Frage von LuzifersBae, 331

Ist das die Pubertät oder wirklich meine echte Meinung?

Ich kann mit Religionen mittlerweile NICHTS mehr anfangen, wirklich nichts. Es war in den letzten Monaten ein hin und her aber seit kurzem spüre ich diesen Glauben in mir einfach nicht mehr. Außerdem lebe ich auch nicht mal ansatzweise so, wie es meine Religion von mir verlangt. btw, war Muslima, aber darum geht es ja nicht. Das gilt für alle Religionen und ich finde es gibt schon genug Beweise dass diese einfach nur absurde Geschichten sind und ja es gibt auch zuuu viele Widersprüche. Naja, trotzdem, denkt ihr das liegt an der Pubertät? Das ich halt so reagiere? Oder werde ich einfach reifer und bilde mir eine eigene Meinung? einerseits habe ich aber auch Angst meine Religion zu verlassen, weil ich an das ganze zu sehr gewöhnt bin. Immer kommt so die Frage auf "was wenn es doch die Wahrheit ist" .....

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von charismaticus, 49

Hey :)

Ich finde es sehr spannend und bemerkenswert, deinen gedankenprozess anhand deiner fragen zu beobachten. Deine zweifel, ob du nun gläubig und religiös sein sollst oder nicht, erinnern mich stark an mich selber, als ich noch jünger war.


Ich kann mit Religionen mittlerweile NICHTS mehr anfangen, wirklich nichts. Es war in den letzten Monaten ein hin und her aber seit kurzem spüre ich diesen Glauben in mir einfach nicht mehr.

Schön, dass dir diese einsicht gekommen ist. Alle mir bekannten religionen sind in der tat von vorne bis hinten widersprüchlich und unlogisch. Selbst wenn man an eine art gott glaubt, dann gibt es keinen vernünftigen grund, wieso gott etwas mit den religionen, die die menschheit erschaffen hat, zu tun haben sollte. So wie gott in den religionen beschrieben wird, hat er eindeutige typisch menschliche charaktereigenschaften und außerdem moralvorstellungen, die komischerweise genau in das zeitalter passen, in denen die religion von menschen wie jesus oder mohammed verkündet wurde. Das komplette konstrukt von einem angeblich allmächtigen und barmherzigen gott, der den menschen erst einen freien willen gibt und sie dann mit ewigen höllenqualen dafür bestraft, dass sie sich nicht an sein regelwerk halten, ist der reine schwachsinn. Aber wie ich dir schon einmal geschrieben habe, ist das kein grund, deswegen stumpfen hass auf eine religion zu schieben und deren gläubige grundlos anzufeinden. Das tun nur dumme menschen. Ich kann mit dem islam absolut nix anfangen, aber trotzdem akzeptiere ich den glauben der muslime und gehe sensibel damit um, weil ich weiß, dass diesen menschen ihr glaube wichtig ist.


Außerdem lebe ich auch nicht mal ansatzweise so, wie es meine Religion von mir verlangt.

Das ist gut so, denn religionen fordern ein, dass du praktisch deinen kompletten lebensstil auf sie ausrichtest. Deine alltagsrituale, dein weltbild, deine denkweise und deine moralansichten sind somit fremdgesteuert. Das ist so ziemlich das gegenteil von einem freien und individuellen leben. Ich finde, das ist eine ganz schreckliche vorstellung, wenn man dieses einzige leben das man hat, einer illusion hergibt. Außerdem schränken einen religionen mit all ihren verboten in derart vielen bereichen ein, dass man gerade als junger mensch in seiner selbstentfaltung behindert wird, was sich negativ auf die persönliche entwicklung auswirken kann. Vertraue auf dein eigenes gespür dafür, was richtig und was falsch ist, statt es dir von mittelalterlichen schriften diktieren zu lassen.


Naja, trotzdem, denkt ihr das liegt an der Pubertät? Das ich halt so reagiere? Oder werde ich einfach reifer und bilde mir eine eigene Meinung?

