Frage von Blackoutd, 103

Ist das Bildungssystem abwegig?

Hi,

Hab mir mal Gedanken darüber gemacht und festgestellt, dass es doch sinnvoller wäre, jemanden nach seinen Interessen/Stärken und Talenten zu fördern. Versteht mich jetzt nicht falsch. Ich will nicht damit sagen, dass in der Schule alles unnötig ist, wie es ja manche Jugendliche machen. Bsp. meinen ja viele, dass Religionsunterricht unnötig wäre. Das meine ich nicht. Ich meine eher, dass man in allen Fächern zumindest ein Allgemeinwissen benötigt. Mathe z.B. Plus, Minus, Geteilt, Mal, Prozentrechnen etc. Das muss alles sitzen. Aber wenn jemand später nicht irgendwie theoretischer Physiker oder Professor in Mathematik oder generell ein Mathematiker werden will, weswegen benötige ich dann hochkomplizierte Formeln? Religionsunterricht ist ebenfalls wichtig. Man sollte zumindest wissen, dass es die und die Religionen gibt. Damit man sich ein Bild darüber machen kann. Aber es dann zu vertiefen finde ich schon wieder unnötig Natürlich wieder nur, wenn man später nix mit Religionen machen will. Gleiche gilt für Chemie. Jeder sollte zumindest wissen, dass alles aus Atomen besteht etc. Jemand, der später kein Chemiker werden will, braucht meiner Meinung nach nicht zu wissen, wie diese ganzen Formeln funktionieren. Könnte ich jetzt bei jedem Fach so sagen. Also es kommt natürlich drauf an, was man später machen will. Die Schule bereitet ja einem aufs Berufsleben vor. Denn selbst Bill Gates wurde teilweise vom Unterricht freigestellt, damit er seinen Interessen und Stärken näher nachgehen kann. In Wikipedia kann man das nachlesen: "wurde zur Förderung seiner Interessen teilweise vom Mathematikunterricht freigestellt." Wenn jemand später Mathematiker werden will und Mathe ihn so sehr interessiert, sollte es doch für denjenigen kein Problem sein, die ganzen komplexeren Formeln auswendig zu lernen. Einerseits würde es ihm Spaß machen und andererseits würde er für das Berufsleben vorbereitet werden. Selbst wenn er später mal irgendwie eine Formel braucht, bsp für Chemie (was ich bezweifle) dann könnte man es in dem heutigen Zeitalter (Internet, Smartphone...) schnell finden. Noch ein Beispiel: Biologie. Man sollte wissen, das es Zellen gibt und Vitamine usw. Aber es dann so extrem zu vertiefen wie was sind Synapsen wie arbeiten sie wie funktionieren sie ist, meiner Meinung nach, für jemand, der später kein Biologe werden will, unnötig. Was haltet ihr davon? Sind meine Gedanken halbwegs gerechtfertigt?

MFG

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Grimwulf78, 38

Hi Blackout und danke für Deine gute (!) Frage.

Du brauchst für Gedanken auch keine Rechtfertigung. Die sind zum Glück noch frei.

Die Alternativen gibt es schon. Sie werden vom Mainstream aber immer etwas belächelt. Die Industrie und Wirtschaft will funktionsfähige Arbeitsdrohnen und die Politik und Konsumwirtschaft will unreflektierte Milchkühe, die ihnen jeden Mist abkaufen ohne Fragen zu stellen. Dir werden also die Informationen vermittelt die Du benötigst um innerhalb des Systems produktiv oder sonstwie "nützlich" zu sein.

Wir waren da schon mal weiter. In den 60/70ern gab es eine starke humanistische Strömung in der Pädagogik. Der Kerngedanke der Humanisten liegt in der Aufklärung. Da geht és darum den Menschen dazu in die Lage zu versetzen, "sich mithilfe seines eigenen Verstandes aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit zu befreien" (sinngemäß Immanuel Kant).

