Frage von pinki1900, 78

Ist das gerecht oder traurig?

Findet ihr es gerecht wenn eine Alleinerziehende Mutter von 2 Kindern (14&17) für Ca ein Jahr ins Gefängnis muss weil sie Beamte (Polizisten) beleidigt hat? Dazu muss man sagen sie hat ein Alkohol Problem schon länger, ist jedoch trotz allem eine super Mutter und hat ihre Kinder mehr als super hinbekommen... In ihrer Vergangenheit hat sie viele Probleme gehabt ( große liebe hat selbstmord begangen weil seine Mutter sie nicht möchte und deswegen Schluss gemacht hat, Freunde/bekannte die einen in die sch* geritten haben, familiäre Probleme, Vergewaltigung usw...) jedoch eines nie aus den Augen verloren, zu kämpfen für sich und ihre Kinder. Unter Alkohol Einfluss wurde sie über die Jahre sehr aggressiv und vor allem Männern gegenüber. Polizisten legten es auch oft drauf an sie betrunken zu provozieren muss man leider sagen und haben sobald sie beleidigte angezeigt... Nun soll sie wie gesagt und Gefängnis wahrscheinlich für Ca 12 Monate... Findet ihr das fair ? .... Ich finde allein wenn man mal mit bekommt wie lang Vergewaltiger reinkommen (teilweise 1-3 Jahre oder auf Bewährung, Aufenthalt in der Klinik Psychiatrie was auch immer )

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Dxmklvw, 8

Auf jeden Fall ist es eine grobe Ungerechtigkeit gegen die Kinder. Diese sind völlig unschuldig, werden aber durch den Entzug der Bezugsperson mitbestraft.

In sehr vielen Fällen findet eine derartige Sippenbestrafung statt.

Der Konflikt der Sache ist nicht, daß iStraftaten auch entsprechende Konsequenzen nach sich ziehen müssen, sondern er besteht darin, daß es mit Mitteln verwirklicht wird, die oft viel mehr Kollateralschaden bei Unschuldigen Dritten verursachen, als der eigentliche durch die Straftat herbeigeführte Schaden ausmacht.

Ein weiteres Problem, das alleine durch bestehende Strukturen verursacht wird, ist die Nebenwirkung des Krähenprinzips.

Hätte die Frau "nur" einen Nachbarn krankenhausreif geprügelt, dann wäre mit großer Wahrscheinlichkeit eine recht milde Bestrafung erfolgt. Aber die Frau hat dummerweise einen Polizisten beleidigt, und da schalten sich auch bei Richtern die Bewertungsmuster um.

Antwort
von Rockige, 8

Unbewältigte Probleme, die ihr offenbar bekannt waren wurden via "Selbsttherapie Alkohol" zugekleistert. Über Jahre hinweg. Egal wieviel Liebe da herrschte, aber ist das denn ein gutes Vorbild für ihre Kinder gewesen? Diese haben ihre Mutter dann sicher das eine oder andere Mal (öfter) besoffen erlebt und entstprechend ihr Verhalten.

Dies verstört einen Heranwachsenden doch, beeinflusst ihn, prägt ihn fürs Leben.

Das einzige was mich irritiert: 12 Monate für Beamtenbeleidigung? Da stimmt doch irgendwas nicht. Entweder ist es ein fiktiver Fall, oder es wurden Details vom Tisch gefegt... Denn für reine Beamtenbeleidigung gibts niemals 12 Monate Haft (also so richtig, nicht auf reine Bewährung).

Antwort
von Nashota, 16

Bei aller Tragik muss man trotzdem fragen, ob sie nie einen Entzug gemacht hat? In erster Linie für sich und ihre Kinder?

Alkoholmissbrauch schädigt bekanntermaßen Organe, Kreislauf, Immunsystem und nicht zuletzt die Seele. Sollte man da nicht auch mal selbst aufwachen und sagen "Stopp!"?

Wenn es schon mehrere Anzeigen gegen sie gab, wird sie dann auch mal dafür bestraft werden müssen. Alkohol ist immer noch keine Ausrede. Über das Verhalten der Beamten kann man nichts sagen, ohne dabeigewesen zu sein.

Ein guter Anwalt könnte aber vielleicht die Haftstrafe so drehen, dass sie zum Entzug kommt und damit ihr Leben wieder auf die Reihe bekommt. Einschließlich Gesprächstherapie, um ihre Vergangenheit zu beackern.

