Frage von ralfneumann1977, 86

Ist das die richtige Maßnahme zur Schimmelentfernung?

Hallo zusammen!

heute ist eine Firma in meiner Mietwohnung gewesen, zur Schimmelbesichtigung im Bad und in der Abstellkammer.Die vorgeschlagene Maßnahme zur Schimmelbeseitigung war den Schimmel wegzuwischen!?!

Ich stelle das aber in Frage, ich kann mir nicht vorstellen, dass das die Ursache des Schimmels beheben wird.

Zur Geschichte im Bad war die Schimmelfleck erst ca. 7cm groß, die "Umrisse" des Schimmels sind jetzt aber auf ca. 20cm größer geworden. In der Abstellkammer ist der Schimmelfleck ebenfalls größer als 10cm. (siehe Bilder im Anhang)

Wie seht ihr das?

Danke und Viele Grüße

Im Anhang ein paar Bilder:

Hier ein Link für die Bilder in höherer Auflösung:

https://cloud.web.de/ngcloud/external?locale=de&guestToken=UnAa588HTbqKgRQ9a...

Antwort
von Onki73, 54

Schimmel an der Wand ist immer ein Problem von zu viel Oberflächenfeuchte der Wand. Die Feuchte muss dauerhaft beseitigt werden, dann tritt auch kein Schimmel mehr auf. Oberflächenbehandlungen ohne weitere Maßnahmen helfen oft nur zeitweilig.

Die Feuchte kann nun verschiedene Ursachen haben. In der Wand kann ein Rohr undicht sein, es kann von außen Niederschlagsfeuchtigkeit (oder im Soutrrain Bodenfeuchte) eintreten oder die Feuchte entsteht durch Raumluftkondensat. Die "Umrisse" am Fleck im Bad könnten auf einen Rohrleitungsdefekt hinweisen. Wird dadurch Feuchte in den Raum gegeben, so überträgt sich die Feuchte durch die Luft auch in die anderen Räume und hier kann es durch die erhöhte Luftfeuchte nun auch zu Schimmelproblemen an kühleren Wandflächen (Außenwand) kommen. Zusammenhänge sind nicht auszuschließen.

Defekte Rohre, rissige Fassaden, undichte Dächer, etc. sind jedoch in der Regel schnell gefunden. Schwerer wird es beim Erkennen von Feuchte aus der Raumluft und der Ursachenbeseitigung.

Tritt das Schimmelproblem nur in der Heizperiode auf, so liegt die Ursache mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Feuchteanreicherung an der kalten Wandoberfläche durch Raumluftauskühlung. Im Souterrain und im Keller geschieht das an den erdberührten Wänden oft ganzjährig. Oft auch ohne nennenswerte Probleme.

Probleme gibt es nur, wenn die Luftfeuchtigkeit an der Wandoberfläche 70% dauerhaft übersteigt. Ab 70% rel. Luftfeuchte bildet sich in den feinen Poren und Kapillaren des Wandbaustoffs flüssiges Wasser, was schon ausreicht, um die ersten Schimmelsporen zum Keimen zu bringen.

Nun werden die Wohnräume oft mit einem hohen Anteil an Warmluft des Heizkörpers beheizt. In Deinem Bad hängt der Heizkörper Typ 22 mit zwei Heizplatten und zwei innen angeschweißten Konvektionsblechen. Dieser produziert zu ca. 75% Warmluft und nur zu ca. 25% Wärmestrahlung. Der Warmluftanteil steigt zur Zimmerdecke und kühlt dort an der Außenwandfläche ab. Die sich abkühlende Luft sinkt schwerer werdend direkt vor der Außenwandoberfläche nach unten und kühlt weiter aus. In sich abkühlender Luft sinkt das Wasserdampfaufnahmevermögen, die rel. Luftfeuchtigkeit steigt damit an. Die Luft wird feuchter und diesen Feuchtewert - nicht den allgemeinen Feuchtewert der Raumluft! - übernimmt die Wand durch Feuchteausgleich und feuchtet auf (oder trocknet ab - bei trockenerer Luft). Je weiter unten im Raum, um so feuchter wird die Luft, da sie stärker auskühlt. Eine starke Auskühlung kann es aber auch an Fensterlaibungen geben (bei Kipplüftung) und an der Zimmerdecke unter dem unbeheizten Dachboden oder noch schlimmer - unter der Dachterasse oder bei Flachdächern.