Die Grundannahme besteht, wie Du völlig richtig erkannt hast, darin, dass man den Schülern nur beibringen muss ihren Verstand selbstständig zu gebrauchen. Alle Informationen die sie dann für bestimmte Tätigkeiten benötigen können sie sich dann aneignen, da sie ja in der Lage sind ihren eigenen Verstand zu gebrauchen.

Unsere Regierenden haben dann gemerkt, dass kritische Wähler und kritische Konsumenten ganz schön nerven. Deshalb wird das mit dem selbstständigen Denken heute nicht mehr so vorangetrieben.

 

Heute haben die Technokraten wieder die Oberhand. Aber es gibt sie noch:

Montessori-Kindergärten: https://de.wikipedia.org/wiki/Montessorip%C3%A4dagogik

Schüler-Schule: https://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%BClerschule_(Privatschule)

Waldorf-Schulen: https://de.wikipedia.org/wiki/Waldorfschule

Summerhill: https://de.wikipedia.org/wiki/Summerhill

... u.v.m.

der Oberbegriff ist Reformpädagogik.

https://de.wikipedia.org/wiki/Reformp%C3%A4dagogik

 

Alles Gute und bleib skeptisch! ;)

Kommentar von Kuhlmann26 ,

... dass man den Schülern nur beibringen muss ihren Verstand selbstständig zu gebrauchen.

Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen. ... dass man ihnen nicht im Weg stehen darf, wenn sie Ihren Verstand gebrauchen (Das sie Ihn dann selbstständig gebrauchen, versteht sich von selbst.).

Es gibt eine Langzeituntersuchung von der Sir Ken Robison im Film "Alphabet" erzählt. Danach kommen 98% aller Neugeborenen hoch begabt (nicht hochbehabt) zur Welt. Wenn diese Menschen 25 Jahren alt sind, sind es noch 2 Prozent. Mit "hoch begabt" war folgendes gemeint: Man hat überprüft, wie eigenständig Menschen an die Lösung einer Aufgabe herangehen. Und der prozentuale Anteil derjenigen, die das tatten nahm von Überprüfung zu Überprüfung ab. K. Robison stellt die These auf, dass dies an der Ausbildung - dazu zählt auch die Schulausbildung - liegt.

Kommentar von Grimwulf78 ,

Grauenhaft, oder? So viel Potential so sehr verschwendet ...

Kommentar von Grimwulf78 ,

Der Film steht jetzt übrigens auf meiner Agenda. Danke für den Tipp!!

Antwort
von ArnoldBentheim, 25

Die Schule bereitet ja einem aufs Berufsleben vor.

Das ist ein eklatantes Fehlurteil!

Die Aufgabe der Schule ist es, den Schülern eine allgemeine Bildung zu vermitteln und sie in die wesentlichen, zugleich vielfältigen kulturellen Errungenschaften der Menschheit einzuführen. Auf dieser der Orientierung dienenden Grundlage sollen die Schüler persönliche Interessen entwickeln, die sie freilich auch für ihren beruflichen Weg, in erster Linie aber für die Gestaltung ihres privaten Lebens nutzen können und sollen. Das "Leben" ist nämlich in erster Linie dazu da, Persönlichkeit zu entwickeln und Freiheiten zu leben. Der "Beruf" dient allenfalls dazu, die materiellen Grundlagen dafür zu erwirtschaften. Der Grundsatz lautet: man arbeitet, um zu leben, man lebt nicht, um zu arbeiten. Leider entwickelt sich dieser Grundsatz immer mehr in die falsche Richtung, was aber nicht der Schule anzulasten ist, die dieser Fehlentwicklung auch keinesfalls Vorschub leisten darf!

Aber es dann zu vertiefen finde ich schon wieder unnötig

Im Grunde ist selbst das, was den Schülern heute als vermeintlich "vertieftes" Fachwissen vermittelt wird, immer weniger ausreichend, ja, es fehlt oft selbst an elementarem Grundwissen und geläufigen Kulturtechniken! Als ein Beispiel sei auf diesen Artikel hingewiesen:  http://www.derwesten.de/politik/unis-beklagen-fehlende-kompetenz-bei-abituriente...

