Ist das ein grundlegendes Symtom für Autismus?

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3 Antworten

Genau das ist häufig der Punkt: Manche autistischen Kleinkinder sehen Mitmenschen wie ein gespiegeltes Ich. Deshalb sprechen sie ihre Gedanken nicht aus - das "andere Ich" muss schließlich eh dieselben haben.

Anders gesagt: Wenn ein Bild in meinem Kopf ist, dann muss es auch in deinem Kopf sein. Warum verstehst du mich nicht, bevor ich es male?

Dass andere Menschen eben kein gespiegeltes Ich, sondern völlig anders sind, lernen sie erst spät. Dass andere Menschen eigene Gedanken im Kopf haben, statt dieselben wie man selbst. Dass andere Menschen nicht dieselben Gefühle, sondern völlig andere haben.

Durch diese Erkenntnis werden Mitmenschen zu unverständlichen Wesen - und man selbst zum Alien.

Nicht-Autistische Kinder lernen früh, die unverständlichen Innenwelten an der Körpersprache abzulesen und sich die Gedanken anderer Leute ungefähr zurecht zu legen. Sie entwickeln also eine Theory of Mind, eine Sammlung funktionierender Statistiken und Vorurteile.

Autisten liegt das nicht so, deshalb bleiben die Mitmenschen so unverständlich wie sie nunmal sind.

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Schau  mal bei Wikipedia nach, der Artikel ist sehr umfassend.

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Viele Autisten sehen ihre Mitmenschen als sehr komplex und fremd in ihrer Art an und einige würden es sicher auch so beschreiben wie du. Allerdings umfasst Autismus ein sehr großes Spektrum, und es gibt auch genug die einfach nur sagen würden, sie haben Probleme, die Emotionen ihrer Mitmenschen intuitiv zu entschlüsseln.

Letztendlich ist es weder ein Muss, noch ein Ausschlusskriterium. Es bedeutet also nicht, dass man wahrscheinlich Autismus hat, ausschließen tut es das aber auch nicht.

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