Frage von DrKarlMarx, 78

Ist das Ewiges Leben nur eine Vertröstung für die Unterdrückten?

Ist das Ewiges Leben nur eine Vertröstung für die Unterdrückten?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Juli277di, 13

Natürlich Herr Marx,

Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüth einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volks.

Die Ohnmacht der ausgebeuteten Klassen im Kampf gegen die Ausbeuter erzeugt ebenso unvermeidlich den Glauben an ein besseres Leben im Jenseits. Denjenigen, der sein Leben lang arbeitet und Not leidet, lehrt die Religion Demut und Langmut hienieden und vertröstet ihn mit der Hoffnung auf himmlischen Lohn.

LG

Kommentar von comhb3mpqy ,

ich glaube an Gott und habe Argumente, um daran zu glauben. Wenn Sie einige Gründe/Argumente wissen wollen, dann können Sie mich fragen oder auf mein Profil gehen, dort findet man Argumente.

Ich werde nicht ausgebeutet. Ich bin gegen Ausbeutung. Ich möchte fair gehandelte Produkte kaufen. Man kann z. B. Lebensmittel, Handys, Kleidung, Blumen und Fußbälle fair gehandelt kaufen.

Antwort
von kami1a, 33

Hallo! Nur zum Teil - es ist auch aus einer Hoffnung entstanden die fast jeder hat. Aber der Tod macht mehr Sinn als ewiges Leben. Warum? 

Wollen wir nicht in die Philosophie ausweichen und auch die religiöse Betrachtungsweise außen vorlassen so ist der Sinn des Todes die Erhaltung und Weiterentwicklung der Art.

Die ersten Einzeller waren eigentlich unsterblich, konnten sich aber auch nicht weiter entwickeln weil sie sich nicht vermehren konnte. Ohne den ewigen Kreislauf aus Leben und Tod hätte es keine Evolution geben können. Ich würde dann hier als uralter Einzeller sitzen und keine Fragen beantworten können.

Ich wünsche Dir eine schöne und Stress arme Woche.

Antwort
von Herb3472, 47

Kann man wohl so sehen. Bzw. auch für die, die sich nicht damit abfinden können, dass sie eigentlich nur ein Furz im Universum sind.

Antwort
von voayager, 14

Nicht nur für die Unterdrückten und Gedeckelten, auch für die Herrschenden ist das ewige Leben ein Trostpflaster. Es stirbt sich nun mal nicht tröstlich.

Antwort
von ManuTheMaiar, 37

Ich sag mal so Sauron hat das auch versprochen um andere zu knechten

Antwort
von comhb3mpqy, 2

Ich bin Christ und glaube an ein Leben nach dem Tod. Es gibt Argumente, um an das Christentum und ein Leben nach dem Tod zu glauben. Wenn Sie einige Gründe/Argumente wissen wollen, dann können Sie auf mein Profil gehen, dort findet man Argumente. Sie können mich in den Kommentaren aber auch nach Argumenten fragen.
Ich werde übrigens nicht unterdrückt.

Antwort
von Raubkatze45, 18

Wer vertröstet denn dann? Sollten sich etwa einige Menschen in Machtpositionen abgesprochen haben, ein ewiges Leben zu verheißen und das noch jahrhundertelang durchhalten in völliger Übereinstimmung? Ist diese Annahme nicht viel törichter als einer gut bezeugten Offenbarung zu glauben?

Nur Gott kann ewiges Leben verheißen und das nicht nur für Unterdrückte, sondern auch für Unterdrücker.

Antwort
von Sturmwolke, 11

Eine ähnliche Frage wurde schon einmal gestellt:

"Ist das Reich Gottes nur eine Illusion oder kommt es noch irgendwann?"

Du findest die Antwort auf diese Frage im Bib elantwortenpool.de über die Schaltfläche Suche unter dem Stichwort Reich Gottes.

Antwort
von AmokMainz, 31

Würde ich nicht so sehen. Ich mein wie viele Herrscher haben versucht ewig zu Leben?

Es sei denn Du meinst den Blödsinn nach dem Tod. Das gibt´s weder im dies- noch jenseits. Glaub eher unsere Seelen sind wie die Klamotten von ´ner Altkleider Sammlung. Einmal waschen und schwups zum neuen Besitzer.

Kommentar von Richard30 ,

Also wiedergeburd oder wie? Aber auch das wäre doch sowas wie ein Leben nach dem Tod

Kommentar von AmokMainz ,

Wenn Du das als Wiedergeburt beschreiben willst ok. Du weißt ja nix mehr davon, wegen der Waschmaschine, klar soweit? XD Ich würde es eher als Neugeburt beschreiben. Und es ist kein Leben nach dem Tod....

