex haben um sich fortzupflanzen. Die trieblehre geht davon aus, dass Menschen ihre Bedürfnisse befriedigen. Und die bedürfnissbefriedigung (ab der Pubertät nennt man diese Phase laut Freud genitale Phase) ist ausgelegt auf die genitalien und eben die Befriedigung die die Stimulation mit sich bringt.
Die Evolution ist nunmal nicht als einzelnes zu betrachten sondern eben auch hier wurde weiter geforscht und entwickelt.

Antwort
von randomhuman, 134

Bei der Ehe geht es nicht mehr primär darum eine ganze Schar von Kindern zu zeugen. Ich verstehe es als ultimativen Bund zwischen zwei Menschen die sich über alles lieben. Schließlich entscheidet man sich dafür mit der geliebten Person bis zum Ende des Lebens zusammen zu sein. Das funktioniert zwar nicht bei jeder Beziehung aber bei vielen.

Des weiteren ist die Ehe zum Kinder bekommen nicht notwendig. Es gibt Leihmutterschaft, künstliche Befruchtung, Beziehungen ohne Ehe usw. und sofort. 

Bei 7,4 Mrd. Menschen auf der Erde braucht man sich keine Gedanken machen, dass es irgendwann zu wenig Kinder/Menschen gibt. Das hat auch nichts mit Biologie und Evolution zu tun.

Kommentar von nesbor ,

Naja in ein paar Jahren muss man sich sorgen um seine Rente machen, weil es zu wenig junge Menschen gibt. (Demografischer Wandel)

Kommentar von randomhuman ,

Es ist wohl wahr, dass sich die Politik der Probleme annehmen muss aber das hat nichts mit Homosexualität zu tun und man kann die Leute auch nicht zwingen Kinder zu bekommen.

Kommentar von Dahika ,

nur hierzulande. ABer das Problem könnte man lösen, indem man Deutschland zum Einwanderungsland macht. Mir ist es doch wurscht, ob meine Rente von einem blonden Deutschen oder einen Schwarzen gezahlt wird.

Kommentar von FloTheBrain ,

Die Rente ist nur unsicher, weil wir ein bescheuertes Rentensystem haben. In Österreich und der Schweiz fallen auf viel mehr Geldbewegungen Sozialabgaben an. Da ist die umlagenfinanzierte Rente immer sicher, völlig egal wie viele Kinder geboren werden.

Kommentar von PrinceOfNoldor ,

In Europa könnte das passieren, dass es zu wenige Kinder gibt

Kommentar von randomhuman ,

Die Wirtschaftssysteme und die Sozialsysteme werden sich dem demographischen Wandel bei Bedarf schon anpassen müssen.

Antwort
von Mannerschnitte2, 148

Zu diesem Thema gibt es mehrere Theorien. Eine davon ist z.B., dass homosexuelle Individueen die sich reproduzierenden Mitglieder einer Gruppe bei der Aufzucht von Nachkommen maßgeblich unterstützen. Hier steht auch wieder der Vergleich zu den Menschenaffen, die in Mehr-Männchen-Mehr-Weibchen-Gruppen oder in Mehr-Weibchen-Gruppen leben. Im Kampf um Ressourcen ist es ausgesprochen nützlich, wenn Weibchen mit Nachkommen Unterstützung von "schwulen" Artgenossen erhalten.

Nur so als Denkanstoß :-)

Antwort
von Tragosso, 104

Nein, das ist absolut kein Widerspruch. Auch homosexuelle Menschen könnten sich gemeinsam um ein Kind kümmern. Entweder eins aus einer früheren Beziehung oder durch Adoption. Leider ist in Deutschland weder die noch die Gleichstellung der Ehe für Homosexuelle bisher möglich. Möglich ist nur einzeln als Person zu adoptieren, was aber erheblich schwieriger sein dürfte, weil es selbst für verheiratete Heteropärchen oft schwer ist ein Kind zu adoptieren.

Davon abgesehen ist Heirat weder Pflicht noch notwendig um Kinder aufzuziehen und/oder sich zu lieben.

Kommentar von Mannimanaste ,
Auch homosexuelle Menschen könnten sich gemeinsam um ein Kind kümmern.

