Frage von Whytex, 136

Ist das eurer Meinung nach ok?

Ich gehe in die 11. Klasse und will mich über das Schulsystem beschweren und euch um einen Rat bitten.

Ich habe jeden einzelnen Schultag Mittagschule. Ich bin jeden einzelnen Tag erst gegen 17.40 daheim( außer Mittwochs da zwar gegen 16 Uhr aber durch den Sportunterrich, gehe ich meistens erst Schlafen), dann mach ich meine Hausaufgaben, lerne Alles was ich im Unterricht nicht verstanden habe nach und esse natürlich noch was. Dann ist es meistens schon 19.30 Uhr. Dann gehe ich immer ins Fitnessstudio ( das ist echt das Einzige was ich momentan als Freizeitaktivität betrachte) ,esse danach erneut etwas und lerne gegebenfalls für kommende Arbeiten. Anschließend bin ich meistens noch am Handy( dann ist meistens schon nach 22.30 Uhr ) bis ich vor Erschöpfung und Langweile einschlafe. Am Wochenende wird dann erst mal fett für die 2 - 4 stündigen Klausuren gelernt :) Meine Noten sind ganz ok, daran liegts nicht.

Nun stellt sich die Frage ob sich das Alles denn wirklich lohnt ? Ich mein wenn ich meine alten Freunde sehe die auf die Real und Hauptschule gehen und viel mehr spaß am Leben haben als ich und ihr Jugend auch wirklich genießen, dann find ich das irgendwie sinnlos was ich hier mache und sehe das ganze als eine verschwendung meiner Jugend an. Hab ich nicht Recht ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von TurkishScholar, 54

Ich komme um 22 Uhr nach Hause und darf dann noch etwas essen und lernen, um um 7 Uhr morgens aufzustehen.

Sollen wir zusammen heulen?

Nimm dir weniger vor, teile deine Zeit besser ein: Es gibt weitaus schlimmeres.

Kommentar von Whytex ,

Wie alt sind sie denn ?

Kommentar von TurkishScholar ,

Ein paar Jahre älter als du, aber nicht wesentlich älter.

Antwort
von Kuhlmann26, 23

Über so ein Schulsystem beschwert man sich nicht, sondern man entzieht sich ihm.

Mit einer Beschwerde kommst Du nicht sehr weit, weil Du nicht an diejenigen herankommst, die sich diesen Plumperquatsch ausgedacht haben. Unter denen, an die Du herankommst, werden einige sein, die dir Recht geben, aber behaupten, daran könne man nichts ändern und die so weitermachen wie bisher. Andere werden Dir widersprechen, aber im Stillen sagen, dass Du Recht hast.

Das Schulsystem wurde schon immer (zurecht) kritisiert. Unter den Kritikern waren und sind hochintelligente Leute. Das Einzige, was sich aber verändert hat, ist der Druck auf die Schüler und Lehrer. Die Betroffenen werden immer unzufriedener. Was sie aber nicht erkennen: Sie sind die einzigen, die an den Zuständen etwas ändern könnten.

Nimm das simple Beispiel des frühen Schulbeginns. Alle wissen, dass die Schule für die meisten Teenager zu früh anfängt (medizinisch nachgewiesen und seit Jahrzehnten bekannt). Aber weder ein Schüler noch ein Langschläfer unter den Lehrern kommt auf die Idee, später in der Schule zu erscheinen. Was glaubst Du, was passieren würde, wenn alle, die das Bedürfnis haben, länger zu schlafen, später zur Schule kämen?

Es gibt ein einziges Gymnasium in Deutschland, was sich dieses Problems angenommen hat. Dort können die Schüler der Oberstufe später in die Schule kommen. Und zwar ohne, dass sie am Nachmittag länger bleiben müssen.

Du alleine kannst etwas an der Situation ändern. Es bringt nichts, das von anderen zu verlangen. Beispiel gefällig? In Freiburg gab es vor vielen Jahren eine Gruppe Schüler, die unzufrieden mit dem Unterricht war. Was haben sie gemacht? Sich eine Woche aus der Schule verabschiedet und ihr Lernen selbst orgsnisiert. Daraus ist inzwischen http://methodos-ev.org geworden. Die zukünftigen Abiturienten organisieren sich die Vorbereitung aufs Abi selbst; einschließlich der Lehrer, die sie einstellen.