Daher ist bei Schimmelproblemen auf Wandoberflächen, die aus der Raumluftfeuchte her rühren könnten, immer auf die Wandoberflächentemperatur (mit Infrarot-Thermometer messen) und die allgemeine Raumluftfeuchte (in der Raummitte messen) zu achten. Nur daraus kann man die Luftfeuchte direkt an der Oberfläche bestimmen (über Luftfeuchte-Tabellen). Bei über 70% rel. LF - Schimmelfefahr!

Ist denn Dein Bad mittels Fenster zu entfeuchten oder gibt es einen Luft-Abzugsschacht, da das Bad innenliegend ist? Nach dem Duschen - am besten eigentlich noch während des Duschens - sollte gelüftet werden, um die hohen Luftfeuchten sofort nach draußen zu entsorgen. Die Fliesen zum schnelleren Trocknen mit dem Abzieher abziehen, feuchte Handtücher ggf. in einem weniger schimmelanfälligem Raum trocknen, da sie noch lange Zeit ihre Feuchte an die Luft abgeben, was im kleinen Bad schnell wieder zu einem Ansteig der Raumluftfeuchte führt (je nach Belüftungssituation).

Das Bad gleichmäßig beheizen, denn beim Wiederanheizen ausgekühlter Räume eilt die Oberflächentemperatur der Wand der sich schnell erwärmenden Raumluft noch lange Zeit nach. Das führt zur kalten Wandoberfläche, wo sich schnell hohe Feuchtewerte davor bilden! Ist der Spiegel im Bad beschlagen, so ist die Wandoberfläche zumindest der Außenwand ebenfalls entsprechend befeuchtet - man sieht es nur nicht. Die Wand puffert diese Feuchte (bei diffusionsoffener Beschichtung) wie ein Schwamm und gibt die Feuchte später - bei geringerer Raumluftfeuchte - wieder ab (Feuchteausgleich). Glasierte Fliesen sind diffusionsdicht, hier kann die Wand nichts an Feuchte puffern.

Die Türen zu dauerhaft geringer temperierten Räumen (Schlafzimmer, aber auch die Abstellkammer/Vorratskammer) stehts geschlossen halten, sonst dringt die feuchtewarme Luft aus den wärmeren Räumen in das Zimmer ein und hinterläßt an kalten Wandoberflächen hohe Feuchten - bis zur Schimmelbildung an der Außenwand in Raumecken und hinter Schränken.

Kommentar von Onki73 ,

In meiner letzten Altbauwohnung half die Entnahme von je 12cm lose in einen Nut eingelegtem Dichtgummi oben (!) an jedem Fensterflügel der isolierverglasten Holzfenster. Dadurch wurde eine höhere Grundlüftung der Wohnung geschaffen, was die Wohnraumfeuchte sofort abführte (Stoßlüftung nach Kochen/Duschen trotzdem vornehmen). Diese konnte sich nicht mehr in den Wänden einlagern. Die Wände wurden trockener, der Schimmelwuchs stoppte, im Bad trocknete die Dusche, der Duschvorhang und die Handtücher deutlich schneller ab und das Badfenster beschlug nicht mehr.

Durch trockenere Wände erhöht sich auch der Dämmwert. Den Zusammenhang ermittelte J.S. Cammerer. Seine Ergebnisse kann man mit seinem Namen und der Bildersuche ergoogeln. Bei linear ansteigender Wandfeuchte der Ziegelwand sinkt der Dämmwert parabelförmig ab. Daher ist es nicht nur wichtig, die Wände trocken zu halten, sondern es ist sehr wichtig, die Wände knochentrocken zu bekommen. So kann mit einer leicht erhöhten Luftwechselrate auch noch Heizenergie eingespart werden.