... dass es doch sinnvoller wäre, jemanden nach seinen Interessen/Stärken und Talenten zu fördern.

Für manche besonders begabte Schüler sollte die "Talentförderung" ohne Frage bereits während der Schulzeit ansetzen. Das aber kann die Schule kaum leisten, weil ihr die für das Bildungswesen zuständige Politik die dafür notwendigen Voraussetzungen nicht zugestehen will - aus einem einzigen Grunde: diese Voraussetzungen kosten zusätzlich Geld!

Aber es gibt vorallem die durchschnittlich begabten Schüler, die auch Interessen, Stärken und Talente entwickeln und besitzen, die sich freilich etwas langsamer entfalten. Private und berufliche Ausbildungsmöglichkeiten können diese Talente usw. ebenso fördern und vertiefen wie ein von Interessen und Fähigkeiten und nicht allein von materiellem Denken motiviertes Studium.

Ist das Bildungssytem abwegig?

Nein, aber verbesserungswürdig ist es durchaus!

MfG

Arnold

Kommentar von Blackoutd ,

Du hast mich glaube ich nicht verstanden... Ich meine auch kein Studium als "vertiefen" Lies mal genauer. Ich sage nicht, dass alles unnötig ist. 

Kommentar von ArnoldBentheim ,

Was in der Schule gelehrt wird, hat mit "Vertiefung" nichts zu tun, sondern ist ein unerlässliches Minimum. Deine Darstellung ist also falsch. Die "Vertiefung" fängt erst im Studium, allenfalls in der Berufsausbildung - je nach Schulform - an.

Kommentar von Blackoutd ,

Nein, deine Anschauung ist falsch. Binomische Formeln brauche ich nicht, wenn ich einkaufen gehe. Mathe brauche ich nur die Grundkentnisse. Plus Minus geteilt etc. Funktionen, Integral Rechnung und Binomische Formeln braucht kein Mensch. Und die Behauptung: Irgendwann brauchst du es ja. Ist das absurdeste was ich bei manchen hier lesen muss.

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Auf dieser der Orientierung dienenden Grundlage sollen die Schüler persönliche Interessen entwickeln, ...

Was ist das für eine Gedankenwelt? Hast Du Dir schon mal überlegt, dass jeder Mensch seine persönlichen Interesse findet, auch ohne das er soll? Und das es am Sollen liegt, wenn er sie nicht findet?

Antwort
von baindl, 42

Man weiß eben nie, wie sich das spätere Leben, Interessen, berufliche Anforderungen entwickeln wird.

Da ist eine möglichst umfangreiche Ausbildung einfach norwendig.

Ich habe mir als Schüler auch nicht vorstellen können, warum man z.B. Winkelfunktionen, Literaturkenntnisse usw. im späteren Leben brauchen sollte.

Braucht man aber.

Lies Dir aber auch mal diesen Brief durch:

http://www.zeit.de/2011/22/DOS-G8/komplettansicht

Ich denke, das sollte auch nachdenklich stimmen.

Kommentar von Blackoutd ,

Soll ich mir jetzt alles durchlesen? Und ich glaube, du hast meine Frage nicht richtig gelesen. Ich sage NICHT(!), dass Grundwissen schlecht ist. Nein, ich sage, das Grundwissen wichtig ist. Und Winkelfunktionen gehört eigentlich dazu. Ich meinte eher Mathematische komplexe Formeln wie bsp. Binomische Formeln oder Integralrechnung... Ich bin wie ich oben ausgeführt habe nicht einer, der wie die meisten Jugendlichen sagen, dass alles unnötig ist.. Oben ist alles ausgeführt...

Kommentar von baindl ,

Ich meinte eher Mathematische komplexe Formeln wie bsp. .Binomische Formeln oder Integralrechnung..

Wer sagt Dir das man das nie braucht?