Haha, genau das ist ja die pubertät, dass du reifer wirst und anfängst, dir eine eigene meinung zu bilden ;) Vor ein paar jahren, mit 12 oder 13, wärst du noch gar nicht fähig gewesen, so vielschichtig zu denken. Dafür wäre dein kindliches gehirn einfach noch nicht der lage gewesen. Je älter du wirst, desto weiter wird dein horizont und dein blick. Und so fängst du im idealfall eben an, die dinge, die "höhere autoritäten" (eltern, religionen, lehrer, gesellschaftliche normen) dir vorgeben, zu hinterfragen, statt sie, so wie als kind, einfach als wahr zu akzeptieren. In den nächsten jahren wirst du noch mal ein anderes denkvermögen bekommen. Das ist so, als ob du zuerst nur eindimensional sehen könntest, dann zweidimensional und später eben dreidimensional.

einerseits habe ich aber auch Angst meine Religion zu verlassen, weil ich an das ganze zu sehr gewöhnt bin. Immer kommt so die Frage auf "was wenn es doch die Wahrheit ist"

Das ist nachvollziehbar, denn religion arbeitet mit angst und strafen. Das verleiht ihnen ihre macht. Je strenger und autoritärer eine religion ist, desto mehr macht erhält sie (deswegen ist der islam z.b. weiter verbreitet als der buddhismus). Jonathan swift sagte einmal über religion: "Ihr könnt Menschen durch Gewinn oder Strafen dazu zwingen, dass sie sagen oder schwören, sie glauben, und dass sie so tun, als ob sie glaubten. Aber weiter könnt Ihr nichts."

Aber mal ganz im ernst: Du hast doch selbst erkannt, dass religionen mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit menschengemacht sind. Wovor also angst haben? Wenn es vielleicht 0,2% wahrscheinlichkeit dafür gibt, dass mööööglichweise die religion doch wahr ist - sind es diese 0,2% im vergleich zu den gegenteiligen 99,8% dann wert, dein ganzes leben, das du nur einmal hast, herzuschenken? Befreie dich von solchen gedankenzwängen. Was sind das für lächerliche "sünden", eine voreheliche beziehung zu haben, ein glas wein zu trinken, homosexuell zu sein oder abzutreiben? Sieh einfach zu, dass du mit deinen mitmenschen respektvoll umgehst, halte dich an allgemeine prinzipien wie "was du nicht willst was man dir tu, das füg auch keinem anderen zu" bzw. "meine freiheit endet da, wo die freiheit eines anderen beginnt".. sei einfach im großen und ganzen ein guter mensch, der seinen mitbewohnern auf diesem planeten keinen schaden zufügt. Dann kann dir, selbst wenn es sowas wie einen tag des jüngsten gerichtes geben sollte (was aber ebenfalls absolut unlogisch ist), niemand was. Wenn es einen gott gibt und er wäre tatsächlich so ein kleiner diktator, der mich dafür bestraft, dass ich vor der ehe sex habe, dann ist er es nicht wert, von mir angebetet zu werden. Ganz einfach :D



Kommentar von LuzifersBae ,

Danke für deine tolle Antwort.

Allein aus dem Grund das ich für Kunst eine sehr große Leidenschaft habe, Andersgläubige akzeptiere und respektiere, das ich gegen homosexuelle rein gar nichts habe und keinen Unterschied zwischen Frau und Mann sehe, das ich mich vegan ernähre und auf opferfest sogar einen Hass habe, das ich die Freiheit liebe und das ich schon immer frei war, das ich auf die Jungfräulichkeit s.heisse, würde ich für die meisten muslims in die Hölle kommen also who cares ob ich jetzt nun Muslim bin oder nicht, würde so oder so in die Hölle kommen 😂

Und weißt du, mittlerweile gebe ich nicht mal wert auf solche Kleinigkeiten von wegen "oh guck mal der ist ein jude, ich muss ihn hassen" .. Ich achte nur noch auf die Menschlichkeit. Solange du im Herzen rein bist, ist es mir s.heiss egal wie du aussiehst und an was du glaubst, was für Vorlieben du hast. Ich mein, ist doch deine Sache oder? Du hast genau so Bedürfnisse wie ich, du willst genau so viel leben wie ich, das Leben genießen wie ich. Es sollte niemanden etwas angehen was der andere tut - solange er dabei niemanden schadet. Bei vielen religiösen Menschen kommt dies leider nicht an und sie hassen sich einfach gegenseitig. Es ist zu viel Hass in solchen Menschen. Zu viel Dummheit, tut mir leid aber ist so. Je mehr ich versuche solche Dinge religiösen Menschen (meiner Familie zB) zu erklären, desto mehr bin ich die "böse" die zu viel nachdenkt und nicht an ihren Traditionen hängenbleibt. Traurig sowas ^^

Kommentar von charismaticus ,

Da kann ich dir in allem, was du geschrieben hast, nur zustimmen :) Wirklich schön zu sehen, dass du zu diesen erkenntnissen gekommen bist. Ich hoffe, dass du, was das angeht, standhaft bleibst. Es wird vielleicht momente geben, (vor allem die momente, in denen es dir schlecht geht und in denen du nach hoffnung und nach der hilfe von jemand allmächtigem suchst) in denen du doch wieder denkst, gläubig bzw religiös sein zu müssen. Ich glaube aber, dass dein verstand dafür letztlich zu scharf ist und dass deine gesunden zweifel an religiösen konstrukten zu groß sind, als dass du einen "rückfall" kriegen könntest.