Ich hoffe, diese Tipps helfen, der Schimmelproblemtik Herr zu werden. In schweren Fällen (was ich hier nicht sehe) hilft nur eine bessere Verteilung der Wärme der Heizanlage im Wohnraum durch die Erhöhung des Wärmestrahlungsanteils. Die Montage des (größeren) Heizkörpers Typ 10 bewirkt schon eine Steigerung der Wärmestrahlung auf ca. 55%.

Wächst der Schimmel in der Abstellkammer trotz gutem (verbessertem) Lüftungsverhalten munter weiter, so sollte hier eine Heizrohrschleife unten am Sockel der Außenwand helfen, um vor der Außenwand innen etwas Wärme zu bringen, was die Auskühlung der Raumluft - mit der entsprechdenen oberflächennahen Erhöhung der Luftfeuchte - verhindert.

Antwort
von willimatt, 33

Da der Kommentar zu einigen irrsinnigen Vorschlägen gelöscht wurde:

Hände weg von irgendwelchen Trockensubstanzen wie Salz und Granulat bei feuchten Wohnungen! Die sind fürs Auto gut und müssen immer wieder nächtelang in den Backofen. Salze werden jedes Mal weggeworfen!

Bautrockner sind mit 1800 Watt u.ä. Werten regelrechte Stromfresser. Die können jedoch die bauliche Ursache nicht beseitigen.

Und nochmals: Der Tipp von jogibaer mit dem Bügelbrett auf dem Balkon ist absolute Spitze! (Wir üben zur Zeit schon mal das einhändige Bügeln, damit wir bei Regen mit der linken Hand den Schirm halten können.)

Antwort
von willimatt, 31

Du hast schon viel zu viel Antworten, obwohl Du wichtige Dinge gar nicht verraten hast.

Wie sieht es drunter aus? Was habt Ihr für ein Wandmaterial, was für einen Putz, wie sieht die Wand von draußen aus?

Vielleicht noch ein weiterer Prüfpunkt für Euch. Der (73jährige?) fleißige und gründliche Onki kann gleich mal in seiner Nähe recherchieren:

Mich haben schon recht viele Wohnungen mit Gipsputz geärgert, der sich mit süddeutschen Baufirmen leider recht stark ausgebreitet hat.

Der sog. Marktführer erklärt, dass in seinem "Haftputz" zum Beispiel enthalten sind:

Calciumsulfat verschiedener Hydratstufen mit Zusätzen (Kalkhydrat, mineralischer Leichtzuschlag, Tenside,

Celluloseether

, natürliche Oxycarbonsäuren).

Auf Gipsputz wächst also der Schimmel so prächtig, weil da so etwas wie Tapetenkleister drin ist. Den braucht der Schimmel zum Leben! Und - alkalisch, also schimmelfeindlich ist der Gipsputz auch nicht, er ist gewissermaßen "schimmeloptimal".

Kommentar von Onki73 ,

In meinem Haus gibt es keine einzige Gipskartonplatte - genau aus diesem Grund - der Schimmelanfälligkeit der Gipsprodukte. Sogar für den Unterputz-Spülkasten, der ja normalerweise doppelt mit Gipskarton beplankt wird habe ich eine 25mm dicke HWL-Platte beidseitig mit dünnflüssigem Zementputz bestrichen, erhärten lassen und dann als "Gipskartonersatz" an das UP-WC-Gestell geschraubt, bzw. auf den nebenstehenden Porenbetonsteinen geklebt.

73 ist nicht mein Alter sondern bezieht sich auf mein Geburtsjahr. ;-)

Kommentar von ralfneumann1977 ,

Von Außen ist kein Schimmel erkennbar. (im Flur) Was für ein Wandmaterial benutzt wurde, weiß ich leider nicht.

Antwort
von Cougar99, 80

"Wegwischen" ist nur eine kurzzeitige Maßnahme. Nachhaltig wäre eher für Trockenheit sorgen und schimmelwidrige Mittel aus dem Baumarkt aufzutragen.

