Frage von xxeduyy, 230

Ist das Heil verlierbar?

Ja meine frage steht schon oben also mit dem Heil ist das heil in Jesus Christus gemeint

Antwort
von Whitekliffs, 91

Hallo

ich las neulich eine Predigt von Spurgeon. Ganz am Ende kommen dies wunderbaren Worte:

http://schriftenarchiv.dynalias.com/texts/10298

Das Finden des verlorenen Schafes

Beachtet noch kurz, daß Jesus es liebt, wenn andre sich mit Ihm freuen, weil, wenn Er einen Sünder findet, Er so viele Liebe in seinem Herzen hat, daß seine Freude überfließt und Er ruft: «Kommt Freunde, kommt Nachbarn, helft mir, vergnügt zu sein, denn ich habe wieder eine Seele errettet.» Laßt uns von dieser Freude angesteckt werden. Wenn du jetzt gerade gehört hast, daß jemand errettet worden ist, so freue dich darüber. Wenn du die Person auch nicht kennst, so freue dich doch darüber, denn Jesus freut sich.

Beachte noch, daß das Buße tun als ein Heimkommen angesehen wird. Dieses Schaf war nicht im Himmel. Nein, aber so bald es in die Herde gebracht worden war, wird es als bußfertig beschrieben, und Jesus und die Engel fangen an, sich darüber zu freuen. Wenn ein Mensch seine Sünden aufrichtig bereut und Christus ihn errettet, so ist es klar, daß er nie verloren geht. Ein Sprichwort verbietet es, unsre Kücken zu zählen, ehe sie ausgebrütet sind, und ich glaube es nicht, daß die Engel es mit den unsterblichen Seelen so machen. Wenn sie glaubten, daß bußfertige Seelen nachher verloren gehen könnten, würden sie die Freudenglocken jetzt nicht läuten, sondern eine Zeitlang warten, um zu sehen, wie es sich bewährt. Wenn sie verloren gehen könnten, gäbe es keinen Bekehrten, über den die Engel sich zu freuen wagten, denn wenn irgend ein Kind Gottes abfallen und verloren gehen könnte, warum dann nicht jeder von uns? Wenn irgend jemand aus der Gnade fällt, so fürchte ich, daß ich es bin. O Bruder, fürchtest du für dich nicht dasselbe? «Nein», sagst du, «das denke ich nicht.» Dann bist du ein sehr hochmütiger Mensch, und gerade ein solcher, der am leichtesten den Herrn verlassen wird. Wenn irgend ein Schaf Christi abfällt, so bin ich es. Ich sehe mehr von meinen eignen Neigungen zum Irren und mehr von meinen eignen Versuchungen zum übertreten als ich von den deinigen sehe. Ich möchte nicht, daß die Engel sich über einen Menschen freuen, der Buße tut, wenn die Buße nur ein Zeichen menschlicher Verbesserung ist und nicht ein Zeichen himmlischer Liebe. Ich würde sagen: «Haltet ein, ihr Engel. Dieser Mensch kann zurückkehren und doch verloren gehen, wenn nach dem modernen Evangelium Christus heute liebt und morgen haßt, und ein Kind Gottes doch ein Kind des Teufels sein kann.» Ich glaube kein Wort von solcher Lehre. Ich glaube, wo der Herr ein gutes Werk angefangen hat, wird Er es auch vollenden, und wenn der Herr es einem Menschen einmal gegeben hat, Ihn zu erkennen, wird Er ihn auch immer in dieser Erkenntnis erhalten. Es gibt ein Schriftwort, welches dieses bestätigt. «Ich gebe meinen Schafen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie mir aus meiner Hand reißen.» Wenn sie nun das ewige Leben haben, so kann es nicht enden, denn ewiges Leben ist ewig, das ist klar. Und wenn sie ewiges Leben haben, mögen der Hirte und seine Freunde mit Recht singen, wenn ein einzelner Besitzer dieses ewigen Lebens zur Errettung gebracht worden ist. In dem bußfertigen Menschen ist ein Werk geschehen, welches nie wieder ungeschehen gemacht werden kann, und er ist dahin gebracht, wo nie ein Verlorengehen stattfinden wird.

Singt weiter, ihr Engel! Es ist Ursache zum Singen, und wir werden mit euch einstimmen in den Preis und Dank Gottes immer und ewiglich. Amen.

Kommentar von Hooks ,

Uns was ist mit der Hebräer stelke: es ist unmöglich,  wer einmal das heil geschmeckt hat...