In die Zukunft kann niemand schauen.

Kommentar von Blackoutd ,

Nenne mir einen Beispiel. Wüsste nicht, wozu bsp. ein Kfz-Mechatroniker sowas bräuchte. Gibt auch noch kompliziertere Formeln die man lernen muss. 

Kommentar von baindl ,

Auch ein Kfz-Mechatroniker kann umschwenken und /oder neue Herausforderungen für sich entdecken.

Aber, für diese Erkenntnis fehlt Dir anscheinend noch die nötige Reife und Lebenserfahrung.

Kommentar von Grimwulf78 ,

Buuuh! Euer Dialog war doch gut und fruchtbar und dann fängst Du mit wertenden Unterstellungen an. Schade!

Kommentar von Blackoutd ,

--

Kommentar von Blackoutd ,

Ja, dann soll der kfz.. es sich selbst später beibringen. Will immer noch wissen, wofür man es braucht.

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Das Problem an unserem Schulsystem ist, dass ihm jede Form von Demokratie fehlt. Demokratische Schulen sind die absolute Ausnahme. Und wie man in einem aktuellen Fall in Bayern sehen kann, werden sie sogar verboten.

Jaacov Hecht, ein israelischer Lehrer, beschreibt in diesem Video sehr gut, was das Problem an undemokratische Schulen ist.

https://youtu.be/BlECircdLGs

Antwort
von Kuhlmann26, 15

Deine Gedanken sind nicht so abwegig. Das Problem ist, dass der eigentlicher Sinn der Schule nicht der ist, der ihr gemein hin zugeschrieben wird. Abgesehen davon, gibt es ja Schulen, in denen jeder das lernt, was er will.

Gruß Matti

Antwort
von N3kr0One, 40

Die Schule bereitet dich nicht aufs Leben vor oder seit wann hast du in der Schule: 
Wie mache ich meine Steuererklärung?

Verhaltenslehre (Schwerpunkt: wie zollt man anderen Menschen den nötigen Respekt)

Kochen, Backen, Waschmaschine Bedienen etc.

Wie schreibe ich eine VERNÜNFTIGE Bewerbung?

Also ich hatte auf dem Gymnasium rein gar nichts davon.
Die Schule hält dir lediglich die Türen offen oder schließt sie für bestimmte Berufszweige. Sie versucht dir einzuhämmern, was du im Studium als Grundlage brauchst oder für deine spätere Ausbildung.

Und zum Thema Bill Gates:
Schau dir bitte an auf welche Schule er gegangen ist.
Wenn du dieses Niveau von ihm erreichst haben deine Mathelehrer bestimmt auch kein Problem, wenn du Zuhause an deinem eigenen Reaktor baust, anstatt Formeln zu singen, die du dann eh schon kennst.

Kommentar von ArnoldBentheim ,

Die Schule bereitet dich nicht aufs Leben vor ...

Doch, durchaus tut sie das! Aber solcherlei "Lebensvorbereitung":


Wie mache ich meine Steuererklärung?

Verhaltenslehre (Schwerpunkt: wie zollt man anderen Menschen den nötigen Respekt)

Kochen, Backen, Waschmaschine Bedienen etc.

Wie schreibe ich eine VERNÜNFTIGE Bewerbung?

ist in erster Linie Aufgabe des Elternhauses, nicht der Schule! Und genau deswegen steht in jedem Schulgesetz drin, dass Eltern und Schule gemeinsam an der Erziehung der Heranwachsenden zu arbeiten haben, aber nicht die Schule allein!