Passend zum thema fällt mir gerade ein video ein, das mich sehr zum nachdenken angeregt hat: https://www.youtube.com/watch?v=MZgtDHDHWcs Ich habe das buch, von dem in dem video die rede ist, gelesen. Es ist wirklich faszinierend und zeigt, wie glücklich man ohne religion und gottglauben sein kann :)

Antwort
von Merkantil, 15

Hallo,

Deine Frage berührt mehrere Ebenen.

Zuerst mal die Pubertät: Die Pubertät ist die Lebensphase zwischen Kindheit und Erwachsenensein, in der man die Lebensaufgabe zu bewältigen hat, sich auf den verschiedensten Ebenen von bisherigen Bindungen zu lösen und seinen ganz eigenen Weg zu finden. Aus Deinen Fragen hier auf dieser Plattform läßt sich entnehmen, daß Du diesen Prozeß sehr bewußt durchlebst. (Du könntest ja stattdessen auch ganz unreflektiert in die neue Lebensphase schlittern.) Da sich in Deiner inneren Entwicklung in den letzten Wochen und Monaten sehr viel getan hat, ist auch noch nicht abzusehen, wieviel sich für Dich auch weiterhin noch in der nächsten Zeit verändern wird: Geh genauso offen in die Zukunft, wie Du die letzte Zeit durchlebt hast.

Dann die Religion: Jede Religion hat verschiedene Aspekte, die zwar irgendwie alle miteinander zusammenhängen, die man aber auch separat betrachten kann. Da ist zuerst einmal der spirituelle Aspekt, also der Glaube an ein höheres Wesen, Gott, oder Allah, oder wie man dieses Wesen auch immer nennen mag. Ihm werden verschiedene Eigenschaften zugeschrieben, wenn man daran glaubt, nämlich allmächtig, absolut gut (entweder gnädig oder auch voll von harter Gerechtigkeit), außerhalb von Raum und Zeit stehend, Schöpfer der ganzen Welt, von jedem Gläubigen im Gebet persönlich erreichbar, und wie die ganzen Zuschreibungen (die von Religion zu Religion etwas voneinander abweichen können) noch lauten mögen. Auch sehr gläubige Menschen sehen sich in einem Dilemma, weil sich bestimmte Widersprüche (z.B. das Theodizee-Problem) rational kaum schlüssig lösen lassen. Nach hartem Ringen mit Dir selbst bist Du vom Glauben an ein solches Wesen (in Deinem Fall Allah) abgekommen.

Eine weitere Ebene sind die verschiedenen theologischen Auslegungen einer Religion sowie der jeweilige kulturelle Überbau, der von außen in die jeweilige Religion hineingetragen worden ist. Wenn man daran denkt, daß im Mittelalter der damalige Islam eine viel tolerantere, weltoffenere und rationalere Ausprägung lebte als das damalige Christentum und auf diese Weise einen reichen Schatz an philosophischem Kulturerbe der griechischen Antike für die nachkommenden Generationen in Europa rettete und konstruktiv aufarbeitete, so sieht man, daß vieles von dem, was heute im konkreten Leben vieler Muslime als besonders engstirnig und mit unserem liberalen mitteleuropäischen Denken nicht vereinbar erscheint, gar nicht zm Kernbestand dieser Religion gehört: Ich will jetzt die ganzen Kleidungs- und Ernährungsvorschriften, Fragen zur Beschneidung, zur Sexualmoral und zum Verhältnis der Geschlechter untereinander, und was da sonst noch alles relevant ist, gar nicht im einzelnen aufdröseln; da kennst Du Dich sicherlich besser aus als ich. Deshalb ist es nur konsequent, wenn Du mit dem ganzen Gottesglauben gleich auch diese (der Religion künstlich übergestülpten) Verhaltensvorschriften über Bord wirfst.

Ist damit die ganze Religion vom Tisch, oder bleibt da noch ein kleiner, aber wesentlicher Rest? Du beziehst Dich in einer Deiner Antworten sehr positiv auf den Islam:
http://www.gutefrage.net/frage/was-hat-mein-hund-als-er-gestorben-ist-gedacht#an...