Kommentar von pinki1900 ,

Sie hat bereits eine Therapie gemacht... Es funktioniert eigentlich alles gut sie geht zu einem sehr guten Therapeut der ihr auch gut tut a

Kommentar von Nashota ,

Aber keinen Entzug mit Langzeitentwöhnung?

Kommentar von pinki1900 ,

Sie war knapp ein Jahr in der Therapie hat dann auch ein Jahr danach nix getrunken aber dann kamen die Verfahren usw und naja 

Kommentar von Nashota ,

Ich möchte immer noch wissen, ob das ein richtiger Entzug in einer Klinik war mit anschließender Langzeitentwöhnung.

Eine einfache Therapie ersetzt keinen Entzug.

Antwort
von berlina76, 14

Für Strafen unter zwei Jahren gibt es normalerweise Bewährung. D.h. man muss sie nur Absitzen wenn im Bewährungszeitraum nochmal was vorfällt.

Antwort
von aloisff, 6

Polizisten legten es auch oft drauf an sie betrunken zu provozieren
muss man leider sagen und haben sobald sie beleidigte angezeigt...

...das glaube ich Dir nicht, es wird wohl eher so sein, dass sie Polizisten gegenüber grundsätzlich aggressiv handelt....

Nun soll sie wie gesagt und Gefängnis wahrscheinlich für Ca 12 Monate... Findet ihr das fair ?

Ich kenne die ganzen Zusammenhänge nicht, aber sie wird ja einen Anwalt gehabt haben und der Richter wird Überprüfung aller Fakten das Urteil gefällt haben. Ob das fair ist kann ich nicht beurteilen...aber bei der Strafe wird sie wohl nicht nur einmal 'Scheiss Bulle' gesagt haben...

Ich finde allein wenn man mal mit bekommt wie lang Vergewaltiger
reinkommen (teilweise 1-3 Jahre oder auf Bewährung, Aufenthalt in der
Klinik Psychiatrie was auch immer )

....immer diese Mär von den Kinderschändern, Mördern und Vergewaltigern, die nur eine Bewährungsstrafe bekommen...ich denke, da kannst Du kein Beispiel zu nennen, das ist einfach nicht wahr.
Das wird immer direkt nach der Festnahme eines Täters behauptet ('der krieg eh höchstens 5 Jahre, davon sitzt er nur die Hälfte ab und dann noch im offnen Vollzug') aber keiner schaut sich die Urteile dann im Nachhinein an...
...davon abgesehen, dass man auch in diesen Fällen wirklich alle Zusammenhänge kennen muss.

Antwort
von Tididirk, 14

Ich gehe mal davon aus, dass noch kein Strafbefehl zugestellt wurde!?
Selbst wenn, kann man dagegen Einspruch einlegen.
Es müssen hier wohl schon einige Vorstrafen angesammelt sein, denn man bekommt wegen Beamtenbeleidigung kein Jahr Gefängnis.

Auf jeden Fall sollte die Dame etwas gegen Ihren Alkoholkonsum tun, hier gibt es mehrere Möglichkeiten, z.b. eine Selbsthilfegruppen aufsuchen ....,

Dies wird sich bei einer Strafe mildernd auswirken!

Ich wünsche alles Gute und hoffe für die Zukunft das Beste.

Antwort
von SaVer79, 23

Wegen einer einzelnen Beleidigung kommt man nicht ins Gefängnis. Da muss mehr vorgefallen sein und es gab schon entsprechende Vorstrafen

Kommentar von pinki1900 ,

Es sind mehrere Anzeigen wegen Beleidigung !!!!

Kommentar von Gregg223 ,

Dann finde ich es gerecht, ja.

Kommentar von SaVer79 ,

Also mehrere Beleidigungen und nicht nur eine! Und wahrscheinlich hab es auch schon Geldstrafen, oder? Ja, wenn sich jemand als unbelehrbar erweist, dann ist es durchaus gerecht, dass es letztlich auch eine Gefängnisstrafe gibt

Antwort
von maxim65, 20

Äh für sowas geht man nicht ins Gefängnis. Da fehlt ein wichtiger Teil in deiner Erzählungen. Wie kommst du drauf?

Kommentar von pinki1900 ,

die Verhandlung ist in den nächsten Wochen, sie muss ins Gefängnis zu 90%. Der Anwalt ist in Berufung gegangen ! Sie hat mehrere Anzeigen wegen den selben Sachen bekommen! Anfangs Geld Strafen Bewährung und nun Gefängnis 

Kommentar von maxim65 ,

Also Wiederholungstäter. Trotzdem geht es um mehr als Beleidigung

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