Natürlich können sie das. Aber ob es für das Kind nicht besser wäre eine weibliche und eine männliche Bezugsperson als Eltern zu haben, erwähnt hier seltsamerweise niemand.

Meine Erfahrungen mit unserem Sohn zeigen mir deutlich, dass es ziemlich wichtig ist, dass Kinder eine Mama und einen Papa haben, statt zwei Papas oder zwei Mamas.

Kommentar von Libertinaer ,

Meine Erfahrungen mit unserem Sohn zeigen mir deutlich, dass es ziemlich wichtig ist, dass Kinder eine Mama und einen Papa haben, statt zwei Papas oder zwei Mamas.

Und andere, nachprüfbare Erfahrungen zeigen, dass eigentlich das ganze Konzept der modernen Familie ein verfehltes ist, im Vergleich zur archaischen "Erziehungsgemeinde".

So what?

Sind weibliche und männliche Bezugspersonen wichtig?

Sicher.

Das hat man mittlerweile sogar hierzulande mitbekommen, und stellt JETZT auch vermehrt männliche Erzieher in KiTas ein. Generationen von Kindern wurden vorher von Frauen erzogen: Im Kindergarten, wie auch zuhause (klassisches CDU/CSU-Familienbild: Mann arbeitet, Frau kümmert sich um die Familie).

Das ist genauso "sinnvoll" oder "unsinnig", wie 2 Väter oder 2 Mütter.

Aber das ist halt das, was homophobe Unionsanhänger favorisieren - ohne Angabe von wirklichen Gründen, entgegen aller Belege. Da ist die "Herdprämie" nur ein weiteres, ganz übles Beispiel.

Fakt ist hingegen: 2 gute, liebende Väter (oder Mütter), sind für das Kind allemal besser, als ein Paar dappischer Mann/Frau-Eltern. Und besser als eine Erziehung in einem Heim sowieso.

Ich wüsste nicht, dass irgendjemand vorgeschlagen hat, einer funktionierenden "Mann/Frau/Kind"-Familie das Kind wegzunehmen, um es einem kinderlosen Homopärchen zuzuschustern. Hast DU davon gehört? Wohl kaum!

Antwort
von Nijori, 109

Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Ehe ist nichts das für Kinder nötig wäre, es gibt verheiratete Paare die keine Kinder wollen und trotzdem geheiratet haben und es gibt unverheirate Paare die Kinder machen als gäbs nen Preis dafür.
Gründe für Ehe: Ausdruck der Liebe und des Treueversprechens, Steuervorteile ect, sie ist keine Vorraussetzung für Kinder.
Homoehe ist in keinster Weise gegen Biologie und noch deutlich weniger gegen Evolution.

Ehe ist im Grunde nichts als eine auf verschiednen Religionen aufgebaute Idee um 2 oder mehr Menschen aneinander zu fesseln, in der Vergangenheit und auch heute teils noch besonders um Frauen an Männer zu fesseln.

Antwort
von Libertinaer, 17

Wenn Homosexualität gegen Biologie und Evolution ist, warum gibt es sie immer noch?

Ist es nicht vielleicht wahrscheinlicher, dass dein Verständnis von Biologie und Evolution, nun ja, "verbesserungsfähig" sein könnte? ;-) Der Evolution sind deine Gedanken nämlich ziemlich schnuppe. Die "macht", was SIE für sinnvoll hält. ;-)

Z.B. wurden früher Kinder eher von der Gemeinschaft aufgezogen. Das Konzept der Familie mit erziehender Mutter/Vater ggf. noch Großeltern ist ein SEHR modernes Konzept, und alles andere als "natürlich".

Und wäre es da z.B. nicht auch sinnvoll, wenn nicht alle kräftigen Männer auf die Jagd gehen, sondern es auch welche gibt, die beim Stamm bleiben, bei der gemeinschaftlichen Erziehung mithelfen, und ihn gegen Angriffe mit verteidigen - ohne dass die abwesenden Hetero-Männer "Angst" vor fremdgehenden Frauen haben müssen?

Nur mal EIN Gedanke, der dir wohl nicht gekommen ist, der aber stellvertretend für eine ganze Reihe von möglichen Gründen steht, die DIR zwar nicht in den Sinn kamen, aber evolutionär absolut Sinn ergeben. :-)

Ein weiterer wäre z.B., dass bei Kindern die ihre Eltern/Familie verloren haben, so auch weitere Menschen als Bezugspersonen zur Verfügung standen, die ihrerseits nicht durch eigene Kinder gebunden waren.