Gilt die ethische Seite Deiner Religion für Dich jetzt nicht mehr? Ich würde Dir empfehlen, nicht das Kind mit dem Bade auszuschütten, sondern zu schauen, was an Deiner früheren Religion positiv und konstruktiv war (ich nehme an, daß das irgendwelche ethische Grundsätze sind), und das für Dich beizubehalten, auch wenn Du Dich vom Glauben und von unnötigen Verhaltensvorschriften getrennt hast.

Ich kenne das aus dem Christentum: Es gibt einige ausgeprägte Atheisten, die dennoch den christlichen Grundsatz der Nächstenliebe und einige der 10 Gebote weiterhin als hilfreiche ethische Richtschnur betrachten und entsprechend befolgen, obwohl sie den Gottesglauben und übertriebene moralische Forderungen abgelegt haben. Vielleicht ist eine solche Haltung ja auch dem Islam gegenüber möglich.

Zu Deiner Familie: Es ist natürlich eine Gratwanderung, wie Du Dich ihnen gegenüber unter den neuen Voraussetzungen verhältst. Wenn es geht, versuche sie nicht total vor den Kopf zu stoßen. Du mußt ihnen ja nicht alles erzählen, was in Dir vorgeht. Du schilderst Deine Eltern zwar als sehr streng; aber nach allem Verhalten, was Du bisher gezeigt hast, nehme ich an, daß es türkische Eltern in Deutschland gibt, die in einer solchen Situation noch viel strenger mit ihren jugendlichen Töchtern umgehen würden. Ich habe den Eindruck, daß es für Dich mit etwas Fingerspitzengefühl schon einen Weg geben wird, Dich auch unter den neuen Voraussetzungen irgendwie mit Deinen Eltern zu arrangieren, ohne Dich dabei allzusehr verbiegen zu müssen.

Einen schwieriger Punkt dürften Deine Pläne darstellen, nach Abschluß der Schule in die Türkei zu gehen, dort im künstlerischen Bereich zu studieren und parallel dazu dort an Schönheitswettbewerben teilzunehmen. Ich freue mich zwar, daß Du Dich trotz Deiner Abwendung vom ererbten Glauben trotzdem noch so dem Land verbunden fühlst, in dem Deine Wurzeln liegen. So, wie sich die Politik der türkischen Regierung momentan entwickelt, scheinen mir Deine Pläne doch keine so gute Idee zu sein. Ich könnte mir vorstellen, daß Du mit Deiner Offenheit, Deiner Lebensart, Deinem Drang nach Geschlechtergerechtigkeit und Deiner Entfernung von Deinem ursprünglichen Glauben dort keinen leichten Stand hättest. Und ich sehe auch keine Chance, daß sich die Lage in den nächsten Jahren zum Positiven wenden könnte.

In der Situation des Putsches stand die Türkei vor der Wahl, sich „zwischen Pest und Cholera zu entscheiden“. Zwar ist es erfreulich, daß es nicht zu einer erneuten Militärdiktatur gekommen ist; aber ob die Wendung, die die Entwicklung seither genommen hat, nun viel besser ist, wage ich zu bezweifeln, besonders, wenn es Menschen wie Dich betrifft. Solange Du noch in Deutschland bist, kannst Du Dich noch vor dieser Gefahr bewahren. Lebst Du aber mal in der Türkei (und wenn auch nur zum Studium), sehe ich Dich in großer Gefahr. (Solltest Du mal als Touristin Deine Verwandten dort besuchen, dürfte das für Dich weniger gefährlich sein, zumal Du sicherlich auch einen deutschen Paß hast.)

Kommentar von LuzifersBae ,

Die letzten Sätze haben mit meiner jetzigen  Frage nichts zutun aber trotzdem vielen dank für deine Antwort ^^

Klar, die guten Seiten von Islam werde ich jetzt nicht komplett vergessen. Ich nehme eher die moralischen Dinge auf, was Jungfräulichkeit, opferfest (bin vegan), "Hass" auf Künstler etc angeht, darauf kann ich echt gerne verzichten .. Und ein gutes Verhalten hat eher mit Menschlichkeit und das Herz an sich zutun. Ich finde dass ich gewisse Menschlichkeit, Nächstenliebe etc besitze und das hat mir auch teilweise(!) meine Religion beigebracht, aber wie gesagt, es gibt auch welche die auf Muslim tun, aber den Islam nicht verstanden haben und einfach ein unreines Herz besitzen.

Was Gott angeht, Gott ergibt für mich ehrlich gesagt null Sinn. Wirklich null. Egal wie ich das betrachte, egal wie sehr ich versuche an den Islam zu glauben und zu lieben, es funktioniert einfach nicht mehr und ich WILL es auch NICHT mehr.  