Natürlich ist die Schule in den meisten Fällen verschwendete Zeit. Das siehst Du schon daran, dass dort, wo Menschen selbst entscheiden, wie sie lernen, das Wissen aus der Schule in einem Bruchteil der Zeit erlernt wird. Natürlich kann das auch in einem Gebäude geschehen, welches wir »Schule« nennen. Entscheidend ist, was in diesem Gebäude passiert.

Gruß Matti

Antwort
von Chogath, 53

Also erstmal keine Sorge in der 12/13 entspannt sich das wieder mehr;) war bei uns zumindest so. Naja deine Freunde werden später vermutlich weniger verdienen länger arbeiten, du hasst nach dem Abi alle Möglichkeiten: kannst 1 Jahr ins Ausland, studieren.. (das kann man richtig genießen) 

Treffe keine Entscheidung die du später Vllt mal bereust;) frage doch mal jemand in der 12. .. wies bei den so läuft;) 

Viel Glück 

Kommentar von 1x255 ,

So sieht's aus. Wenn Du dich jetzt in der Schule anstrengst, hast Du es später im Leben viel besser und einfacher, als z.B. Deine Freunde. Die müssen dann später gucken wo sie bleiben und ggf alles was sie verpasst haben nachholen.

Expertenantwort
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 10

Hallo!

Das ist (leider) je nach Bundesland & Schultyp durchaus Standart.. kenne das z.B. von meiner Cousine (15 Jahre), die einen ähnlichen Stunden- und Zeitplan hat. Und wenn sie dann mal endlich daheim ist, geht's erstmal zum Tennis, dann in die Musikschule & i.wann am Abend zum lernen --------> ich frage mich als wann so jemand eigentlich mal schläft.

Für die 11. Klasse oder auch die Kursstufe ist ein solcher Stundenplan durchaus okay, wenngleich klar nicht sehr fein & auch nichts, was für den Bildungsplan spricht.

Antwort
von Knoerf, 23

Friss oder stirb. Entweder willst du einen Abschluss oder nicht. Das einzige was ich dir raten kann und was ich und meine Klassenkollegen immer gemacht haben war "Unibetrieb" so haben wirs genannt. Wir kamen nur bei wirklich wichtigen Tagen wo halt wichtige Schularbeiten/Klausuren waren oder irgendetwas anderes, dass wichtig war. Gab es an einem Schultag nur unnötige Vertretungsstunden bzw. nur Nebenfächer und halt nichts wichtiges bzw. notenrelevantes wurde dieser Tag geschwänzt um die Zeit sinnvoll zu nutzen um für wichtige Klausuren zu lernen oder sich einfach auszuruhen.

Ich nannte das auch gerne "taktisches schwänzen" und fand es nicht verwerflich weil es ja trotzdem meinen Noten zugute gekommen ist. Das Problem ist nur ich weiß nicht ob deine Schule in Sachen Anwesenheit streng ist. Meine damalige Schule wo ich maturiert habe war es zum glück nicht. So lange die Leistung im grünen Bereich war, war alles okay ;) .

Antwort
von Helfer2011, 30

Auch wenns mal stressig ist, später lohnt es sich.

Wenn du jetzt was erreicht, hast du später n deutlich besseren Job.

Es ist halt keine perfekte Welt, wir sind eine Leistungsgesellschaft.

Antwort
von beangato, 45

Für Dich lohnt sich das Abitur, wenn Du danach studieren willst. Das ist meine Meinung.

Antwort
von NoIdeaWhy, 58

das ist doch nix besonderes, bei mir isses genau so (auch 11.). Ich arbeite auch manchmal bis in die Nacht. Zwei Jahre mit wenig Freizeit hält man noch grad so durch.

Kommentar von Whytex ,

Ich weis nich...

Kommentar von NoIdeaWhy ,

Willst du das Abi? Wenn ja musst du da durch, wenn nich, dann brich einfach ab, aber bedenke, selbst ein 4,0 Abi hilft dir heutzutage weiter (wenn auch nicht so gut wie ein 0,9er ;))

Kommentar von Chogath ,

In welchen Bundesländern seid ihr? Bei mir war/ist das eigentlich alles ganz entspannt;)

Kommentar von NoIdeaWhy ,

Berlin

Kommentar von Whytex ,

BW

Antwort
von Ben78456, 4

mit geld kann man die zeiten verkürzen geh einfach auf eine teure privatschule.

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