Kommentar von KaeteK ,

Hallo Hooks, vielleicht hilft dir folgender Beitrag weiter:

https://www.bibelkommentare.de/index.php?page=qa&answer_id=312

Nicht alle die sich zum Herrn bekennen oder schon bekannt haben, sind auch echte Christen.

lg

Kommentar von Whitekliffs ,

ww.soundwords.de/artikeldr.asp?id=2969#Der schwierige Hebräerbrief

Kommentar von schriftenarchiv ,

Hallo Whitekliffs. Neu ist das Schriftenarchiv unter http://schriftenarchiv.ch verfügbar. Könntest Du den Link auf http://schriftenarchiv.ch/texts/10298 ändern? Vielen Dank!

Antwort
von Chaoist, 132
  • "Das Heil" ist keine Sache.
  • Also kann niemand "das Heil" besitzen,
  • und somit kann auch niemand "das Heil" verlieren.
Kommentar von gottesanbeterin ,

"Das Heil" ist bestimmt keine Sache, doch es ist ein ganz bestimmter Bewusstseinszustand, den man haben oder nicht haben kann, den man auch "verwirken" kann.

Antwort
von aicas771, 66

Das Heil im Sinne der Erlösung durch Jesus Christus kann man nur dann wieder verlieren, wenn man sich bewusst gegen Jesus entscheidet. Und selbst dann gibt es die Möglichkeit, wieder zurückzukehren (siehe Gleichnis vom verlorenen Sohn, Lukas 15).

Allerdings erlangt man das Heil im Sinne der Erlösung durch Jesus Christus auch erst durch eine bewusste Entscheidung für Jesus Christus, also nicht automatisch. Man muss Jesus schon ernsthaft suchen - aber dann wird man ihn auch finden (Jeremia 29,13-14; Offenbarung. 3,20), denn er wartet schon darauf, gesucht zu werden.

Kommentar von Hooks ,

Wie verstehst Du dann Hebräer 6?

Kommentar von aicas771 ,

Hebräer 6 verstehe ich so, dass nicht Gott sich verweigert, sondern dass sich die Menschen meistens (eben anders als der "verlorene Sohn") nach der Abkehr von Gott ihm nicht wieder zuwenden.

In der Übersetzung "Gute Nachricht Bibel" steht zu Hebräer 6,6 eine interessante Fußnote.

http://www.bibleserver.com/text/GNB/Hebraeer6

Antwort
von Philipp59, 62

Hallo xxeduyy,

dazu gibt die Bibel ein eindeutiges JA. Man kann "das Heil" wieder verlieren, wenn man Gott und seinem Sohn untreu wird. Das beste Beispiel dafür ist Judas Iskariot, der einst zum Kreis der treuen Apostel gehörte, doch später dann zum Verräter des Messias wurde. Jesus bezeichnete ihn daher als den "Sohn der Vernichtung" (Johannes 17:12). Er hatte eindeutig für immer "das Heil" verspielt.

Wäre es für einen Christen unmöglich, das Heil zu verlieren, dann wäre auch die Warnung sinnlos gewesen, die Jesus an seine Jünger richtete: "Gebt aber auf euch selbst acht, damit euer Herz niemals durch unmäßiges Essen und unmäßiges Trinken und Sorgen des Lebens beschwert wird und jener Tag plötzlich, in einem Augenblick, über euch kommt  wie eine Schlinge. Denn er wird über alle die kommen, die auf der ganzen Erdoberfläche wohnen. Bleibt also wach, und fleht allezeit, damit es euch gelingt, all diesen Dingen, die geschehen sollen, zu entgehen und vor dem Menschensohn zu stehen" (Lukas 21:34-36). Ein Christ sollte also geistig wachsam bleiben und flehentlich darum beten, treu zu bleiben zu können.

Auch wäre es nicht angebracht, allzu selbstsicher zu werden. Für jemanden, der den Glauben erlangt hat, ist es auch möglich, diesen wieder zu verlieren. Daher schrieb der Apostel Paulus: "Prüft immer wieder, ob ihr im Glauben seid, bewährt euch immer wieder" (2. Korinther 13:5).

Ob man die Gunst Gottes verliert oder nicht, ist also keine Sache des Zufalls, sondern setzt eigene Anstrengungen und bedingungsloses Vertrauen zu Gott voraus.