Kommentar von Merkantil ,

Das ist Dein gutes Recht, es nicht mehr zu wollen, zumindest in einem Staat wie Deutschland.

Und deshalb habe ich meine letzten Sätze auch noch mit hinein gepackt, weil ich die Befürchtung habe, daß man Dir dieses Recht in einem Staat wie der Türkei, falls es so weiter geht wie bisher, verwehren könnte.

Schön wäre es natürlich, wenn ich damit unrecht hätte.

Antwort
von Lazybear, 67

Also da du die religion kritisch hinterfragst, wie sieht es mit den beweisen aus, etc. etc. Ist das natürlich lobenswert und hängt einfach mit deiner intelligenz zusammen und ist auf jedenfall korrekt, egal wovon das kommt, denn die Pubertät lässt dich ja zum erwachsenen reifen und ist sicherlich mit verantwortlich für deine kritische haltung, aber wie schon gesagt, hinterfragen ist ein zeichen von intelligenz! Was deine gewöhnung angeht, bleib bei dem was dir spaß macht und lass dich davon aber nicht beherrschen! Ich zb bin nicht gläubig, freue mich aber über einen Weihnachtsbaum, weil ich das als kind hatte, für mich hat der baum aber keinerlei zur religion verpflichtenden drang... Lg

Antwort
von baehrchen2, 108

Dieses hin und her hatte ich zwar nicht in der Pubertät, sondern erst Anfang 30 und ich bin auch christlich getauft, aber am Ende meiner hin und her Phase hab ich mich dann auch für "nein" entschieden. Mir geht es wesentlich besser mit dem Glauben an keinen Gott, so muss man viel weniger oft anklagend "warum" fragen. Keine Ahnung, ob du dich am Ende für oder gegen Gott entscheidest, ob du mehr Trost im Glauben oder mehr im Nicht-Glauben findest, ich finde es wichtig, dass deine Entscheidung auf Gedanken basiert, die du dir selbst gemacht hast, und nicht auf den nie in Frage gestellten Werten, mit denen du in deiner Familie oder in deiner Kultur aufgewachsen bist.

Antwort
von MagicalMonday, 105

Deine Meinung ist immer deine echte Meinung. Ob du sie später wieder änderst, oder woher sie auch kommt, jetzt im Moment ist es deine echte Meinung.

Dein Glaube ist zunächst mal deine eigene Angelegenheit. Wie heißt es so schön: "Die Gedanken sind frei." - Niemand kann dich dazu zwingen, von etwas überzeugt zu sein. Ich finde es jedenfalls begrüßenswert, dass du dir deine eigenen Gedanken machst. Egal, was am Ende dabei heraus kommt.

Außerdem kannst du die Brauchtümer deiner Religion doch weiterhin befolgen, wenn du sie schön findest. Ich feiere z.B. auch Weihnachten, mag Kirchen und Predigten, obwohl ich nicht an Gott glaube.

Kommentar von LuzifersBae ,

Ich auch :) habe sogar früher als Muslima Kirchen besucht, einfach weil mir die Ästhetik gefallen hat(manche Kirchen sind echt pure Inspiration wenn man die Architektur mal genau betrachtet) und ich mich allgemein für andere Religionen interessiert habe.

Antwort
von BordLord2001, 85

Ich denke es ist Das Alter,
In den Jungen Jahren hat man noch vieeel Fantasie da glaubt man auch an Gott,
Ich hab auch an Gott geglaubt bis ich 12 wurde.
Bin jetzt schon 15. Glaube immer noch nicht wieder dran

Kommentar von LuzifersBae ,

Bin 16 und erst seit 6 Monaten denke ich so. Davor war ich auch nicht die beste Muslima die alles richtig gemacht hat aber naja.

Antwort
von Seanna, 158

Die Zweifel sind in etwa dasselbe wie bei Kindern die glauben es passiert was schlimmes wenn sie auf Fugen treten. Selber Mechanismus.

Und du wirst einfach erwachsen und bildest dir deine eigene Meinung. Ist doch gut. Atheismus ist durchaus eine Option.

Antwort
von naaman, 30

Der Gesetzgeber sieht vor, das du dir ab dem Vollendeten des 14. Lebensjahres deine Religion selbst wählen darfst. Dazu gehört auch sie zu verlassen.

Das ist aber nur die Rechtlichen Seite. Du soltest dir deine eigene Meinung Bilden können und das kann man mit 15 schon. Schwierig wird es aber dann, wenn man nur aus Tradition bei einer Religion bleibt. Das sollte aber nicht der Grund für eine Religion sein.  

