Ist das für euch ein Eingriff in die Erziehung oder was haltet ihr davon?

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11 Antworten

Mir wäre es unangenehm gewesen, aber der Mann wollte den Kind ganz spontan eine Freude machen.
Die Mutter war ja nicht grundsätzlich dagegen dass das Kind eine Zeitschrift haben darf - schließlich hat er ja schon welche zuhause. Sie wollte es hauptsächlich nicht weil es zu dem Zeitpunkt zu kompliziert gewesen wäre.
Ich finde das ist doch ein guter Anlass um dem Kind den schmalen Grad zu erklären wann man von einem fremden ein Geschenk annehmen darf und wann nicht.

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Der Mann hat es sicherlich ganz gut mit dem Kind gemeint und wollte ihm eine Freude machen, aber er hat eindeutig deine Autorität untergraben.

Wenn ein Erziehungsberechtigter was sagt, dann gilt das in erster Linie, egal ob es falsch oder richtig ist. Da darf kein Erwachsener sich einmischen und das Gegenteil tun. Sonst wird vor dem Kind der Erziehungsberechtigte unglaubwürdg.

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Ehrlich gesagt hätte ich mir das als Vater eindeutig verbeten und dem Herrn eine Szene gemacht. Die Sache geht ihn gar nichts an.

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Kommentar von kiniro
26.06.2016, 12:20

Deswegen eine Szene machen?

Wahrscheinlich gehörst du zu der Sorte Erwachsene, die pikiert daneben stehen, wenn Kleinkinder sich altersgemäß verhalten und lauthals ihre Wut, ihren Frust raus lassen.

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Was die Mutter anbelangt: hat sie nicht auch Dinge, von denen manch anderer sagen würde "warum noch mehr davon? Du hast doch schon so viel".

Hätte die Mutter das gleiche gesagt, wenn es sich um ein Buch gehandelt hätte?

Außerdem ist dieses Hefte sammeln eine Phase, die irgendwann uninteressant für den Jungen wird.

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Das würde ich noch für absolut okay halten .

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Nein das ist kein Eingriff in die Erziehung,

man ist zwar erst mal perplex, aber am ende wollte der Herr ja nur ein Kind glücklich machen. Eine schöne Geste, wann passiert das schon mal ?

Und du kannst das ganze unter "na da hast du ja Glück gehabt" abstempeln.

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Nein. 

Artikel 6 Grundgesetz führt ausdrücklich in Absatz 4 aus dass jede Mutter Anspruch auf den Schutz UND DIE FÜRSORGE der Gesellschaft hat. - Lassen wir mal hier außen vor, dass das Bundesverfassungsgericht hier die Benachteiligung der Väter bereits bemängelt hat.

75% aller Kinder wachsen in Verhältnissen erbärmlichster finanzieller Art auf. Es kann also vorkommen, dass Menschen in diesem Staat davon wissen. 

Und Was nun Erziehung anbelangt,, da haben Eltern in diesem Land tatsächlich auch Pflichten. Zu denen gehört, die freie Entfaltung der Persönlichkeit zu fördern. Steht in Artikel 2 Grundgesetz. 

Zu einer natürlichen Entwicklung eines Menschen gehört sehr häufig eine Sammelphase. 

Eltern erhalten in diesem unserem Staat den weltweit dritthöchsten Steuerbetrag von der Gesellschaft dafür, dass sie ihre aus freien Stücken in die Welt gesetzten Kinder angemessen erziehen. Es kann also mit Recht erwartet werden, dass Eltern von dieser Sammelphase wissen. Schließlich ist sie schon so lange bekannt, dass schon vor der Zeugung eines Kindes dieses Wissen erworben werden kann. 

Anders ausgedrückt: 

Kinder sind nicht Eigentum ihrer Eltern. 

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Kommentar von vollkornhund13
27.06.2016, 23:18

Naja, umgekehrt kann argumentiert werden, dass in der obigen Situation Werte wie Geduld (auch mal auf die Zeitschrift verzichten können, aber dafür wann anders wieder eine neue bekommen) sowie Fertigkeiten wie Umgang mit Geld vermittelt werden sollen, die ja durchaus positiv besetzt sind. Die Zeitschrift könnte evtl. auch von Taschengeld gekauft werden, um den Unterschied zwischen Wunsch (Ich wünsche mir die Zeitschrift und kriege sie daraufhin.) und Wille (Ich hätte gerne diese Zeitschrift, hilf' mir doch bitte, eine Möglichkeit zu finden, wie ich sie mir selbst besorgen kann.) darzustellen.

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Ach komm, der Herr hat sich an seine eigene Kindheit erinnert und hat deinem Sohn spontan etwas geschenkt.

Das sind Ereignisse mit Seltenheitswert und tun jedem Kind gut.

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Ich würde die Zeitung dankend ablehnen und ihm erklären, daß der Junge sie nicht mangels finanzieller Möglichkeiten zurückbringen sollte, sondern eben wegen dem erzieherischen Effekt.

Je nachdem, wie er reagiert, entwickelt sich ein nettes Gespräch, oder eben auch nicht und ich verlasse den Laden. Mit Sohn, aber ohne Zeitung.

Das nächste Mal darf dann der Vater mit dem Sohn einkaufen gehen.


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Möglicherweise war die Mutter recht attraktiv...

Ansonsten ist das eine zu große Eigenmächtigkeit und müßte vor dem Kauf abgesprochen werden.

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Ich finde das unmöglich, würde da aber kein fass aufmachen .

Mit 10 ist das Kind nicht klein, sondern in der vierten Klasse, d.h., es ist sich seines Handelns voll bewusst und sollte ansagen der Eltern befolgen.

Der alte Mann meint es sicher gut in dem Moment, sein verhalten ist trotzdem falsch.

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