LG Philipp

Antwort
von Viktor1, 46

Hallo,
die Botschaft Jesu ist eine Heilsbotschaft welche den Weg zeigt das (transzendente) Heil zu erlangen. Das "Heil" wird also erworben auf diesem Weg.
Mt.6,19-21

19 Sammelt euch nicht Schätze hier auf der Erde .....20 sondern sammelt euch Schätze im Himmel,   21 Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.
Vielleicht meinst du, daß man diesen "Schatz" verlieren kann.
Natürlich ist der "Schatz" nicht etwas was man verorten kann sondern die "Heiligkeit" in uns welche wir vervollkommnen sollen - profan gesagt, wer ständig nach Gerechtigkeit strebt und diese tut wird ein besserer Mensch.
Man könnte auch diesen "Schatz" verlieren, aber wer einmal aufrichtig den Weg eingeschlagen hat kann zwar fallen, aber bleibt auf dem Weg.(zum Heil)
bzw. findet i.R. zurück.
Alles ist so auch in der Botschaft Jesu enthalten, also nicht aus mir.
Gruß Viktor  

Antwort
von Hooks, 36

Ja, das ist ein wichtiger Streitpunkt. Vielleicht sollte man eher fragen, ob man von einem Christusnachfolger zum Nichtchristusnachfolger werden kann. Denn wer bei ihm bleibt, der geht nicht verloren.

Ich halte es aber grundsätzlich für falsch,  wie bei Spurgeon zu behaupten,  daß einem nichts mehr passieren kann. Das kann mal nötig sein in der Seeksorge, wenn einer sich sehr Sorgen macht, ob er auch  noch auf dem rechten Weg ist. 

Aber als Lehre halte ich das für sehr bedenklich zu behaupten,  mach, was Du willst ... darauf läuft es dich schließlich raus, nicht wahr? 

Halten wir uns lieber an die Aussage Bleibt in mir! Und dann bitten wir ihn um Kraft dazu.

Kommentar von KaeteK ,

Gott ist's, der in euch wirkt beides, das Wollen und das
Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen. Philipper 2,13

Die Errettung ist allein der Gnade Gottes zu verdanken - wir Menschen können nichts, aber auch gar nichts dazu tun, denn das würde ja bedeutet, dass der Herr Jesus am Kreuz von Golgatha ein unvollkommenes Werk vollbracht hat.

Epheser 2,8 Denn durch die Gnade seid ihr errettet, mittelst des Glaubens; und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es;9
nicht aus Werken, auf daß niemand sich rühme

Johannes 10 27Denn meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie; und sie folgen mir, 28und ich gebe ihnen das ewige Leben; und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie mir aus meiner Hand reißen.

lg

Antwort
von Nadelwald75, 40

Hallo xxeduyy,

einfach verlieren kann man das nicht, aber man kann es bewusst ablehnen. Dann ist es "verloren".

Antwort
von vicedry, 59

Ja man kann das heil verlieren. Indem du aufhörst zu beten/buße zutun/mit dem Herr gemeinschaft hast. Außerdem gibt es noch eine Sünde die kann dir Gott nicht vergeben steht in Markus 3,22-30: wer aber gegen den heiligen Geist lästert, der hat in Ewigkeit keine Vergebung, sondern er ist einer ewigen Sünde schuldig.

Kommentar von chrisbyrd ,

Die Sünde gegen den Heiligen Geist kann man m. E. heute nicht begehen: http://www.bibelstudium.de/articles/597/Die+L%E4sterung+des+Heiligen+Geistes

Wenn wir die Vergebung unserer Sünden haben möchten, bekommen wir sie auch von Gott vergeben: "Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit" (1. Johannes 1,9).

Kommentar von fragen1243 ,

..

Antwort
von alexander329, 70

Was ist denn das für eine Frage. Entweder man lässt sich heilen oder nicht.

Kommentar von Hooks ,

Hier ist die Rettung für die Ewigkeit gemeint, das ewige Heil.

Kommentar von alexander329 ,

ich weiss - Heilung durch Jesus kann man ja auch ablehnen oder annehmen.Wenn man anerkennt, daß die Seele krank ist, daß heißt das Gegenteil von heilig, und Jesu Leiden wegen unserer Sünden anerkennt und sich bemüht immer weniger materiell, egoistisch und weltlich zu sein, dann wird man immer mehr geheilt.

Kommentar von Hooks ,

..?

Kommentar von alexander329 ,

Worin siehst denn du das Heil oder die Heilung durch Gott?

Antwort
von Scriptorium, 15

Das Heil ist verlierbar... und entgegen dem katholischen Ritus nicht als Ding mit der Taufe unkündbar verlieren. Was man dazu tun muss, das Heil und die Gnade zu verlieren, kannst Du am Beispiel Israels und Judas bei Jeremia nachlesen.



"Meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast,
ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel." (Lk 2,30-32 www.bibleserver.com">EU)

Es gibt jene, die unter dem ewigen Heil das Gott uns spendet etwas sehr vergängliches, wie ein Flow, d.h. ein Lebensgefühl der Zeitlosigkeit ist. Das Lebensgefühl des ausserzeitlichen Gottes.





Kommentar von Scriptorium ,

Und wodurch verliert man das Heil?

Buch Jeremia 7,23-28
"So spricht der Herr: Ich gab meinem Volk folgendes Gebot: Hört auf meine Stimme, dann will ich euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein. Geht in allem den Weg, den ich euch befehle, damit es euch gut geht.

Sie aber hörten nicht und neigten mir ihr Ohr nicht zu, sondern folgten den Eingebungen und Trieben ihres bösen Herzens. Sie zeigten mir den Rücken und nicht das Gesicht.

[...]

Dies ist das Volk, das nicht auf die Stimme des Herrn, seines Gottes, hörte und sich nicht erziehen ließ. Die Treue ist dahin, aus ihrem Mund verschwunden."

... und damit sind oder waren die Zeitgenossen Jeremias uns heute doch verblüffend ähnliche Gesellen?!

Antwort
von nobytree2, 59

Man kann das Heil ablehnen. Das Angebot bleibt aber bis zum Tod bestehen.

Kommentar von Hooks ,

Nicht ganz. In Hiob steht, daß Gott jeden Menschen 2 oder 3 mal ruft. Es gibt ein Zuspät! Schon vor dem Tode.

Kommentar von nobytree2 ,

Nach katholischer Lehre nicht. Nach dieser Auffassung kann bis zum Tode mit dem Sakrament der Beichte oder im Notfall bei Fehlen eines Priester mit der vollkommenen Reue Vergebung und damit das Heil erlangt werden. Insofern wird Hiob auch nicht so verstanden, dass es außer diesem 2 oder 3maligen Rufen keine Chane gäbe.

Kommentar von Hooks ,

Ich gehe jetzt mal von dem Fall aus, daß die Bibel das Wort Gottes ist.

Kommentar von nobytree2 ,

Selbstverständlich achte ich das Wort Gottes. Aber nirgends in der Bibel steht, dass die Beichte oder die vollkommene Reue irgendwann vor dem Tode unmöglich wird. Auch in Hiob steht es nicht. Und ich will mich nicht über das Lehramt der Katholischen Kirche stellen, auch wenn ich selbst nach der Wahrheit suche.

Antwort
von KaeteK, 21

Wenn es dich wirklich interessiert, dann nimm deine Bibel zur Hand und forsche darin unter Gebet

Hier ein sehr guter Artikel, den ich als Heftchen vorliegen habe.

http://www.bibelkreis.ch/themen/glauverl.htm

lg

Antwort
von 666Phoenix, 29

Um diese Frage beantworten zu können, muss man zunächst das Kirchen-Deutsch verstehen:

heil in Jesus Christus

Versteht das jemand hier im Äther?

War der inwendig komplett heil? 

Ich kenne jemanden aus der Geschichte, dem war das "Heil" am Schnauzbärtchen kleben geblieben, und der sich selbst als Fortsetzer der Lehre Jesu Christi bezeichnet hat. Gibt es da Zusammenhänge?

Antwort
von earnest, 15

Was ist dies "Heil" denn genau?

Gruß, earnest


Antwort
von gottesanbeterin, 28

Jesus ist nicht das Heil; Jesus ist der Weg (zum Heil).

Wenn wir Ihm folgen, können wir dem "Heil" begegnen.

Antwort
von DeadlineDodo, 124

Unter Heil versteh ich nur das erste Wort vom Hitlergruß. Zu schade, dass das Wort so missbraucht wurde...

Kommentar von xxeduyy ,

Jesus ist der Heiland

Kommentar von DeadlineDodo ,

Noch nie gehört :|

Kommentar von Ryuuk ,

Also wäre der Nazigruß eigentlich "Heiland Hitler" ?

Kommentar von Hooks ,

Darauf läuft es hinaus. In der Bibel ist gemeint, daß der Heiland das Heil bringt, also Jesus. Mit dem Heilgruß sollte versinnbildlicht werden, daß nur in Hitler das Heil zu finden ist. Der Heliand, später Heiland, war einfach ein Heilbringer.

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