Antwort
von Dichterseele, 82

Ja, das ist der Schritt aus der Kindheit heraus.

Als "pubertäre Trotzreaktion" würde ich Deine Gedanken nicht werten.
Allerdings wirkt die reife Erkenntnis, dass wir selbst (mit)verantwortlich sind, was auf der Welt und in unserem Leben passiert, wie der erste Sprung ins Wasser - wir müssen schwimmen lernen...

Die meisten Menschen klammern sich an einen Strohhalm namens Glaube und gehen damit unter oder werden zufällig irgendwohin gespült.

Statt an einen 'Gottvater' zu glauben, der uns belohnt oder bestraft, sollten wir besser Erkenntnisse suchen und vernünftig danach handeln.

In den meisten Fällen wird unser Handeln dann dem entsprechen, was viele Propheten als Gebote aufschrieben - das waren letztendlich Philosophen, die ihre Intuitionen als göttliche Eingebungen interpretierten und auch einige fragwürdige Behauptungen aufstellten, die man nicht in religiösem Wahn auf die Waagschale legen sollte. Nobody is perfekt...

Antwort
von metalhead998, 92

Wechsel zum Satanismus. Dann hast du immer noch einen Glauben, aber glaubst nicht wirklich an einen Gott. Deinem Namen nach willst du eh zu uns gehören.

Kommentar von LuzifersBae ,

Satanismus fand ich mal interessant und irgendwie süß, keine Ahnung :D aber ich finde sowas ist total intim und etwas worüber man wirklich lange und tief nachdenken sollte. Das geht nicht heute auf morgen, ich will, falls ich wieder konvertieren sollte, es total ernst meinen und meine Religion dann auch ernst nehmen. Wobei ich Satanismus nicht wirklich direkt als 0815 Religion bezeichnen würde.

Kommentar von leckelleis ,

CRINGE

Kommentar von metalhead998 ,

Beim Satanismus trittst du auch niemandem bei. Du lebst dein Leben und glaubst, was du willst, ich glaube auch nur an mich und male kein Zeug an meine Wände oder schlachte Schafe.

Kommentar von LuzifersBae ,

Satanismus ist sogar eine harmlose Religion bzw die harmloseste, finde ich. Nicht mal ansatzweise so, wie sie in den Medien etc dargestellt wird. Traurig sowas, aber was solls, solange wir uns bilden und Menschen dabei helfen sich zu bilden, sollte man auf Vorurteile s.heissen. :)

Antwort
von LibertyFire, 53

Bleib frei im Verstand und nehme die Weltanschauung an, die dir am plausibelsten ist. Und lass dich von den Salafisten, die es auch hier auf gf.net gibt, und deren Höllendrohungen nicht einschüchtern, du bist denen intellektuell um Welten überlegen  ;)


Antwort
von AaronMose3, 117

Oder werde ich einfach reifer und bilde mir eine eigene Meinung?

Genau das ist es !

Alles auf die Pubertät zu schieben, ist nicht wirklich Sinnvoll.

Du wirst reifer und merkst das die Geschichten die dir dort verkauft werden für dich keinen Sinn ergeben, und die Angst das es doch "Die Wahrheit" sein könnte, ist das Überbleibsel deiner religiösen Indoktrination.

Das ist absolut nichts schlimmes und sogar gut. Du verwendest endlich deinen eigenen Verstand, anstatt dir alles vorkauen zu lassen. 

Ein Atheist würde jetzt vermutlich sagen, das du dich auf einem sehr guten Weg befindest.

Da ich aber keiner bin, rate ich dir lieber dazu, weiterhin die Augen offen zu halten und selbst zu recherchieren. Mach dir ein eigenes Bild und behalte immer eine kritische Sicht auf die Dinge. 

Du wirst deinen Weg finden, mit oder ohne Gott. Und ja, es gibt auch Menschen die ein sehr schönes Leben leben, ohne sich 5mal am Tag auf die Knie zu werfen und Allah anzubeten ;-)

Kommentar von LuzifersBae ,

Ich wünschte alle religiöse Menschen würden so denken wie du. Egal ob Atheist oder religiös, ich mag es nicht wenn man mir sagt, was richtig oder falsch ist. Ich entscheide dies selber, solange ich dabei niemanden schade.

