Frage von einsamerWolf2, 107

ist das gesetzlich überhaupt erlaubt, darf unser AG das?

Wir haben ein Zeitkonto wo alles aufgelistet ist. Jetzt hat ein Kollege der krank war bei 2 Tagen während seiner Krankheit ein Minus bekommen, also nicht anwesend. Doch wenn man krank ist zählt das doch nicht? Krank ist krank? Darf unser AG uns dann trotzdem ins Minus setzen?? Wenn nicht, was kann man machen??

Expertenantwort
von lenzing42, Community-Experte für Arbeit & Arbeitsrecht, 23

Wenn es einen Betriebsrrat im Unternehmen gibt, dann sollte der informiert werden,damit er tätig werden kann.

Wenn eine ordentliche Krankmeldung und eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung dem Arbeitgeber vorgelegt wurde,dann hat er diese zu akzeptieren,und die Entgeltfortzahlung vorzunehmen, wenn alle Voraussetzungen vorhanden sind,das heißt,die Krankheit wurde nicht schuldhaft herbeigeführt und das Arbeitsverhältnis hat mindstens vier Wochen ununterbrochen bestanden.

Abgesehen davon sind die Vorschriften des Entgeltfortzahlungsgesetzes unabdingbar,das heißt,von den Regeln des Gesetzes darf nicht zu ungunsten des Arbeitnehmers abgewichen werden,es sei denn,es wurde in einem anwendbaren Tarifvertrag etwas abweichendes vereinbart.

Antwort
von tapri, 37

es kommt darauf an, ob er an diesen beiden Tagen hätte arbeiten müssen. Hätte er frei gehabt werden 0 Stunden geschrieben. ( bei Berufen, die Mo-So Dienste haben) Hätte er normalerweise an diesen 2 Tagen gearbeitet bekommt er pro Arbeitstag die vollen Stunden (im Regelfall 8 Stunden) angerechnet.

Antwort
von Allexandra0809, 74

An Krankheitstagen muss die Stundenanzahl so gutgeschrieben werden, als hätte man gearbeitet.

Wenn Ihr also am Tag 8 Stunden arbeitet, dann müssen auch 8 Stunden angerechnet werden. Wären an diesem Tag aber nur 6 Stunden gearbeitet worden, dann werden auch nur 6 Stunden geschrieben.

Eine Krankmeldung lag doch sicher vor

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