Antwort
von SirKermit, 36

"Aber wenn jemand später nicht irgendwie theoretischer Physiker oder
Professor in Mathematik oder generell ein Mathematiker werden will,
weswegen benötige ich dann hochkomplizierte Formeln? "


In vielen anderen Bereichen benötigst du auch Formeln. Aber das nur nebenbei. Woher willst du wissen, welchen Weg du nach der Schule begehen willst? Zudem es Berufe gibt, in denen man schon ein breiteres Wissen besitzen sollte oder zumindest die Grundlagen, um sich in diesem Fall weiteres Wissen zu beschaffen. Mit Auswendig lernen kommst du nicht weiter. (Okay, für die Mediziner mag das anders sein ;-) )

Es gibt auch Berufe, in denen du nicht nur aufgrund deiner Tätigkeit gefragt bist, sondern auch nach deinem Allgemeinwissen beurteilt wirst.

"sollte es doch für denjenigen kein Problem sein, die ganzen komplexeren Formeln auswendig zu lernen."
Gute mathematische Fähigkeiten liegen nicht darin, dass man Formeln auswendig lernt. es geht um das Anwenden und Zusammenhänge erkennen,

Klavierspielen ist doch auch ganz einfach, zur richtigen Zeit die richtige Taste drücken - aber nix da, es ist eben nicht so einfach.

"Sind meine Gedanken halbwegs gerechtfertigt? "
Nein, Bildung ist ein wertvolles Gut trotz oder vielleicht auch gerade wegen der Übermacht sozialer Netzwerke und google. Ohne handfestes Hintergrundwissen kannst du dir keine Medienkompetenz aufbauen.

Und versteife dich nicht so sehr auf das Auswendig lernen, das ist nur ein Teil der Bildung.

Kommentar von Blackoutd ,

Ich sag auch nicht, das Grundwissen in allen Fächern schlecht ist. Ich sage, das Grundwissen WICHTIG ist. Ich bin nicht derjenige, der meint, alles sei unnötig, wie ich es oben schon ausgeführt habe. Ich will mich aber schon während der Schulzeit spezialisieren, weil ich schon weiß, was ich machen will und es eigentlich auch schon zu 100% fest steht. Höchstwahrscheinlich werde ich auch ein Fachabi machen.

Kommentar von SirKermit ,

"Ich will mich aber schon während der Schulzeit spezialisieren, weil ich schon weiß, was ich machen will und es eigentlich auch schon zu 100% fest steht."

Mag sein, dass du einer der seltenen Fälle bist, in denen das so funktioniert. Bei Lehrern scheint es so zu sein, einmal Lehrer, immer Lehrer. Aber viele landen doch ganz woanders. Nach der Schule beginnt eine Ausbildung, die über 3 Jahre dauern kann. Du hast doch noch überhaupt keine Ahnung, was dich in dieser Zeit erwartet und ob deine Vorstellungen mit der Realität des gewählten Berufes zusammen passen.

Und ja, eine Spezialisierung bis zu einem gewissen Grad wird es immer geben, das liegt in der Natur der Sache. Ich finde, das muss auch so sein. Ich an deiner Stelle würde mit aber die Neugier nicht verderben oder verderben lassen, selbst die Neugier auf fremde Fächer.

Da du ja noch Schüler zu sein scheinst, fehlt dir auch noch viel an Lebenserfahrung. Das ist kein Vorwurf, das liegt halt am Alter. Behalte deine Ziele ruhig im Auge, aber schau nicht mit Scheuklappen nur in genau diese Richtung. That's my message ;-)

Unsere Arbeitswelt wird sich in den nächsten Jahren noch mehr als jetzt verändern und du wirst ein Teil davon werden. Darauf solltest du dich schon vorbereiten.

Kommentar von Blackoutd ,

Habs ja eig. verstanden. Die Frage ist, ob du mich teilweise verstehst bzw. es nachvollziehen kannst, dass ich jeden Mist lernen muss. Ich brauche keine Binomischen Formeln , Funktionen etc. Ich brauche Plus Minus Geteilt Prozent etc. Ich werde die binomischen Formeln z.B. in meinem Leben nie brauchen,auch wenn es Manche behaupten. Meine Frage bitte etwas genauer lesen. Ich betone es:Ich sage nicht, dass alles unnötig ist, wie viele Jugendliche es tun die kein Bock haben. Meine Frage ist da ganz anderster.