Antwort
von jogibaer, 34

Würde an deiner Stelle einen Raumluft-Entfeuchter kaufen. Die gibt es in Baumärkten günstig zu kaufen. Diese Geräte laufen am Strom und werden durch ein Hygromerter gesteuert. So stellt er ab, sobald es trocken ist. Nach dem Duschen oder Baden diesen Entfeuchter unbedingt einschalten, dass die Feuchtigkeit rasch weg geht. du wirst staunen, wie viel Wasser da zusammen kommt. Den Behälter leeren nicht vergessen, sonst stellt das Gerät ab.

Bügeln mit Dampf bringt auch viel Wasser in die Wohnung. Meine Frau bügelt auf dem Balkon, so kann diese Feuchtigkeit weg. Kochen immer mit Dampfabzug hilft auch viel.

Lüften ist klar auch gut, doch bei Regenwetter nicht nützlich.

Antwort
von Joschi2591, 86

Nein, wegwischen wird auf Dauer nicht helfen. Ist der Vermieter informiert? Eine Zweit- und Drittmeinung einzuholen wäre sicher nicht verkehrt.

Kommentar von ralfneumann1977 ,

Ja der Vermieter hat mir die Handwerker geschickt!

Kommentar von Joschi2591 ,

und was sagt er zur Maßnahme "wegwischen"?

Kommentar von Joschi2591 ,

PS: es gibt Entfeuchter. Bei Aldi gibt es die sehr billig und effektiv. Keine elektrisch betriebenen, sondern mit Calciumgranulatbeutel und einem kleinen Auffanggefäß.

Kommentar von Onki73 ,

Super! Immer auf Kosten der Mieter den Mangel beseitigen wollen. Die Salzentfeuchter sind im Bad sinnlos. Da sollte man nach dem Duschen sofort (!) stoßlüften und die Restfeuchte sollte sich durch die offen gelassene Badtür über das gesamte Luftvolumen der Wohung verteilen können.

Die Wohnung sollt allerdings keine zu kalten Wandbereiche haben, sonst sammelt sich davor erhöhte Luftfeuchte, was wiederum zu Schimmel führt (Voratskammer der Küche).

Viel Wärmestrahlung der Heizung sorgt für warme und schimmelfreie Wandoberflächen.

Antwort
von kreuzkampus, 76

Ich bin keine Schimmel-Experte, kenne aber eine Wohnsiedlung, in der Schimmel zur Tagesordnung gehört. Von daher kann ich sagen, dass das "Wegwischen" von Schimmel gewiss nicht die Lösung ist. Du wirst im Internet aber sehr viel Informationen darüber bekommen, wie Schimmel zu entfernen ist. Mir fällt spontan dazu ein, dass Du auch gute neutrale Auskünfte bei der Handwerkskammer bekommen müsstest.

Nachtrag: Fut schreibt sehr richtig, dass zuerst die Ursache festgestellt werden muss.

Kommentar von Onki73 ,

Die ganze Wohnsiedlung? Da können die Bewohner wohl alle die Wohnungen nicht richtig lüften??? (Ironie)

Sicherlich ein Nachkriegsbau, wo man in den Bauordnungen noch schlankere Außenwände (ein Stein dick - 24/25cm) zugelassen hat, die mit Einzelofenbeheizung noch gut schimmelfrei zu halten waren, da die Einzelöfen viel Wärmestrahlung in den Raum gegeben haben, was die Wandoberflächen zur Schimmelvermeidung direkt erwärmte.

Mit der Erneuerung der Heizanlage und Umstellung auf die Heizkörperheizung fehlte es plötzlich an ausreichender Wärmestrahlung im Raum, um die Wandoberflächen zu erwärmen.

Die Raumluft konnte so an den kühleren Wandoberflächen erhöhte Feuchten hinterlassen, was zu Schimmelbildung führt. Die Wände feuchteten auf, verloren an Dämmwert - die Heizkosten stiegen. Um der Auffeuchtung der Wände zu begegenen, sollte nun die Raumluftfeuchte noch stärker gesenkt werden, um den Feuchteanstieg vor der kalten Wandoberfläche nicht zu stark werden zu lassen.