Aber weißt du genau so denke ich auch. Egal ob wir glauben oder nicht, jeder riskiert irgendwas. Bist du Muslim, kommst du für den Christen in die Hölle. Bist du Christ kommst du für den Muslim in die Hölle usw usw usw .... Und uns Ungläubigen versichert auch niemand dass es Gott nicht gibt. Deshalb sind Diskussionen über Religionen so sinnfrei, da niemand wirklich weiß, was richtig oder falsch ist. Was so DIE WAHREIT ist. Naja, danke für deine Antwort:)

Kommentar von AaronMose3 ,

Aber weißt du genau so denke ich auch. Egal ob wir glauben oder nicht, jeder riskiert irgendwas. Bist du Muslim, kommst du für den Christen in die Hölle. Bist du Christ kommst du für den Muslim in die Hölle usw usw usw

Aus diesem Grund bin ich auch Buddhist geworden :)

Als Buddhist mache ich keine Aussage darüber was richtig oder falsch ist. Im Buddhismus wird keiner bestraft nur weil er was anderes denkt. 

Menschen werden akzeptiert und vollkommen toleriert. 

So sagte Buddha:

Wenn deine Religion voraussetzt das du andere Menschen hassen musst, dann brauchst du eine neue. 

Und uns Ungläubigen versichert auch niemand dass es Gott nicht gibt. 

"Ungläubig" ist so ein Unschönes Wort. Ich bevorzuge eher sowas wie Bekenntnisslos.

Aber wie auch immer. Du hast natürlich recht. Aber man muss lernen zu akzeptieren, das es keine absolute Antwort gibt. Die wird es vermutlich auch niemals geben.

Deshalb sind Diskussionen über Religionen so sinnfrei, da niemand wirklich weiß, was richtig oder falsch ist.

Exakt. Ich diskutiere trotzdem ^^Nicht, weil ich denke es wäre sinnvoll, sondern weil ich den Eindruck habe, ich könnte von anderen lernen. Außerdem möchte ich ja niemanden was aufdrängen, von daher sollte das auch funktionieren.

Naja, danke für deine Antwort:)

Kein Problem ^^ Und denk dran, immer schön kritisch bleiben ;-)

Antwort
von serdom, 29

Du stellst diese Frage an einem plattform, wo jeder gegen eine Religion ist.
Um eine Person zu mögen oder zu lieben, muss man diese zuerst kennenlernen und einiges mit der Person austauschen, stimmts? Genau so ist es auch mit deiner Religion, du kennst sie überhaupt nicht, wie willst du sie lieben?
Zum Beispiel ,wenn ich dir sage erzähl mir was über Allah, wieviel kannst du mir von ihm erzählen?

Kommentar von LuzifersBae ,

Wo kannst du aus den Antworten die ich zur meiner Frage bekommen habe Hass gegen den Islam lesen? Von 15 antworten höchstens bei 3, und dazu habe ich auch in den Kommentaren meine Meinung abgegeben. Für mich ergibt vieles im Islam und auch in anderen Religionen keinen Sinn. zB die 7 Männer die angeblich 300 Jahre geschlafen haben weil sie verfolgt wurden, oder dass Mohammed den Mond in 2 Hälften geteilt hat oder das er aus einem Tuch oder so etwas eine Katze erschaffen (?) hat, oder das Jesus überm Wasser gelaufen ist und tote erwecken konnte, ist alles für mich nicht realistisch. Wissenschaft geht für mich immer vor und allein der Beweis dass Dinosaurier mal gelebt haben, beweist das die Religionen nicht der Wahrheit entsprechen. Somit wurde auch für mich bewiesen dass Religionen nichts weiteres als Geschichten sind. Ich spreche natürlich für mich, fühl dich nicht angegriffen, wenn du Muslim bist, dann sei Muslim, ich habe Respekt davor. Ich will etwas mächtiges der uns erschaffen hat NICHT(!) verleugnen, dennoch kann ich mit Religionen nichts mehr anfangen.

Kommentar von LuzifersBae ,

Und woher willst du wissen dass ich meine Religion nicht kenne? Wieso gehst du davon aus? Kennen heißt also für dich direkt Sympathie für etwas empfinden? Ergibt keinen Sinn. Und doch, ich habe früher sehr oft gebetet, habe 3 türkische Bücher über den Propheten Mohammed gelesen und bin auch immer zu Moschee gegangen + hab auch mit meiner Mutter ab und zu Quran gelesen.

Kommentar von serdom ,

Guck mal ich bin ehrlich mit dir. Wenn du eine Antwort auf deine Fragen suchst dann stell sie einem gelehrten oder in einem islamischen Plattform. Es gibt eine Antwort auf all deine Fragen, jedoch kann man die so auf die schnelle schriftlich nicht beantworten. Wenn du türkisch kannst freut mich das, ich kann dir ein paat youtubekanäle empfehlen "sözler köskü" "cay house" "hayalhanem" , da wird alles extrem gut erklärt auf wissenschaftlicher basis, genau so wie du es dir wünschst :)

Kommentar von Mark1616 ,

Guck mal ich bin ehrlich mit dir. Wenn du eine Antwort auf deine Fragen suchst dann stell sie einem gelehrten oder in einem islamischen Plattform.