Das wäre dann schon der zweite evolutionäre Vorteil.

Usw. usf. ... ;-)

Fazit: Mach dir keine Gedanken darüber, was die Biologie oder Evolution "will". Das kann eigentlich nur scheitern ... ;-)

Antwort
von koten, 56

Woher kommt eigentlich dieses Gerücht, Homosexualität sei gegen die Natur?

Mittlerweile kennen Biologen mehr als 1.500 Tierarten, bei denen diese vorkommt. Von Pinguinen über Elefanten bis zu Tintenfischen.

Sehr interessanter Artikel dazu:

www.sueddeutsche.de/wissen/tierwelt-die-rosa-liste-1.622417

Übrigens: Ich selber bin Stock-Hetero ;-)

Kommentar von Huflattich ,

Wieso Gerücht ? Erlebt man als Stock-Hetero es als natürlich -also für die Natur  - wenn ein Mann einen Mann küsst, oder die Vorstellung wenn es z.B. um die Erreichung des Höhepunkts ganz zu schweigen, dass es nur um reine körperliche Befriedigung (ohne Aussicht auf Nachwuchs) geht - als "natürlich"? 

Sexualität ist mMn dem Menschen als Anreiz zur Fortpflanzung geschenkt worden, das wäre dann der Natur genüge getan .

Wie er sie einsetzt ist ihm überlassen .

Nimmt man z.B. das Dominanz-verhalten von Hunden (Rüden) die andere Rüden zur Ausübung von Unterdrückung bespringen ist das zwar "natürlich" - nur wird hier Sexualität in anderem Sinne missbraucht .

In unserer Gesellschaft wird jedoch jedoch alles vermischt und keiner weiß noch was natürlich - richtig - falsch ist. Werte sind dahin o.k waren sie vielleicht schon früher nur verdeckt . Alles ist also o.k. wenn es nur Spaß macht .

Solange ich da nicht mit hineingezogen werde, darf jeder gern das tun, was er gerne möchte.  

Kommentar von koten ,

"Gerücht" - weil das ein in Natur ganz normal vorkommenden Verhalten ist.

Ich habe vor Jahren ein Interview mit einem orthodoxen Rabbiner gelesen. Da ging es auch um Spaß beim Sex. Der Rabbiner sagte, Gott hat uns den Körper (auch) gegeben, damit wir mit unserem Partner zusammen Spaß bei Sex haben. Vernünftige Leute, diese Rabbiner.

Tiere haben keinen Willen, den man mit dem des Menschen vergleichen kann. Wie kommst Du dann zu der Aussage, Tieren könnten Sex mißbrauchen?

In unserer Gesellschaft wird jedoch jedoch alles vermischt und keiner weiß noch was natürlich 

Ich kann Dir sagen, was im Bereich Sexualität natürlich ist: Alles, was in der Natur vorkommt. Ein Gegensatz zu natürlich ist normal. Normal ist, was der (aktuellen) Norm entspricht. Normen verändern sich daher (die alten Griechen, Römer... waren der Homosexualität sehr zugetan), das "ewige" ist aber eher, was der Natur entspricht. Evolution braucht etwas länger.

Alles ist also o.k. wenn es nur Spaß macht .

Mir würde das nicht als Maßstab reichen. Man darf damit auch keinen anderen schädigen. Tun  des Homosexuelle etwa?

Ach ja: Wenn es für Dich beim Sex nur auf die Fortpflanuńg ankommt, dann tun mir die Frauen leid, die mit Dir zu tun haben.

Erlebt man als Stock-Hetero es als natürlich -also für die Natur  - wenn ein Mann einen Mann küsst

Ja klar. Warum denn auch nicht?

darf jeder gern das tun, was er gerne möchte.  

Anscheinend nicht. Sonst würdest Du nicht so darauf bestehen, daß das "unnatürlich" sei.

Antwort
von Huflattich, 81

Sei sicher auch dort wird Sex "ausgeübt" .

Es soll auch Paare (m/w) geben, die auf dem "natürlichen Weg" keine Kinder zeugen und bekommen können, oder sogar über Verhütung Kinder erst gar nicht bekommen wollen .