Kommentar von SirKermit ,

"Ich brauche Plus Minus Geteilt Prozent etc. Ich werde die binomischen Formeln z.B. in meinem Leben nie brauchen,auch wenn es Manche behaupten."

Was macht dich da so sicher? Möchtest du an einer Theke Brötchen verkaufen? Dann hast du wahrscheinlich recht, ansonsten nicht.

"Meine Frage bitte etwas genauer lesen."

Du solltest auch meine Antwort besser lesen und vor allem - verstehen. Aber dazu fehlt dir leider noch viel an Lebenserfahrung. Du scheinst auch nicht zu verstehen, dass es nicht um das auswendig lernen geht, das erscheint dir als zentraler Punkt.

Eine solche Bemerkung wie

"Wenn jemand später Mathematiker werden will und Mathe ihn so sehr interessiert, sollte es doch für denjenigen kein Problem sein, die
ganzen komplexeren Formeln auswendig zu lernen."

zeigt lediglich, dass du nichts, aber auch gar nicht verstanden hast, Komplexere Formeln müssen benutzt werden und das bedeutet, man muss sie verstanden haben, Das sind Werkzeuge, die ohne Verständnis der Zusammenhänge völlig unnütz sind.

Aber egal, es ist deine Entscheidung, du wirst mit denkbaren negativen Folgen möglicherweise leben müssen.

Kommentar von Blackoutd ,

... Wir lassens lieber. Wieder mal nicht verstanden.

Kommentar von SirKermit ,

Nach wie vor: dir fehlt ausreichend Erfahrung, um dein zukünftiges Leben ausreichend beurteilen zu können.

Vielleicht versuchst du dich noch an einer anderen Erklärung? Wenn andere etwas nicht verstehen, dann kann es auch an dem liegen, der seine Aussagen und Meinungen ungenügend erklärt hat. Es muss nicht an dem liegen, der nichts versteht.

Also: erleuchte mich.

Kommentar von Blackoutd ,

Schau dir mal das Bildungssystem der Finnen an, die es bis 2020 durchsetzen wollen. Genau SOWAS braucht Deutschland. Und nicht zu vergessen: Finnland ist ganz oben in Sachen Schulen und Bildung. Wir sollten uns ein Beispiel nehmen. Im Internet kannst du ja mal nachschauen, wie die Finnen das machen wollen. Selbst die sagen, dass dieses System veraltet ist...

Kommentar von SirKermit ,

"Schau dir mal das Bildungssystem der Finnen an, die es bis 2020 durchsetzen wollen. Genau SOWAS braucht Deutschland."

Ja, habe ich. Und die Finnen brauchen dann keine Formeln mehr? Sie wollen die Einteilung in Fächer, wie wir sie kennen, aufheben, was ich übrigens seht gut finde. Nur - das Ziel ist. mehr zu lernen und die Inhalte der einzelnen Fächer besser zu verknüpfen. Das finde ich durchaus erstrebenswert.

Aber okay, dann könntest du die Meinung "Ich brauche doch nur die Grundrechenarten" endlich revidieren. Das wäre ja schon mal ein Erfolg.

Antwort
von Riveyx, 40

Unser Bildungssystem bringt uns nichts bei, sondern fragt vorwissen ab und ist dazu da, Menschen in Sachen Politik aufs Glatteis zu führen. Wichtige Sachen im Leben macht ihr nicht mehr (also evtl. Steuererklärung oder welche Versicherungen notwendig sind) in der Schule sondern seid gezwungen euch das selbst anzueignen. Aber vorsicht: viele predigen nur geistigen Dünnschiss.

Kommentar von ArnoldBentheim ,

Aber vorsicht: viele predigen nur geistigen Dünnschiss.

Bravo! Das charakterisiert den obigen Beitrag in einem vermutlich seltenen Anfall von Selbsterkenntnis ganz hervorragend!  :-))

Kommentar von Riveyx ,

Bist du nur so dumm oder hörst du dich einfach nur so an

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