So kann man den schwarzen Peter auch dem Bewohner zuschieben, obwohl die Ursache in einem viel zu geringem Anteil an Wärmestrahlung der Heizung zu finden ist.

So vergammeln ganze Wohnsiedlungen und Unwissende schieben es auf "schlechte" Bausubstanz. Es gibt sehr selten "schlechte" Bausubstanz, nur leider zu oft falsche (da viel zu warmluftlastige) Beheizung der Wohnungen.

Kommentar von kreuzkampus ,

Hier ist kein Diskussionsforum, onki. Rede also bitte nicht über etwas, was Du nicht beurteilen kannst. Dennoch soviel: Die Siedlung ist von einem "Investor" katastrophal "saniert" worden. Dazu gehörte auch der Einbau von Isolier-Fenstern, statt der alten do0ppelten Fenster. Das war ein kapitaler Fehler. Nun schimmelt es in den meisten Wohnungen immer wieder unter den Fenstern. Diese Baufehler sind nicht mehr zu revidieren. Folglich müssen die (Schimmel-)Folgen immer wieder beseitigt werden. Das war's von mir dann aber.

Kommentar von Onki73 ,

Naja, der Ausbau der alten Doppelfenster und der Einbau der neuen luftdichteren Fenster führte in der Folge zu einer Erhöhung der allgemeinen Raumluftfeuchte und damit zu der Schimmelproblematik an kalter Wandoberfläche. Schimmel ist immer ein Zeichen von zu viel feuchte. Feuchte Wände haben miserable Dämmwerte. Ab und zu empfehle ich die Entnahme von etwas Dichtgummi aus den neuen luftdichten Fenstern, weil dass die allgemeine Raumluftfeuchte wieder senkt, es die Wände in der Folge trocknet und den Dämmwert der Wände wieder erhöht.

Die Wandoberflächen sind kalt und schimmelanfällig, weil es dem Raum an Wärmestrahlung fehlt.

Kommentar von kreuzkampus ,

Zwar keine weiteren Ausführungen von mir; aber ich erkenne an, dass Du Ahnung vom Thema hast.

Kommentar von Almuric ,

Alte Malerregel : Altes Haus und neue Fenster paßt nicht. Schimmelgefahr !

Schlimmer wird's noch, wenn man das Haus "einpackt" ! *

* Wärmedämmung

:-)    

Antwort
von pharao1961, 85

Der Schimmel muss zunächst einmal mit den geeigneten Mitteln entfernt werden; desweiteren wird der Schimmel ganz schnell wiederkommen, wenn die URSACHE nicht abgestellt wird. Im Bad herrscht meist höhere Luftfeuchtigkeit und in den Abstellkammern gibt es oft kein Fenster zum lüften. Es muss geprüft werden, ob es ein Baumangel oder ein Lüftungsmangel ist.

Kommentar von Onki73 ,

Na wie so oft ein Baumangel. Wenn es richtig gebaut wäre, würde es ja nicht schimmeln.

Ich erinnere mal an die DIN 1946-6, die seit 2009 die Lüftung zur Feuchtevermeidung vorschreibt. Okay, die greift nicht im Bestandsbau, deshalb muss man aber dem Mieter nicht immer falsches Lüftungsverhalten vorwerfen, nur um auf seine (Heiz-) Kosten einen Baumangel auszugleichen.

Kommentar von pharao1961 ,

Was willst du denn mit dieser Larifari-DIN??? Kennst du die überhaupt und weißt (und verstehst), was drin steht?


Hier in dem Fall wissen wir nicht ob es ein Lüftungsmangel oder ein Baumangel ist. Es könnte ein Baumangel sein, aber zu 90% sind es Lüftungsmängel. Ob das hier auch so ist, kann man aus dem Text heraus nicht sehen.

Kommentar von Onki73 ,

Das im Bad könnte eine undichte Leitung sein, man weiß ja nicht, was hinter, bzw. in der Wand ist.

Kommentar von pharao1961 ,

Genau! Wir wissen es nicht... Wir wissen noch nicht mal, ob es eine Kellerwohnung ist, es könnte ein versotteter Kamin dahinter stecken, keine Lüftungsmöglichkeit vorhanden, und und und...

