Frage von daria78, 91

Ist das ein Zeichen von Intoleranz, wenn Eltern ihrem 'Kind' nicht erlauben, sich umoperieren zu lassen bzw. den Wunsch nicht hören wollen?

Sind das schlechte Eltern? Bitte schreibt nicht sowas Sinnloses wie "Kinder dürfen das ja gar nicht" etc. und begründet eure Meinung. Bin gespannt auf eure Antworten!

Antwort
von SeineTochter, 42

Erst mal ist es wirklich wichtig, in welchem Alter sich das Kind befindet. Nur in wenigen Ausnahmen werden minderjährige aus nicht-medizinischen Gründen trotzdem operiert. ZB durch Korruption ;) oder anderen Gründen, das ist von Fall zu Fall anders (Ich kann hier keine Fakten nennen)

Übrigens werden auch nicht alle Operationen toleriert, auch wenn es sich um medizinisch begründete bzw notwendige Operationen handelt. 
Also: Das Alter ist sehr wichtig!
Vor allem, weil sich das Kind noch im Wachstum befindet und die gesundheitlichen Folgen nach einer "Schönheits"-OP in so einem Alter zu hoch sind. Es verwächst sich evtl. falsch usw.


Wenn das "Kind" allerdings schon älter (von Land/Bundesland anders) ist, und die Eltern zu solchen Operationen nicht mehr "nein" sagen dürfen, dann hat sich die Frage eh erledigt.


Ansonsten denke ich, dass es weniger um Intoleranz geht als um Sorge bzw "Minderschätzung/Unterschätzung" der Situation und des Wunsches des Kindes. Selbst wenn die Eltern "ja" sagen, wird es schwer. Die Risiken sind meist zu hoch.

Oft wird eine Transsexuelle Operation mit Hormonen eingeleitet, bis das "Kind" alt genug für Operationen ist.

In anderen Fällen wird eher eine Psychotherapie (Das ist nichts Intolerantes) empfohlen, da solche Wünsche oft aus Traumata resultieren.

Ich denke eher, dass die Eltern eines Kindes nicht intolerant sind , sondern eher besorgt, ob es  nicht "nur eine Phase" ist. Es ist natürlich jedes Mal schade, wenn ein Kind sich im "falschen Körper wiederfindet". Ich wüsste ehrlich gesagt auch nicht, wie ich reagieren würde, wenn mein Kind mit solchen Fragen bzw Wünschen auf mich zu kommt.
Ich wäre besorgt und würde mich natürlich (Das ist keine Phobie bzw Intoleranz!!) fragen, was ich falsch gemacht habe, oder ob da ein Trauma ist.
Das ist ein natürlicher Gedankengang.

Falls es wirklich keinen "Ausweg" gibt, man sich nicht einig wird, dann kann man sich an einen Arzt bzw Psychologen wenden und ihm das Problem schildern. Es gibt immer eine Lösung.

LG

Kommentar von daria78 ,

Hallo? Es geht hier nicht um mich! :)

Kommentar von SeineTochter ,

Ok, ich hoffe mein Kommentar war trotzdem einleuchtend :)

Kommentar von daria78 ,

Ja, danke für deine Bemühung. :)

Antwort
von masterxdesaster, 53

Kommt drauf an was du als Kind siehst. Ich denke, dass man bis 18 warten sollte um sich wirklich sicher zu sein, da dies ein Schritt ist der nicht rückgängig gemacht werden kann.
Wenn die Eltern aber danach auch noch was dagegen haben dann denke ich schon dass das an Intoleranz grenzt, auch wenn ichs teilweise verstehen kann..

Kommentar von daria78 ,

Du bleibst immer das "Kind" deiner Eltern. Deswegen hab ich's unter Anführungszeichen gesetzt.

Antwort
von xXSnowWhiteXx, 49

Die meisten Geschlechtsangleichenden OPs können erst mit 18 Jahren vorgenommen werden. Die "Kinder" haben bis dahin die nötige Reife erreicht, selbst zu sehen, wer und was sie dann sind. Eltern haben da nichts mehr zu sagen.

Anders ist es bei der Hormontherapie. Die wird ja meistens Jahre vor dem 18. Lebensjahr begonnen.

Ich finde es vor allem bei der Hormontherapie komisch von Eltern, nein zu sagen, wenn etliche Gutachten (welche man ja auf seinem Weg erstellen lässt) und Ärzte sagen, dass das der richtige Weg ist. Nur weil Eltern nicht damit umgehen können oder aus welchen religiösen Gründen auch immer, dass nicht dulden und dann für nichts ihr "Ok" geben, sind in der Tat in meinen Augen schlechte Eltern.

Lg♡

Antwort
von schnadel, 4

Hallo, ich bin selbst Mutter von einem Transmädchen (mittlerweile ist sie aber 18 Jahre und hat ihre OP hinter sich.) Aus meiner Sicht kann ich nur sagen, ich hatte schreckliche Angst. Auf das was auf mein Kind zukommt. Ob sie der Belastung gewachsen ist. Wir haben 6 Jahre für die ganze Prozedur gebraucht und auch für mich waren die Besuche bei der Psychologin sehr wichtig. Für manche Eltern bricht das Idealbild von der heilen Welt zusammen und sie denken es wird sich allein regeln. Aber man liebt sein Kind und man will das es ihm gut geht und wenn das die Lösung dafür ist, sollte man seinem Kind keine Steine in den Weg legen. Es bleibt immer ihr Kind, egal ob Junge oder Mädchen.

