Frage von Jashijo, 94

Ist das Hackamore die richtige Lösung für mich und das Pferd?

Hallöle =) Ich reite seit einigen Jahren eine süße faule Haflinger Stute (22 Jahre alt). Sie lief früher über 7 Jahre im Schulbetrieb unter kindern und ich denke es wurde teilweise auch im maul herum gezogen. Das pferd wird von der besitzern western und von mir in klassisch englischer Reitweise geritten. Die besitzerin reitet sie auf Kandarre und ich reite normal auf Trense mit english kombiniertem Reithalfter. Mein Problem ist das sie wenn ich die zügel kürzer etwas aufnehme und nach dem aufwären anfange mit ihr zu arbeiten das sehr schwer atmet, als ob sie sich innerlich sehr aufregt. Ähnlich wie jemand der gerade einen Marathon oder einen 200 m Sprint gemacht hat. (die Besitzerin meint das macht sie immer) Ich habe ausprobiert ohne reithalfter zu reiten, die Zähne kontrollieren lasse und ein anderes Gebiss probiert und kein unterschied! , bis ich auf die Idee kam das eventuell das Gebiss an sich das problem ist. Darafhin habe ich ein sidepull prbiert kamm aber nicht damit zurecht und nutze nun ein Hackamore (von springer). Damit atmet sie wesentlich weniger auffällig und ich habe das gefühl sie ist von grundauf entspannter und lässt sich auch besser fallen. Ich habe das Gefühl sie nimmt das wesenlich besser an als ein normales gebiss. Nun weiß ich aber auch um die Hebelwirkung die hinter dem Ding steckt und weiß das das nciht unterschätzt werden darf!!!!. Daher wäre es super wenn einer von euch mir sagen kann ob das der richtige Weg ist bzw eine gute Lösung für mich und das Pferd ist? Danke schonmal =)

Antwort
von VanyVeggie, 66

Hallo, 

ich denke das können wir dir nicht sagen. Wir sehen ja nicht wie deine Zügelführung ist. Das sollte sich mal ein erfahrener Trainer anschauen und dir sagen. 

Allerdings würde ich wegen den Atemauffälligkeiten mal einen Tierarzt drüber sehen lassen und ihn gleich fragen wie viel man mit dem Pferd noch machen kann. Je nachdem was er sagt wird das Training entweder etwas runter gefahren oder ihr baut etwas mehr Kondition auf. 

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

Kommentar von Jashijo ,

Ich bekomme regelmäßig von meiner Trainerin Unterricht und nutze Hackamore dort.

Und was den Tierarzt angeht es ist nicht mein Pferd und ich habe es der Besitzerin gesagt. Vor einem halben jahr wurde das Pferd einmal durcgescheckt und außer leichte athrose in den vorderbeinen hat es wohl keine auffälligkeiten.

danke für deine Meinung =)

Kommentar von VanyVeggie ,

Dann sag das der Besi. Vorher würde ich mit dem Zaum nicht weiter trainieren. 

Antwort
von Lheurebleue, 42

Wenn du klassische Dressur reitest, dann sollte man die Finger von einem Hackermore lassen, dieses ist nämlich eine Impulszäumung und nicht für das reiten in Anlehnung gedacht!

Ein Hackermore eignet sich einfach nicht zum Dressurreiten, ich musste 2 Wochen lang mit einem reiten, da meine Stute eine Zahn-Op hatte. Man kann keine eine einsiten Pradaden geben oder ähnliches, du musst alles über Gewicht und Schenkel machen, ich bin auch nur unter Aufsicht mit dem Ding geritten und reite zurzeit auf L-M Niveau.

Also ich würde dir lieber empfehlen etwas anderes auszuprobieren.

LG

Antwort
von Punkgirl512, 36

Sicher, dass du dir um die Hebelwirkung bewusst bist? Ein mechanisches Hackamore hat NIEMALS in Anlehnung geritten zu werden, sondern am durchhängenden Zügel und ist eine reine blanke Kandare. 

Das bedeutet, wenn du mit Hackamore reiten willst, musst du wenigstens an das Niveau der Besitzerin heran kommen, um einem Hackamore würdig zu sein. Das ist nichts anderes wie das Reiten auf Western-Kandare!

So wie es bei dir klingt reitest du damit in Zügel-Anlehnung und das tut dem Pferd einfach nur weh - bei dem Wissen tippe ich darauf, dass es sogar zu tief liegt wie die meisten Hackamores. 

War das andere Gebiss denn von Grund auf anders? Also jetzt nicht nur einfach gebrochen zu doppelt gebrochen, sondern dicke, dünne, mit beschränkten Gelenken, Schenkeltrense, Baucher, und, und, und? Meist reicht es nicht nur ein Gebiss auszuprobieren. 

Mit welchem Gebiss ist es denn ausgebildet worden? Hast du mal probiert, wenigstens diesen scheußlichen Sperrriemen zu entfernen? Der ist sowieso unnütz und bringt dir rein gar nichts, außer dem Pferd wortwirklich das Maul zu verbieten. 