Nicht, dass ich "Ehen" zwischen zwei Männern oder zwei Frauen besonders schätze, aber muss man nicht Menschen doch zugestehen in einer wie auch immer gearteten monogamen Beziehung zu leben? Jeder ist in der Wahl seines Partners frei.

In gleichgeschlechtlichen Beziehung ist Monogamie eher ungewöhnlich, aber wer weiß schon heutzutage wie viele Seitensprünge in Männer - Frauen Beziehungen stattfinden . 

Toleranz auch den Dingen gegenüber, die man für selbst nicht mag und ablehnt, ist das Wesen einer offenen Gesellschaft . 

Meiner Meinung nach ein gesellschaftliches Problem, dass mit "gegen die Biologie" und "Evolution des Menschen" nichts zu tun hat und keinen Widerspruch beinhaltet. 

Kommentar von Aria0 ,

In gleichgeschlechtlichen Beziehungen ist Monogamie eher ungewöhnlich ... Wie kommst du darauf?

Kommentar von Dahika ,

ähem, in Heterobeziehungen ist sexuelle Treue auch eher selten. Es wird nicht darüber gesprochen, es wird verheimlicht, aber fremdgegangen wird kräftig.

Kommentar von Huflattich ,

z.B. hier aus dem Internet

http://www.dijg.de/homosexualitaet/wissenschaftliche-studien/sozialwissenschaftl...

Anmerkungen zu Homosexualität und Promiskuität

Der Basler Professor für Klinische Psychologie, Udo Rauchfleisch, der sich als Befürworter der Schwulenbewegung bezeichnet, nennt in seinem Buch „Die stille und die schrille Szene“ (1995) „vier wesentliche Unterschiede“ zwischen homosexuellen und heterosexuellen Beziehungen. Der „erste Unterschied“ liege darin, dass viele homosexuell lebende Männer neben ihrer festen Partnerbeziehung gleichzeitig sexuelle Nebenbeziehungen „flüchtiger, unverbindlicher Art“ haben.6

In seinem Gutachten für die Bundesregierung (2000) bezeichnet der Sexualwissenschaftler und Protagonist der Homosexuellenbewegung Professor Dr. Martin Dannecker die Tatsache, dass viele Homosexuelle trotz fester Beziehung gleichzeitig auch anonyme Sexualkontakte haben, als eine Fähigkeit von homosexuell lebenden Männern. Er schreibt über sie: „Sie sind fähig, konstante Objektbeziehungen einzugehen und aufrechtzuerhalten und fähig zum Eingehen flüchtiger sexueller Kontakte. Es gibt also einerseits das flüchtige, relativ zufällige Sexualobjekt, das vor allem dazu geeignet sein muss, rasche sexuelle Befriedigung zu vermitteln. Dieses Objekt steht primär im Dienste der Wiederherstellung und Aufrechterhaltung der narzisstischen Homöostase. (…) Andererseits gibt es das hochspezifische Objekt fester ’Freund’, an das sich dauerhafte sexuelle und zärtliche Interessen und Strebungen heften, das, mit anderen Worten ausgedrückt, psychisch also hoch besetzt ist.“7

Einer der politischen Protagonisten in der BRD für die Einführung der „eingetragenen Lebenspartnerschaft“, Volker Beck, schrieb 1991 zu der Erwartung, dass durch eine „eingetragene Lebenspartnerschaft“ die Promiskuität der männlichen Homosexualität verringert werden könne: „Wenn man hofft, die Schwulen zu treuen Ehepartnern zu machen, muss und wird die schwule Beziehungsrealität den Gesetzgeber enttäuschen. (…) Offensichtlich ist für viele Paare ’ihre Sexualität mit Dritten auszuleben, ein wichtiger Faktor in der Aufrechterhaltung der Partnerschaft.’ (…) Eine positive rechtliche Regelung homosexueller Lebensgemeinschaften käme diesem Wusch nach einer gesellschaftlichen Einbindung auf der politischen Ebene entgegen, ohne dass dem Gesetzgeber dafür eine Verhaltensänderung im Sinne abnehmender Promiskuität angeboten werden könnte.“8

Viele Schwule definieren ’treu sein’ also anders als die meisten Heteros. Für Schwule kann Treue bedeuten, dass man mit seinem Partner eine Abmachung trifft. Die kann zum Beispiel beinhalten, dass in der festen Beziehung unsafer Sex praktiziert wird und bei Seitensprüngen immer die Safer-Sex-Regeln befolgt werden. Treue bedeutet dann, dass man dieser Abmachung treu ist.“9

Antwort
von stubenkuecken, 92

Die Zeugung eines Kindes funktioniert auch ohne Ehe. Für die Fürsorge und Erziehung benötigt man keine Ehe.