Kommentar von Onki73 ,

Immerhin gibt es schon mal Fotos. Daumen hoch!

Kommentar von pharao1961 ,

Ja, man sieht darauf den Schimmelbefall, aber ich persönlich kann auch anhand der Fotos kaum nähere Rückschlüsse ziehen.

Kommentar von AgeRestricted ,

... Naja ! ... ' Onki73 ' .. du bist wohl so ein Vorschrifts-Onkel aus dem Jahrgang 1973 ...

Kommentar von Onki73 ,

Volltreffer. Danke!

Antwort
von Militaerarchiv, 61

Das ist nur Sinnvoll wenn die Ursache (eindringende Feuchtigkeit oder Lüftungsmangel) beseitigt sind.

Antwort
von AgeRestricted, 80

... der Schimmel entsteht durch die Luftfeuchtigkeit im Raum .. genau da wo an der Wand das Wasser kondensiert .. deshalb genügt da auch abwischen .. und trocken halten .. damit sich der Schimmel nicht weiter ausbreiten wird .. vermutlich ist da von außen eine kalte Stelle in der Wand .. wo das Wasser dann kondensiert .. öfter gut lüften würde auch helfen .. besonders im Bad .. damit die Feuchtigkeit reduziert wird .. oder auf irgend eine andere Art die Feuchtigkeit reduzieren .. damit der Schimmel austrocknet .. dann verschwinden diese schwarzen Flecken an der Wand ...

... Voila ! ...

Kommentar von Onki73 ,

Lernt man in der Schule keine ganzen Sätze mehr zu schreiben? Es liest sich ja schrecklich.

Kommentar von AgeRestricted ,

... Nee ! ... war selbst nie in der Schule .. und weis deshalb gar nicht was das ist .. hab auch nichts dagegen wenn du meine Antworten erst gar nicht liest .. kannst ja von mir aus auch in DEINE Schule geh'n .. denn ich schreib so wie ich will .. und hab nämlich keinen Vertrag mit der deutschen Rechtschreibung .. die alles nur kompliziert macht .. was eigentlich ganz einfach ist .. und sich auch ganz schrecklich lesen lässt .. weil ich da Knoten in den Gehirnwindungen bekomme .. bei dieser vorgeh-schriebenen Satzbildung ...

jeder versteht was ich schreibe .. nur du NICHT .. ' Onki73 ' .. bist wohl auch schon ein älterer Onkel ...

... Voila ! ...

Kommentar von Onki73 ,

Ja, älter und reifer aber noch kein Onkel.  :-*

Kommentar von AgeRestricted ,

... Naja ! ... ' Onki73 ' .. " älter " .. will ich mal sähr stark bezweifeln .. und .. " reifer " .. bist du mit absoluter Sicherheit nämlich nicht .. wenn .. einer wie du noch KEIN Onkel ist .. aber derartige Bildchen in seinen Avatar hohläd' .. was wohl eher auf einen vorwitzigen Youngster hindeutet .. als einen ... 

... " älter und reifer aber noch kein Onkel " ...

da musst du schon noch etwas in die Schule geh'n .. wenn du mit mir deine Faxen machen möchtest .. ich bin nämlich ein Frühaufsteher .. und bin schon lange vor dir auf den Beinen .. und war auch schon lange vor dir hier auf diesem Planeten .. da warst du noch in Abrahams Wurstkessel .. da bin ich schon mit dem Motorrad hier herumgefahren ...

... Voila ! ...

Kommentar von Onki73 ,

Schön, dass wir das geklärt hätten. Hab Dich so richtig lieb gewonnen.

Kommentar von AgeRestricted ,

... Naja ! ... ' Onki73 ' .. hab sowieso schon den Verdacht .. das du gar kein Onkel sondern 'ne Tante bist .. ha ha ha .. hab ich jetzt wieder gelacht .. ächt kümisch ...

