Frage von Borowiecki, 62

Ist das gesetzlich geregelt Job nicht an nehmen müssen?

Ich habe letzte 4 Jahren durchschnittliche monatliche Verdienst 4000-4500 Euro netto . Bin jetzt arbeitslos gemeldet . Muss ich ein vorgeschlagenen durch AA Job annehmen für denn ich weniger als 60% meinen vorherigen monatlichen Einkommen bekomme ? Welche Gesetzbuch und Paragraf regelt das ?

Antwort
von alarm67, 23

121 Zumutbare Beschäftigungen

(1) Einem Arbeitslosen sind alle seiner Arbeitsfähigkeit entsprechenden Beschäftigungen zumutbar, soweit allgemeine oder personenbezogene Gründe der Zumutbarkeit einer Beschäftigung nicht entgegenstehen.
(2) Aus allgemeinen Gründen ist eine Beschäftigung einem Arbeitslosen insbesondere nicht zumutbar, wenn die Beschäftigung gegen gesetzliche, tarifliche oder in Betriebsvereinbarungen festgelegte Bestimmungen über Arbeitsbedingungen oder gegen Bestimmungen des Arbeitsschutzes verstößt.
(3) Aus personenbezogenen Gründen ist eine Beschäftigung einem Arbeitslosen insbesondere nicht zumutbar, wenn das daraus erzielbare Arbeitsentgelt erheblich niedriger ist als das der Bemessung des Arbeitslosengeldes zugrunde liegende Arbeitsentgelt. In den ersten drei Monaten der Arbeitslosigkeit ist eine Minderung um mehr als 20 Prozent und in den folgenden drei Monaten um mehr als 30 Prozent dieses Arbeitsentgelts nicht zumutbar. Vom siebten Monat der Arbeitslosigkeit an ist dem Arbeitslosen eine Beschäftigung nur dann nicht zumutbar, wenn das daraus erzielbare Nettoeinkommen unter Berücksichtigung der mit der Beschäftigung zusammenhängenden Aufwendungen niedriger ist als das Arbeitslosengeld.
(4) Aus personenbezogenen Gründen ist einem Arbeitslosen eine Beschäftigung auch nicht zumutbar, wenn die täglichen Pendelzeiten zwischen seiner Wohnung und der Arbeitsstätte im Vergleich zur Arbeitszeit unverhältnismäßig lang sind. Als unverhältnismäßig lang sind im Regelfall Pendelzeiten von insgesamt mehr als zweieinhalb Stunden bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden und Pendelzeiten von mehr als zwei Stunden bei einer Arbeitszeit von sechs Stunden und weniger anzusehen. Sind in einer Region unter vergleichbaren Arbeitnehmern längere Pendelzeiten üblich, bilden diese den Maßstab. Ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs ist einem Arbeitslosen zumutbar, wenn nicht zu erwarten ist, dass der Arbeitslose innerhalb der ersten drei Monate der Arbeitslosigkeit eine Beschäftigung innerhalb des zumutbaren Pendelbereichs aufnehmen wird. Vom vierten Monat der Arbeitslosigkeit an ist einem Arbeitslosen ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs in der Regel zumutbar. Die Sätze 4 und 5 sind nicht anzuwenden, wenn dem Umzug ein wichtiger Grund entgegensteht. Ein wichtiger Grund kann sich insbesondere aus familiären Bindungen ergeben.

(5) Eine Beschäftigung ist nicht schon deshalb unzumutbar, weil sie befristet ist, vorübergehend eine getrennte Haushaltsführung erfordert oder nicht zum Kreis der Beschäftigungen gehört, für die der Arbeitnehmer ausgebildet ist oder die er bisher ausgeübt hat.

Viel Spaß mit dem Vermittler!

Antwort
von miboki, 24

Das hängt davon ab, wie lange Du schon arbeitslos bist. 

Da Du nach einer Rechtsgrundlage gefragt hast:

Zumutbare Beschäftigung:

https://dejure.org/gesetze/SGB_III/140.html

Antwort
von CryptoniteGer, 32

Du kannst ablehnen, aber nicht grenzenlos. Irgendwann zwingen sie dich anzunehmen oder du bekommst weniger

Kommentar von Borowiecki ,

Regelt die Sache Gesetz ? Welche Paragraf ? Welche Gesetzbuch ? Und danke für normale Antwort

Antwort
von landregen, 23

Wenn deine Fachkenntnisse und deine Arbeit 4.000 Euro im Monat wert sind, sollte es dir leicht fallen, selbst einen entsprechenden Job zu finden statt vom Staat zu leben. Wenn du Harzt IV beziehst, musst du alles tun, um dich selbst unterhalten zu können - das ist vom Gesetz so vorgesehen - egal mit welchem Job.

Kommentar von beangato ,

Er/sie bezieht höchtswahrscheinlich ALG 1.


statt vom Staat zu leben

Das kann jeden treffen.

Kommentar von landregen ,

Ja, das kann jeden treffen, auch mich. Aber ich würde und habe mich um einen neuen Job bemüht und mir nicht darüber den Kopf zerbrochen, dass ich alles ablehne, was nicht mehrere Tausend einbringt bzw. nicht gleichwertig ist mit dem, was ich hatte...

Kommentar von beangato ,

Er hat aber nun mal das Recht, das zu machen.

Kommentar von landregen ,

Bei ALG I ja, bei ALG II nicht - und das steht nicht in der Frage - auch nicht, wie lange er schon arbeitslos ist.

Kommentar von Borowiecki ,

Nur als gute Wille . Bin seit eine Woche arbeitslos . Habe 4 Jahre hart gearbeitet auf Montage .Jetzt bittet mir AA schon am zweiten Tag Arbeitslosigkeit mehrere Jobs ( nicht mehr 40st pro Woche mit verdienst netto 1200-1350 Euro ) habe drei Schulkinder und Frau die für 40 St Arbeit als Küchen Chefin 900 Euro verdient . Habe noch ein Unterhalts Kind und alt Schulden die nicht meine wegen entstanden sind . Um über Wasser mit meine Familie zu bleiben brauche ein Job wo ich etwa 2000 Euro kriege . Denn finde ich mir schon selbst so wie ich das seit 20 Jahren mache . Bis da hin aber erwarte das mein AA Leistung ausbezahlt wurde und nicht mit solchen jobs angeboten die mich in Konkurs treiben meine Leben zerstört wurde . Denke da mit habe ich etwas geklärt das ich keine weitere blöde Kommentare nicht lesen muss . Für antworte mir Rechtslage und guten Rat hier noch mal danke .

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