Ich arbeite seit einem halben Jahr als geringfügig beschäftigte, weil so viel zu tun ist, arbeite ich meist bis 800,- genau. Da so viel zu tun ist, hat der Arbeitgeber mir vorgeschlagen, ich könne mehr arbeiten (kann 30 Stunden die Woche wegen Kind), und wegen "der Unkosten" (so sagte es der Arbeitgeber) würde er mir 2 Euro die Stunde mehr zahlen als vorher.Der Vertrag als geringfügig beschäftigte bleibt gleich.Ich kenne mich da so wenig aus,mochte aber nicht dumm dastehen....was bedeutet dieser Deal?

Grundsätzlich verstösst das gegen das Gesetz, denn eine geringfügige Beschäftigung liegt nur dann vor, wenn das Einkommen regelmässig 400.- € pro Monat nicht übersteigt.
Für geringfügig Beschäftigte trägt der AG die pauschalen Sozialversicherungsbeiträge allein.
Wenn der AG Dir 800.- € zahlte, dann entfielen für die zweiten 400.- € natürlich die Beiträge, weil es die zweiten 400.- € eigentlich ja gar nicht geben dürfte.
Als Ausgleich für diese Ersparnis will er Dir wohl dann die 2.- € mehr zahlen pro Stunde.
Das könnte also beliebig Ärger geben, wenn die Sache aufflöge.

"weil so viel zu tun ist, arbeite ich meist bis 800,- genau"
Ähm ... dann hat das doch mit "geringfügig" nichts mehr zu tun. Wirst du ganz normal abgerechnet (mit Steuer- und Sozialabgabenabzug)? Oder was läuft da?
Ja, diese Jobkategorie (bis 600 € oder 800 €) gibt es auch. Die kommt gleich nach den 400 € jobs. Der AG zahlt dann verminderte Krankenkassenbeiträge und Rentenversicherungsbeiträge.
bitmap am 8. September 2007 00:18 Gleitzone nennt sich das und die geht bis 800 €. Aber so ganz klar ist mir trotzdem noch nicht, was die TE damit meint, dass der Vertrag gleich bleibt.
Also: meinen Vertrag ( als geringfügig Beschäftigte bis 800,- behalte ich, ich kriege keinen neuen Vertrag. Statt 18 Stunden die Woche mache ich aber jetzt 30 Stunden und komme dadurch lange über 800,-/monatlich).Der Arbeitgeber gibt mir aber ab sofort 2 Euro die Stunde mehr.
Vielleicht ist das ja ein ganz Schlauer. Vielleicht drückt er die 2. 400 € über einen 2. Arbeitgeber.
Kenne viele, deren Mehrarbeit über die Lohnsteuerkarte eines anderen abgerechnet wird. Im Bereich der 400 Euro Jobs wird sehr viel Schindluder getrieben.
1.Job läuft über 1. AG mit Lohnsteuerkarte. 2.Job läuft über 2. AG ohne Lohnsteuerkarte (Lohnsteuerpauschalierung + natürlich wie beim 1. Arbeitgeber Sozi muss dann vom AG pauschaliert werden - kostet dann zwar dem AG über 40 %, wenn der Std.Lohn aber niedrig ist,rechnet sich das wieder). Das obige Angebot ist m. E. so angelegt.