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Ist das Elterngeld überhaupt richtig durchdacht?

gefragt von sandra1981sandra1981 am 08.11.2007 um 11:00 Uhr

Nach einem Jahr keine Unterstützung mehr und nicht genügend Krippenplätze! Hätten ma nicht gleichzeitig die Betreuungsplätze ausbauen müssen? Haben wir ab Januar Tausende mehr Hartz4 Empfänger weil Mütter nicht wieder arbeiten gehen können, weil sie keinen Kitaplatz haben?


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Heeeschen
beantwortet von Heeeschen am 8. November 2007 11:05
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Meine - vielleicht unpopuläre - Meinung dazu ist: Früher gab es gar kein Elterngeld und wir hatten dadurch kein zusätzliches Heer von Sozialhilfeempfängern.

Sei froh und dankbar, dass in Deutschland derzeit so viel für Eltern getan wird und freue Dich über die Unterstützung, die Du bekommst. Der Ausbau der Krippenplätze ist ebenfalls in Planung - was will das Herz mehr? Es geht nicht immer alles von jetzt auf gleich - es gibt noch sehr viele "Baustellen" in Deutschland, die auch einer näheren politischen Betrachtung bedürfen.

Kommentar von Simple_avatar5smallsandra1981 am 8. November 2007 11:09

aber ich kann doch ein Haus nicht vor dem Keller errichten- weist du was ich meine, die Reihenfolge stimmt doch da nicht

Kommentar von 091c3a8979eeff2ed5b6f04e3ccc4e26smallHeeeschen am 8. November 2007 11:13

@sandra: Ich verstehe Dich schon, aber weisst Du - ich finde man muss wirlich froh sein, wenn man in Deutschland zu einer Gruppe gehört, für die etwas getan wird. Derzeit sind es die Eltern weil das gerade populär ist.

Ich würde mich sehr freuen, wenn endlich auch einmal die Alten dran wären, oder den Berufspendlern nicht noch mehr Beschneidung zugemutet würde etc. etc.

Ein guter Ansatz wäre auch, den Eltern, die die Inanspruchnahme der demnächst zugesicherten Kitaplätze ablehnen, nicht auch noch Geld dafür zu bezahlen....

Ich könnte das endlos fortsetzen.

Kommentar von 091c3a8979eeff2ed5b6f04e3ccc4e26smallHeeeschen am 8. November 2007 11:09

Mein Gott - habt Ihr mal die verwandten Fragen gelesen? Stein und Vakuum - wie dusselig ist das denn in diesem Kontext hier....

Kommentar von Simple_avatar7smallimpecca am 8. November 2007 11:13

Die Frage mit dem Stein und dem Vakuum wird komischerweise bei sehr vielen Fragen als verwandt betrachtet...


jens79
beantwortet von jens79 am 8. November 2007 11:29
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Das Eltergeld ist ein gutes Beispiel dafür, dass Politik von den Reichen für die Reichen gemacht wird. Einkommensschwache Familien haben früher 24 Monate lang 300 Euro bekommen. Einkommensstarke Familien haben früher maximal 6 Monate lang 300 Euro bekommen. Die Regierung wollte aber dafür sorgen, dass einkommensstarke Familien mehr Kinder bekommen, da diese auch bereit sind in Bildung zu investieren und dem Staat nicht auf der Tasche liegen. Also hat man den einkommensschwachen Familien 12 Monate gestrichen und den einkommensstarken Familien die Möglichkeit gegeben bis zu 1800 Euro Elterngeld zu erhalten. Würde gleiches Recht für alle gelten, müsste jedes Elternteil das gleiche Geld bekommen wenn es zu Hause bleibt. Aber manche sind eben gleicher...


Lissa
beantwortet von Lissa am 8. November 2007 11:24
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Manchmal frage ich mich, ob Kinder nur aus wirtschaftlichen Überlegungen geboren oder nicht geboren werden.

... und ob der Staat dann für alles weitere zuständig ist.

Kommentar von Simple_avatar5smallsandra1981 am 8. November 2007 11:52

der Staat lässt Müttern ja keine andere Wahl als wirtschaftlich denken zu müssen

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 9. November 2007 12:47

????

Ich gebe Lissa völlig recht. Es wird sich immer mehr auf den Staat verlassen. Eigeninitiative und Kreativität rutscht völlig in den Hintergrund. Ich frag mich immer öfter, wie denn meine Eltern das mit einem Gehalt und 5 Kindern hingekriegt haben - die haben sogar ohne große Fördergelder gebaut....

Wir verzichten auch auf ein ganzes Gehalt, einfach, damit unser Kind auch von den eigenen Eltern großgezogen wird. Und nicht von einer wildfremden Tagesmutter, einer KiTaLeiterin oder von Omi und Opi. Dafür haben wir halt kein Auto, keinen 80 Zoll-Flachbildschirm-Fernseher, nur eine kleine Wohnung, nicht zwei, sondern nur einen Schrank voller Klamotten, im Urlaub gehen wir zelten und zu den Geburtstagen feiern wir völlig stressfrei mit unseren engsten Freunden.

Liebe Leute, es geht!

Ihr müsst nur euren Status Quo ein wenig ändern.....


demosthenes
beantwortet von demosthenes am 8. November 2007 12:09
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Elterngeld soll ja den Verdienstausfall während der Zeit der Kinderbetreuung etwas kompensieren.

Auch wer gar keinen Verdienstausfall hat, weil er vorher nicht berufstätig war, bekommt freundlicherweise 300.- € p.m..

Nach oben wird bei 1800.- € p.m. gekappt, egal wie hoch der Verdienst wirklich war.

Was ist daran denn eigentlich nicht richtig durchdacht?

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 9. November 2007 12:41

Äh... sorry, aber wenn ich mal bedenke, dass Eltern, deren Gehalt des einen Partners über 1800,-- € lag - meinst du nicht auch, dass die das auch ohne Hilfe des Staates hinkriegen werden?

Ich will ja keinen Neid aufkommen lassen, aber ich bekam bei der Geburt meines zweiten Sohnes 1500,-- netto, dazu kam nun die 300,-- Erziehungsgeld für die ersten zwei Jahre. Und das wars.

Kommentar von 5f6812a7b0109fb9a1df11c834332c2csmalldemosthenes am 9. November 2007 13:42

@Tanzwiesel:

Wenn ein junges, gut verdienendes Paar in einer tollen (teuren) Wohnung lebt, ein tolles (teures) Auto fährt, einen ebenfalls gut verdienenden Freundeskreis hat, mit dem es vieles gemeinsam unternimmt, dann ist das schon ein ganz schöner Schlag ins Kontor, wenn einer der Beiden dann auf 1800.- € abgeregelt wird.

Wenn sie dann nicht ausziehen und das Auto verkaufen wollen, dann könnte es finanziell ganz schön eng werden.


koira1975
beantwortet von koira1975 am 8. November 2007 11:32
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Ich sehe das wie Heeeschen, obwohl heute oft sicherlich die Notwendigkeit, dass beide arbeiten gehen höher ist, würde mir mehr Betriebskigas wünschen. Ich wohne in NRW und habe viele Freundinnen (und eine Schwester) , die mittlerweile KInder haben, viele davon auch alleinerziehend. Keine hatte Schwierigkeiten einen Krippenplatz zu bekommen. Fast alle mir bekannten Kindergärten bieten sehr flexible Abholzeiten an und die Grundschulen auch. Das mag alles noch nicht perfekt sein, aber wirklich lebbar.







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