Antwort
von Dahika, 30

Auch nicht jedes Hetero Ehepaar bekommt Kinder. Viele wollen einfach keine.

Freilich, wenn ein Ehepaar leibliche Kinder haben will, dann sollte es schon ein heterosexuelles Ehepaar sein.Sonst wird es etwas schwierig.

Aber ob zwei Menschen heiraten - vorausgesetzt, sie sind volljährig und wolles es beide - geht niemanden etwas an.

Antwort
von FloTheBrain, 17

Biologie?

Ich kann dir viele Tiere zeigen, die nicht verheiratet sind und trotzdem Nachwuchs gezeugt haben.

Deine Frage ist schon falsch.

Antwort
von Andrastor, 39

Weil verheiratete Homosexuelle bisher noch nie Kinder zur Adoption freigegeben, oder sogar abgetrieben haben.

Das machen bisher nur hetreosexuelle Paare.

Antwort
von derfiesefriese, 80

Der Mensch als solches ist selber (bis auf wenige Kulturkreise) gegen die Biologie bzw. Evolution aktiv, aus "arterhaltungstechnisch" abstrusem Verhalten. Der Mensch als solches ist das einzige monogame Säugetier (aus für den Arterhalt dummen moralischen "Vorgaben").

Dumm, ganz dumm.

9 Monate "Tragzeit" und in der Zeit und in den Folgejahren, die nötig sind, dass der Nachwuchs "theoretisch" alleine klarkommen würde...und in der Zeit kein Erbgut weitergeben?  Neun Monate "verschenken" beim Versuch, die Art zu erhalten?

Hätte sich der Mensch technisch und medizinisch nicht weiterentwickelt, sondern würde auf den alten Stand stehen und sich dann der Monogamie hingeben, wäre er schon längst ausgestorben. Der Mensch als solches ist schon gegen Evolution, da spielt eine Homoehe mehr oder weniger auch keine Rolle mehr.

Kommentar von Mannerschnitte2 ,

Dies ist nicht ganz richtig. Der Mensch ist keineswegs das einzige monogam lebende Säugetier. Gerade unter Primaten findet sich diese Lebensweise. Monogamie ist eine von mehreren Fortpflanzungsstrategien. Hilft das Männchen bei der Aufzucht der Nachkommen und beschützt es das Weibchen mit dem Jungen, hat es unter Umständen einen viel höheren Reproduktionserfolg. Schimpansen z.B. töten oftmals die Jungtiere. Weiterhin kann sich ein Männchen, dass sich ein Weibchen ausgesucht hat auch sicher sein, dass der Nachwuchs von ihm stammt. Ein Schimpansen-Mann kann dies bei dem Gruppengefüge, in dem es lebt, nicht und weiß nicht, ob es nicht vielleicht auch die eigenen Jungen sind, die es tötet. Es ist insgesamt sehr ein komplexes Thema. Man könnte aber davon ausgehen, dass sich die Qualität der Nachkommen deutlich erhöht, wenn sich beide Elterntiere kümmern.

Antwort
von ClarissaNeumber, 85

Ja es ist ein Widerspruch zu diesem Teil der Evoultionsbiologie, aber der ist auch schon "überholt".

es gibt ja sogar unter Tieren homosexuelle Partner.

Und auch als Mensch kann man Kinder bekommen, wenn man homosexuell ist.

Antwort
von aermelvollschee, 16

Die Frage ist, ganz abgesehen von den Meinungen zu Homosexualität die man haben kann, eigentlich ja Unsinn - denn:
Du verwechselst schlicht die Begriffe "Ehe" mit "Elternschaft"

Antwort
von Mich32ny, 97

Um Kinder zu bekommen muss man noch lange nicht  Heiraten.  

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