Antwort
von loema, 24

Da die Geschlechtsangleichungen erst nach dem 18. Lebensjahr stattfinden ist die Erlaubnis der Eltern nicht nötig.
Also ist die Frage sinnlos.
Den Begriff "Angleichung" kannst du dir mal merken.

Kommentar von daria78 ,

Aber, aber, wer wird denn gleich bissig sein?

Kommentar von xXSnowWhiteXx ,

Und dennoch hat loema recht. 

Kommentar von daria78 ,

Auf eine normale Frage so gereizt und respektlos zu reagieren geht schon dezent in Richtung geisteskrank, wie ich finde.

Kommentar von loema ,

Und jemanden als geisteskrank zu bezeichnen ist dagegen eine höfliche Sache....
Wenn dich ein Thema interessiert und du dazu eine Frage stellst, wäre es angemessen, wenn du die richtigen Begriffe benutzt.
"Umoperieren" ist weder sachlich korrekt noch wertschätzend.
Geschlechtsangleichung ist der Fachbegriff und drückt aus, welchen Grund die OP hat.

Kommentar von daria78 ,

Tut mir leid, aber ich nenne die Dinge gerne beim Namen, anstatt sie zu beschönigen. Es sind nunmal viele, schwere Operationen.

Kommentar von loema ,

Geschlechtsangleichung ist der offizielle Name der Operationen.
Das ist wertschätzend.
Darauf hat man sich geeinigt.
Es ist keine Beschönigung.
Es definiert, dass es keine Umoperation ist, von einem Geschlecht zum anderen, sondern die Operation die das vorhandene Geschlecht an das empfundene Geschlecht angleicht.

Kommentar von daria78 ,

Wahrscheinlich bist du auch diese Sorte Mensch, die vehement auf "Schwangerschaftsabbruch" anstatt "Abtreibung" beharrt.

Kommentar von loema ,

Ich gebs auf.
Fachbegriffe zu verwenden, scheint dir nicht wichtig zu sein.

Kommentar von daria78 ,

Dir geht's nicht darum, dass ich einen Fachbegriff verwende - dir geht's darum, dass du dich auf den Schlips getreten fühlst und du mich jetzt "richtigstellen" willst. Hör auf, mir irgendeinen Mist zu unterstellen.

Kommentar von loema ,

Aha.

Antwort
von xdxderich, 65

Kommt ganz auf das Alter des 'Kindes' an.

Kommentar von daria78 ,

Für was schreib' ich eigentlich einen Beschreibungstext? 😂

Kommentar von xdxderich ,

Den habe ich gelesen. Tatsächlich habe ich den Teil mit der Begründung weggelassen, da das meiner Meinung nach offensichtlich ist.

Kommentar von Fotoespana ,

Das hat mit dem Alter rein gar nichts zu tun. Manche Kinder fühlen schon mit 4 oder 5 Jahren ,  dass etwas nicht an ihrem Körper stimmt . Als Eltern sollte man das ernst nehmen und nicht belächeln oder versuchen ,  das Kind umzuformen.

Kommentar von xdxderich ,

Ich habe nie behauptet, dass sich manche Personen nicht schon mit diesem Alter so fühlen. Und behauptet, dass die Eltern versuchen sollten ein Kind umzuformen habe ich auch nicht.

Doch bei dieser Fragestellung spielt das Alter meiner Meinung nach schon eine Rolle. Denn es geht in dieser Fragestellung konrekt um die Umoperation und darum, ob die Eltern diese erlauben oder nicht.

Kommentar von daria78 ,

Ich hab gesagt, dass man sowas unnötiges bezüglich Alter nicht schreiben soll!!

Kommentar von Shiranam ,

Von "Alter" steht nichts in deinem Beschreibungstext.

nur von "rechtlich nicht dürfen"

Antwort
von Shiranam, 26

Nein, das sind keine schlechten Eltern. Das sind vorsichtige Eltern.

Kinder erzählen viel und haben auch ihre Launen. Das kann manchmal nächste Woche schon ganz anders aussehen. Muß nicht, aber kann. Darum dürfen Eltern nicht allen Launen ihrer Kinder nachgeben.

Was ist, wenn die Eltern entscheiden würden, ihr Kind umoperrieren zu lassen, und dann war es bloß eine Laune?

Ich denke, dass das Kind bestimmt eine längere Zeit braucht, um eindeutig festzustellen, was mit ihm los ist. Es kann sich doch neutral kleiden. Jeans und Pulli ist doch schon fast Einheitslook. Dann wird das Kind auch nicht gedisst. Welche Mädchen laufen denn noch in Kleidern herum? 

Was ist im Gegenzug daran so schlimm, mit der Operation zu warten, bis das Kind erwachsen ist? Ich kann da keinen Nachteil erkennen.

Antwort
von Fotoespana, 67

Das ist keine Intoleranz. Das ist Angst, Unwissenheit und  Unsicherheit.

Antwort
von Schwoaze, 71

Wie alt bist Du? Kann man Deine Wünsche schon ernst nehmen?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Deine Eltern aus lauter Bösartigkeit so reagieren.

Kommentar von daria78 ,

Wie kommst du darauf, dass ICH transsexuell bin, Schwoaze?

Kommentar von Schwoaze ,

Na gut, dann anders: Wie alt ist der, um den/die es geht? Kann man die Wünsche dieses Menschen schon ernst nehmen?

Kommentar von LordBedi58 ,

So was hat er nicht behaupten. Ich glaube das einfach wieder mal eine Spaß frage

Kommentar von daria78 ,

Bestünde die Möglichkeit, dass dies hier eine allgemeine Frage sein könnte?

Kommentar von daria78 ,

@LordBedi58: Oh ja, macht so fun. ^^ ♡☆😍😍

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