Was ist mit Unterricht? Wenn die Besitzerin auf der Westernebene gut klar kommt und das Pferd auch, warum reitest du das Pferd dann englisch? Nicht falsch verstehen, ich hab nichts dagegen Reitweisen zu mischen, aber die Art, wie du es beschreibst lässt auf keine gute Grundausbildung deinerseits zurückführen, sodass ich annehme, dass du meist viel in der Hand hast - kann das sein? Ein Pferd, das locker ist, liegt nämlich nicht auf der Hand. Wie wäre es wenn du mal ein paar Unterrichtseinheiten bei dem Trainer der Besitzerin nimmst? Unterricht sollte man sowieso immer wieder nehmen. 

Was genau war das denn für ein Sidepull? Eins mit Lassoseil? Die sind natürlich auch entsprechend scharf - aua... Damit würde ich auch niemals in Zügel-FN-Anlehnung reiten wollen. Mit einem flachen Leder-Sidepull und einem gut (!) ausgebildeten Pferd geht das allerdings sehr gut. Es gibt ja noch viel mehr sinnvolle gebisslose Zäumungen, da muss man nicht sofort zur blanken Kandare greifen, damit man Kontrolle über das Pferd hat - das ist nicht Sinn und Zweck eines Hackamores. 

Wieso kamst du denn nicht mit dem Sidepull klar? Es ist an sich das einfachste an gebisslosen Zäumungen, das es gibt. Da läuft nichts über Kreuz, da ist kein hebel, nur Druck auf der Nase. Gut, aber auch das muss man gelernt haben. Hattest du bei den Ritten denn einen Trainer zur Hand oder wenigstens die Besitzerin?

Wegen dem Atemgeräusch... Hustet das Pferd hin und wieder mal? Kann es sein, dass der Kehlkopf gereizt ist oder Schleim auf der Lunge liegt? Sprich: Wurde das Pferd auch mal abgehört?

Viele, viele Fragen, um dir weiterzuhelfen, obwohl du dich schon wirklich bemüht hast, ganz viele Infos zu geben. 

Antwort
von eexFree, 7

Hi,

da würde ich Dir eher ein Sidepull empfehlen. Die Wirkung/Nachteile vom Hackamore haben hier ja andere schon sehr gut erklärt.

LG

Antwort
von DieYvi, 40

Ja wieso denn nicht :-) bei mir am Stall ist ein großer Kaltblut wallach der auch im Schulbetrieb läuft und wird dort mit einem scharfen Gebiss geritten. Wenn die Reitbeteiligung ihn reitet (zwei mal die Woche) benützt sie auch ein Hackamore. Er ist dann immer super entspannt und zufrieden. Man kann das Hackamore sehr schwach einstellen bzw ein nicht so scharfes kaufen. Sie hat am Nasenstück noch zusätzlich Fell. Es muss halt behutsam eingesetzt werden.
Ich bin voll für diese Zäumung.

Wünsche dir ganz viel Spaß

Kommentar von Jashijo ,

dankeschön =)

Kommentar von Punkgirl512 ,

Und die Wirkung ist und bleibt die einer blanken Kandare, nur gebisslos. 

Kommentar von DieYvi ,

ja bei den meisten. Wie gesagt man muss mit großer Vorsicht sowie können an solche sachen ran gehen

Antwort
von Crassiella, 45

Grundsätzlich heißt es im Thema Zaum: Man muss solange ausprobieren, bis das PFERD was passendes für sich gefunden hat!  Doch für ein Hackemore brauchst du eine ruhige Hand und du darfst nicht an den Zügeln ziehen>auf gut Deutsch gesagt: Du musst wissen wie man mit Zügeln richtig umgeht/ein Profi sein/Erfahrung haben!

Doch was mir in eurem Falle noch viel mehr Sorgen bereitet,klassisch Englisch,Kandarre,Gebiss, Hakemore,Western?? Wie viel wollt ihr dem Pferd denn noch antun ???   Wenn es schon Erfahrung mit so vielen Kindern hatte,dann zwingt ihm doch jetzt nicht noch mehr auf. Übrigens seine Atmung macht mir auch Sorgen,bitte suche einen vernünftigen Tierarzt auf!♢  

Ps.:   Das hier / heißt oder.

Kommentar von Jashijo ,

Es ist nicht mein Pferd daher kann ich keinen Tierarzt rufen ich hatte die besitzerin jedoch in Kenntnis gesetzt.

und die besitzerin reitet halt ausschließlich western auf kandarre was einfach nicht so meins ist und ich reite englisch das Pferd kennt beide Reitweisen und wurde zumminest laut besitzerin auch im Schulbetrieb damals in beiden Reitweisen geritten d.h. daran ist sie gewöhnt. Es sitzen nun seit einigen jahren nur noch die besitzerin und ich auf diesem Pferd und ich denke persönlich nicht das dem Pferd damit etwas schlechtes angetan wird oder verstehe ich etwas falsch?

Kommentar von Crassiella ,

Na dann ist das ja "oke." Doch wegen der Atemauffälligkeit würde ich wirklich was tun,ich meine,nerve sie solange,bis rausgefunden wird,was nun die Ursache ist. (Tierarzt) Also so würde ich es machen. Wenn dir das Wohl des Tieres wichtig ist. Kann aber auch sein,dass es mit 22 nicht mehr ganz so fit ist,da muss man halt aufpassen.

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