Antwort
von fricktorel, 9

Nein, das ist das Versprechen Gottes (Jes.45,22; Joh.17,17), Seinen Kindern Seine Herrlichkeit zu schenken (Mt.25,34; Offb.22,17-19).

Expertenantwort
von Unsinkable2, Community-Experte für Politik, 12

Logischerweise: Ja.

Wer im Diesseits nichts hat, wird schnell aufmüpfig und will haben, was andere haben. Das liegt in der Natur des Menschen.

Und das lässt sich sedieren, wenn man "großen Reichtum im Jenseits" verspricht und es - wie etwa die Kirchen - an "Demut und Unterordnung im Diesseits als Vorbedingung" knüpft.

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Und es lässt sich am alten "Cui bono? - Wem nutzt es?" ebenfalls deutlich ablesen:

Reiche:

  • Gutes Leben im Diesseits
  • Aussicht auf gutes Leben im Jenseits (lt. Bibel zwar nicht; lt. Lehre hingegen schon)

Arme:

  • Weniger gutes Leben im Diesseits
  • Aussicht auf gutes Leben im Jenseits

Welche Gruppe profitiert mehr? Wem nutzt es also mehr, auf diese Verheißungen zu setzen?

Der Wirkmechanismus ist also der gleiche, mit dem Selbstmord-Attentäter im Islam gezüchtet werden: Die Versprechung von 72 Jungfrauen ... natürlich erst nach dem Tod, weil im Diesseits erstens nicht genug für alle da sind und zweitens die vorhandenen schon von den Reichen und Mächtigen gebraucht werden...

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Dazu gibt es eine lustige Bibelstelle, die jene, die an ein "Paradies im Jenseits" glauben bei etwas Nachdenken ins heftige Grübeln bringen würde: Jesus wird gefragt, wann denn das Reich Gottes kommen werde. (Schon hier also: Nicht "man kommt ins (Himmel-)Reich", sondern "das Reich kommt zum Fragenden") Doch er gibt eine noch sehr viel bemerkenswertere Antwort darauf:

Als er aber von den Pharisäern gefragt wurde: Wann kommt das Reich Gottes?, antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man's beobachten kann; man wird auch nicht sagen: Siehe, hier ist es!, oder: Da ist es! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch. (Lk 17, 20-21)

Jesus sagt also: "Das Reich ist längst da. Hier ist es. Nicht 'im Himmel', oder sonstwo. Genau hier. Mitten unter euch."
Und mehr noch: Jesus sagt sogar, dass man nicht sterben muss, um in das Reich zu gelangen: 
Ich sage euch aber wahrlich: Einige von denen, die hier stehen, werden den Tod nicht schmecken, bis sie das Reich Gottes sehen.

Ganz offensichtlich ist also das "Reich Gottes" ein ziemlich "irdisches Reich" für die lebenden Bewohner der Erde. 
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Deshalb glauben einige christliche Sekten auch an die "Wiederkunft des Messias auf der Erde". Und sie geben ihm ihre Hoffnungen mit, dass er errichte, wozu sie selbst zu faul sind: Die Errichtung eines Reiches, in dem alle Menschen sanftmütig, friedfertig, barmherzig und reinen Herzens sind. Und die Verstoßung all jener, die diesen Regeln nicht entsprechen wollen.
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Insofern lautet die Antwort auf deine Frage: "Unbedingt ja. Das hat sogar dieser junge, charismatische Mann vor 2.000 Jahren schon erkannt und mitzuteilen versucht."
Antwort
von Ente222, 19

Diese These vertreten ja viele.

Spontan fällt mir dazu eine Aussage ein, die Paulus in 1. Kor. 15, besonders ab Vers 12 macht.

Hier die wörtliche Wiedergabe 1- Kor- 19,20: aus der Übersetzung"Hoffnung für alle"



19 Wenn der Glaube an Christus uns nur für dieses Leben Hoffnung gibt, sind wir die bedauernswertesten unter allen Menschen.  20 Tatsächlich aber ist Christus als Erster von den Toten auferstanden. So können wir sicher sein, dass auch die übrigen Toten auferweckt werden.  21 Der Tod ist durch die Schuld eines einzigen Menschen in die Welt gekommen.   Gemeint ist Adam, der Gott nicht vertaute und sich lieber Satan anschloß, nachzulesen in 1. Mose, Kapitel 3


Antwort
von NorwinSchneider, 14

Nein.

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