Es ist wohl kaum möglich eine kritische Antwort zu bekommen, wenn man die Frage auf einer Plattform stellt, auf der kein einziger sich überhaupt traut kritisch über das Thema der Frage zu sprechen.

Kommentar von LuzifersBae ,

Antworten auf meine "Fragen" suche ich gar nicht, da ich keine habe. Sich eine eigene Meinung zu bilden, heißt nicht das man Unwissend ist. Und ich vertraue einem Wissenschaftler (bei dem ich auch weiß das er ein Wissenschaftler ist) mehr, als einem der nur spricht, seine Meinung äußert und mir versucht seine Religion zu erklären. Und ich habe mich schon über die Wissenschaft im Islam erkundigt, viele der Dinge ergeben für mich ebenfalls keinen Sinn :D bzw sind halt Dinge die jeder weiß und Dinge die sogar die Griechen Römer etc schon vorher alles rausgefunden haben.

Antwort
von sirahHD, 78

Zunächst spielt es keine Rolle was du für eine Religion hast.

Wenn du sowieso nicht überzeugt bist, dann ist es ja egal ob du dich Muslima nennst oder nicht.

Es gibt viele Menschen die in der Pubertät erst von der Religion wegkommen und dann wieder zu ihr finden. Aber es gibt auch Leute, die in der Pubertät den Glauben entdecken, und im Erwachsenenalter sich davon wieder entfernen.

Du musst deinen eigenen Weg finden. Wenn du die Befürchtung hast, dass du die Wahrheit übersiehst, dann suche nach Antworten.

Du bist jung und kannst forschen. Mach ich dich über jeden Glauben schlau. Siehst du Islam Widersprüche, dann suche nach Antworten. Solange du nicht selbst überzeuget bist, bringt es dir nichts.

Sei aber nicht so stolz und blind, dass du dich in jungen Jahren auf eine Meinung festlegst. Man kann sich immer irren. Daher versuche einfach weiter zu lernen und zu forschen. Du wirst schon deinen Weg finden.

Btw. Bevor Leute fragen. Ja bin Moslem. Und deine entdecken Widersprüche würden mich auch interessieren.

Kommentar von LuzifersBae ,

mir geht es auf die Nerven das man schlecht über Pärchen spricht aber es im Islam erlaubt ist 4 Frauen zu heiraten.

Ich bin zu feministisch eingestellt für diese Religion. Und nein gegen bedeckung habe ich nichts, finde es sogar schön (falls du das jetzt von mir denkst) ... Außerdem liebe ich auch die Kunst, ich bin was Kunst an geht sehr seeehr leidenschaftlich und im Islam ist auch Kunst nicht so gerne angesehen. Und Widersprüche sind zB, das Mohammed den Mond in 2 geteilt hat oder das er aus einem Tuch oder so etwas eine Katze erschaffen(?) hat. Oder das ihm ein Spinnennetz bzw eine Spinne oder sowas gerettet hat. Oder die Brüder die 300 Jahre geschlafen haben und dann wieder aufgewacht sind. Oder die Adam und Eva Geschichte. Das alles ergibt für mich einfach keinen Sinn.

Antwort
von Cybernout147, 58

Ich denke, du bildest dich einfach nur weiter, hinterfragst, siehst es kritisch...Das bedeutet einfach nur, dass du nicht leichtgläubig bist. Mehr nicht. 

Zum Thema, die Wahrheit:

Es gibt so unglaublich viele Religionen und damit vollkommen unterschiedliche Lebensweisen, wieso soll denn unbedingt diese Religion (Islam) die Wahrheit sein? Das behaupten alle. Ob Christen, Juden, Muslime, Hinduisten, Scientologen, Zeugen Jehovas etc. etc. All diese Glaubensrichtungen, heben sich letzt endlich nicht voneinander ab. Jede Religion hat ihre Propheten, Heiligen, einen oder mehrere Götter und auch Prophezeiungen. Würdest du mit dem Christentum oder Judentum aufwachsen, würdest du da auf die Wahrheit pochen, es ist immer das Gleiche Spiel.

Viel Glück und alles Gute.

Antwort
von Froid19, 110

Ich denke es ist normal ,dass man anfängt alles zu hinterfragen. Du wirst dir deine Meinung schon bilden. Wie die Aussieht kannst du ja entscheiden.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community