Antwort
von dietar, 38

Leider sind alle Methoden den Schimmel durch abwaschen, abbürsten, mit wässerchen und Pülverchen umsonst. Man muss die Ursache beseitigen, sonst ist alles andere umsonst. Man kann aus deiner Shilderung nur schwer entnehem, ob es sich um unzureichende Lüftung oder einen direkten Bauschaden handelt.
Im Gegensatz zu vielen Expertenmeinungen kann man die Feuchtigkeit durch vernünftiges Stoßlüften nicht beseitigen. Es muss eine zusätzliche Entlüftung gewährleistet sein. Leider ist die gegenwärtige EnEV so hirnrissig, dass sie als Wohnung den geschlossenen Wasserkessel fordert. Auch falsche Dämmung (meist nit Polystyrol/Styropor oder Mineralwollen) können zur Schimmelbildung beitragen. Auch Plastikfarben innen oder außen, abwaschbare oder metallisierte Tapeten rufen Schimmel hervor. Das ist so schlimm, dass Fachleute den Schimmelbefall unserer Wohnungen in Deutschland auf mindestens 70% schätzen. Meist wird dann der schwarze Peter dem Mieter oder Bewohner zugeschoben. Er hat dann einfach nicht richtig oder nicht genügend gelüftet und geheizt.

Antwort
von Almuric, 57

1. Schimmel trocken abbürsten

2. Die befallenen Flächen großzügig/-flächig mit Anti-Schimmelspray einsprühen, alternativ im Baumarkt ein Fläschchen funghiziden Farbzusatz kaufen, nach Maßgabe verdünnen und mit dem Pinsel auftragen (Meine 1. Wahl)

3. mindestens 1 Tag einwirken lassen, danach gründlich feucht abwischen und mit Wasser nachwaschen

4. nach Trocknung den Rest des funghiziden Zusatzes in genügend Wandfarbe einrühren und überstreichen

5. nach 1 Tag Trocknung nochmals überstreichen

:-)

Kommentar von Onki73 ,

Herzlichen Glückwunsch! Mit trocken abürsten hast Du die Schimmelsporen sofort in der Atemluft und mit dem nächsten Atemzug in der Lunge!

Kommentar von Almuric ,

Du sollst deinen Rüssel ja beim Abbürsten nicht direkt drüber halten. Eine ausreichende Belüftung ist wohl selbstverständlich...

Wenn das alles ist, was du zu bemängeln hast...

:-(

Kommentar von Onki73 ,

Ja, das war alles, was ich zu bemängeln hatte. ;-) Der Rest war okay. Kann man so machen. Es geht aber nicht an die Ursache, die Gefahr besteht, dass der Schimmel wieder kommt, weil die Feuchtequelle nicht beseitigt wurde. Die Wand hinter dem Schimmel ist ja schon feucht, sonst würde der Schimmel nicht wachsen. Zur Trocknungsunterstützung ist hier eine Rotlichtlampe hilfreich. Wenn es trocken bleibt, kommt der Schimmel auch nicht wieder.

Antwort
von Moralbuddha, 66

Natürlich war das nicht die geeignete Maßnahme im Sinne einer dauerhaften Entfernung. Wobei:  Es muss immer erst die Ursache des Schimmelbefalls erörtert werden.

Tatsächlich ist es möglich das Schimmel nur oberflächlich auftritt. Also nicht in den Wänden ist. Dann sollte man nach dem wegwischen aber Mittel auftragen, die eine pilzhemmende Wirkung haben, damit so schnell kein Schimmel mehr nachkommt.

Wichtig:  Jeden Tag 2 - 3 mal querlüften. Vor allem nach dem aufstehen, duschen/baden oder kochen. Also in 2 nebeneinander liegenden Räumen alle Fenster und Türen für 20 Minuten öffnen.

Kommentar von Joschi2591 ,

nicht in 2 nebeneinander liegenden Räumen, sondern in 2 entgegengesetzt liegenden, damit eine Art Durchzug entsteht und die Luft richtig ausgetauscht wird.

Kommentar von Moralbuddha ,

Selbstverständlich auch in 2 nebeneinander liegenden Räumen! Wichtig ist nur, dass die Fenster offen und nicht angekippt sind. So findet eine absolut ausreichende Luftzirkulation statt.

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