Frage von bachforelle49, 19

Ist das ein schlechtes Omen, daß unsere Umweltministerin Hendricks ohne Ziel(setzung) zur Weltklimakonferenz nach Marrakesch anreist?

Hat das Umweltministerium kein Trumpfkarte in der Hinterhand, die sie bei der Umweltkonferenz in Marrakesch ausspielen kann?

Antwort
von randomhuman, 9

Ich finde es ausgesprochen unpraktisch ohne einen Plan dort hinzureisen. Wir müssen jetzt mal Fakten schaffen. Wer glaubt denn ernsthaft, dass es 2040/50 noch einen nennenswerten Anteil an Kohlekraftwerken gibt und die regen sich derart darüber auf. Bis 2050 will die Bundesregierung 80-95% der Treibhausgase im Vergleich zu 1990 gesenkt haben. Das ist rein rechnerisch schonmal nur ohne diese Kohlekraftwerke möglich. Es müssen endlich klare Fakten geschaffen werden, sonst geht die einstige Vorreiterrolle Deutschlands beim Umweltschutz komplett den Bach hinunter. Leider wird der Vertrag dann irgendwann so schwach abgehandelt sein, dass es sich gar nicht mehr lohnt diesen zu verabschieden. 

Kommentar von bachforelle49 ,

.. das ist überhaupt kein Problem.. in Sachen Braunkohle werden zum Beispiel den kommenden Generationen 400 - 500 m tiefe Seen hinterlassen, die bei entsprechend nachhaltig ausgerüsteter Nachhaltigkeits- bzw. Verfahrensweise in durch Wasserkraft produzierte Nachhaltigkeitsenergie umgewandelt werden kann, sodaß die Energie schon mal gelöst wäre... wenn die Werke dann noch Berge in die Landschaft stampfen (kommt ja jetzt eh`nicht mehr drauf an..), könnten unten Turbinen errichtet werden und schon haben die Baunkohlewerke was für die Umwelt getan... die Hänge könnten dann noch mit Bäume bepflanzt werden..

Kommentar von randomhuman ,

Ich bin begeistert. Deinen Ausführungen in aller Ehre. Eine gute Fantasie hast du jedenfalls. ;)

Ich wohne leider direkt neben so einem Kohlekraftwerk. Und rundherum um uns sind nur Mondlandschaften. Es wurde sogar eine ganze Bundesstraße neu umverlegt, um dieses elende Zeug mit diesen riesigen Maschinen aus der Erde zu mampfen. Ich habe diese Landschaft satt. Jeden Tag sehe ich dieses traurige Bild. Klassenkameraden von mir mussten sogar deswegen umziehen. Ich finde das nicht wirklich schön, wie diese Riesenkonzerne die Landschaft und Umwelt derart zerstören. Ich werde allerdings eh wegziehen. Das ist kein Platz für mich hier. Bis diese ganzen Seen und die Rekultivierung abgeschlossen ist vergehen nochmal mindestens 50 Jahre. Für mich geht es in den Norden. Hamburg und Schleswig-Holstein haben letztens eine Energiepartnerschaft angekündigt und wollen bis 2035 auf 100% erneuerbare Energie gehen. Da freu ich mich drauf. :)

Kommentar von bachforelle49 ,

.. leider wird das so (ab)laufen - und das kommt jetzt nicht von mir - daß die Ersparnisse und Zurückrudern in Sachen Ressourcenverbraten und Umwandeln in blühende Landschaften (Politik..versprechen..) hier auch FCKWminimierung (ua) sozusagen kompensiert (aufgefressen..) wird durch Ansteigen der Weltbevölkerung - auch bei uns, das sieht man ja jetzt schon an den übervollen Autobahnen und Endlosstaus - und dann hat Frau Hendricks angeblich nichts in der Tasche, womit sie auch pfunden könnte (in Marrakesch..)

Kommentar von randomhuman ,

Ja Autobahn kann man zur Urlaubszeit oder zu Berufszeiten um große Städte wohl vergessen. Ich bin oft mit der Bahn unterwegs. Schnell, umweltfreundlich und günstig (früh buchen). In den Urlaub geht es nur ab und zu mal mit dem Wohnmobil und meinem Freund oder als Familie. Bei angenehmen 90-100 auf der Autobahn schaukeln und die ganzen Raser an sich vorbei ziehen lassen ist wunderbar. Man sieht sich eh im Stau wieder (der dann nicht so schön ist). Aber du hast Recht es kommen einige Probleme auf uns zu aufgrund deiner genannten Gründe. Ja schade, dass sie von ihrem eigenen Chef ausgebremst wurde...

Antwort
von SedOwl, 9

Fraglich ist doch, warum die Umweltministerin überhaupt anreist. Merkels rückwärtsgewandte Umweltpolitik lässt ihr doch ohnehin keinen Spielraum, letztlich verkommt alles zur Farce. Es liegt in der Eigendynamik unseres Wirtschaftssystems, Umwelt der Profitmaximierung zu opfern. Die Politik will und wird daran wenig ändern, was in der stetig wachsenden Diskrepanz zwischen Schaufensterpolitik und der Umsetzung von Erfordernissen (z. B. Abkehr vom Kohlebergbau) deutlich wird.

Die Umweltkonferenz in Marrakesch wird sich erneut als das herausstellen, was alle anderen bisher waren: als Nebeltopf.

Antwort
von Yodafone, 14

Wieso? Die anderen reisen mit Zielsetzung an und erreichen genauso wenig...nämlich nichts...wie immer

Antwort
von Schiffe1945, 6

Wir haben Trump. Es gibt keinen Klimawandel ^^.

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